Description: Seit 1993 bewirtschaftet Dr. U. v. W. den väterlichen und schwiegerväterlichen landwirtschaftlichen Betrieb im Westfläming (Quelle: Dr. U. v. W. am 27.03.2019 vor der Fraktion der Grünen). Im Jahr 2010 wurde Dr. U. v. W. zum Leiter der Abteilung Landwirtschaft (kurz: AL) der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau des Landes Sachsen-Anhalt (LLG) ernannt. Am 6. November 2012 berichtete die Magdeburger Volksstimme von einem „Hochwasserprojekt der Europäischen Union” im Bereich der Ehle: Nach einem Starkregenereignis im Jahr 2002 waren die Flächen des landwirtschaftlichen Betriebs des Dr. U. v. W. von Vernässung betroffen. Die Ehle wurde auf einer Länge von 1 km verlegt, verbreitert und vertieft. Von der Verlegung, Verbreiterung und Vertiefung der Ehle profitierten „überwiegend” die Flächen des Betriebs von „Landwirt Dr. Ulrich von Wulffen“, so die Magdeburger Volksstimme vom 6. November 2012. Die Umverlegung, Verbreiterung und Vertiefung des an die Betriebsflächen von Dr. U. v. W. angrenzenden Teilstücks der Elbe wurden mit insgesamt 488.249,94 Euro gefördert, davon 308.638,74 Euro von der EU, 107.131,91 Euro vom Bund und 72.479,29 Euro vom Land (Auskunft des Landesverwaltungsamts Sachsen-Anhalt vom 3. September 2025, Antwort auf die Kleine Anfrage Nr. 342604). Dr. U. v. W. hatte keinen Eigenanteil zu leisten. "Wahnsinn, die spinnen" zitierte die Magdeburger Volksstimme am 6. November 2012 Beobachter des Projektes. Durch die Umverlegung, Verbreiterung und Vertiefung wurde in einen meliorierten Abschnitt der Ehle eingegriffen (Magdeburger Volksstimme vom 06.11.2012). Die Umverlegung, Verbreiterung und Vertiefung der Ehle hatte unmittelbare Folgen für die Funktionsfähigkeit des vorhandenen Drainagesystems: Es drohte (zeitweise) auszutrocknen, wodurch es seine Funktion nicht mehr hätte erfüllen können. Wenn das Drainagesystem seine Funktionsfähigkeit verliert, kann sich das auch negativ auf den Wasserrückhalt (Einstau) in Trockenzeiten auswirken. Mit der im Jahr 2018 einsetzenden Trockenheit musste Dr. U. v. W. feststellen, dass er sich durch die mit 488.249,94 Euro geförderte Umverlegung, Verbreiterung und Vertiefung der Ehle im Jahr 2012 das Wasser für seine privaten Betriebsflächen selbst abgegraben hat. Durch die Umverlegung, Verbreiterung und Vertiefung des Ehle-Abschnitts wurde der Abfluss des Wassers beschleunigt. Dadurch wurden die Folgen der im Jahr 2018 einsetzenden Trockenheit verstärkt. Zudem wurde die Fähigkeit des Drainagesystems, Wasser über die Leitungssysteme unter die Ackerflächen zurückzuleiten (Einstau), durch die Vertiefung gestört. Dementsprechend beantragte Dr. U. v. W. mit Kopfbogen der LLG am 19.08.2029 den Einbau einer Sohlschwelle. Diese wurde am 27.08.2020 unmittelbar am Abzweig des im Jahr 2012 neu errichteten Ehleabschnitts in das Bett der Neuen Ehle eingebaut. Dadurch wurde der Wasserspiegel der Ehle wieder angehoben, das Wasser konnte im Drainagesystem zurückgehalten werden. Da der Einbau der Sohlschwelle im selben Abschnitt der Ehle erfolgte wie die 2012 mit 488.249,94 Euro geförderte Umverlegung, Verbreiterung und Vertiefung, ist laut der Magdeburger Volksstimme vom 6. November 2012 davon auszugehen, dass von dieser Rückstau-Maßnahme „überwiegend” die Flächen des Betriebs von „Landwirt Dr. Ulrich von Wulffen“ profitierten. Den Antrag für die wasserrechtliche Genehmigung zum Einbau der Sohlschwelle stellte Dr. U. v. W. mit Kopfbogen der LLG am 19. August 2029 bei der zuständigen unteren Wasserbehörde des Landkreises Jerichower Land. Dr. U. v. W. begründete den Antrag im Rahmen des vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit geförderten Projekts „Wasser für den Westfläming – Ein regionales Management zur Erhöhung des Wasserdargebots im Westfläming” mit Untersuchungen. Gemäß Auskunft des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit vom 05.08.2025 (Antwort auf „Frag den Staat” Nr. 341895) war der Einbau einer Sohlschwelle jedoch nicht Gegenstand des Projektantrags. Das Projekt „Wasser für den Westfläming – Ein regionales Management zur Erhöhung des Wasserdargebots im Westfläming” wurde vom Landwirtschaftsverein Westfläming e. V. beantragt. Nach ersten kritischen Berichten der Magdeburger Volksstimme zu Wasserprojekten im Westfläming im Jahr 2012 (Magdeburger Volksstimme vom 06.11.2012) gründete Dr. U. v. W. nämlich im Jahr 2013 den Landwirtschaftsverein Westfläming e. V., der am 20.06.2014 unter der Nummer VR 3862 in das Handelsregister eingetragen wurde. Da der Antrag zur wasserrechtlichen Genehmigung des Einbaus einer Sohlschwelle dem 2012er Projekt zur Umverlegung, Verbreiterung und Vertiefung entgegenstand (AZ.: 3232122000001), musste Dr. U. v. W. die Rückforderung der im Jahr 2012 gezahlten Fördermittel fürchten. Aus diesem Grund suchte er am 10. Juli 2019 das Gespräch mit Mitarbeitern des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt. Von Seiten des Landesverwaltungsamtes haben gemäß Antrag zur wasserrechtlichen Genehmigung vom 19.08.2019 die Mitarbeiter Herr F. und Herr K. teilgenommen. Ich bitte um Übergabe des Protokolls des Ortstermins. Das Protokoll muss Gegenstand des Vorgangs AZ.: 3232122000001 sein. Sofern aus dem Protokoll nicht hervorgeht, in welcher Funktion Dr. U. v. W. an dem Termin teilgenommen hat, bitte ich um entsprechende Ergänzung.
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Tags: Spinne ? Sachsen-Anhalt ? Gartenbau ? Elbe ? Wasserrechtliche Genehmigung ? Dränung ? Kleine und mittlere Unternehmen ? Landwirtschaftlicher Betrieb ? Starkregen ? Ackerfläche ? Hochwasserschutz ? Immissionsschutz ? Privatwirtschaft ? Wasserdargebot ? Klimaschutz ? Europäische Union ? Nukleare Sicherheit ? Landwirtschaft ? Wasserstand ? Naturschutz ? Vernässung ?
License: Creative Commons Zero
Language: Deutsch
Issued: 2026-09-08
Modified: 2026-09-10
Last harvest: 05.10.2026 00:10
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