Description: Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Viele der in Aquakultur kultivierten Fischarten weisen einen starken Geschlechtsdimorphismus auf. Um das Geschlecht der Fische zu beeinflussen, werden in vielen Ländern synthetische Hormone eingesetzt. Diese werden den Fischen während der Geschlechtsdifferenzierung verabreicht. Besonders weit verbreitet ist dieses Vorgehen bei der Produktion von Niltilapien, wobei hier die männlichen Tiere schneller wachsen und daher bevorzugt werden. Die Umweltrelevanz und Konsumentenakzeptanz dieses Verfahrens bedingen bei steigender Nachfrage und wachsenden Importmengen in der EU nachhaltigere Protokolle zur Erstellung rein-männlicher Populationen. Daher war das primäre Ziel dieses Vorhabens eine hormonfreie Setzlingsproduktion von Tilapien in Deutschland zu ermöglichen. Fazit: Es konnte gezeigt werden, dass temperaturbehandelte, phänotypisch männliche Tilapien einen Wachstumsvorteil gegenüber hormonbehandelten Männchen aufweisen. Bessere Schlachtparameter der temperaturbehandelten phänotypischen Männchen sprachen außerdem für die Nutzung dieser Tiere in der Aquakultur. Eine effiziente Setzlingsproduktion im Tilapia Breeding Centre ist derzeit noch nicht gegeben. Das Prinzip des Tilapia Breeding Centres als solches funktionierte gut, allerdings müssen die Verfahren zur Steigerung der Reproduktionsleistungen der Rogner weiter optimiert werden.
SupportProgram
Tags: Intensivtierhaltung ? Fisch ? Umweltauswirkung ? Deutschland ? Aquakulturproduktion ? Tierproduktion ? Hormon ? Aquakultur ? Nachhaltige Bewirtschaftung ? Tilapia ?
Region: Lower Saxony
Bounding boxes: 9.16667° .. 9.16667° x 52.83333° .. 52.83333°
License: Creative Commons Namensnennung-keine Bearbeitung-Nichtkommerziell 4.0
Language: Deutsch
Time ranges: 2010-10-01 - 2012-03-31
Webseite zum Förderprojekt
https://www.dbu.de/OPAC/ab/DBU-Abschlussbericht-AZ-28177.pdf (Webseite)Accessed 1 times.