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Zusammenstellung von fachlich notwendigen Rahmenbedingungen fuer einen etwaigen parallelen Einsatz von gentechnisch optimierter konventioneller und oekologischer Landwirtschaft in Deutschland - Handlungsoptionen fuer die Umweltpolitik

Description: Mit dem breiten Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft ist auch in Deutschland mittelfristig zu rechnen. Wirkt zum jetzigen Zeitpunkt die Kaufentscheidung der Verbraucher im Lebensmittelbereich dem grossflaechigen Anbau von gentechnisch veraenderten Pflanzen noch entgegen - so ist mit dem industriellen Einsatz von gentechnisch veraenderten nachwachsenden Rohstoffen ein Anbau in der Flaeche nicht auszuschliessen. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund zu sehen, dass das BML und das BMBF im Bereich der gentechnischen Pflanzenzuechtung intensive Forschungsfoerderung betreiben. Ein Problem, welches schon jetzt ansteht, ist die moegliche Bestaeubung von Feldern aus dem oekologischen Landbau - aber auch aus dem konventionellen Anbau - durch transgene Pollen von Nachbarfeldern, wenn transgene und nichttransgene Sorten der gleichen Art in unmittelbarer Nachbarschaft angebaut werden. Eine Durchmischung ist ueberwiegend in den direkt angrenzenden Bereichen zu erwarten. Rapspollen kann z.B. bis zu 8 km weit transportiert werden, Pollen von Mais und Kartoffeln etwa 1 km weit. Bienen koennen Pollen 4 km vom Feld wegtransportieren. Eine Bestaeubung gentechnikfreier Pflanzen durch transgene Pollen aus der Nachbarschaft ist daher bei parallelem Anbau zu erwarten. Laut der Verordnungen, (EWG) Nr. 2092/91 und 1804/99, gilt ein generelles Verbot der Verwendung von gentechnisch veraenderten Mikroorganismen und auf deren Grundlage hergestellter Erzeugnisse bei Oekoprodukten. Unter der Annahme einer kuenftig nicht auszuschliessenden landwirtschaftlichen Gentechnikanwendung bedarf der oekologische Landbau daher - einerseits besonderer Schutzanforderungen beim Anbau selbst und - andererseits gentechnikfreier Zucht- und Vermehrungsgebiete fuer biologisches Saatgut. Im Vorhaben sollen 1. moegliche Loesungsansaetze (wie z.B. Abstandsregelungen) dargestellt werden, um bei einem grossflaechigen Anbau von gentechnisch veraenderten Pflanzen die Existenz des oekologischen Landbaus zu sichern. 2. Fuer diese Loesungsansaetze sind die notwendigen Rahmenbedingungen fuer eine Umsetzung in die Praxis darzustellen. 3. Die oben erarbeiteten Rahmenbedingungen sind mit relevanten Akteuren in Richtung von Handlungsoptionen fuer die Umweltpolitik bzw. von Selbstverpflichtungen der Wirtschaft zu diskutieren.

Types:
SupportProgram

Tags: Biene ? Kartoffel ? Mais ? Befruchtung ? Sortenschutz ? Deutschland ? Gentechnik ? Nachwachsender Rohstoff ? Pflanzenproduktion ? Saatgut ? Selbstverpflichtung ? Gentechnisch veränderte Pflanze ? Gentechnisch veränderte Organismen ? Ökologischer Landbau ? Ökologische Bewertung ? Pflanzenzüchtung ? Risikoanalyse ? Mikroorganismen ? Pflanze ? Bioprodukt ? Nachhaltige Landwirtschaft ? Landwirtschaft ? Lebensmittel ? Pollen ? Umweltpolitik ? UFOPLAN01 ?

Region: Berlin

License: Creative Commons Namensnennung-keine Bearbeitung-Nichtkommerziell 4.0

Language: Deutsch

Organisations

Last harvest: 04.05.2026 00:21

Time ranges: 2001-06-29 - 2002-04-30

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