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Untersuchungen zum Vorkommen mittelpolarer Triazinabbauprodukte und deren Verhalten bei der Wasseraufbereitung

Description: In der neuen Trinkwasserverordnung 2001sind in Anlage 2 zu Paragraph 6 Abs. 1 'Chemische Parameter' Teil 1 unter Nr. 10 Pflanzenschutzmittel und Biozidprodukte mit einem Grenzwert von 0,0001 mg/L aufgeführt. Es wird in der Spalte 'Bemerkungen' darauf hingewiesen, dass auch die 'relevanten Metaboliten, Abbau- und Reaktionsprodukte' zu überwachen sind. Hierzu nimmt das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin ((BGVV), heute Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)) in einem Schreiben aus dem Jahr 2000 zusammenfassend wie folgt Stellung:'Die vorliegenden toxikologischen Daten zeigen, dass bei - Hydroxytriazinmetaboliten und den hydroxylierten Triazin-Desalkylierungsprodukten von einem gegenüber ihren Ausgangssubstanzen Atrazin, Propazin und Simazin geringeren oder gleichartigen Toxizitätspotential ausgegangen werden kann. Bei der Überprüfung der Trinkwassergrenzwerte sollten daher die in Rede stehenden Metaboliten mit berücksichtigt werden. - Aus Gründen des vorsorgenden Verbraucherschutzes wird empfohlen, die Toxitität der Hydroxytriazinmetaboliten und der Ausgangssubstanzen Atrazin, Propazin und Simazin gleichzusetzen. Bedingt durch methodische Probleme gibt es bisher nur wenige Untersuchungsdaten über das Vorkommen der o.g. Hydroxymetaboliten. Dennoch kann festgehalten werden, dass diese Schadstoffe in markanten Konzentrationen in vielen Wässern vorkommen, dabei aber keine Korrelationen zwischen den Konzentrationen der einzelnen Verbindungen zu erkennen sind. Aufgrund der Vorgaben der TrinkwV 2001 und der oben zitierten toxikologischen Beurteilung sowie dem zu erwartenden Vorkommen der Hydroxytriazinmetaboliten in der aquatischen Umwelt sind für eine Vielzahl von Wasserversorgungsunternehmen eigene und zeitnahe Untersuchungsergebnisse über die Belastung der Rohwässer mit den in Rede stehenden wasserwerksrelevanten und möglicherweise sogar trinkwasserrelevanten Abbauprodukten Hydroxyatrazin und Hydroxydesethylatrazin sowie mit weiteren hydroxylierten Triazinverbindungen von großer Bedeutung, da zur Minimierung dieser Schadstoffe im Trinkwasser die Aufbereitung der Rohwässer im Sinne der Vorgaben der TrinkwV durch Einsatz von Aktivkohle optimal gesteuert werden muss. Im Rahmen des Forschungsvorhabens sollen zunächst umfassende Kenntnisse über das Vorkommen der in Rede stehenden Substanzen in Grund-, Quell- und Oberflächenwässern gewonnen werden. Weiterhin ist vorgesehen, das Verhalten der Hydroxytriazine sowie der hydroxylierten Metaboliten bei der Wasseraufbereitung (oxidativer Abbau, adsorptive Rückhaltung etc.) zu untersuchen. Hierzu stehen der Landeswasserversorgung in den Wasserwerken in Langenau und in Dischingen (Egau-WW) die wichtigsten Aufbereitungsstufen zur Verfügung. ...

Types:
SupportProgram

Origins: /Bund/UBA/UFORDAT

Tags: Herbizid ? Biozidprodukt ? Pflanzenschutzmittel ? Aktivkohle ? Schadstoffgehalt ? Triazin ? Atrazin ? Rohwasser ? Simazin ? Trinkwasserverordnung ? Abbauprodukt ? Adsorption ? Chemische Analyse ? Extraktion ? Veterinärmedizin ? Oberflächenwasser ? Forschungsprojekt ? Bestimmungsmethode ? Gesundheitsschutz ? Oberflächengewässer ? Aquatisches Ökosystem ? Oxidation ? Risikoanalyse ? Toxikologische Bewertung ? Trinkwasseraufbereitung ? Wasserprobe ? Wasserversorgung ? Wasserversorgungsanlage ? Grundwasser ? Schadstoff ? Abbau ? Verbraucherschutz ? Grenzwert ? Wasseraufbereitung ? Risikobewertung ? Kenngröße ? Trinkwasserverordnung 1990 ? Nachweisbarkeit ? Schadstoffnachweis ? Stoffwechselprodukt ? Wiederfindungsrate ? Hydroxyverbindung ?

Region: Baden-Württemberg

Bounding boxes: 9° .. 9° x 48.5° .. 48.5°

License: cc-by-nc-nd/4.0

Language: Deutsch

Organisations

Time ranges: 2004-04-01 - 2005-12-31

Status

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