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Staubinduzierte Stimulation von Alveolarmakrophagen zur Bildung aktiver Sauerstoffspezies

Description: Dieses Projekt hatte zur Zielsetzung, Staeube und Flugaschefraktionen verschiedener Herkunft und Zusammensetzung auf ihre stimulierende Wirkung gegenueber Alveolarmakrophagen zu untersuchen, und damit zur Klaerung der Frage beizutragen, ob Luftstaeube und Flugasche aus Kraftwerken, Muellverbrennungsanlagen und Industriebetrieben als inhalative Noxen fuer die menschliche Lunge in Betracht zu ziehen sind. In in vitro-Versuchen wurden gereinigte Alveolarmakrophagen (AM) aus Rinderlungen sowohl mit verschiedenen Staeuben als auch mit reinen Schwermetallverbindungen inkubiert. Die Messung des Aktivierungsgrades der AM erfolgte anhand der staubinduzierten Sekretion reaktiver Sauerstoffspezies, des Wasserstoffperoxid (H2O2) und des Superoxidanion (Ohoch2-). Bei der Auswertung der erhaltenen Daten wurden die Stoffwechselwirkungen mit den Elementgehalten der Staeube korreliert. Cytometrische Untersuchungen der Modulation des intrazellulaeren Cahoch2+-Spiegels sollten Aufschluss ueber eine Beteiligung des Inositolphosphat-Weges an der Aktivierung des 'respiratory burst' geben. Parallel zu den zellbiochemischen Versuchen wurden Staubproben durch Sammlung, Siebung und Sedimentation gewonnen und auf ihre Partikeleigenschaften und ihren Schwermetallgehalt analysiert. Die durch die Staeube verursachte Freisetzung von H2O2 und Ohoch2- war konzentrations- und zeitabhaengig. Allgemein kann festgehalten werden, dass das Verhaeltnis der Produktion der beiden gemessenen Sauerstoffspezies je nach Staubart verschieden war. Reine Quarzstaeube aktivierten am staerksten - nach Stimulation mit Quarzstaub verlief die Konzentrationszunahme von H2O2 und Ohoch2- parallel. Im Gegensatz dazu konnte nach Inkubation mit Luftstaeuben oder Flugasche-Fraktionen keine parallel verlaufende Konzentrationszunahme der beiden Sauerstoffspezies beobachtet werden. Kombinierte Inkubationen von Quarzstaeuben und Ionen (hier: Fe (III)) fuehrten zu einer verstaerkten Bildung im Vergleich zu einer reinen Quarz-Inkubation. Die Aktivierung der AM war darueberhinaus von der extrazellulaeren Anwesenheit von Cahoch2+- und Mghoch2+ -Ionen abhaengig. Durch cytometrische Messungen konnte ein transienter Anstieg des Cahoch2+ -Spiegels nach einer Staubexposition der AM gefunden werden. Dieser effekt war zu verhindern, wenn Cahoch2+ -freies Medium Verwendung fand. Die staubinduzierte verstaerkte Bildung reaktiver Sauerstoff-Spezies gibt Hinweise auf eine moegliche pathogene Wirkung der Staeube.

Types:
SupportProgram

Tags: Schwermetallgehalt ? Wasserstoffperoxid ? Staub ? Feinstaub ? Inhalation ? Flugasche ? Sauerstoff ? Schwermetallverbindung ? Solarthermisches Kraftwerk ? Abfallverbrennungsanlage ? Messtechnik ? Staubbelastung ? Lunge ? Messdaten ? Wirkungsanalyse ? Industrie ? Kraftwerk ? Freisetzung ? Krankheitserreger ? Sedimentation ? Schadstoff ? Krankheitsursache ? Alveolarmakrophagen ? Zelle ? Ionen ? Siebung ?

Region: Hamburg Hamburg Hamburg

Bounding boxes: 8.4206247° .. 10.3252805° x 53.395111799999995° .. 53.9646322°

License: Creative Commons Namensnennung-keine Bearbeitung-Nichtkommerziell 4.0

Language: Deutsch

Organisations

Last harvest: 28.07.2026 23:56

Time ranges: 1990-04-01 - 1992-03-31

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