Description: Nienburg/Diepholz – In der Steinbrinker-Ströhener Masch erneuert der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) vier von sechs Stauanlagen. Damit soll das Wasser im Frühjahr länger im Gebiet gehalten und so optimale Habitat-Bedingungen für Wiesenvögel entwickelt werden. Die Arbeiten knüpfen an die erfolgreiche Sanierung des Stausystems in der nahegelegenen Bleckriede im Rahmen des EU-LIFE-Projekts „GrassBirdHabitats“ im Winter 2024/2025 an. Dort, wie auch in der Steinbrinker-Ströhener Masch, haben sich die Wiesenvogelbestände in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Inzwischen brütet in der Steinbrinker-Ströhener Masch wieder regelmäßig die Uferschnepfe, einer der gefährdetsten Wiesenvögel. Das Potenzial des Gebiets ist jedoch noch lange nicht ausgeschöpft. Für die Sanierungsarbeiten ist der beim NLWKN für die Aufwertung der Wiesenvogelgebiete in der Diepholzer Moorniederung zuständige Gebietsbetreuer Cedric Gapinski optimistisch: „Die aktuelle Trockenheit ist von Vorteil, sodass wir mit wenigen Wochen Bauzeit rechnen.“ Während der Arbeiten kann es zu Einschränkungen wie zum Beispiel temporären Wegesperrungen kommen. „Erfahrungsgemäß werden aber schon im nächsten Frühjahr keine Spuren der Bauarbeiten mehr sichtbar sein“, wirbt der NLWKN um Verständnis. In der Steinbrinker-Ströhener Masch erneuert der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) vier von sechs Stauanlagen. Damit soll das Wasser im Frühjahr länger im Gebiet gehalten und so optimale Habitat-Bedingungen für Wiesenvögel entwickelt werden. Die Arbeiten knüpfen an die erfolgreiche Sanierung des Stausystems in der nahegelegenen Bleckriede im Rahmen des EU-LIFE-Projekts „GrassBirdHabitats“ im Winter 2024/2025 an. Dort, wie auch in der Steinbrinker-Ströhener Masch, haben sich die Wiesenvogelbestände in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Inzwischen brütet in der Steinbrinker-Ströhener Masch wieder regelmäßig die Uferschnepfe, einer der gefährdetsten Wiesenvögel. Das Potenzial des Gebiets ist jedoch noch lange nicht ausgeschöpft. Für die Sanierungsarbeiten ist der beim NLWKN für die Aufwertung der Wiesenvogelgebiete in der Diepholzer Moorniederung zuständige Gebietsbetreuer Cedric Gapinski optimistisch: „Die aktuelle Trockenheit ist von Vorteil, sodass wir mit wenigen Wochen Bauzeit rechnen.“ Während der Arbeiten kann es zu Einschränkungen wie zum Beispiel temporären Wegesperrungen kommen. „Erfahrungsgemäß werden aber schon im nächsten Frühjahr keine Spuren der Bauarbeiten mehr sichtbar sein“, wirbt der NLWKN um Verständnis. Aktuell ist es in der Steinbrinker-Ströhener Masch sehr trocken. Die Wiesenvögel haben das Gebiet verlassen und sind in ihre Überwinterungsgebiete gezogen. Wenn sie im nächsten Frühjahr zurückkehren, sollen nasse, teils überstaute Grünlandflächen optimale Brutbedingungen bieten. Die Diepholzer Moorniederung ist eines der Projektgebiete des vom NLWKN geleiteten LIFE-Projekts. Dort haben sich die Wiesenvogelbestände in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Naturschutzgebiete Bleckriede und Steinbrinker-Ströhener Masch, in denen große Teile der Flächen in öffentlichem Eigentum sind. Was in der Bleckriede schon gelang, steht nun ab September für die Masch zwischen Steinbrink und Ströhen, direkt in Grenzlage der Landkreise Nienburg/Weser und Diepholz, auf dem Programm: die Erneuerung des alten Stausystems. „Wasser ist einer der entscheidenden Faktoren für die Brutgebiete“, erläutert Gapinski. „Zum Frühjahr müssen die Grünländer als Brutflächen nass sein und teils offene Wasserflächen aufweisen. Diese Bedingungen sind in der Landschaft außerhalb der Schutzgebiete kaum noch gegeben.“ Vier der sechs Stauanlagen sind zudem rund 30 Jahre alt, teilweise undicht und kaum noch bedienbar. Durch die Erneuerung soll das Wasser bis in den Juni gehalten werden, was für die erfolgreiche Aufzucht der Küken elementar ist. Das Gebiet entwickelte sich zuletzt positiv: Der Kiebitz brütet inzwischen jährlich mit mehreren Dutzend Brutpaaren, auch die Uferschnepfe brütet wieder regelmäßig. Zu verdanken ist dies insbesondere der Begrenzung von Brut- und Gelegeverlusten durch Beutegreifer wie Füchsen. Hierzu werden seit 2022 durch den Landkreis Nienburg/Weser und dem BUND Diepholzer Moorniederung einzelne Brutflächen zur Brutzeit eingezäunt, was zu einem Anstieg der Wiesenvogelbestände führte. Durch den Anstau eines zusätzlichen Grabenabschnitts kann die vernässte Fläche vergrößert werden. Das Vorhaben leistet so einen Beitrag zum Klimaschutz. Die Maßnahmen werden von der Europäischen Union und dem Land Niedersachsen im Rahmen des Förderprogramms KLARA 2023–2027 kofinanziert. In der Bleckriede sind bereits positive Effekte sichtbar. Inwiefern diese auf die neuen Stauanlagen zurückzuführen sind, zeigen in ein paar Jahren die Daten der neuen Wasserstandsmesspegel in den beiden grünlandgeprägten Niedermooren. Hintergrundinformation zum LIFE IP Projekt „GrassBirdHabitats“ (LIFE19 IPE/DE/000004) Hintergrundinformation zum LIFE IP Projekt „GrassBirdHabitats“ (LIFE19 IPE/DE/000004) Der Schutz von Wiesenvögeln wie Uferschnepfe, Kiebitz und Brachvogel und deren Lebensräumen stehen im Fokus des von der Europäischen Union im Rahmen des LIFE-Programms geförderten Projekts. Ziel ist es, ein strategisches Schutzkonzept für Wiesenvogellebensräume in Westeuropa zu entwickeln, um Aktivitäten zu vernetzen und gezielte Schutzmaßnahmen abzustimmen. In Niedersachsen werden hierfür in 27 Projektgebieten, wie beispielweise in der Diepholzer Moorniederung, am Dümmer, der Unterelbe oder der Hunteniederung, wiesenvogelfreundliche Maßnahmen umgesetzt. Hier gilt es beispielsweise, die Flächennutzung zu extensivieren und die Wasserstände zu optimieren. Das Gesamtbudget des seit 2020 über zehn Jahre laufenden Projekts beträgt rund 27 Millionen Euro, darin zwölf Millionen Euro vom Land Niedersachsen. Das Niedersächsische Umweltministerium als Projektträger hat die Staatliche Vogelschutzwarte im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit der Umsetzung des Projekts beauftragt. Partner in Niedersachsen sind die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und das Büro BioConsultOS. Projektpartner in den Niederlanden sind die Provinz Friesland, die Universität Groningen sowie die landwirtschaftliche Kooperative Collectief Súdwestkust (SWK) und der Naturschutzverband BondFrieseVogelWachten (BFVW). Im Rahmen des Projekts werden über 40 Arbeitsplätze der einzelnen Projektpartner finanziert, die wiederum weitere Mittel für den Wiesenvogelschutz aus anderen Finanzierunqsquellen einwerben.
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PressRelease,
)
Tags: Niedersächsisches Wattenmeer ? Niedersachsen ? Brachvogel ? Unterelbe ? Fuchs ? Vogel ? Niederlande ? Grünland ? Niedermoor ? Prädator ? Naturschutzverband ? Stauanlage ? Westeuropa ? Arbeitsplatz ? Brutgebiet ? Büro ? Flächennutzung ? Naturschutzgebiet ? Vogelschutzgebiet ? Wasserfläche ? Wassergehalt ? Klimaschutz ? Europäische Union ? Arbeit ? Schutzgebiet ? Wasserstand ? Wasserwirtschaft ? Naturschutz ? Landschaft ?
Region: Niedersachsen Niedersachsen
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License: Alle Rechte vorbehalten
Language: Deutsch
Issued: 2026-09-10
Last harvest: 18.09.2026 01:52
Uferschnepfen sind auf Feucht- und Nassgrünland mit teils offenen Wasserflächen zur Brutzeit angewiesen.
https://www.nlwkn.niedersachsen.de/assets/image/278988 (JPEG) ✓So wie hier in der Bleckriede könnte es auch in der Steinbrinker-Ströhener Masch zu Beginn der nächsten Brutzeit ab März aussehen.
https://www.nlwkn.niedersachsen.de/assets/image/278995 (JPEG) ✓Accessed 1 times.