API src

Indikator: Recycling von Siedlungsabfällen

Description: <p> Die wichtigsten Fakten <ul> <li>Die Recyclingquote der Siedlungsabfälle stieg von 56 % im Jahr 2002 auf 67,2 % im Jahr 2023.</li> <li>Damit wurde das von der Bundesregierung gesetzte Ziel erreicht, die Recyclingquote bei den Siedlungsabfällen bis 2020 auf 65 % zu steigern.</li> <li>Bei einzelnen Untergruppen der Siedlungsabfälle besteht hingegen noch Handlungsbedarf.</li> </ul> </p><p> Welche Bedeutung hat der Indikator? <p>Siedlungsabfälle decken eine breite Palette unterschiedlicher Abfallarten ab, etwa Hausmüll, getrennt gesammelte Papier-, Glas-, Kunststoff-, Biomüll-Abfälle oder Elektroaltgeräte. Sie machen zwar nur rund 15,2 % des gesamten jährlichen Abfallaufkommens (netto) aus. Sie sind jedoch im Vergleich zu den übrigen Abfallarten sehr heterogen und ressourcenrelevant. Damit stehen sie repräsentativ für die Herausforderungen der gesamten Abfallwirtschaft.</p> <p>Wertstoffe werden verstärkt getrennt erfasst und überwiegend stofflich verwertet, also recycelt. Dies gilt insbesondere für Altpapier, Altglas, Verpackungen und Bioabfall. Das schont Rohstoffe, vermindert den Einsatz von <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/primaerenergie">Primärenergie</a> und spart somit auch Kohlendioxid-Emissionen. Früher war es üblich, Siedlungsabfälle ohne weitere Behandlung zu deponieren. Dies ist seit 2005 nicht mehr erlaubt. Als Resultat sind die Methan-Emissionen aus Mülldeponien deutlich zurückgegangen.</p> </p><p> Wie ist die Entwicklung zu bewerten? <p>Die Verwertung von Siedlungsabfällen ist in Deutschland seit Langem relativ hoch. 2002 lag der Anteil der stofflichen Verwertung bei 56 %. Bereits seit 2005 werden in Deutschland mehr als 60 % der Siedlungsabfälle recycelt.</p> <p>Die <a href="http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32008L0098">EU-Abfallrahmenrichtlinie</a> (EU-RL 2008/98/EG) EU setzte bislang das folgende Recyclingziel: Jedes Land muss bis zum Jahr 2020 für bestimmte Materialien insgesamt eine Recyclingquote von 50 % erreichen. Die Bundesregierung verschärfte diese Vorgabe im <a href="https://www.bmuv.de/themen/kreislaufwirtschaft/abfallpolitik/uebersicht-kreislaufwirtschaftsgesetz/eckpunkte-der-novellierung-des-kreislaufwirtschaftsgesetzes-krwg">Kreislaufwirtschaftsgesetz</a>: 65 % aller Siedlungsabfälle sollen recycelt werden.</p> <p>Die <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?qid=1540556404802&amp;uri=CELEX:32018L0851">novellierte Abfallrahmenrichtlinie</a> (EU-RL 2018/851/EG) legt unter Berücksichtigung einer neuen, outputbasierten Berechnungsmethode folgende Anforderungen an die stoffliche Verwertung von Siedlungsabfällen (einschließlich Vorbereitung zur Wiederverwendung) fest: 55 % bis 2025; 60 % bis 2030 und 65 % bis 2035. Zurzeit werden die europäischen Anforderungen in nationales Recht überführt.</p> <p>Seit 2002 ist ein klarer Anstieg der Recyclingquoten erkennbar. Die Recyclingquote bei Siedlungsabfällen lag 2012 erstmalig über 65 % und hat nach einem Rückgang 2013 diesen Wert seit 2014 erneut überschritten. Die Anstrengungen zur Ausdehnung der stofflichen Verwertung von Siedlungsabfällen werden kontinuierlich weitergeführt, um diese Quote weiter zu erhöhen.</p> </p><p> Wie wird der Indikator berechnet? <p>Die Recyclingquote der Abfälle wurde bis zum Berichtsjahr 2020 jährlich in der <a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Umwelt/Abfallwirtschaft/Tabellen/liste-abfallbilanz-kurzuebersicht.html">Abfallbilanz</a> des Statistischen Bundesamtes veröffentlicht (Statistisches Bundesamt 2022). Ab Berichtsjahr 2020 wurde das bisherige Format der Abfallbilanz durch den Statistischen Bericht - Abfallbilanz abgelöst (<a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Umwelt/Abfallwirtschaft/Tabellen/liste-abfallbilanz-kurzuebersicht.html#1417178">Statistisches Bundesamt 2025</a>). Die Abfallstatistik basiert auf einer Reihe unterschiedlicher Erhebungen, die zur Abfallbilanz zusammengefasst werden. Weitere Angaben zu den abfallstatistischen Erhebungen sind in den jeweiligen <a href="https://www.destatis.de/DE/Methoden/Qualitaet/Qualitaetsberichte/Umwelt/einfuehrung.html">Qualitätsberichten</a> zu finden. 2002 gab es durch die Umstellung auf das europäische Abfallverzeichnis größere Verschiebungen zwischen den Kategorien. Deshalb wird der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/indikator">Indikator</a> erst ab 2002 dargestellt.</p> <p><strong>Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie im Daten-Artikel <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/13772">"Verwertungsquoten der wichtigsten Abfallarten"</a>.</strong></p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

Types:
Text(
    Editorial,
)

Tags: Recycling ? Methanemission ? CO2-Emission ? Wiederverwendung ? Glas ? Stoffliche Verwertung ? Abfallbilanz ? Abfallverwertung ? Altpapier ? Haushaltsabfall ? Altglas ? Kreislaufwirtschaftsgesetz ? Bioabfall ? Deutschland ? Abfallstatistik ? Deponie ? Elektro- und Elektronik-Altgeräte ? Primärenergie ? Recyclingquote ? Siedlungsabfall ? Umweltbundesamt ? Wertstoff ? Luft ? Abfallrahmenrichtlinie ? Europäisches Abfallverzeichnis ? Abfall ? Abfallart ? Chemikalien ? Abfallwirtschaft ? Klimaschutz ? Abfallaufkommen ? Berechnungsverfahren ? Lärm ? Rohstoff ? Energie ? Verwertungsquote ? Nationales Recht ? Umwelttechnik ? Landwirtschaft ? Nachhaltigkeit ? Verkehr ? Wasser ? Umweltschutz ? Ressource ? Umwelt ? Gesundheit ? Indikator ? Boden ?

Region: Dessau-Roßlau

License: Alle Rechte vorbehalten

Language: Deutsch

Organisations

Modified: 2025-10-08

Last harvest: 15.05.2026 00:15

Alternatives

Resources

Status

Quality score

Accessed 1 times.