Description: Zur Prüfung der Eignung von Beschichtungssystemen im Stahlwasserbau werden Laborprüfungen und Auslagerungen in der Natur durchgeführt. Durch den Vergleich der Unterrostungstiefe nach der jeweiligen Belastung, kann an beiden Serien der evtl. vorhandene Zusammenhang der Prüfverfahren nachgewiesen werden. Aufgabenstellung und Ziel Zur Einschätzung bzw. Evaluierung von Kurzzeit-Labortestverfahren für den Korrosionsschutz müssen diese mit Langzeitauslagerungen in der Natur vergleichbar sein. Diese Fragestellung beschäftigt seit langem auch die internationale Normung, wobei immer noch verlässliche Daten fehlen (Binder 2008). Von den beiden Prüfarten können jedoch die Resultate wiederum nur dann sinnvoll verglichen werden, wenn Unterschiede in der Applikation der einzelnen Schutzsysteme ausgeschaltet werden. Auch die zwischenzeitlich, vor allem bei Langzeitversuchen, auftretenden Alterungserscheinungen an der zu untersuchenden Korrosionsschutzbeschichtung sollten Berücksichtigung finden. Bei diesem Vorhaben sollen deshalb erstmals beide Prüfplattenserien in denselben Beschichtungsvorgängen hergestellt und anschließend in der Natur und im Labor geprüft und verglichen werden. Korrosionsschutzbeschichtungen für Stahlwasserbauten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltungdes Bundes (WSV) werden grundsätzlich nach Labortestverfahren der Richtlinien zur Prüfung von Beschichtungsstoffen (RPB-BAW) geprüft und zugelassen. Den Laboruntersuchungen folgt anschließend noch ein Naturauslagerungstest, u. a. um die Laborergebnisse zu verifizieren. Die Testdauer der Langzeitauslagerung in der Natur (LZA) beträgt hierbei fünf Jahre. Ziel der Untersuchungen ist es, einen Vergleich der Labortests mit praxisnahen Belastungen der Natur zu ermöglichen. Es ist vorgesehen, beschichtete Prüfplatten mit Korrosionsschutzsystemen verschiedener Hersteller mit jeweils identischer Applikation sowohl fürdie Langzeitauslagerung in der Natur wie auch für Kurzzeittests im Labor zu verwenden. Als ein relativ objektives Bemessungskriterium für die Schutzwirkung kann die Unterrostung an einer künstlichen Verletzung herangezogen werden. Da bei allen relevanten bisherigen Testverfahren die Unterrostung an der spezifischen künstlichen Verletzung (2,0 mm-Frässchnitt) maßgeblich ist, ist zu prüfen, inwieweit noch praxisrelevantere Verletzungen, wie z. B. Stoß (durch Transport- oder Einbauschäden von Bauteilen), gefunden werden können. Bedeutung für die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) Für die Bauwerke der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) müssen qualitätsgeprüfte Korrosionsschutzstoffe für den Bauwerkserhalt bereitgestellt werden. Es ist zunächst zu prüfen, ob die Laborverfahren die Kriterien für brauchbare Schutzsysteme in ausreichender Differenzierung abbilden. Im Detail ist zu untersuchen, ob weitere bzw. neue Kriterien, die als typische Belastungen von Stahlwasserbauten in Betracht kommen, getestet werden müssten. Diese beinhalten z. B. die Belastung von Stahlwasserbauteilen durch Schlag, Stoß oder Scherung, welche bisher in keinem Regelwerk konsequent umgesetzt worden sind. Darüber hinaus müssen sich die Labortestverfahren an der Wirklichkeit messen. Hierzu dient u. a. der Vergleich von Kurzzeit-Laborergebnissen mit jenen der Langzeitauslagerungen in der Natur unter Ausschluss von Präparationseinflüssen der Probeplatten. Untersuchungsmethoden Die Untersuchungen stützen sich auf unterschiedliche Vorgehensweisen, d. h. sowohl auf Labor- wie auch auf Naturauslagerungsversuche. Das Hauptkriterium ist die jeweilige Unterrostungstiefe der aufgebrachten Korrosionsschutzbeschichtungan den künstlichen Verletzungen. Daneben sollen noch Unterrostungsprüfungen an den Versuchsblechen mit neuartiger künstlicher Verletzung durch eine stoßartige Schlagverletzung (Impact-Test, in Anlehnung an DIN EN ISO 6272) durchgeführt werden. (Text gekürzt)
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Origins: /Bund/UBA/UFORDAT
Tags: Langzeituntersuchung ? Prüfverfahren ? Vergleichsanalyse ? Laborversuch ? Bauliche Anlage ? Standardisierung ? Laboruntersuchung ? Internationale Normung ?
Region: Baden-Württemberg
Bounding boxes: 9° .. 9° x 48.5° .. 48.5°
License: cc-by-nc-nd/4.0
Language: Deutsch
Time ranges: 2014-01-01 - 2019-12-31
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