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Christine Schneider: „Forstleute waren wertvolle Fluthelfer und leisten weiterhin wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz“

Description: Forstministerin Christine Schneider besuchte Forstamt Adenau, um Forstleuten anlässlich des 5. Jahrestags der Flutkatastrophe für deren Einsatz bei den Aufräumarbeiten zu danken und besuchte Waldorte, die effektives Wassermanagement zeigen: Wird Wasser im Wald geschickt gelenkt, kann dies Überflutungen vorbeugen, sorgt für mehr Wasserrückhalt im Wald und versorgt damit gleichzeitig die Waldbäume „Landesforsten als schlagkräftige Flächenverwaltung hat beim Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe im Ahrtal einen wertvollen Beitrag geleistet: sowohl, als es darum ging, Orte zugänglich zu machen, als auch in der Verwaltung außerhalb des Forstbereichs, etwa der Bereitstellung von mobilen Wahlbüros für die Bundestagswahl. Für diesen Einsatz über den ‚normalen Dienst‘ hinaus, der aufgrund der psychischen Belastung nicht selbstverständlich ist, möchte ich mich ausdrücklich bedanken“, so Forstministerin Christine Schneider anlässlich des bevorstehenden Jahrestags der Flutkatastrophe, der sich in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli zum fünften Mal jährt. Die verheerende Flut, die durch ein Starkregenereignis ausgelöst wurde, aber auch die deutlich sichtbaren Waldschäden aufgrund der Klimawandelfolgen, haben das Thema Wald und Wasser in den Fokus von Landesforsten gerückt. Seither werden landesweit verstärkt Maßnahmen ergriffen, um mehr Wasser im Wald zu halten. Dies passiert sowohl durch natürliche als auch durch technische Maßnahmen zum Wasserrückhalt: „In Rheinland-Pfalz bedeckt der Wald rund 43 Prozent der Landesfläche und übernimmt eine zentrale Funktion für den Wasserhaushalt. Wasserrückhaltemaßnahmen tragen dazu bei, Oberflächenabflüsse zu reduzieren, Sturzfluten und Erosion vorzubeugen sowie die Grundwasserneubildung zu fördern. Deshalb werden wir dies weiter ausbauen, um so den wirtschaftlichen Nutzen des Waldes ebenso wie seine Bedeutung für Natur, biologische Vielfalt und die natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen langfristig zu erhalten“, so Schneider. Technische Wasserrückhaltemaßnahmen sind beispielsweise Sickerdrainagen, Versickerungsmulden, der Verschluss von Entwässerungsgräben sowie die Umleitung von Wegentwässerungsgräben in angrenzende Waldflächen. Ziel dabei ist es immer, den Wasserfluss zu brechen, um die Fließgeschwindigkeit, gerade an Hängen, zu reduzieren und das Wasser in die Waldfläche zu leiten. Dort kann es von den Pflanzen aufgenommen werden und ins Grundwasser versickern. Gleichzeitig hat es bei Starkregen eine große Fläche, um sich auszubreiten. Natürliche Wasserrückhaltemaßnahmen sind solche, die auf klimaresiliente, strukturreiche Mischwälder mit einem hohen Laubholzanteil setzen. Dieses Ziel verfolgt Landesforsten seit 1990, als der naturnahe Waldbau im Landeswaldgesetz festgeschrieben wurde. Mittlerweile bestehen 82 Prozent der rheinland-pfälzischen Wälder aus mehreren Baumarten. Da die einzelnen Baumarten unterschiedlich tief wurzeln, lockert dies den Boden und sorgt gleichzeitig dafür, dass möglichst viel Wasser versickern kann und so auch zur Grundwasserneubildung beiträgt. Trifft Niederschlagswasser zunächst auf das Blätterdach, wird es in seiner Geschwindigkeit im Aufprall auf dem Boden reduziert – der Boden kann dadurch mehr Wasser aufnehmen, ehe es oberflächig abfließt. Dadurch tragen laubreiche Mischwälder maßgeblich zur Stabilisierung des Wasserhaushalts bei. Der Aufbau stabiler, strukturreicher Wälder mit hohen Verjüngungsvorräten ist daher ein wesentliches Ziel einer klimaangepassten Waldbewirtschaftung. Beim Besuch in Adenau wurde auch deutlich, welchen Beitrag hier ein ausgewogenes Wildmanagement zur natürlichen Waldentwicklung leisten kann: Buchen, innerhalb eines Weisergatters sind bereits rund zehn Meter hoch, während gleichaltrige Buchen außerhalb aufgrund von Wildverbiss bislang erst eine Höhe von zwei Metern erreicht haben. „Die Jägerschaft leistet bei einem ausgewogenen Wildmanagement gemeinsam mit Waldbesitzerinnen und -besitzern sowie Forstleuten einen wichtigen Beitrag. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten eng zusammenarbeiten und gemeinsam Verantwortung übernehmen, damit sich unsere Wälder klimaresistent entwickeln können und ihre vielfältigen Funktionen dauerhaft erfüllen können“, so Schneider.

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Tags: Buche ? Grundwasserneubildung ? Wildverbiss ? Waldbaum ? Waldschaden ? Rheinland-Pfalz ? Sturzflut ? Baum ? Landeswaldgesetz ? Wildhege ? Erosion ? Überschwemmung ? Oberflächenabfluss ? Regenwasser ? Starkregen ? Waldfläche ? Wiederaufforstung ? Fließgeschwindigkeit ? Hochwasserschutz ? Mischwald ? Pflanze ? Grundwasser ? Klimafolgen ? Biodiversitätsschutz ? Naturnahe Waldwirtschaft ? Waldbiodiversität ? Forstwirtschaft ? Wasserhaushalt ? Wald ? Waldfunktion ?

Region: Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz

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License: DCAT-AP.de Sonstige geschlossene Lizenz

Language: Deutsch

Issued: 2026-07-10

Last harvest: 16.07.2026 01:19

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