Description: Der Vitalitätszustand des Waldes wird jährlich im Rahmen der Waldzustandserhebung (WZE) erfasst. Hierbei dient der Kronenzustand als konstanter Weiser für die Vitalität von Waldbäumen im Laufe der Jahre kamen weitere Parameter dazu. Die WZE wird in den alten Bundesländern seit 1984 und in den neuen Bundesländern seit 1990 durchgeführt. Seit dem 01.01.2014 erfolgt sie auf Basis der Bundesverordnung ForUmV, welche im Bundeswaldgesetz verankert ist (§41a Absatz 6BWaldG). Die bundesweite Erhebung erfolgt jeweils im Juli und August auf einem systematischen 16x16 km Stichprobennetz (Level-I-Netz) an ca. 10.000 Bäumen (rund 425 Stichprobenpunkte) und ermöglicht auf Bundesebene repräsentative Ergebnisse für die wichtigsten Baumarten. Seitens der Bundesländer wurde die Stichprobendichte nach Bedarf verdichtet, um auch auf Landesebene und für einzelne Regionen Aussagen treffen zu können. Das seit 2025 erweiterte 8x8 km Netz umfasst rund 1900 Punkte und damit rund 45.600 Bäume. Die Aufnahmen im Gelände und eine erste Prüfung der Daten erfolgen durch die Bundesländer. Die Erhebungsdaten werden an das Thünen-Institut für Waldökosysteme übergeben, in der nationalen Datenbank zusammengeführt, geprüft und ausgewertet. Jährliche Ergebnisse werden im Rahmen der Berichtspflicht an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gemeldet, welches den nationalen Waldzustandsbericht veröffentlicht. Bis 2024 waren die Grundlage für den Bundesbericht die 16x16 km Punkte, ab 2025 wurde die Auswertung auf das 8x8 km Netz erweitert. Außerdem werden die 16x16 km Daten im Rahmen des europäischen Waldmonitorings jährlich an das Programme Coordinating Centre (PCC) von ICP Forests geliefert. Zielgruppe Kommunen, Bundesländer, Bundesverwaltung, Landwirtschaft, Forschung und Lehre, Allgemeinheit, Industrie, Umwelt- und Sozialverbände Wissenschaftlicher Hintergrund Das Vorgehen bei der Waldzustandserhebung besteht aus einer visuellen Einschätzung des äußerlich erkennbaren Gesundheits- bzw. Schädigungszustands der einzelnen Bäume. Hierbei ist der Kernparameter die Kronenverlichtung, welche anhand des Nadel- bzw. Blattverlustes im Verhältnis zu einem Referenzbaum in 5%-Stufen eingeschätzt wird. Daneben werden weitere Merkmale aufgenommen, die Hinweise zur Vitalität der Bäume und zu den Ursachen von Kronenverlichtungen geben können. Dazu gehört z. B. die Intensität der Fruktifikation, Vergilbung von Blätter oder Nadeln, Insekten- und Pilzbefall sowie Stamm- und Kronenverletzungen. Die Datenerhebung erfolgt auf Grundlage eines international abgestimmten Handbuches.
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Tags: Berichtspflicht ? Waldbaum ? Ostdeutschland ? Waldzustandserhebung ? Baum ? Bundeswaldgesetz ? Kronenverlichtung ? Waldmonitoring ? Chlorose ? Waldökosystem ? Pilzbefall ? Kronenzustand ? Waldzustandsbericht ? Kommune ? Datenbank ? Datenerhebung ? Ernährung ? Landwirtschaft ? Wald ?
License: Alle Rechte vorbehalten
Language: Deutsch
Last harvest: 28.06.2026 23:32
Time ranges: 2018-01-01 - 2018-12-31
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