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Die chemische Monitoring-Station der Zukunft

Description: Veranlassung Im regulatorisch ausgerichteten Monitoring können Extremereignisse häufig nicht sicher erfasst werden und eine Bewertung des Gewässerzustandes ist nur eingeschränkt möglich. Viele anthropogene Stoffe sind derzeit nicht reguliert und werden im Rahmen der gängigen Monitoringpraxis nicht berücksichtigt. Ein weiteres Defizit ist die meist vorhandene zeitliche Entkopplung von Probenahme, Messung und Datenauswertung, die zur Folge hat, dass eine sofortige Reaktion auf Systemveränderungen nicht möglich ist. In MONDE 1 wird daher eine Monitoring-Station aufgebaut, in der ein breites Spektrum an chemischen Gewässerparametern kontinuierlich analysiert werden kann. Seit 2019 werden kommerziell erhältliche Online-Methoden angewendet, schon etablierte Offline-Methoden auf einen Online-Betrieb übertragen und neue Analysemethoden entwickelt. Im anorganischen Bereich wurde eine Methode erarbeitet, mit der 68 Elemente in einem einzigen Analysenlauf erfasst werden können. Seitens der organischen Chemie wird eine Quantifizierungsmethode für rund 150 physikochemisch diverse Spurenstoffe entwickelt. Ziele - Aufbau einer automatisierten Monitoring-Station zur zeitlich hochaufgelösten Messung chemischer Gewässerparameter in Koblenz am Rhein - Vergleich verschiedener Online-Methoden - Erfassung unbekannter chemischer organischer Spezies - Entwicklung einer Multi-Element-Methode zur Analyse von Spuren- und Mengenelementen mittels Triple-Quadrupol-Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma - Entwicklung einer Quantifizierungsmethode mittels überkritischer Fluidchromatografie und massenspektrometrischer Detektion für ein physikochemisch diverses Spektrum an organischen Spurenstoffen - Etablierung einer einheitlichen Datenverwaltung Aufgrund einer intensiven anthropogenen Nutzung sind viele Oberflächengewässer stark belastet und ein umfassendes Monitoring ist essenziell, um Informationen zu dem chemischen und ökologischen Zustand dieser Gewässer zu erlangen. Ziel dabei ist nicht nur die Bewertung des Ist-Zustands oder das Aufzeigen von langfristigen Trends, sondern auch die konkrete Bestimmung von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen oder die Identifizierung von Eintragsquellen. Dies hilft, Belastungen zu reduzieren und gezielte Maßnahmen, beispielsweise zum Schutz von Trinkwasserressourcen, zu ergreifen. Mit der Monitoring-Station der Zukunft wird der Grundstein für ein automatisiertes Gewässermonitoring gelegt, das eine zeitlich hochaufgelöste Überwachung und zeitnahe Bewertung des Gewässerzustandes möglich macht.

Types:
SupportProgram

Origins: /Bund/UBA/UFORDAT

Tags: Koblenz ? Organische Chemie ? Rhein ? Gewässerüberwachung ? Spurenstoff ? Gewässerbewertung ? Analyseverfahren ? Gewässerzustand ? Vergleichsanalyse ? Spezies ? Schutz der Wasserressourcen ? Extremwetter ? Trinkwasserressourcen ? Gewässernutzung ? Spektrum ?

Region: Rheinland-Pfalz

Bounding boxes: 7.5° .. 7.5° x 49.66667° .. 49.66667°

License: cc-by-nc-nd/4.0

Language: Deutsch

Organisations

Time ranges: 2019-05-01 - 2023-04-30

Status

Quality score

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