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Katrin Eder: „Jeder hat ein Recht darauf zu wissen, was er isst“

Description: Vertreterinnen und Vertreter des Europaparlaments und des Rats der EU-Länder haben sich auf Lockerungen für gentechnisch veränderte Lebensmittel geeinigt. Manche gentechnisch veränderten Lebensmittel sollen zukünftig im Supermarkt nicht mehr ausgewiesen werden. „Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Bäuerinnen und Bauern dürfen nicht entmündigt werden. Jede und jeder hat ein Recht darauf zu wissen, was er oder sie isst. Dies geht nur, wenn Produkte entsprechend klar gekennzeichnet sind. Bäuerinnen und Bauern sollen sich frei entscheiden können, was auf ihrem Acker wächst. Aus ökologischer und aus ökonomischer Sicht ist das, was im Trilog verhandelt wurde, ein No-Go: Ökologisch, weil die Risiken einer Ausbreitung in der Umwelt noch zu wenig erforscht sind und die Befürchtung besteht, dass heimische Arten von gentechnisch veränderten verdrängt werden; ökonomisch, weil man sich wiederum in Abhängigkeiten von Konzernen begibt. Die Naturbewusstseinsstudie des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), die alle zwei Jahre durchgeführt wird, kommt zum Ergebnis, dass es den Menschen wichtig ist, zu wissen, was auf ihrem Teller landet: 94 Prozent der Erwachsenen in Deutschland befürworten demnach eine Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel, die mit neuen gentechnischen Verfahren hergestellt wurden. Nun können die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr darauf vertrauen, dass sie darüber informiert werden, ob Lebens- und Futtermittel gentechnisch verändert wurden. Insbesondere für unsere Biobäuerinnen und -Bauern sind die neuen EU-Regelungen eine Bedrohung: Sie müssen befürchten, dass etwa über Pollenflug auch gentechnisch veränderte Pflanzen auf ihren Äckern wachsen, auch wenn sie diese gar nicht ausgesät haben. Die Biobranche lebt vom Vertrauen auf hohe Standards, dazu gehört auch die Gentechnikfreiheit. Ich hoffe daher, dass das EU-Parlament die Aufweichung der Gentechnikregeln nicht mitmacht“, so die rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin Katrin Eder anlässlich der Aufweichung der Gentechnikregeln in der EU.

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Origins: /Land/Rheinland-Pfalz/MKUEM

Tags: Kennzeichnungspflicht ? Europäisches Parlament ? Deutschland ? Futtermittel ? Lebensmittelrecht ? Naturschutzrecht ? Naturbewusstseinsstudie ? Einheimische Art ? Gentechnisch veränderte Pflanze ? Ackerfläche ? Umweltgefährdung ? Europäische Union ? Genetisch veränderte Lebensmittel ?

Region: Rheinland-Pfalz

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License: other-closed

Language: Deutsch

Issued: 2025-12-04

Time ranges: 2025-12-04 - 2025-12-04

Status

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