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Weltwassertag 2005

Description: Pressemitteilung Nr.: 4/2005 Halle (Saale), 17.03.2005 Weltwassertag 2005 Aktionstag des Landes Sachsen-Anhalt Der 22. März eines jeden Jahres wurde 1993 von den Vereinten Nationen offiziell zum Tag des Wassers erklärt. Seitdem steht jedes Jahr unter einem anderen Motto. Diese Proklamierung verfolgt neben anderem das Ziel, die Öffentlichkeit mit den Problemen der Trinkwasserversorgung bekannt zu machen und gleichzeitig die Wichtigkeit des Schutzes der Wasserressourcen ins Bewusstsein zu rufen. Die tragende Idee, an einem Tage Rückbesinnung zu halten und Ausblick zu geben, hat in der breiten Öffentlichkeit bisher noch zu geringen Nachhall gefunden. Die Devise des Weltwassertages 2005 lautet “Wasser für das Leben - Water for Life“. Der Welttag des Wassers 2005 ist herausgehoben aus der Reihe vergangener Welttage, weil mit ihm auf Beschluss der Vereinten Nationen für die Jahre 2005-2015 eine internationale Aktionsdekade «Wasser zum Leben» eingeleitet wird, die die verstärkte Umsetzung von Programmen und Projekten zur Verbesserung der Wasserver- und –entsorgung sowie die Fortentwicklung der hierfür notwendigen Zusammenarbeit zum Ziel hat. Alles Leben hat seinen Ursprung im Wasser. Welchen Stellenwert hat das für uns, wenn die Hochwasserschäden beseitigt und Flutkatastrophen kein Thema der Medien sind? Die Schaumkronen auf der Saale gehören der Vergangenheit an, in der Elbe kann gebadet werden, die Wasserwirtschaft versorgt uns mit Trinkwasser, das unmittelbar aus dem Hahn getrunken werden kann, der Anschlussgrad an zentrale Abwasserreinigungsanlagen liegt in Sachsen-Anhalt heute bei etwa 85 %. In den Entwicklungsländern haben 1,2 Milliarden Menschen noch immer keinen Zugang zu sauberem Wasser und etwa doppelt so viele keinen Anschluss an ein Abwassersystem. Verschmutztes und keimbelastetes Wasser ist die unmittelbare Ursache, dass weltweit nur allein deshalb täglich ca. 25.000 Menschenleben zu beklagen sind. 80 % der Krankheiten in Afrika, Asien und Lateinamerika sind auf Mangel an sauberem Wasser zurückzuführen. UNO-Experten schätzen, dass sich in naher Zukunft rund 40 Länder nicht mehr ausreichend mit Wasser werden versorgen können. Weltweit müssten etwa 135 Milliarden Euro jährlich im Wassersektor investiert werden, um bis zum Jahr 2015 die Zahl derjenigen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, zu halbieren. Hier besteht akuter Handlungsbedarf. Derzeit werden jährlich ca. 50-60 Milliarden Euro investiert. Es muss sichergestellt werden, dass der Basisbedarf an Wasser für Arme gebührenfrei ist. Der Weltgipfel verständigte sich auch auf das Ziel, bis zum Jahr 2015 die Zahl der Menschen, die ohne eine minimale Abwasserbeseitigung leben, zu halbieren, denn durch fehlende oder unzureichende Kläranlagen werden Gewässer in starkem Maße verschmutzt. Diese Probleme werden in Deutschland, wenn überhaupt, nur als Randerscheinungen zur Kenntnis genommen. Die Gewässer liefern aber nicht nur Trinkwasser und Energie oder versorgen die Industrie und die Landwirtschaft mit einem wichtigem Betriebsmittel, sondern Flüsse, Seen und Meere sind auch Lebensraum für Flora und Fauna. Oberflächengewässer und Grundwasser bedürfen wegen ihrer Bedeutung für das Leben auch unseres besonderen Schutzes. Der Welttag des Wassers fällt zusammen mit dem Termin für die Berichterstattung der Länder an die Europäische Kommission zur Bestandsaufnahme der Gewässer nach der EG-Wasserrahmenrichtlinie. Die Darstellung der Gewässersituation dokumentiert die Erfolge im Gewässerschutz zeigt aber auch die Anstrengungen, die unternommen werden müssen, um die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen. Dass Wasser auch zur alles vernichtenden Naturgewalt werden kann, wurde uns durch die von dem verheerenden Seebeben am 26. Dezember ausgelöste Flutwelle vor Augen geführt. Der Tsunami brachte in nur wenigen Minuten etwa dreihunderttausend Menschen den Tod. Die Überlebenden verloren Angehörige und mussten oft mit ansehen, wie die Arbeit von Jahrzehnten in Sekunden von den Wassermassen verschlungen wurde. "Nach der Flut ist vor der Flut“ wird oft gesagt. Die Erinnerungen an die drei Wochen der Jahrhundertflut im August 2002 mit ständig steigendem Wasser sind noch lebendig. Wir müssen unseren Flüssen wieder den Platz einräumen, den sie in Hochwasserzeiten beanspruchen können, ohne unsere Städte und Gemeinden zu überfluten. So hatten die Auenwälder zwischen Wittenberg und Barby einen entscheidenden Anteil daran, dass die Hochwasserschäden in Sachsen-Anhalt nicht noch höher ausgefallen sind. Es ist an der Zeit, dass wir dem Wasser wieder den Respekt zollen, der ihm zukommt. Der Aktionstag des Landes Sachsen-Anhalt zum Welttag des Wassers zeigt nur einige Facetten der Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt Vielgestaltigkeit des Themas“ Wasser für das Leben“ auf. Die Ausgestaltung dieses Tages wurde von der Landesregierung, Unternehmen, Behörden, Verbänden, Privaten gleichermaßen getragen. Wir wollen mit unserem gemeinsamen Beitrag die Öffentlichkeit sensibilisieren und die Aufmerksamkeit der Medien auf die Idee des Weltwassertages lenken: „Wir sind ein Teil der Erde , und sie ist ein Teil von uns“ Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt

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Tags: Wittenberg ? Sachsen-Anhalt ? Seen ? Fluss ? Elbe ? Kläranlage ? Deutschland ? Abwasserbeseitigung ? Rio-Konferenz ? Vereinte Nationen ? Wasserrahmenrichtlinie ? Lateinamerika ? Saale ? Seebeben ? Tsunami ? Flutwelle ? Grundwasserschutz ? Oberflächengewässer ? Privatwirtschaft ? Trinkwasser ? Wasserversorgung ? Auenwald ? Meeresgewässer ? Pressemitteilung ? Schutz der Wasserressourcen ? Afrika ? Asien ? Abwasseranlage ? Entwicklungsland ? Flora ? Landwirtschaft ? Wasserwirtschaft ? Gewässerschutz ? Arbeit ? Stadt ? Fauna ?

Region: Halle (Saale)

License: Alle Rechte vorbehalten

Language: Deutsch

Organisations

Issued: 2005-03-17

Modified: 2009-03-24

Last harvest: 05.05.2026 04:08

Status

Quality score

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