Description: Die Gefahr der Beeintraechtigung des Bodens und des Grundwassers durch schaedliche Abwasserinhaltsstoffe aus undichten Kanaelen und Leitungen ist bekannt, nicht jedoch der Umfang der Gefaehrdung. An einigen ausgewaehlten kommunalen Abwasserkanalsystemen wurden Messungen durchgefuehrt, die eine Beurteilung der Groessenordnung des Abwasseraustritts unter Beruecksichtigung der gegebenen Randbedingungen erlauben. Ueber den Zustand der Kanalisation in der Bundesrepublik Deutschland sind nur spaerliche Informationen vorhanden: Durch die in diesem Bericht zitierten Umfragen wurden Gemeinden erfasst, deren Kanalnetze zusammen nur etwa 1/5 der Gesamtlaenge der oeffentlichen Kanaele in der Bundesrepublik - das sind ca 54000 km -repraesentieren. Wie die Prozentzahlen ausweisen, hat ein wesentlicher Anteil dieser Gemeinden bisher ueberhaupt noch keine Inspektion an seinem Kanalsystem vorgenommen. Bei ca 75 Prozent der befragten Kommunen sind bis zu 1/4 der bisher untersuchten Kanallaengen schadhaft. Ueber den Zustand der auf mehr als die doppelte Laenge geschaetzten privaten Entwaesserungsleitungen liegen praktisch keine Informationen vor. Vermutungen, wonach diese Leitungen moeglicherweise in einem schlechteren Zustand als die oeffentlichen sind, werden durch entsprechende Erfahrungen aus der Schweiz bestaetigt. Mangelhafte oder fehlende Vorschriften fuer Bau und Unterhalt privater Entwaesserungsleitungen beguenstigen das Entstehen von fuer das Grundwasser nachteiligen Situationen. Eine baurechtlich begruendete Abnahmeverpflichtung fuer innerhalb von Grundstuecken durchgefuehrte Baumassnahmen zur Grundstuecksentwaesserung gibt es bislang nicht. Sie ist zum Schutz des Bodens und Grundwassers unverzichtbar und sollte so bald wie moeglich eingefuehrt werden. Beeintraechtigungen von Boden und Grundwasser durch verschiedene Schadstoffe wurden in mehreren Berichten bekannt gemacht. Jedoch sind sie meist nicht eindeutig undichten Abwasserkanaelen zuzuordnen, da entweder keine gezielten Untersuchungen im Bereich der Leitungen durchgefuehrt wurden oder naehere Angaben ueber die Schadensquellen fehlen. Soweit von Schadensfaellen berichtet wird, die im wesentlichen auf undichte Kanaele oder sonstige unterirdische Bauteile von Abwasserentsorgungsanlagen zurueckzufuehren sind, handelte es sich bei den Schadstoffen um die Gruppe der leichtfluechtigen chlorierten Kohlenwasserstoffe. Bei den in der 'CKW-Studie Hessen' angefuehrten 49 Schadensfaellen, deren Ursachen aufgeklaert werden konnten, waren knapp 20 Prozent einer fehlerhaften oder schadhaften Kanalisation zuzuschreiben. In der Mehrzahl waren es Entwaesserungseinrichtungen auf privatem Grund. Mit den Verfahren zur Inspektion und Dichtigkeitspruefung von Kanaelen koennen die unter Betriebsbedingungen, dh bei Trockenwetterabfluss, in den Untergrund versickernden Abwassermengen nicht gemessen werden. Die Messung der Exfiltration mit dem Packer-Verfahren oder dem Verfahren nach DIN 4033 ...
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Origins: /Bund/UBA/UFORDAT
Tags: Chlorkohlenwasserstoff ? Grundwasserverschmutzung ? Alicyclischer Kohlenwasserstoff ? Hessen ? Kanalisation ? VOC ? Deutschland ? Schweiz ? Baurecht ? Schadstoffemission ? Abwasseranlage ? Abwasserqualität ? Abwassermenge ? Bestimmungsmethode ? Bodenbelastung ? Bodenschutz ? DIN-Norm ? Kommune ? Grundwasserschutz ? Messverfahren ? Grundwasser ? Untergrund ? Entwässerung ? Leckage ? Privathaushalt ? Schadstoffminderung ? Schadstoffquelle ? Schadstoff ? Emissionsanalyse ? Grundeigentum ?
Region: Baden-Württemberg
Bounding boxes: 9° .. 9° x 48.5° .. 48.5°
License: cc-by-nc-nd/4.0
Language: Deutsch
Time ranges: 1987-01-01 - 1988-12-31
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