Description: Im Zuge wachsender Stromtransportaufkommen, welche u.a. aus der zunehmenden Einspeisung aus regenerativen Energiequellen sowie dem zunehmenden europäischen Stromhandel resultieren, ist der Netzausbau notwendiger und zwingender Bestandteil des Energiekonzepts der Bundesregierung. Insgesamt ist aus den genannten Gründen ein Ausbau der Netztransportkapazitäten von Norden nach Süden sowie von Osten nach Westen unumgänglich. Jedoch ergeben sich gerade bei der Planung von neuen Freileitungsprojekten oftmals aufgrund mangelnder Akzeptanz der durch den Ausbau betroffenen Anrainer, Hemmnisse bzw. zeitliche Verzögerungen bei der Durchführung er notwendigen Planungs- und Zulassungsverfahren. Ziel dieser Machbarkeitsstudie ist es daher zu analysieren, ob und inwieweit eine Nutzung der bestehenden Trassenpotentiale des 16,7-Hz-Bahnstromnetzes der DB Energie GmbH für die Errichtung neuer Übertragungsleitungen der allgemeinen 50-Hz-Stromversorgung möglich ist. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen, ob und auf welche Art und Weise die Errichtung neuer Drehstrom- oder Gleichstrom-Freileitungen oder -Kabelanlagen in bestehenden Bahnstromtrassenräumen technisch machbar ist und inwieweit in der Verknüpfung ein Beschleunigungspotential bei der Durchführung der Planungs- und Zulassungsverfahren liegt. Daneben ist zu untersuchen, inwieweit Infrastrukturverknüpfungsmöglichkeiten in Gestalt von kombinierten Leitungstrassen zwischen Bahnstrom und öffentlicher Energieversorgung bestehen. Schließlich ist in die Untersuchung einzubeziehen, welche Auswirkungen in die dabei ggf. notwendige Dezentralisierung des bestehenden zentralen Bahnstromnetzes auf die Betriebsmittelausstattung und den Netzbetrieb der zukünftigen Bahnstromversorgung in Deutschland hat. Die Gutachter kommen zum Ergebnis, dass die bestehenden Bahnstromtrassen nur unter engen Restriktionen im Rahmen des anstehenden Netzausbaus nutzbar sind. Eine Parallelführung von 16,7 Hz Bahnstromfreileitungen und HGÜ-Erdkabelsystemen ist technisch möglich. Allerdings stellt diese Variante die mit Abstand teuerste Möglichkeit dar. Mit Blick auf wirtschaftliche Gesichtspunkte schlagen die Gutachter daher im Ergebnis die weitere Prüfung einer Parallelführung von 16,7 Hz-Bahnstrom- und HGÜ-Freileitungen auf einem gemeinsamen Mastgestänge vor. Hierfür wären störungsarme Umbaulösungen nötig, da vorhandene Bahnstromfreileitungsmaste durch neue kombinierte Maste ersetzt werden müssten. Diese Lösungen und die benötigten Masten müssten noch entwickelt werden.
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Tags: Freileitung ? Stromnetzausbau ? Stromversorgung ? Erneuerbarer Energieträger ? Deutschland ? Dezentrale Energieversorgung ? Stromnetz ? Energieversorgung ? Machbarkeitsstudie ? Bahnstromanlage ? Strommarkt ? Energie ? Zulassungsverfahren ? Energiekonzept ? Europa ? Bundesregierung ? Infrastruktur ? Wirtschaftliche Aspekte ? Planung ? Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung ? Akzeptanz ? Anlieger ? Dezentralisierung ? NICHTOEFFENTLICH ?
Region: Lower Saxony
Bounding boxes: 9.16667° .. 9.16667° x 52.83333° .. 52.83333°
License: Creative Commons Namensnennung-keine Bearbeitung-Nichtkommerziell 4.0
Language: Deutsch
Time ranges: 2012-01-01 - 2012-06-05
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