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Erprobung und Anpassung oekotoxikologischer Methoden zur Bewertung UTD-relevanter Abfalleluate, Erprobung und Anpassung oekotoxikologischer Methoden zur Bewertung UTD-relevanter Abfalleluate

Description: Bei den toxischen Loesungen, die bei der Untertagedeponie von Abfallstoffen freigesetzt werden koennen, handelt es sich um Salzlaugen, die Schwermetalle enthalten. Die existierenden Oekotoxizitaetstests sind aber nicht speziell auf diese Bedingungen abgestimmt. Zur Bewertung derartiger UTD-relevanter Abfallarten sind diese Tests nur dann geeignet, wenn sie die folgenden zwei Punkte erfuellen: 1. Salzloesungen rufen bei allen Organismen bei hoeheren Konzentrationen, die von der jeweiligen Organismenart abhaengig sind, Schaedigungen hervor. Wenn die zu untersuchenden Schadstoffloesungen, wie hier gegeben, eine relativ hohe Salzkonzentration aufweisen, duerfen die fuer einen Oekotoxizitaetstest eingesetzten Organismen nicht zu salzempfindlich sein, so dass neben der natuerlich auftretenden Hemmung durch das Salz auch noch die Toxizitaet der Schwermetalle signifikant ist. 2. Die Sensibilitaet des Testorganismus gegenueber den Schadstoffloesungen muss ausreichend hoch sein, um auch in verduennten Loesungen die Oekotoxizitaet nachweisen zu koennen. Zur Erarbeitung eines Oekotoxizitaetstests, der speziell auf diese besonderen Bedingungen bei der Bewertung von UTD-relevanten Abfallarten angepasst ist, bietet es sich an, gezielt eine generelle Reaktion auszuwaehlen, die empfindlich durch Schwermetalle geschaedigt wird, wie z.B. die Photosynthese, Respiration bzw. Reproduction. Anschliessend muss ein solcher Test vergleichend zu bereits bestehenden untersucht und verifiziert werden. Die etablierten Tests basieren auf Beeintraechtigungen von Wachstum und Vermehrung durch toxische Substanzen. Diese Reaktionen sind erst sekundaer ein Zeichen dafuer, dass es primaer zu einer Schaedigung von einer oder mehreren Stoffwechselreaktionen gekommen ist. Daher kann die Toxizitaet auch direkt ueber den Nachweis der hemmenden Wirkung auf eine Stoffwechselreaktion bestimmt werden. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass ein Ergebnis schneller und direkter erhalten werden kann, da nicht die Auspraegung eines sekundaeren Schaedigungseffektes abgewartet werden muss. Als Basis fuer einen Phytotoxizitaetstest eignet sich besonders die Hemmung der Photosyntheserate, waehrend fuer mikrobiologische Toxizitaetstests die Respirationshemmung einen geeigneten Testparameter darstellt. Fuer zootoxikologische Tests dagegen bleiben Reproduktions- und Wachstumsrate als sekundaere Testparameter am sinnvollsten, da hier die Auswertung einfach und praktikabel ist.

Types:
SupportProgram

Origins: /Bund/UBA/UFORDAT

Tags: Schadstoffwirkung ? Untertagedeponie ? Mikrobiologie ? Schwermetall ? Salz ? Deponie ? Ökotoxikologische Bewertung ? Ökotoxizität ? Photosynthese ? Reststoff ? Tieflagerung ? Salzgehalt ? Abfall ? Abfallart ? Atmung ? Bergbau ? Bewertungsverfahren ? Testorganismus ? Toxikologische Bewertung ? Toxische Substanz ? Toxizität ? Prüfparameter ? Lebewesen ? Eluat ? Salzlösung ? Sekundärreaktion ? Vermehrung ?

Region: Lower Saxony

Bounding boxes: 9.16667° .. 9.16667° x 52.83333° .. 52.83333°

License: cc-by-nc-nd/4.0

Language: Deutsch

Organisations

Time ranges: 1996-01-01 - 1997-12-31

Status

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