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Willingmann wirbt für Unterstützung der Landwirtschaft bei der Anpassung an den Klimawandel

Description: Extreme Hitze und Trockenheit haben in diesem Jahr nicht nur Wald- und Feldbrände ausgelöst, sie gehen auch mit Ernteschäden einher. Umwelt- und Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann wirbt deshalb dafür, die Anpassung an den Klimawandel auch in der Landwirtschaft stärker voranzutreiben. „Die Landwirtinnen und Landwirte in Sachsen-Anhalt wissen, dass sie sich in den kommenden Jahren stärker an den fortschreitenden Klimawandel anpassen müssen. Ich halte es für geboten, sie dabei unterstützen“, betonte Willingmann am heutigen Samstag beim 30. Historischen Erntefest der Hochschule Anhalt und der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) in Bernburg-Strenzfeld. Eine Schlüsselrolle bei der Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel komme dabei der Wissenschaft zu, erklärte Willingmann. „Wir haben eine erstklassige Hochschul- und Wissenschaftslandschaft, die gemeinsam mit der Landwirtschaft Antworten auf ganz konkrete Fragen finden kann: Welche Sorten bauen wir künftig auf unseren Feldern an? Welche Formen der Bewässerung sind unter den Bedingungen des Klimawandels sinnvoll und nachhaltig? Wie schützen wir die Ernte vor Schädlingen?“ Der Minister betonte im Weiteren, dass es wichtig sei, die Augen vor dem fortschreitenden Klimawandel nicht zu verschließen – auch nicht in der Landwirtschaft: „Wenn Extremwetter-Ereignisse weiter zunehmen, kann die Antwort nicht allein darin bestehen, nach einer ausgefallenen Ernte Kompensationszahlungen zu leisten. Wir müssen vielmehr dafür sorgen, dass Landwirtschaft auch unter schwierigeren klimatischen Bedingungen bei uns eine Zukunft hat.“ Die aktuelle Entwicklung zeige den Handlungsdruck. Die vergangenen Wochen waren von anhaltender Trockenheit und mehreren Hitzewellen geprägt, hinzu kamen Wald- und Feldbrände. Nach Angaben des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt haben sich Kartoffeln und Zuckerrüben in diesem Jahr bislang aufgrund von Wassermangel und Hitzestress schlecht entwickelt und sind zugleich anfälliger für Schädlinge. Auch beim Winterweizen gibt es insbesondere in südlichen und östlichen Landesteilen Einbußen. Zugleich hat die Elbe am 18. August mit einem Wasserstand von lediglich 34 Zentimetern einen historischen Tiefstand erreicht. Auch andere Flüsse sowie die von ihnen abhängigen Auen und Feuchtgebiete leiden unter der anhaltenden Trockenheit. Willingmann verwies auf bereits eingeleitete Maßnahmen des Landes zur Anpassung an den Klimawandel. Mit dem im vergangenen Jahr beschlossenen Wassergesetz habe Sachsen-Anhalt den Wasserrückhalt in der Fläche deutlich gestärkt. Zudem investiere das Land Millionenbeträge in die Wasserinfrastruktur. „Wir müssen Wasser länger in der Landschaft halten und unsere Wasserressourcen vorausschauender bewirtschaften. Das hilft nicht nur Natur und Landschaft, sondern ist auch eine wichtige Voraussetzung dafür, die Landwirtschaft langfristig klimaresilient und wettbewerbsfähig aufzustellen“, erklärte der Minister. Erntefest zeigt Landwirtschaft in ihrer ganzen Vielfalt Das 30. Historische Erntefest in Bernburg-Strenzfeld bot zugleich einen anschaulichen Einblick in die Vielfalt der Landwirtschaft. Willingmann nahm erneut an der Veranstaltung teil und fuhr beim traditionellen Erntekorso selbst einen Traktor. Gemeinsam mit der Hochschule Anhalt und der LLG präsentierten zahlreiche Akteure historische Landtechnik, regionale Produkte und moderne Landwirtschaft. Zu den Programmpunkten gehörten unter anderem eine Schlepperparade mit historischen Fahrzeugen, Oldtimer-Pflügen, ein Bauernmarkt sowie Angebote rund um Nutztierhaltung. Beim Strohfiguren- und Vogelscheuchen-Wettbewerb beteiligten sich Firmen, Vereine, Schulen und Kindergärten. „Das Erntefest zeigt auf sehr schöne Weise, wie vielfältig Landwirtschaft ist – und wie wichtig es ist, dass Menschen, gerade auch Kinder, Landwirtschaft unmittelbar erleben können“, sagte Willingmann. Die Verbindung von Tradition, moderner Landwirtschaft, Wissenschaft und Begegnung mache das Fest zu etwas Besonderem. Sein Dank gelte der Hochschule Anhalt und der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau für die gemeinsame Vorbereitung und Durchführung. Hochschule Anhalt als wichtiger Partner bei Zukunftsfragen Willingmann hob auch die Bedeutung der Hochschule Anhalt für die akademische Ausbildung und Forschung im Agrarbereich hervor. Das Zusammenspiel von Naturwissenschaften, Technik und angewandter Forschung biete Studierenden vielfältige Perspektiven – von landwirtschaftlichen Produktionsbetrieben über Pflanzenzüchtung, Pflanzenschutz und Ernährungswirtschaft bis hin zu Forschung und öffentlicher Verwaltung. Für die Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels seien dabei Kooperationen mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, dem Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung sowie der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft besonders wertvoll. Als Beispiel für die zukunftsorientierte Forschung an der Hochschule verwies Willingmann auf die Algenbiotechnologie. Erst Anfang August hatte er Förderzusagen über insgesamt rund 39 Millionen Euro für drei Vorhaben des Kompetenzzentrums Algenbiotechnologie (CAB) unter Leitung von Prof. Dr. Carola Griehl übergeben. Davon fließen rund 32 Millionen Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur“ des Bundes in den Neubau des Mitteldeutschen Algenzentrums (MAZ) in Köthen. Hinzu kommen mehr als sieben Millionen Euro EU-Mittel für die Forschungsvorhaben „FuI@Algenbiotechnologie“ und „ProAlgenöl“. „Mit diesen Investitionen stärken wir gezielt eine Zukunftstechnologie, die großes Potenzial für Klimaschutz, Innovation und nachhaltiges Wachstum bietet“, sagte Willingmann. Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950, E-Mail: PR@mwu.sachsen-anhalt.de , Facebook , Instagram , LinkedIn , Tiktok , X und Bluesky .

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Region: Magdeburg Magdeburg

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Issued: 2026-08-29

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