Description: EU stellt rund 10 Millionen Euro zur Verfügung, um Winzerinnen und Winzer aus Rheinhessen zu entlasten Mitte September wird der Startschuss für das Antragsverfahren zur Krisendestillation fallen. Damit sich interessierte Betriebe frühzeitig auf die Antragstellung und die Durchführung der Destillation vorbereiten können, stehen alle notwendigen Informationen ab sofort auf der Internetseite des MLWUF zur Verfügung. Die Krisendestillation soll dazu beitragen, das bestehende Überangebot auf dem rheinhessischen Fassweinmarkt abzubauen. Die EU-Kommission hatte Mitte Juli die bestehende Krise anerkannt und Rheinland-Pfalz für die Entlastung des Weinmarktes 10,325 Mio. Euro aus der EU-Agrarreserve zur Verfügung gestellt. Mit diesen Mitteln kann die Destillation von bis zu 17,5 Millionen Liter Wein unterstützt werden. Das sorgt für Marktentlastung und gleichzeitig schafft es bei den teilnehmenden Betrieben die dringend benötigte Liquidität. Um allen interessierten Betrieben die Teilnahme am Programm zu ermöglichen, wurden die geschätzte Anzahl der Anträge und Weinmenge im Schulterschluss mit den Branchenvertretern auf Grundlage der vorliegenden Marktdaten so genau wie möglich geschätzt. Gefördert wird die Destillation von Rot- und Roséweinen mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.) aus Rheinhessen. Zugelassen sind Weine des Jahrgangs 2025 und älter. Für die Durchführung der Maßnahme ist das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel in Bernkastel-Kues als zuständige Bewilligungsbehörde verantwortlich. In einem ersten Schritt zeigen die Unternehmen beim DLR Mosel die Weinmenge, die sie destillieren möchten, an. Nach der Antragsfrist am 15.10.2026 wird das DLR Mosel die Anträge so schnell wie möglich bescheiden. Für Weine, die vor Erhalt dieses Bescheids destilliert werden, ist ein Anspruch auf Unterstützung ausgeschlossen. Sobald die Weine destilliert wurden, kann im zweiten Schritt der Antrag auf Auszahlung des Unterstützungsbetrages gestellt werden. Bei der Krisendestillation wird Wein, der wegen der rückläufigen Nachfrage keine Abnehmer findet, zu Industriealkohol verarbeitet. Rheinland-Pfalz hat die Krisendestillation auf Wunsch des Weinbauverbandes Rheinhessen beantragt, andere Weinbauregionen in Rheinland-Pfalz hatten sich aus verschiedenen Gründen dagegen ausgesprochen Insgesamt ist die Lage im europäischen Weinsektor angespannt. Auch in Frankreich wird in diesem Jahr wieder die Krisendestillation angeboten, um überschüssige Weine vom Markt zu nehmen. Rheinland-Pfalz wird die Krisendestillation mit weiteren Maßnahmen flankieren. Neben Marketingaktivitäten zur Förderung des Absatzes zählen dazu auch die geplante Rodungsprämie und die Rotationsbrache, um das Produktionspotential an die geänderten Konsumgewohnheiten der Verbraucher anzupassen. Mit einem umfassenden Beratungsangebot unterstützt Rheinland-Pfalz seine Weinbaubetriebe auch in der derzeit schwierigen Situation. Das Merkblatt und weitere Informationen zur Krisendestillation sind auf der Homepage des MLWUF und auf der Internetseite des DLR Mosel veröffentlicht. Das Antragsformular folgt, sobald die nationalen Rechtsgrundlagen veröffentlicht und somit in Kraft getreten sind.
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PressRelease,
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Tags: Mosel ? Rheinhessen ? Rheinland-Pfalz ? Frankreich ? Landwirtschaftliche Brache ? Konsumverhalten ? Marktdaten ? Ländlicher Raum ?
Region: Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz
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License: DCAT-AP.de Sonstige geschlossene Lizenz
Language: Deutsch
Issued: 2026-09-11
Last harvest: 24.09.2026 01:59
Homepage
https://mlwuf.rlp.de/themen/weinbau/foerderung/krisendestillation (Webseite) ✓Internetseite
https://www.dlr.rlp.de/Foerderung/Krisendestillation (Webseite) ✓Accessed 1 times.