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Wissenschaftlich diskutierte biologische und gesundheitliche Wirkungen hochfrequenter Felder

Description: Wissenschaftlich diskutierte biologische und gesundheitliche Wirkungen hochfrequenter Felder Gesundheitsrelevante Wirkungen unterhalb empfohlener Grenzwerte sind wissenschaftlich nicht belegt. Es gibt keinen Nachweis für eine Beeinträchtigung des Wohlbefindens oder der kognitiven Leistungsfähigkeit. Es gibt keinen Nachweis für ein erhöhtes Krebsrisiko. Der Wirkmechanismus des oxidativen Stresses wird weiter untersucht. Hochfrequente elektromagnetischer Felder entstehen vor allem bei der Nutzung moderner Kommunikationsmittel wie Rundfunk, Fernsehen, Mobilfunk, Schnurlostelefone, WLAN oder Bluetooth. Im Zeitraum von 2002 bis 2008 wurde das Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm ( DMF ) zu biologischen und gesundheitlichen Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder durchgeführt. Diese Wirkungen werden umgangssprachlich Elektrosmog genannt. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von weiteren experimentellen Studien und Beobachtungsstudien an Menschen aus verschiedenen Ländern. Weder im DMF noch in anderen Studien wurde ein Nachweis für nicht-thermische biologische Wirkungen unterhalb der empfohlenen Grenzwerte erbracht. Thermisch bedingte biologische Wirkungen sind bei Temperaturschwankungen von weniger als 1 °C auch unterhalb bzw. im Bereich der Grenzwerte möglich. Diese haben aber keine Bedeutung für die Gesundheit. Insgesamt geben die Ergebnisse keinen Anlass, die Schutzwirkung der international empfohlenen Grenzwerte in Zweifel zu ziehen. Sind bisherige Erkenntnisse auf den Mobilfunkstandard 5G übertragbar? Der Mobilfunkstandard 5G stellt keine vollkommen neue Mobilfunktechnologie dar, sondern eine Weiterentwicklung der vorherigen Mobilfunkgenerationen. Viele technische Aspekte von 5G sind mit denen bisheriger Mobilfunkstandards vergleichbar. Zur Datenübertragung werden weiterhin hochfrequente elektromagnetische Felder verwendet. Zu dem bisher genutzten Frequenzbereich, der auch durch 5G weiter genutzt wird, kommen zukünftig höhere Frequenzen oberhalb von 6 Gigahertz (GHz) dazu. Erkenntnisse aus bisherigen nationalen und internationalen Studien zu biologischen und gesundheitlichen Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder können zu einem großen Teil auf die 5G-Technologie und die hierfür zunächst angewandten Frequenzbereiche übertragen werden. Innerhalb der in Deutschland gültigen Grenzwerte für Mobilfunksendeanlagen und bei Einhaltung der im Rahmen der Produktsicherheit an Mobiltelefone gestellten Anforderungen gibt es keine bestätigten Belege für eine schädigende Wirkung der elektromagnetischen Felder des Mobilfunks. Die technischen Aspekte und mögliche biologische Wirkungen der aktuell für 5G genutzten Frequenzbereiche unterhalb von 7 GHz hat die Strahlenschutzkommission in einer Stellungnahme bewertet. Sie kommt zu folgendem Schluss: In dem untersuchten Frequenzbereich ergeben sich im Vergleich zu älteren Standards nur wenige Änderungen. Weiterhin gibt es derzeit keine belastbaren Hinweise für gesundheitliche Risiken bei Expositionen von Personen unterhalb der in Deutschland gültigen Grenzwertvorgaben für Sendeanlagen und Endgeräte. In einem weiteren Ausbauschritt sind für 5G auch Frequenzbänder im Milli- oder Zentimeterwellenbereich vorgesehen, also oberhalb von ca. 24 GHz. Diesen Frequenzbereich hat die Strahlenschutzkommission ebenfalls in einer Stellungnahme bewertet. Sie kommt zu folgendem Schluss: Auch in diesem Frequenzbereich gibt es keine anderen, potenziell negativen biologischen Wirkungen als die bereits bekannten Temperatureffekte. Die Datenlage aus derzeit wenigen wissenschaftlichen Studien ist für eine abschließende Aussage jedoch nicht ausreichend. Infolge der geringen Eindringtiefe bei hohen Frequenzen sind Wirkungen am ehesten bei Haut und Augen zu erwarten. Auch das BfS geht davon aus, dass auch in diesen höheren Frequenzbereichen keine gesundheitlichen Auswirkungen zu erwarten sind, solange international empfohlene Grenzwerte eingehalten werden. Da hierzu bislang jedoch nur wenige Untersuchungsergebnisse vorliegen, sieht das BfS noch Forschungsbedarf. Worauf sollte bei bestehenden und neuen Kommunikationstechnologien geachtet werden? Aus Sicht des BfS ist beim Betrieb der bestehenden sowie bei der Entwicklung neuer drahtloser Kommunikationstechniken weiterhin auf eine Minimierung der Exposition der Nutzerinnen und Nutzer sowie der Bevölkerung zu achten. Obwohl die verbleibenden Unsicherheiten in der Bewertung möglicher Langzeitrisiken von intensiver Handynutzung gering sind, gibt das BfS Hinweise zur persönlichen Expositionsminimierung durch Endgeräte . Damit können mögliche, aber nicht nachgewiesene Risiken niedrig gehalten werden. Nutzerinnen und Nutzer können durch die Auswahl von Geräten mit niedrigen angegebenen SAR -Werten und durch einfache Verhaltensmaßnahmen ihre persönliche Exposition gering halten. Grundsätzlich fordert das BfS wesentliche Parameter neuer Techniken rechtzeitig bekannt zu geben. Dadurch haben die Wissenschaft und der Strahlenschutz die Gelegenheit, die Gesundheitsverträglichkeit neuer Techniken vor der Einführung zu prüfen. Stand: 30.01.2026

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Tags: Mobiltelefon ? Gesundheitsgefährdung ? Elektromagnetisches Feld ? Biologische Wirkung ? Elektrosmog ? Deutschland ? Gesundheitliche Auswirkungen ? Rundfunk ? Strahlenschutz ? Haut ? Krebsrisiko ? Produktsicherheit ? Studie ? Technik ? Informations- und Kommunikationstechnik ? Forschungsprogramm ? Grenzwert ? Sendeeinrichtung ? Mobilfunk ?

License: Alle Rechte vorbehalten

Language: Deutsch

Issued: 2026-01-30

Last harvest: 13.05.2026 00:26

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