Description: Planverfahren der Stadtplanung werden in Deutschland allgemein als zu langwierig und in ihren Aussagen zu statisch kritisiert. Ziel dieses Forschungsprojektes ist es anhand der Flächennutzungsplanung (vor-bereitende Bauleitplanung) v.a. zu bestimmen, wie das Aufstellungsverfahren etwa durch Ausweitung der Spielräume für konsensuales Verwaltungshandeln und Reorganisation der Verwaltungsstrukturen und/ oder -abläufe beschleunigt werden kann, um auf sich ändernde fachliche und formale Anforderungen zeitlich und inhaltlich entsprechend reagieren zu können. Ergänzend wird untersucht, wie die Struktur der Planinhalte beweglicher angelegt werden kann, um damit das Instrument Flächennutzungsplan als neue Reaktionsebene der Gemeinden auf private Initiativen der Bodennutzung zu stärken. Der Flächennutzungsplan klassischer Ausprägung als finales Zweckprogramm mit einem Planungshorizont von mehr als 10 Jahren und (in der Praxis) wesentlich längerer Wirksamkeit kann nicht den Prinzipien der Nachhaltigkeit und den zukünftigen Anforderungen an die Stadtentwicklungsplanung entsprechen. Diese verlangen vielmehr kontinuierliche Steuerungsprozesse, die in der bisherigen Praxis nicht zu bewältigen sind. Durch Maßnahmen zur Dynamisierung des Aufstellungsverfahrens und zur Flexibilisierung der Planinhalte bzw. durch das Aufzeigen bereits bestehender Spielräume soll das Instrument 'Flächennutzungsplan' weiter gestärkt werden, auch um dem Ziel der nachhaltigen Siedlungsentwicklung entsprechen zu können. Aus diesen teilweise zielbezogenen gegenläufigen Forderungen lassen sich folgende Forschungsleitfragen formulieren: 1. Wie kann das Flächennutzungsplanverfahren beschleunigt werden? Und welche Beschleunigungspotenziale können sich aus der Nutzung von Informations- und Kommunikationssystemen zum vernetzten Arbeiten und Informieren ergeben? 2. Wie kann die Flexibilität der Planinhalte erhöht werden? Können Informations- und Kommunikationssysteme dazu beitragen? 3. Wie können Ansätze zur Dynamisierung der Planverfahren und Flexibilisierung der Planinhalte in bestehendem Verhaltungshandeln, bestehende Verwaltungsstrukturen und -abläufe umgesetzt werden bzw. werden organisatorische Änderungen hierfür notwendig und wenn ja welche? 4. Wie gestaltet sich die derzeitige Ausstattung und das Arbeiten mit IuK-Systemen in den Gemeinden. Wie hoch ist die Akzeptanz in den Verwaltungen, bei den Entscheidungsträgern und den Bürgern gegenüber neuen Ansätze zur Nutzung der IuK-Technologien in Planverfahren? Die Bearbeitung dieser Fragestellungen findet in enger Kooperation statt mit: Prof.Dr. Paul Müller (Leiter der Arbeitsgruppe Integrierte Kommunikationssysteme -ICSY- im Fachbereich Informatik der Universität Kaiserslautern und Leiter des Regionalen Hochschulrechenzentrums) für den Bereich 'verteilte Netze' zum Austausch von Daten, Informationen, Visualisierungen und Simulationen als Bausteine einer Beschleunigung der Planverfahren. ...
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Origins: /Bund/UBA/UFORDAT
Tags: Kaiserslautern ? Rheinland-Pfalz ? Bauleitplanung ? Deutschland ? Nachhaltige Stadtentwicklung ? Bodennutzung ? Datenaustausch ? Flächennutzungsplan ? Raumplanung ? Stadtentwicklungsplanung ? Stadtplanung ? Stellungnahme ? Qualitätsmanagement ? Nachhaltigkeitskriterium ? Informationssystem ? Informationsvermittlung ? Management ? Planfeststellungsverfahren ? Simulation ? Stadtentwicklung ? Nachhaltige Entwicklung ? Forschungsprojekt ? Arbeit ? Siedlungsentwicklung ? Zusammenarbeit ? Planung ? Digitale Technologien ? Nachhaltigkeitsprinzip ? Arbeitsorganisaiton ? Reorganisation ? Visualisierung [Umweltinformation] ? Graphische Datenverarbeitung ? Kontinuierliches Verfahren ? Netz ? Planungshilfe ? Planverfahren ? Akzeptanz ?
Region: Rheinland-Pfalz
Bounding boxes: 7.5° .. 7.5° x 49.66667° .. 49.66667°
License: cc-by-nc-nd/4.0
Language: Deutsch
Time ranges: 2003-01-01 - 2005-06-30
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