Description: Beitrag im Rahmen der FKTG: „Auch wenn im Kristallin der Typ 2 überwiegend auf technische und geotechnische [sic!] Barrieren fußt, sind Qualitätskriterien für das umgebende Kristallingestein vonnöten. Andernfalls ist eine gezielte, an die lokale geologische Situation angepasste Behälterentwicklung nicht optimal möglich. Der BGE wird empfohlen, diese ‚Mindestanforderungen‘ für das Kristallingestein im Einlagerungsbereich möglichst frühzeitig aufzustellen.“ (LfU 2022, S. 5) Stellungnahme der BGE: Fachliche Einordnung: Die BGE kann die Anmerkung nachvollziehen. Begründung: Der Einschluss und die Rückhaltung der Radionuklide im Einlagerungsort wird beim Endlagersystem Typ 2 formal durch die technischen (Endlagerbehälter) und geotechnischen (Ben-tonit-Buffer und Versatz) Barrieren übernommen. Die Langzeitintegrität des Endlagerbehälters und des Bentonit-Buffers ist aber auch von den geologischen Gegebenheiten vor Ort, insbesondere dem Trennflächensystem und potenziellen Wasserangebot, sowie der Hydrochemie der Grundwässer am Standort selbst abhängig. Darüber hinaus müssen statische und dynamische Zug- und Druckbelastungen und Scherbeanspruchungen auf die Endlagerbehälter im Einlagerungsbereich berücksichtigt werden. In diesem Zusammenhang sollten Gebirgsbereiche mit Trennflächen bzw. Scherzonen gemieden werden. Generell gilt, dass solche Such- und „Qualitätskriterien“ für das kristalline Wirtsgestein bereits im StandAG (§§ 23 und 24 StandAG) definiert und auch beim Endlagersystem Typ 2 zu berücksichtigen sind: „[…] Soweit sich die Abwägungskriterien nach den Anlagen 1 und 3 bis 11 auf den einschlusswirksamen Gebirgsbereich beziehen, sind sie in diesem Fall [Endlagersystem Typ 2] auf den Einlagerungsbereich entsprechend anzuwenden.“ (§ 24 Abs. 2 StandAG) Ähnliche geologische „Qualitätskriterien“ finden sich auch bei der skandinavischen Standorterkundung (McEwen et al. 2012). Dort wird die Eignung des kristallinen Wirtsgesteins ebenso danach beurteilt, ob das Wirtsgestein mechanisch stabil und intakt ist, eine sehr geringe Gebirgsdurchlässigkeit im Einlagerungsbereich vorliegt, die Hydrochemie des Tiefengrundwassers günstig ist und ob das kristalline Wirtsgestein, bei einer eventuellen Freisetzung von Radionukliden, diese als geologische Barriere in der Geosphäre zurückhalten kann. Initiale Rückmeldung im Rahmen der FKTG: nicht vorhanden. Stellungnahme einer externen Prüfstelle:nein
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Tags: Radionuklid ? Gütekriterien ? Hydrochemie ? Grundwasser ? Geosphäre ?
Region: Peine
Bounding boxes: 10.2352° .. 10.2352° x 52.31928° .. 52.31928°
License: DCAT-AP.de Sonstige geschlossene Lizenz
Language: Deutsch
Issued: 2022-07-06
Last harvest: 26.06.2026 05:52
Hyperlink zum Dokument mit der Stellungnahme der BGE
https://www.bge.de/fileadmin/user_upload/Standortsuche/Wesentliche_Unterlagen/Fachdiskussionen/Stellungnahmen/Fachstellungnahmen/Stellungnahmen_zur_rvSU/20221121_Einordnung_der_BGE_zu_Fachliche_Stellungnahme_LfU_Bayern_barrierefrei.pdf (PDF) * ✓Accessed 1 times.