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Amphibien (Amphibia)

Description: Lebensversicherndes Hautsekret Die Haut der Amphibien ist dünn und feucht. Sie enthält Schleimdrüsen, die ein Sekret absondern und damit die Tiere vor dem Vertrocknen an Land schützen. Obwohl ausgewachsene Amphibien Lungenatmer sind, können sie je nach Art einen Teil des Sauerstoffbedarfs über die Haut aufnehmen. Dies ermöglicht zum Beispiel dem Grasfrosch, die kalten Wintermonate am Boden von Gewässern zu verbringen. In dieser Zeit fährt er seinen Stoffwechsel herunter und stellt auf vollständige Hautatmung um. Manche Amphibienarten besitzen zudem Giftdrüsen. Sie sondern ein mehr oder weniger giftiges Hautsekret ab, welches die Tiere nicht nur vor Fressfeinden, sondern auch vor Pilzinfektionen und Bakterien schützt. Lebenslange Abhängigkeit Im Gegensatz zu den Reptilien müssen fast alle einheimischen Amphibienarten ein Gewässer zur Eiablage aufsuchen. Aus dem sogenannten Laich entwickeln sich die Larven, die in ihrer ersten Lebensphase als reine Wasserbewohner über Kiemen atmen. Ausgenommen davon ist der Alpensalamander, der bereits ein bis zwei voll entwickelte und über Lungen atmende Jungtiere zur Welt bringt. Wie geht es den Amphibien? Von den 21 in Deutschland vorkommenden Amphibienarten wurden alle bis auf den vom Menschen eingeschleppten Nordamerikanischen Ochsenfrosch einer Gefährdungsanalyse unterzogen. 50 % der Amphibienarten wurden als bestandsgefährdet eingestuft, 30 % gelten noch als ungefährdet. Weitere 15 % der Arten befinden sich auf der Vorwarnliste. Für die Einschätzung der Gefährdungssituation des Seefroschs reichen die zugrundeliegenden Daten derzeit nicht aus. Ernstzunehmende Gefährdungsursachen sind unter anderem der Verlust von geeigneten Laichgewässern und Landlebensräumen durch Zerstörung oder Verschmutzung sowie die Zerschneidung der Wanderrouten durch die Flächeninanspruchnahme im Rahmen von Straßen- und Siedlungsbau. Aktuelle Rote Liste (Stand 8. Juni 2019) Rote-Liste-Gremium Amphibien und Reptilien (2020): Rote Liste und Gesamtartenliste der Amphibien (Amphibia) Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (4): 86 S. Rote Liste der Amphibien Deutschlands , elektronische Veröffentlichung zum Download. DOI 10.19213/972174/ Download der Rote-Liste-Daten Artenportraits Feuersalamander ( Salamandra salamandra ) Geburtshelferkröte ( Alytes obstetricans ) Kleiner Wasserfrosch ( Pelophylax lessonae ) Themenspecials Warum Amphibien und Reptilien oft in einem Atemzug genannt werden: Interview mit Ulrich Schulte

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Tags: Ochsenfrosch ? Reptilien ? Amphibien ? Deutschland ? Flächenverbrauch ? Interview ? Laich ? Rote Liste gefährdeter Arten ? Bakterien ? Mykose ? Haut ? Larve ? Risikoanalyse ? Naturschutz ? Biodiversität ?

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