Description: Deutschland ist in besonders hohem Maße für die hochgradig isolierten außeralpinen Vorposten im Hegau und Maintal dieser Art verantwortlich. Diese Art hat ihr Hauptverbreitungsgebiet im Schweizer Jura. Untersuchungen in der Schweiz zeigten für G. helvetica eine sehr ausgeprägte Präferenz für trockene und steinige Lebensräume wie offene oder bewaldete Geröllhalden oder Felssteppen (Pedroli-Christen 1993). In Deutschland kommt sie nur in Süddeutschland im Hegau (= stabiler Teilbestand) und in einem isolierten Vorkommen im Maintal (Main-Spessart, Unterfranken) vor. Dort wurde sie zuletzt in Trockenrasen mit offenen Kalksteinfluren (Blaugrasrasen) gefunden. Das Maintal weist innerhalb der felsigen Steilhänge klimatische Besonderheiten mit niedrigen Jahresniederschlägen und einem hohen Temperaturmittel im Sommer auf, was zu einem sehr trockenen Lokalklima führt. Die Art ist sehr kleinräumig auf die gefährdeten Biotoptypen der Trockenrasen/Kalksteinfluren angewiesen. Nachdem es seit Ende des 19. Jahrhunderts einen Rückgang des Weinanbaus in dieser Region gegeben hat, also möglicherweise wieder Freiflächen zur Besiedlung durch die Art zur Verfügung standen, wurde der Weinbau ab 1960/70 wieder stark intensiviert. Durch diesen großen Lebensraumverlust gilt die Art somit erneut als „Stark gefährdet“.
Taxon(
Taxon {
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phylum: None,
class: None,
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genus: None,
scientific_name: "Glomeris helvetica (Verhoeff, 1894)",
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taxonomic_status: None,
conservation_status: Some(
"Stark gefährdet",
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},
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Tags: Tausendfüßer ? Unterfranken ? Trockenrasen ? Lebensraumverlust ? Jura ? Süddeutschland ? Artenverlust ? Weinbau ? Deutschland ? Schweiz ? Durchschnittstemperatur ? Freifläche ? Mesoklima ? Biotoptyp ?
License: Alle Rechte vorbehalten
Language: Deutsch
Modified: 2026-01-14
Last harvest: 11.05.2026 03:24
Artensteckbrief
https://www.rote-liste-zentrum.de/detail/pdf/475087 (PDF) ✓Accessed 1 times.