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Umweltjournal Nr. 52

Description: [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] umwelt journal Rheinland Pfalz Bildung für nachhaltige Entwicklung Weltkonferenz in Bonn Mitwirkung BNE in Uganda BNE-Netzwerk Rheinland-Pfalz BNE im Wald Anerkannte BNE-Projekte AuArt Herausgegeben vom Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz Heft 52 März 2009 impressum inhalt umwelt umweltjournal Rheinland-Pfalzeditorial Nr. 52 (März 2009)Titel-Thema: Bildung für nachhaltige Entwicklung Das umweltjournal ist kostenlos. Herausgeber: Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Kaiser-Friedrich-Straße 1 55116 Mainz Tel. 06131 – 16 4433 Fax. 06131 – 164629 Redaktion: Dr. Ralph Plugge (verantwortlich) Gestaltung: media machine GmbH, Mainz Druck: Druckerei Lang, Mainz Fotos: „AuArt“: Leistungskurs 13 Bildende Kunst, Hans-Purrmann-Gymnasium Speyer Titelbild: „AuArt“, Sandra Nowak, „Muschelkugel“ aus den Schalen der Körbchenmuschel Schlussseite: „AuArt“, Pia Matthes und Veronika Andres „Ameiseninsel” S. 4: Presseamt Bundesstadt Bonn BNE in der Lehrerfortbildung in RLP: Hansjörg Groenert Lernort Bauernhof: Dr. Ulrich Hampl (SÖL) UN-Millenium-Entwicklungsziele: Detlev Knoche S.14 + S.15 Brot für die Welt Neue Zeiten - Neue Herausforde- rungen: Annelie Sinzig Raben: S. 48 +S. 49 Projekt „lebengestaltenlernen” S. 64-65 Landesforsten HdN, Franz Müller Kaiserslautern Sofern nicht besonders erwähnt, wurden die Fotos von den jeweiligen Autoren zur Verfügung gestellt. Die mit Namen der Autoren gezeichneten Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. 3 - Weltkonferenz Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ in Bonn 4 - Drei Workshops aus Rheinland-Pfalz auf der Weltkonferenz 5 - Nachhaltigkeit lernen: Die Umsetzung der Dekade in Deutschland 6 - Nachhaltigkeit braucht Bildung: Der Rat für nachhaltige Entwicklung 10 - Kurswechsel Zukunftsfähigkeit: Zur Studie „Zukunftsfähiges Deutschland“ 12 - Nachhaltigkeit und die Mitwirkung an Politik und Gesellschaft16 - BNE in ugandischen Schulen20 - Trinkwasser für Ruanda24 - UN-Millenium-Entwicklungsziele 201526 - Nachhaltigkeitsstrategie „Perspektiven für Rheinland-Pfalz“28 - Das BNE-Netzwerk in Rheinland-Pfalz30 - BNE in der Lehrerfort- und -weiterbildung in Rheinland-Pfalz34 - Schülerfirmen – Für das Leben lernen36 - Neue Zeiten, neue Herausforderungen: Schülerfirmen38 - Lernort Bauernhof 42 - Gebäudeenergieberater: BNE in der beruflichen Bildung44 - Waldpädagogik: BNE im Wald46 LZU-Journal 50 LZU-Arbeit ist BNE-Arbeit • „Leben gestalten lernen“ – eine Agenda für den Elementar- bereich • Ferien am Ort • Naturtrainer in Rheinland-Pfalz • Umweltbildung musikalisch • Drei Fragen: Fachberaterinnen und Fachberater BNE • Zukunft grenzenlos: Schülerzei- tungsseminare • Projekt „Win – Win“ Anerkannte BNE-Dekadeprojekte in Rheinland-Pfalz - Eine Übersicht 63 - Haus der Nachhaltigkeit65 - Arten- und Tierschutzschule Landau66 - Faire Beschaffung 68 Flusslandschaften - BNE in der Flusslandschaft „Nette“70 - „AuArt“ Rheinauekunst und BNE72 Forum Nachhaltigkeit 2 umweltjournal 52/2009 - Lokale Agenda Trier: IZT-Zukunftspreis76 Kurz & bündig 78 editorial Bildung für nachhaltige Entwicklung Es ist Halbzeit in der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und die Welt trifft sich in diesem Jahr in Bonn, um über das Erreichte zu diskutieren und neue Strategien für die zweite Halbzeit zu entwickeln. Nachhaltigkeit hat aktuell an Bedeutung gewonnen: Die Finanzmarkt- und die Wirtschaftskrise haben gezeigt, dass kurzfristig angelegte Strategien zu erheblichen Fehlentwicklungen im ökonomischen, sozialen und ökologi- schen Bereich führen können. Deshalb brauchen wir nachhaltige, d.h. dauerhafte Entwicklungs- und Er- folgsstrategien für unser Land. Dafür vor allem wichtig ist die Ausbildung von Kompetenzen und die Teilhabe am Bildungssystem für alle – hier und global. Dass alle gesellschaftlichen Themen etwas mit dem Anspruch einer nach- haltigen Gesellschaft zu tun haben, zeigt diese Broschüre in ihrer Vielfalt an Aspekten und Möglichkeiten. Neben der Nachhaltigkeitsstrategie für unser Bundesland „Perspektiven für Rheinland-Pfalz“ finden Sie im vorliegenden Heft viele gelungene Beispiele, wie Nachhaltigkeit konkret mit dem Bildungsauftrag verbunden und umge- setzt werden kann. Viel Freude bei der anregenden Lektüre. Margit Conrad Ministerin für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz umweltjournal 52/2009 3 Bildung für nachhaltige Entwicklung Weltkonferenz in Bonn Vom 31. März bis zum 2. April 2009 fällt der „Startschuss“ für die zweite Halbzeit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ von 2005 bis 2014. Da- zu wurde nach Bonn zu einer großen Konferenz eingeladen, die von der UNESCO, der Deutschen UNESCO- Kommission und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung in Kooperation organisiert wird. Um diese Ziele zu erreichen, müssen sich die Entscheidungsträger der UN- Dekade dafür einsetzen, dass: • die Qualität der Bildung verbessert und gefördert wird. Zentrales Ziel ist die Neuorientierung von lebens- langem Lernen zur Aneignung von Wissen, Fähigkeiten und Werten, mit denen die Bürger ihre Lebensqualität verbessern können; • die Lehrpläne reformiert werden und das Bildungssystem von der Vorschule bis zur Hochschule neu durchdacht und reformiert wird, um Wissen, Denkmuster und Werte zu vermitteln, die für eine nachhaltige Welt notwendig sind; Bonn, Schauplatz der Weltkonferenz 2009 zur BNE Foto: Presseamt Bundesstadt Bonn Den Vorsitz der Konferenz wird der UNESCO-Generaldirektor Kiocho Matsuura zusammen mit der Deutschen Bundesministerin für Bildung und For- schung, Annette Schavan und einem Vertreter der Kultusministerkonferenz übernehmen. Auf der Konferenz soll vor allem die Relevanz einer Bildung für nachhaltige Entwicklung für die Bildungsqualität erörtert und die Bedeutung einer nach- haltigen Entwicklung weltweit hervor- gehoben werden. Außerdem soll der Austausch zur Bildung für nachhaltige Entwicklung, vor allem zwischen „Süd“ und „Nord“ gefördert werden, die bis- herige Umsetzung der UN-Dekade soll evaluiert werden und Strategien für weitere Aktivitäten sollen entwickelt werden. Bildung für nachhaltige Entwicklung soll die Menschen in die Lage verset- zen, globale Probleme vorherzusehen, sich ihnen zu stellen und sie zu lösen. Es sollen die Werte und Prinzipien ge- fördert werden, die einer nachhaltigen Entwicklung zu Grunde liegen. Dazu muss die Komplexität und die gegen- 4 umweltjournal 52/2009 seitige Abhängigkeit der Dimensionen Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft er- fasst werden können. Manche Autoren bringen zusätzlich die Dimension der Kultur ein. Die Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung wurde 2002 durch die Resolution 59/ 237 der UN-General- versammlung ausgerufen. Die Mit- gliedsstaaten verpflichteten sich selbst, vermehrte Anstrengungen zu unterneh- men, die folgenden Ziele zu erreichen: • die Qualität von Bildung und Lernen durch BNE zu verbessern; • den Ländern zu helfen, die Millenium- entwicklungsziele durch BNE zu erreichen (siehe dazu den Beitrag Seite 26); • den Ländern neue Möglichkeiten zu bieten, BNE in ihre Bildungsreformen zu integrieren; • die Bildung von Netzwerken und Kooperationen zwischen Entschei- dungsträgern der BNE zu erleich- tern. • ein öffentliches Bewusstsein für das Konzept nachhaltiger Entwicklung geschaffen wird. Das öffentliche Bewusstsein schafft aufgeklärte, ak- tive und verantwortliche Bürger auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene; • eine kontinuierliche technische und berufliche Weiterbildung für die Be- schäftigten erreicht wird. Direktoren und Arbeiter, besonders aus der Wirtschaft und der Industrie sollen befähigt werden, nachhaltige Pro- duktionsverfahren einzuführen und nachhaltiges Konsumverhalten zu fördern. Zum Redaktionsschluss des vorliegen- den Umweltjournals hatten sich zur BNE-Halbzeitkonferenz bereits 36 Ministerinnen und Minister aus aller Welt angemeldet. Insgesamt werden 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Weltregionen erwartet. Siehe: Deutsche Kurzfassung des Inter- national Implementation Scheme (IIS) der UN-Dekade und die Startseite der Weltkonferenz www.bne-portal.de. Drei Workshops der Weltkonferenz - drei Mal BNE-Praxis aus Rheinland-Pfalz Die UN-Weltkonferenz "Bildung für nachhaltige Ent- wicklung" in Bonn wird am Tag nach ihrer Eröffnung ganz im Zeichen von 14 Projekt-Workshops stehen. Drei dieser "Beispiele aus der Praxis" werden von Einrichtungen aus Rheinland-Pfalz angeboten: dem Mess- und Untersuchungsschiff "Burgund" mit seinem schwimmenden Klassenzimmer, dem Kindergarten "Hand in Hand" Oberhonnefeld mit seiner BNE-Arbeit in der frühkindlichen Erziehung und dem Erich Klau- sener Gymnasium, Adenau, das seine Arbeit und Er- fahrungen aus seiner mehr als zehnjährigen, aktiven Rolle als Bachpate einbringt. Je Workshop werden rund 70 Gäste aus aller Welt erwartet. austauschen. Praktisch wird es an acht Stationen mit Wasser, Feuer, Steinen, Wald, Wind, Wetter und Indianern. Es wird aufgezeigt, wie dieser Ansatz in Rheinland-Pfalz durch Information, Ko- operation, Unterstützung und Kreativität in die Fläche getragen wurde. Ziel der BNE auch im Elementarbereich ist Erle- ben und Erkennen, dass alles mensch- liche Tun und Wirtschaften nur möglich ist, wenn unsere Lebensgrundlagen bewahrt werden und Gerechtigkeit bei der Verteilung von Ressourcen zum Leitbild wird. Mess- und Untersuchungsschiff „Burgund” "Starting strong, Education für Su- stainale Development in early child- hood" - Starker Start. So der Titel des Workshops der Kindertagesstätte Oberhonnefeld (Landkreis Neuwied). Dieser Projektworkshop will zeigen, dass grundlegende Fähigkeiten und Kompetenzen bereits lange vor den ersten Schultagen angelegt werden können. Der Ansatz „Leben gestalten lernen” der Landeszentrale für Um- weltaufklärung Rheinland-Pfalz, der an alle KiTas im Land herangetragen wurde, ist in dieser Einrichtung Teil des pädagogischen Konzeptes in der Alltagsarbeit. Der Kindergarten in Oberhonnefeld wird seine Arbeit zur BNE in der frühkindlichen Bildung den Teilnehmern präsentieren, mit ihnen diskutieren und Ideen und Erfahrungen Da damit nicht früh genug begonnen werden kann, ist BNE im Elementarbe- reich eine wichtige Aufgabe. Die Frage nach den Werten wird im geplanten Programmablauf mit dem internatio- nalen Publikum thematisiert, da das tragende Prinzip der Nachhaltigkeit ethisch basiert ist. Wasser: Qualität und Forschung – Das rheinland-pfälzische Mess- und Un- tersuchungsschiff Burgund wird zum schwimmenden Klassenzimmer in Sachen BNE unmittelbar vor dem Kon- ferenzzentrum auf dem Rhein - und ein Blickfang für die vielen hundert Konfe- renzteilnehmer. Dieser Projektworkshop wird vom Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz ge- leitet. Spielerisch und aktiv führen die Workshopteilnehmer für Schüler ent- wickelte Experimente durch. Einzelne Lernstationen mit unterschiedlichsten Übungen und Materialien, die insbe- sondere als Lehr- und Lernkonzept für die Sekundarstufe konzipiert wurden, werden den Workshopteilnehmern präsentiert. Die Stationen werden von Experten wie beispielsweise dem Ka- pitän oder dem Schiffsführer begleitet. In dem Projektworkshop werden die Teilnehmer selbst „Laborassistenten“, „Gewässerbiologen“, „Forscher“ und „Schiffkapitän“. Dabei wird experimen- tiert, gemessen, beobachtet und proto- kolliert. "Wasser als Quelle des Lebens: Von der traditionellen Bachexkursion zur inno- vativen Bachpatenschaft von Schulen". Dieser Workshop wird von Projekten durchgeführt, die sich zum Ziel gesetzt haben, das Wissen über Wasser als Quelle des Lebens zu verbessern. Die Workshopteilnehmer werden in klei- nere Gruppen eingeteilt und rotieren zwischen drei Stationen. Das Erich Klausener Gymnasium präsentiert sich in seiner mehr als zehnjährigen, akti- ven Rolle als Bachpate: Sowohl in der schulischen Umgebung als auch in der freien Natur werden wassertechnische, umgebungsbezogene und kulturhi- storische Probleme thematisiert und bearbeitet. Als zweite Station bietet der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NA- BU) mit der Teilnahme an Experimenten und Übungen sowie methodenbasierten und praxisbezogenen Aktivitäten die Möglichkeit, praktische Bildungserfah- rungen mit Wasser zu sammeln. Das NEPTUN-Projekt (new partnership for transnational understanding and co- operation in water management) liefert mit der Entwicklung von Konzepten, Lehrplänen und Lernzusammenhängen, basierend auf den Erfordernissen der Europäischen Wasser-Rahmenrichtlinie (WFD), als dritte Station einen Beitrag zur professionellen Fortbildung im Was- sermanagement. umweltjournal 52/2009 5

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Language: Deutsch

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Time ranges: 2009-01-01 - 2009-12-31

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