Description: Ein Praxisleitfaden zu BNE in der Offenen Jugendarbeit. [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] Zukunft gestalten. Jugendliche beteiligen. Ein Praxisleitfaden zu BNE in der Offenen Jugendarbeit. Einstieg Liebe Leser:innen, junge Menschen erleben heute eine Welt, die sich rasant verändert. Klimawandel, soziale Ungleichheiten und globale Krisen prägen ihren Alltag. Gleichzeitig wird von ihnen erwartet, in komplexen Fragen schnell eine klare Haltung zu finden, oft bevor genug Raum für Fragen und Zweifel bleibt. Viele Jugendliche wünschen sich deshalb Orte, an denen sie sich orientieren, ausprobieren und eigene Antworten entwickeln können. Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) bietet dafür idea- le Voraussetzungen. Sie schafft Räume, in denen junge Menschen ernst genommen werden, Verantwortung übernehmen und Zukunft gestalten können. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) knüpft an diese Stärke an. Sie verbindet globale Fragen mit der Lebenswelt jun- ger Menschen und macht erfahrbar, dass nachhaltiges Handeln im Kleinen beginnt und im gemeinsamen Tun wächst. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung arbeitet seit vielen Jahren daran, Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Offenen Kinder und Jugendarbeit zu stärken. Dazu gehören auch Projekte wie Zukunftsformer, in de- nen Erfahrungen gesammelt und Impulse entwickelt wurden, die in diese Publikation eingeflossen sind. Im Auftrag und mit Unterstützung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland- Pfalz konnten wir diesen Weg weiter vertiefen. Unser Dank gilt allen Fachkräften, Jugendlichen und Partnern, die ihre Erfahrungen geteilt und Einblicke in ihre Praxis ermöglicht haben. Diese Publikation möchte Einrichtungen unterstützen, eigene Wege in der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu finden. Sie setzt auf Praxisnähe und auf das, was im Alltag von Jugendhäusern möglich und sinnvoll ist. Sie bündelt Erkenntnisse aus der Praxis, stellt Werkzeuge bereit und lädt Teams ein, gemeinsam zu entdecken, wie nachhaltige Entwicklung im Jugendhaus lebendig werden kann. 3 Inhaltsverzeichnis Grundlagen: BNE, Beteiligung und Gestaltungskompetenzen4 Methoden: Beteiligung und BNE praktisch gestalten 26 Warum Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) unverzichtbar ist5 Vertiefung, Reflexion und Ausblick35 Gestaltungskompetenzen: Was junge Menschen brauchen, um Zukunft zu gestaltenZertifizierung zum fairen Jugendhaus: „Wenn Nachhaltigkeit Teil der Kultur wird, dann bleibt sie.“6 36 Jugendbeteiligung: Wie nachhaltiges Lernen wirksam wirdCheckliste: BNE starten im Jugendhaus38 9Vernetzung & Förderung40 Persönliche Perspektive: BNE beginnt im Alltag10Ausblick & Trends: Was BNE in der OKJA in den kommenden Jahren prägen wird42 Aus der Praxis für die Praxis14Reflexion & Teamgespräch44 Praxisbeispiel 1: „Ich sage dir schon, wenn du Panik kriegen musst.“15Impressum47 Praxisbeispiel 2: Wenn der Wald zum Erlebnisraum wird18Praxisbeispiel 3: „Wir kochen Zukunft“ – Wie ein Jugendzentrum in Trier BNE lebendig macht21Erlebnisbericht: Das JugendKlimaForum Rheinland-Pfalz – Beteiligung über die Veranstaltung hinaus24 4 Grundlagen Grundlagen: BNE, Beteiligung und Gestaltungs- kompetenzen BNE, Beteiligung und Gestaltungskompetenzen 5 Warum Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) unverzichtbar ist Nachhaltige Entwicklung ist eine gesamtgesellschaftli- che Aufgabe. Sie betrifft ökologische Herausforderungen ebenso wie soziale Gerechtigkeit, demokratische Teil- habe, kulturelle Vielfalt und die Frage, wie wir in Zukunft zusammenleben wollen. Bildung für nachhaltige Entwick- lung (BNE) unterstützt junge Menschen dabei, diese Zu- sammenhänge zu verstehen und sich als selbstwirksame Akteur:innen in ihrer Welt zu erleben. Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) bietet dafür be- sonders gute Voraussetzungen. Sie schafft zwangfreie Räume, in denen junge Menschen eigene I nteressen ver folgen, Verantwortung übernehmen und neue Perspek tiven – jenseits des schulischen Kontexts – entwickeln können. Im Unterschied zur Schule stehen keine Prüfun- gen und Bewertungen im Vordergrund. Entscheidend sind Beziehungen, Beteiligung und die Möglichkeit, Ideen auszuprobieren. Dadurch entstehen informelle Lernge- legenheiten, die unmittelbar an den Alltag der Jugend- lichen anschließen. BNE kann in diesem Umfeld wachsen, weil sie nicht an Unterrichtsformate gebunden ist. Sie findet statt, wenn Jugendliche gemeinsam kochen, einen Raum gestalten, ein Projekt planen, ein Fest organisieren oder im Stadt- teil aktiv werden. Nachhaltige Entwicklung wird im Tun erfahrbar, im (Aus-)Handeln und im gemeinsamen Ent- scheiden. Jugendliche erleben, dass ihre Ideen Wirkung haben und dass Veränderungen möglich sind, wenn sie Verantwortung übernehmen. Jugendhäuser sind Räume, in denen verschiedene Lebens- realitäten aufeinandertreffen. Diese Vielfalt bietet be sondere Chancen für nachhaltige Bildung. Jugendliche lernen, Interessen auszuhandeln, Konflikte zu bearbeiten und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Sie erfahren, dass Zukunft nicht festgelegt ist, sondern gemeinsam ge- staltet werden kann. BNE in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit bedeutet nicht, zusätzliche Programme einzuführen, sondern be- stehende Stärken weiterzuentwickeln und bewusst Räu- me zu schaffen, in denen junge Menschen Orientierung finden und Zukunft gestalten können. BNE ist Haltung. Sie beginnt, wenn junge Menschen erleben, dass ihr Handeln zählt und dass Zukunft nichts Abstraktes ist, sondern jeden Tag entsteht.
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Tags: Trier ? Pfalz ? Rheinland-Pfalz ? Kind ? Nachhaltiger Konsum ? Globale Erwärmung ? Jugendlicher ? Bildung für nachhaltige Entwicklung ? Schule ? Klimaschutz ? Nachhaltige Entwicklung ? Wald ? Soziale Gerechtigkeit ? Soziale Ungleichheit ?
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Language: Deutsch
Last harvest: 10.04.2026 01:30
Time ranges: 2026-01-01 - 2026-12-31
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