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SGD-Nord-Präsident Joachim Rodenkirch besucht instandgesetzte Wehranlage am Sangweiher

Description: Das Naturschutzgebiet „Sangweiher“ in der Verbandsgemeinde Daun zählt zu den bedeutendsten Feuchtgebieten der nördlichen Eifel. Nach der im vergangenen Jahr bewilligten Förderung zur Instandsetzung der in den 80er Jahren errichteten Wehranlage ist die Maßnahme nun erfolgreich abgeschlossen. Joachim Rodenkirch, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, überzeugte sich im Rahmen eines Ortstermins vom Ergebnis der Arbeiten. Gemeinsam mit Thomas Scheppe, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Daun, Peter Hartogh, Ortsbürgermeister von Schalkenmehren, sowie Vertreterinnen und Vertretern des NABU Daun, darunter die 1. Vorsitzende Anne-Ruth Windscheif, nahm er die modernisierte Anlage am Sangweiher in Augenschein. Die Wehranlage spielt eine zentrale Rolle für die ökologische Steuerung des Wasserstands und damit für die Lebensbedingungen zahlreicher Vogelarten. „Mit der Instandsetzung der Wehranlage sichern wir ein wesentliches Instrument für den aktiven Naturschutz am Sangweiher. Die gezielte Regulierung des Wasserstandes ist entscheidend für den Erhalt der wertvollen Feuchtlebensräume und ihrer Artenvielfalt“, betonte SGD-Nord-Präsident Joachim Rodenkirch, „mein besonderer Dank gilt allen Beteiligten, die mit großem Engagement zum Gelingen beigetragen haben – insbesondere auch den ehrenamtlich Aktiven vor Ort.“ Verbandsbürgermeister Thomas Scheppe ergänzte: „Damit bleibt der Sangweiher als wertvoller Lebensraum für zahlreiche Vogelarten langfristig erhalten. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie kommunale Verantwortung, ehrenamtlicher Einsatz und staatliche Förderung zusammenwirken können“. Ein besonderer Moment des Termins war die Würdigung von Georg Möhnen, der über vier Jahrzehnte hinweg den Wasserstand des Sangweihers in enger Abstimmung mit dem Naturschutzreferat der SGD Nord reguliert hat. Der heute 87-Jährige hatte in den 1980er-Jahren die Idee zur Errichtung der Wehranlage entwickelt und sich maßgeblich für deren Umsetzung eingesetzt. Über vier Jahrzehnte hinweg bediente er die Mechanik des Wehrs eigenhändig und stellte so die für die Vogelwelt optimalen Wasserstände sicher. Künftig wird er diese Aufgabe in jüngere Hände übergeben: So wird Dr. Christian Dietzen die Steuerung der Anlage allmählich von ihm übernehmen und damit die kontinuierliche Pflege des Gebiets fortsetzen. Die nun abgeschlossene Instandsetzung war notwendig geworden, nachdem der alte Mechanismus verrostet und zuletzt nicht mehr zuverlässig funktionsfähig war. In den vergangenen Jahren kam es infolge von Defekten mehrfach zu einem unbeabsichtigten Ablaufen des Wassers, sodass Notreparaturen erforderlich wurden. Ortsansässige Metallbauer – Vater und Sohn der Fa. Metallbau Schmitz aus Brockscheid – haben den Mechanismus nun grundlegend überarbeitet und durch eine moderne, leichtgängige Steuerung in Form eines Lenkrads ersetzt. Damit ist eine präzise und sichere Regulierung des Wasserstands wieder dauerhaft gewährleistet. Anne-Ruth Windscheif vom NABU Daun unterstrich die Bedeutung der Maßnahme und die gute Zusammenarbeit: „Die funktionierende Wehranlage ist ein zentrales Element für die Pflege des Sangweihers. Sie ermöglicht die gezielte Entwicklung von Flachwasser- und Schlammzonen, die für viele Vogelarten unverzichtbar sind. Die Zusammenarbeit mit der SGD Nord war dabei erneut sehr konstruktiv und verlässlich.“ Der Sangweiher hat sich seit der Errichtung des Stauwehres im Jahr 1987 zu einem einzigartigen Lebensraumkomplex entwickelt, in dem Wasserflächen, Uferzonen und Feuchtwiesen eng miteinander verzahnt sind. Die Instandsetzung der Wehranlage knüpft an die jüngsten Fortschritte im Gebiet an, insbesondere an die Erweiterung des Naturschutzgebiets und die damit verbundene langfristige Sicherung dieses ökologisch wertvollen Raums. „Das Naturschutzgebiet Sangweiher zeigt beispielhaft, wie erfolgreich Naturschutz durch das Zusammenspiel von Ehrenamt, fachlicher Expertise und staatlicher Förderung gelingen kann“, so Joachim Rodenkirch abschließend. Zum Hintergrund Das Naturschutzgebiet „Sangweiher“ wurde erstmals 1983 mit einer Fläche von 15,57 Hektar ausgewiesen. Mit der neuen Rechtsverordnung aus dem Jahr 2025 ist das Gebiet auf 49,17 Hektar angewachsen. Gemeinsam mit dem nahegelegenen „Jungferweiher“ bei Ulmen ist es ein herausragendes Brut-, Nahrungs- und Rastgebiet für zahlreiche Wasser- und Watvogelarten. Es gehört zu den bedeutendsten Nahrungs- und Rastplätzen für Watvögel und Gründelenten in der nördlichen Eifel und ist Teil des EU-Vogelschutzgebiets „Sangweiher und Erweiterung“ bei Schalkenmehren. Die Wehranlage wurde 1987 zur ökologischen Aufwertung des Gebiets errichtet und ermöglicht durch gezielte Wasserstandsregelungen die Entstehung wertvoller Feucht- und Flachwasserbereiche. Die geplante Instandsetzung stellt die Funktionsfähigkeit der Anlage wieder her und ist Voraussetzung für den Fortbestand des artenreichen Lebensraumes.

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Tags: Ufer ? Ulme ? Watvogel ? Wehr ? Entwicklungszusammenarbeit ? Vogel ? Feuchtwiese ? Feuchtgebiet ? Eifel ? EU-Vogelschutzgebiet ? Artenvielfalt ? Avifauna ? Flachwasser ? Naturschutzgebiet ? Subvention ? Wasserfläche ? Arbeit ? Wasserstand ? Naturschutz ?

Region: Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz

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Issued: 2026-07-24

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