Description: Deutsch-französisches Strahlen-Messtraining aus der Luft Hubschrauber fliegen auf beiden Seiten des Rheins im Breisgau und Elsass Vom 14. bis 16. April 2026 gehen deutsche und französische Fachleute für den Strahlenschutz in die Luft: In einem Gebiet entlang des Rheins zwischen Freiburg, Colmar und Mülhausen (Mulhouse) trainieren sie gemeinsam, die Radioaktivität am Boden von Hubschraubern aus zu messen . Auch rund um den Schauinsland werden Hubschrauber unterwegs sein. Die gemeinsame Aktion von Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ), Bundespolizei ( BPOL ) und der französischen Strahlenschutzbehörde Autorité de sûreté nucléaire et de radioprotection (ASNR) dient der Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in radiologischen Notfällen. Training für den Schutz der Bevölkerung Ein Einsatzszenario, auf das sich die Behörden vorbereiten, ist ein Unfall in einem Kernkraftwerk , bei dem radioaktive Stoffe ausgetreten sind. Von Hubschraubern aus lassen sich Gebiete schnell auf am Boden abgelagerte radioaktive Stoffe untersuchen, um Informationen für den Schutz der Bevölkerung bereitzustellen. Radioaktivität macht nicht an Grenzen halt Christopher Strobl (BfS) "Eine radioaktive Wolke stoppt nicht an einer Landesgrenze. Deswegen ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein und eng mit unseren europäischen Nachbarn zusammenzuarbeiten" , sagt Christopher Strobl, der im BfS für die Hubschrauber-Messungen zuständig ist. "Mit gemeinsamen Messtrainings und Workshops stärken und verbessern wir diese Zusammenarbeit, damit sie im Ernstfall funktioniert." Hubschrauber auf beiden Seiten der Grenze unterwegs Für das grenzüberschreitende Training werden ein französischer Hubschrauber und ein Hubschrauber der Bundespolizei mit leistungsstarker Messtechnik ausgestattet. Beide Hubschrauber sind sowohl in Deutschland als auch in Frankreich unterwegs. Ausgangsbasis ist der Flugplatz Freiburg. Die Flugzeiten liegen zwischen 9 und 17 Uhr, die Flughöhe beträgt etwa 90 Meter. Messung natürlicher Strahlung Vorbereitungen für einen Messflug Gefährliche Strahlung gibt es während des deutsch-französischen Messeinsatzes nicht zu messen. Die natürlich im Erdboden vorhandene Radioaktivität reicht aus, um einen Trainingseffekt zu erzielen. Neben den Messungen selbst wird das Zusammenspiel von Strahlenschutz -Expert*innen und Hubschrauber-Pilot*innen sowie des deutschen und des französischen Messteams untereinander eingeübt. Das bergige Terrain am Schauinsland bietet zusätzliche Herausforderungen, da eine konstante Flughöhe eingehalten werden muss. Die Ausarbeitung geeigneter Messstrategien, die Koordinierung der Messflüge und die gemeinsame Auswertung der erhobenen Daten bilden einen weiteren Schwerpunkt. Die Messgebiete im Detail Übersicht über die Messgebiete Messgebiet 1 (Breisach am Rhein) Messgebiet 1 (Breisach am Rhein) verläuft mit etwa 30 mal 40 Kilometern westlich von Freiburg entlang des Rheins. Im Nordosten endet das Gebiet am nördlichen Ende des Kaiserstuhls. Im Westen wird es von Colmar entlang der Autobahn A35 begrenzt. In seiner südwestlichen Ecke reicht es an Mülhausen (Mulhouse) heran. Das abgeschaltete Kernkraftwerk Fessenheim liegt innerhalb des Messgebiets. Das Kraftwerksgelände wird ausschließlich vom französischen Messteam überflogen. Messgebiet 2 (Schauinsland) Messgebiet 2 (Schauinsland) ist etwa 10 mal 10 Kilometer groß. Südöstlich des Stadtgebietes Freiburg gelegen, umfasst es das Kloster St. Lioba im nordwestlichen Bereich, Kirchzarten im Nordosten, St. Wilhelm (Oberried) im Südosten sowie den Freiburger Hausberg Schauinsland. Oberried und Horben sind ebenfalls enthalten. Zusammenarbeit von BfS und Bundespolizei Hubschrauber der Bundespolizei Quelle: Bundespolizei Zur hubschraubergestützten Bestimmung radioaktiver Stoffe am Boden arbeiten das BfS und die Bundespolizei seit vielen Jahren eng zusammen: Die Bundespolizei stellt die Hubschrauber und deren Besatzung zur Verfügung. Expert*innen des BfS führen die Messungen durch und stellen den Strahlenschutz aller Beteiligten sicher. In einem radiologischen Notfall kann eine Fläche von rund 100 Quadratkilometern innerhalb von etwa drei Stunden überflogen und kartiert werden. Die Messergebnisse liegen bereits kurz nach der Landung vor. Arbeiten mehrere Messteams aus verschiedenen Nationen parallel, können entsprechend größere Gebiete in derselben Zeitspanne untersucht werden. Stand: 10.04.2026
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Language: Deutsch
Issued: 2026-04-10
Last harvest: 11.05.2026 00:25
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