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Aktuelle Informationen zur radiologischen Lage im Iran

Description: Aktuelle Informationen zur radiologischen Lage im Iran Quelle: Von Paolo Contri/IAEA Imagebank - Flickr: 04710033, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33948426 (Symbolbild KKW Buschehr) Bei den Kampfhandlungen im Iran sind seit Beginn des Krieges am 28. Februar auch Nuklearanlagen in Mitleidenschaft gezogen worden. Das Radiologische Lagezentrum des Bundes ( RLZ -Bund) beobachtet die Lage im Iran und den umliegenden Staaten daher sehr aufmerksam. Es liegen keine Hinweise vor, dass Radioaktivität ausgetreten sein könnte, Messdaten aus der Region sind unauffällig. Selbst wenn im Nahen oder Mittleren Osten eine erhebliche Menge radioaktiver Stoffe freigesetzt würde, wäre nach Einschätzung des Bundesamtes für Strahlenschutz ( BfS ) nicht davon auszugehen, dass in Deutschland radiologische Maßnahmen notwendig werden. Spuren in der Luft Spuren in der Luft könnten in Deutschland durch hochempfindliche Messgeräte dennoch messbar sein. Im RLZ -Bund wirken Expertinnen und Experten des Bundesumweltministeriums ( BMUKN ), des BfS und der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit ( GRS ) zusammen. Neuesten Meldungen zufolge hat sich Folgendes ereignet (für mehr Details Klick auf das Pluszeichen): Ort / Datum Lage Buschehr - 28.3.2026 In der Nacht vom 27. auf den 28. März meldete die Internationale Atomenergieorganisation IAEA ( International Atomic Energy Agency ), dass erneut das Gelände des iranischen Kernkraftwerks Buschehr getroffen worden sei. Schäden an der Anlage oder Verletzungen von Personen wurden nicht gemeldet und der Zustand des Kraftwerks sei normal. Die Behörde beruft sich auf die iranische Atomaufsichtsbehörde. Es war das dritte Mal innerhalb von zehn Tagen, dass das Kernkraftwerk von einem Angriff betroffen war. Chondab - 27.3.2026 Am 27. März meldete die iranische Atomaufsichtsbehörde über die IAEA , dass die Schwerwasserproduktionsanlage in Arak/Khondab getroffen wurde. Satellitenanalysen, die der IAEA vorliegen, zeigen, dass die Anlage stark beschädigt und außer Betrieb ist. Es habe keine Verletzten gegeben und es sei keine Radioaktivität freigesetzt worden. Nach Informationen des Bundesumweltministeriums war der Reaktor nie in Betrieb und enthält kein Kernmaterial. Er wurde bereits im 12-Tage-Krieg im Sommer 2025 beschädigt. Erste Berichte ließen vermuten, dass der Angriff dem Schwerwasserreaktor Arak/Khondab am gleichen Standort gegolten habe, was sich den Angaben nach aber nicht bestätigt hat. Yazd - 27.3.2026 Die iranische Atomaufsichtsbehörde meldete am 27. März über die IAEA Angriffe auf die Anlage zur Aufbereitung von Uranerz zu Yellowcake Shahid Rezayee Nejad in der Provinz Yazd (auch bekannt als Ardakan). Ein Anstieg der Strahlungswerte außerhalb des Geländes sei nicht verzeichnet worden. Khuzestan - 27.3.2026 Am 27. März gab die iranische Atomaufsichtsbehörde über die IAEA bekannt, dass eine Stahlfabrik in Khuzestan angegriffen wurde, in der versiegelte radioaktive Quellen zur Messung verwendet werden. Den Angaben nach kam es zu keiner Freisetzung von Strahlung außerhalb des Geländes. Dimona - 21.3.2026 Am Abend des 21. März 2026 kam es nach Angaben der IAEA in der israelischen Stadt Dimona, in deren Nähe das Kernforschungszentrum Negev liegt, zu einem Raketeneinschlag. Hinweise auf Schäden am Kernforschungszentrum gab es nach Angaben der IAEA aber nicht. Erhöhte Strahlungswerte wurden in der Region nicht festgestellt. Natans - 21.3.2026 Am Morgen des 21. März teilte die iranische Aufsichtsbehörde über die IAEA mit, dass die Nuklearanlage im iranischen Natans erneut Luft- und Raketenangriffen durch Israel und die USA ausgesetzt war. Es wurde kein Anstieg der Radioaktivität außerhalb des Geländes gemeldet. Bereits Anfang März war die Anlage Ziel von Angriffen gewesen: Am 3. März bestätigte die IAEA -Angaben des Iran, wonach im Zuge der Angriffe an der Urananreicherungsanlage neue Schäden entstanden sind. Die Anlage in Natans wurde ebenso wie andere iranische Nuklearanlagen bereits bei den Angriffen im Sommer 2025 beschädigt. Anzeichen für eine Freisetzung radioaktiver Stoffe gab es nicht, alle verfügbaren Messwerte aus der Region waren unauffällig. Sollte es dennoch zu Freisetzungen aus der Anlage in Natans kommen, ist aus Sicht des RLZ -Bund nur mit lokal begrenzten Auswirkungen zu rechnen. Isfahan - 4.3.2026 Am 4. März berichtete die IAEA , dass nach Angaben der UN -Atomwächter zwei Gebäude des iranischen Atomtechnologiezentrums in Isfahan beschädigt wurden. Es seien jedoch keine Gebäude betroffen gewesen, in denen sich nukleares Material befinde. Teheran - 4.3.2026 Nach öffentlich zugängigen Informationen hatte Israel in der Nacht auf den 4. März eine geheime unterirdische Nuklearanlage am Stadtrand von Teheran angegriffen. Dem RLZ -Bund liegen keine Informationen über Art der Anlage und Ausmaß möglicher Schäden vor. Hinweise auf Freisetzungen von Radioaktivität aus der Anlage gab es nicht. Redaktioneller Hinweis Diese Meldung wird vom BfS als Teil des RLZ -Bund kontinuierlich aktualisiert. Der aktuelle Stand wird über Datum und Uhrzeit der letzten Aktualisierung ausgewiesen. Aktualisierungen erfolgen insbesondere dann, wenn eine neue Sachlage zur Einschätzung der radiologischen Situation in Nahost vorliegt. Geringfügigere Lageveränderungen, die nicht zu einer grundsätzlich neuen Bewertung der radiologischen Lage führen, werden nicht tagesaktuell eingepflegt, sondern in einer gesammelten Aktualisierung aufgenommen. Stand: 30.03.2026

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Tags: Messgerät ? Teheran ? Deutschland ? Iran ? Israel ? USA ? Solarthermisches Kraftwerk ? Gebäude ? Kernbrennstoff ? Kernkraftwerk ? Kerntechnische Anlage ? Reaktorsicherheit ? Strahlenschutz ? Uranerz ? Strahlung ? Aufbereitungsanlage ? Kernforschungsanlage ? Messdaten ? Radioaktiver Stoff ? Reaktor ? Radioaktivität ? Stadt ?

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Language: Deutsch

Issued: 2026-03-25

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