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Nr. 109.9: Stellungnahme des LGRB zum Konzept zur Durchführung der repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen gemäß Endlagersicherheitsuntersuchungsverordnung (Stand 28.03.2022)

Description: Beitrag im Rahmen der FKTG: „Mit der Integration der oberen Begrenzung der Opalinuston-Formation verringert sich die Mächtigkeit des Wirtsgesteins gegenüber dem Zwischenbericht deutlich. Allerdings ist die Klassifikation der Zillhausen-Formation als Wirtsgestein aus Sicht des LGRB nicht zutreffend, da diese aus sandigen Tonsteinen mit Sandstein- und Kalkstein-Bänken aufgebaut ist und somit aufgrund ihrer lithologischen Beschaffenheit nicht als Wirtsgestein geeignet ist […] Die Zillhausen-Subformation führt mit den eingelagerten Sandstein- und Kalkstein-Bänken zahlreiche geringmächtige Kluftgrundwasserleiter und kann daher als potenziell wasserführende Fazies der oberen Opalinuston-Formation gelten. Auch wenn einzelne Bänke in dieser Abfolge meist nur einige Kilometer lateral aushalten, stehen sie vielfach in Kontakt mit anderen ähnlichen Bänken anderer Verbreitung und können so konnektive Kluftnetzwerke über größere Entfernungen darstellen. Der höhere Teil der Zillhausen-Subformation wurde wegen seines deutlichen Sandstein-Anteils („Zopfplatten“) früher insgesamt den „Ludwigienschichten“ des höheren Aalenium zugeschrieben. Die Zillhausen-Subformation sollte aufgrund der oben ausgeführten Sachargumente daher in der zukünftigen Betrachtung nicht als Wirtsgestein angesprochen bzw. der Opalinuston im engeren Sinne differenziert betrachtet werden.“ (LGRB 2022, S. 7) Stellungnahme der BGE: Fachliche Einordnung: Die BGE kann sich der geäußerten Kritik in dieser Form nicht uneingeschränkt anschließen. Begründung: Die Opalinuston-Formation kann vor allem durch die Auswertung von bohrlochgeophysikalischen Messungen in zwei wesentliche Abfolgen untergliedert werden, die Teufelsloch- und die Zillhausen-Subformation. Die Teufelsloch-Subformation ist durch eine homogene Abfolge von dunkelgrauem bis schwarzgrauem, teilweise schwach feinsandigem Tonstein charakterisiert. Die Zillhausen-Subformation besteht jedoch aus feinsandigen Tonsteinen bis Tonmergelsteinen mit Kalksandstein- und sandigen Kalksteinbänken im oberen Teil (Franz & Nitsch 2009). Die Zillhausen-Subformation ist im gesamten Teiluntersuchungsraum 01_07UR durch Wechsel von Tonsteinen und siltigen Ablagerungen gekennzeichnet. Die Zillhausen-Subformation ist vor allem im Norden wenig erkundet, sodass keine ortsspezifischen Daten zur Gebirgsdurchlässigkeit vorliegen, die belegen würden, dass die Mindestanforderung Gebirgsdurchlässigkeit nicht erfüllt wäre. Die BGE berücksichtigt aber, wie in der Anlage „Methodenbeschreibung zur Durchführung der rvSU gemäß EndlSiUntV“ dargestellt, insbesondere bei der Bewertung der Indikatoren 3.1a und 3.1b die Heterogenität der Zillhausen-Subformation. Initiale Rückmeldung im Rahmen der FKTG: nicht vorhanden. Stellungnahme einer externen Prüfstelle:nein

Types:
Text(
    Unspecified,
)

Tags: Tonstein ? Kluftgrundwasserleiter ? Klassifikation ?

Region: Peine

Bounding boxes: 10.2352° .. 10.2352° x 52.31928° .. 52.31928°

License: DCAT-AP.de Sonstige geschlossene Lizenz

Language: Deutsch

Organisations

Issued: 2022-06-15

Last harvest: 26.06.2026 06:27

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