Description: Im Juli 1974 nahm das Umweltbundesamt (UBA) seine Arbeit auf – als erste nationale Umweltbehörde in Deutschland. Das 50. Jubiläum ist Anlass, kritisch zurückzuschauen auf die eigene Geschichte, auf Erfolge und Misserfolge, aber auch auf die Herausforderungen, denen sich der Umweltschutz künftig stellen muss. In der sozialliberalen Koalition unter Bundeskanzler Willy Brandt (1969–1974) wird der Umweltschutz endlich eigenständiger Politikbereich. Bereits im Oktober 1971 legt Hans-Dietrich Genscher, damals als Innenminister für Umweltschutz zuständig, das erste Umweltprogramm der Bundesregierung vor. Das Programm empfiehlt die Errichtung eines „Bundesamts für Umweltschutz“. Am 22. Juli 1974 legt das Umweltbundesamt mit rund 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Berlin (West) los. Die Entscheidung bleibt nicht ohne Kritik – das SED-Blatt „Neues Deutschland“ spricht von einem Anschlag auf die Entspannung. Damit Haarspray nicht die Ozonschicht zerstört: Auch Friseurprodukte tragen den „Blauen Engel“. Der Jurist Heinrich von Lersner (geb. 1930) wird erster Präsident des Umweltbundesamtes. Hier zeigt er asbestfreie Bremsbeläge. In den ersten Jahren kümmert sich das Umweltbundesamt vor allen um gesunde Luft, weniger Lärm und Abfall. Ende der 1970er Jahre hat das Amt bereits rund 400 Beschäftigte. Der Zeit voraus: Auf der Hannover-Messe 1979 präsentiert das Umweltbundesamt Feinstaub-Messtechnik. In der Politik kommt das Thema erst viele Jahre später an. Gleich zu Beginn der 80er Jahre legt das Umweltbundesamt eine Analyse zu Ursachen und Wirkungen des Sauren Regens vor. Die klare Empfehlung lautet: Die Emissionen deutlich mindern und das möglichst direkt bei den Kraftwerken. Deutschland nimmt schnell eine Vorreiterrolle bei der Luftreinhaltung ein. Daten aus dem Luftmessnetz des Umweltbundesamtes liefern bis heute wichtige Erkenntnisse zum atmosphärischen Ferntransport von Luftschadstoffen. In den Medien ist das Umweltbundesamt häufig präsent: Aufnahmen des ZDF für die Sendung ‚Tatsachen’ mit Präsident Heinrich von Lersner Anfang der 1980er Jahre. Im Jahr 1984 legt das Umweltbundesamt erstmals seine „Daten zur Umwelt“ vor. Das Buch leitet eine Reihe von Berichten ein, die bis heute zu den gefragtesten Publikationen des Umweltbundesamtes gehören. Das Interesse der Öffentlichkeit am Umweltschutz wächst: Den „Zentralen Antwortdienst“ des Umweltbundesamtes erreichen 1980 bereits über 15.000 Anfragen. 1980 Der gemeinsam mit der Industrie entwickelte lärmarme Lkw wird vorgestellt 1982 Chemikaliengesetz: Das UBA prüft Umweltauswirkungen neuer Stoffe 1983 Die Großfeuerungsanlagenverordnung tritt in Kraft. Mit Erfolg: Bis 1993 sinkt allein in Westdeutschland der Ausstoß von Schwefeldioxid um 89 Prozent. 1980 Der gemeinsam mit der Industrie entwickelte lärmarme Lkw wird vorgestellt 1982 Chemikaliengesetz: Das UBA prüft Umweltauswirkungen neuer Stoffe 1983 Die Großfeuerungsanlagenverordnung tritt in Kraft. Mit Erfolg: Bis 1993 sinkt allein in Westdeutschland der Ausstoß von Schwefeldioxid um 89 Prozent. Das Interesse der Öffentlichkeit am Umweltschutz wächst: Den „Zentralen Antwortdienst“ des Umweltbundesamtes erreichen 1980 bereits über 15.000 Anfragen. Bundesmodell Recycling: Mit einer Versuchsanlage in Baden-Württemberg testet das UBA ab 1981, ob sich Müll mechanisch trennen und wiederverwerten lässt. Einer der „Umweltschutz-Messwagen“ des Umweltbundesamtes in der Frankfurter Fußgängerzone. Noch provisorisch angebracht ist der Schriftzug der „Bundesstelle für Umweltangelegenheiten“, der 1973 gegründeten Vorläuferinstitution des UBA. Bleifreies Benzin, „Tempo 120“ auf deutschen Autobahnen oder Katalysatorpflicht – die Empfehlungen des Umweltbundesamtes stoßen nicht immer auf Gegenliebe bei Politik, Wirtschaft und Verbänden. Mit dem groß angelegten Modellprojekt „Fahrradfreundliche Stadt“ trägt das Umweltbundesamt wesentlich zum Fahrradboom der 1980er Jahre bei – und setzt sich generell für eine Verkehrsberuhigung ein. Seit 1987 ist es amtlich: Die Novelle des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes schreibt vor, dass Tenside biologisch abbaubar sein müssen. Außerdem müssen die Angaben zur Umweltverträglichkeit an das Umweltbundesamt gemeldet werden. Attraktiver Hauptpreis: Ein modernes und vor allem verkehrssicheres Fahrrad. Auch mit Wettbewerben fördert das UBA seit den 80er Jahren das Fahrradfahren als umweltfreundliche Alternative zum Auto. 1988 demonstriert UBA-Präsident Heinrich von Lersner an einer Zapfsäule das Gaspendelverfahren. Diese Technik dient zur Rückführung giftiger Benzol-dämpfe in den Speichertank. 1988 legt das Umweltbundesamt bereits zum dritten Mal eine umfassende Bestandsaufnahme zur Lärmbekämpfung in der Bundesrepublik vor. Dauerhafter Lärm erhöht das Erkrankungsrisiko und kann ernste gesundheitliche Folgen haben. Das UBA befasst sich deshalb seit seiner Gründung mit dem Schutz der Bevölkerung vor Lärm als Tätigkeitsschwerpunkt. Erster Dienstsitz des Umweltbundesamtes war von 1974 bis 1995 ein in den 1930er Jahren für den nationalsozialistischen Reichsarbeitsdienst erbautes Gebäude am Bismarckplatz in Berlin-Grunewald Hans-Dietrich Genscher | Bundesminister a. D. Früh aktiv im Klimaschutz: 1990 nimmt das Fachgebiet „Schutz der Erdatmosphäre“ seine Arbeit auf. Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung bekommt das UBA Verstärkung durch rund 200 Beschäftige aus ostdeutschen Umweltämtern. Militärische Altlasten: Über 1.000 Liegenschaften der sowjetischen Truppen bewertet das UBA nach der Wende in den neuen Bundesländern. Nach der Auflösung des Bundesgesundheitsamts wird 1994 das traditionsreiche „Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene“ („WaBoLu“) mit rund 300 Beschäftigten und mehreren Außenstellen in das UBA integriert. Der nach der Wende bezogene temporäre Dienstsitz des UBA im ehemaligen Reichspropagandaministerium an der Mauerstraße in Berlin-Mitte Das Dienstgebäude des
„WaBoLu“ am Corrensplatz in Berlin-Dahlem Erst 1994 wird mit Artikel 20a der Umweltschutz im Grundgesetz verankert. Schon 1970 forderte Hans-Dietrich Genscher in der ersten Umweltdebatte des Deutschen Bundestags: „Das Grundgesetz kennt das Wort Umweltschutz noch nicht. Dem Grundrechtskatalog fehlt ein Menschenrecht auf unschädliche Umwelt.“ Das 1994 in das UBA integrierte Versuchsfeld Berlin-Marienfelde des „WaBoLu“ in den 1980er Jahren Nach 21 Jahren unter der Leitung von Gründungspräsident Heinrich von Lersner bekommt das UBA im Jahr 1995 einen neuen Präsidenten: Andreas Troge. Der promovierte Ökonom bringt einen neuen Stil und frischen Schwung ins Amt. 1995 Die Umweltprobenbank des UBA geht nach mehrjähriger Probephase in den
Regelbetrieb 1996 Das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz tritt in Kraft 1998 Umweltschutzprotokoll zum Antarktisvertrag: Reisen und Forschen in der Antarktis genehm-igt jetzt das UBA 1995 Die Umweltprobenbank des UBA geht nach mehrjähriger Probephase in den
Regelbetrieb 1996 Das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz tritt in Kraft 1998 Umweltschutzprotokoll zum Antarktisvertrag: Reisen und Forschen in der Antarktis genehm-igt jetzt das UBA 1997 zeigt die Studie „Nachhaltige Entwicklung in Deutschland“ neue Perspektiven auf: Für den Umweltschutz sind nicht nur Staat und Industrie verantwortlich, auch jede und jeder Einzelnen kann helfen. Denn: Ein Großteil der Umweltprobleme beruht auf den herrschenden Konsummustern. In der Umweltprobenbank werden Umweltproben bei Minus 150 Grad Celsius gelagert – sie können so auch Jahrzehnte später noch analysiert werden Als „eine der zwei großen Niederlagen des Umweltbundesamtes“ bezeichnet Andreas Troge aus damaliger Sicht das 1998 verabschiedete Bodenschutzgesetz, da, so Troge, wesentliche Empfehlungen des UBA im Gesetzestext keine Berücksichtigung fanden. Schlüsselübergabe: Nach 21 Jahren an der Spitze des UBA übergibt Heinrich von Lersner die Leitung an Andreas Troge. 1995 schließt das UBA sein Projekt zur Bewertung militärischer Altlasten auf ehemaligen Stützpunkten sowjetischer Truppen in Deutschland ab Im Juli 2002 tritt die EG-Umgebungslärmrichtlinie in Kraft. Sie soll die Lärmbelastung der Bevölkerung europaweit senken. Das Umweltbundesamt war maßgeblich an ihrer Erarbeitung beteiligt. Auf dem Versuchsfeld Berlin-Marienfelde entsteht die neue Fließ- und Stillgewässersimulationsanlage (FSA). Das UBA erforscht hier unter anderem, wie Chemikalien auf Pflanzen und Tiere in Gewässern wirken. 2001 wird das UBA mit dem EMAS-Gütesiegel (Umweltaudit) ausgezeichnet – als erste deutsche Behörde Ein Versuchsaufbau mit den Kunststoffrinnensegmenten der Fließ- und Stillgewässersimulationsanlagen (FSA) des UBA in Berlin- Marienfelde Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) ist seit 2004 im UBA für die Umsetzung des EU-Emissionshandels in Deutschland zuständig. Der neue Fachbereich wurde innerhalb kurzer Zeit aufgebaut – pünktlich zum europaweiten Start des Emissionshandels ab 2005 – und feiert 2024 das 20. Jubiläum. Frischgebackene Umweltexpertinnen und -experten: In Zusammenarbeit mit vielen Partnern bietet das UBA Fortbildungsprogramme im Umweltschutz für Entwicklungs- und Schwellenländer an. Im Mai 2005 zieht das UBA mit erstem Dienstsitz nach Dessau. Der Einzug in den neu errichteten ökologischen Musterbau ist Folge eines Beschlusses der Bundesregierung, mehr Behörden in den neuen Ländern anzusiedeln. Ab 2005 wird die Ablagerung unbehandelter Siedlungsabfälle auf Deponien verboten. Zu der neuen Verordnung leistete das UBA wesentliche Vorarbeiten. Im selben Jahr treten mit Hilfe des UBA festgelegte Grenzwerte für Feinstaub in der Luft in Kraft. Diese bilden eine wichtige Grundlage der ab 2008 geltenden EU-Richtlinie. Jochen Flasbarth (geb. 1962) wird 2009 dritter Präsident des Umweltbundesamtes. Er leitet das Amt bis Dezember 2013 und wird dann Staatssekretär im Bundesumweltministerium. International aktiv: Das UBA prüft auf einer Inspektionsreise, ob die Regeln des Antarktisvertrags eingehalten werden. 2009 scheitert das Umweltgesetzbuch endgültig – Bundesumweltminister Sigmar Gabriel gibt das Vorhaben aufgrund massiver politischer Widerstände auf. Das UBA hatte sich seit Jahrzehnten sehr für das Thema stark gemacht. Der Neubau des UBA neben dem Gelände des ehemaligen Wörlitzer Bahnhofs in Dessau-Roßlau Mit einer umfassenden UBA-Studie weist das UBA 2010 nach: Nächtlicher Fluglärm erhöht das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen. Das Amt empfiehlt daher: Keine Nachtflüge zwischen 22 Uhr und 6 Uhr. „Energieziel 2050“ – 2010 zeigt eine UBA-Studie, dass eine sichere Stromversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien möglich ist. Und Ende 2013 kann das UBA in der Studie „Treibhausgasneutrales Deutschland im Jahr 2050“ zeigen, dass im Jahr 2050 sogar 95 Prozent weniger Treibhausgase möglich sind als 1990. Am Standort Berlin-Marienfelde errichtet das UBA 2013 das erste Null-Energie-Dienstgebäude des Bundes Blei macht dumm. Und daher gibt es seit 1. Dezember 2013 einen strengen Grenzwert. Trinkwasser darf maximal 0,01 Milligramm Blei pro Liter enthalten. Da Wasser aus Bleileitungen diesen Grenzwert praktisch nicht einhalten kann, müssen die Leitungen ausgetauscht werden. Auch online stets aktuell: Ende 2013 startet die komplett modernisierte Website des UBA. Durch das Responsive Design kann die UBA-Website komfortabel vom Smartphone, Tablet oder Computer aufgerufen werden. Der vierte Präsident wird eine Präsidentin: Mit Maria Krautzberger (geb. 1954) steht ab Mai 2014 erstmals eine Frau an der Spitze des Umweltbundesamtes. Heinrich Freiherr von Lersner (1930 – 2014) Präsident des Umweltbundesamtes von 1974 bis 1995 Im September 2015 fliegt der Dieselskandal auf: Autos namhafter deutscher und europäischer Hersteller haben illegale Abschalteinrichtungen in ihre Diesel-Fahrzeuge eingebaut. Messungen und Modellierungen des UBA zeigen im Jahr 2017: Die Flotte der Diesel-Pkw stößt durchschnittlich sogar noch mehr Stickstoffoxide aus, als nach Bekanntwerden des Dieselskandals befürchtet. Im Jahr 2018 belegt das UBA die damit verbundenen
Gesundheitsrisiken, wie zum Beispiel Lungenkrebs. 2015 Mit HBM4EU startet das vom UBA geleitete, siebenjährige EU-Projekt zum Human-Biomonitoring 2016 In der Antarktis wird im Rossmeer das weltweit größte Meeresschutzgebiet mit 1,55 Mio. km² eingerichtet 2017 Sonderbericht des Weltklimarates über 1,5 Grad Celsius globaler Erwärmung erscheint 2018 EU stuft die Chemikalie Bisphenol A als „besonders besorgniserregend“ ein 2015 Mit HBM4EU startet das vom UBA geleitete, siebenjährige EU-Projekt zum Human-Biomonitoring 2016 In der Antarktis wird im Rossmeer das weltweit größte Meeresschutzgebiet mit 1,55 Mio. km² eingerichtet 2017 Sonderbericht des Weltklimarates über 1,5 Grad Celsius globaler Erwärmung erscheint 2018 EU stuft die Chemikalie Bisphenol A als „besonders besorgniserregend“ ein In den Meeren finden sich immer mehr kleine Plastikstückchen und sogenanntes Mikroplastik. Seevögel verhungern, weil ihr Magen voller Plastik ist, welches sie für Nahrung hielten. Das UBA rät daher, den Eintrag von Kunststoffen in die Umwelt generell drastisch zu reduzieren. Dieselskandal mit gesundheitlichen Risiken – das UBA belegt 2018 die Folgen Das UBA empfiehlt Reduzierung des Kunststoffeintrags in die Umwelt Im Jahr 2018 wird Klimaschutz zu einer globalen Bewegung: Schülerinnen und Schüler gehen freitags in den Schulstreik und drängen auf die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Schülerinnen und Schüler streiken seit 2018 freitags weltweit für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens Das neue Verpackungsgesetz tritt 2019 in Kraft und Hersteller sind verpflichtet, sich im Verpackungsregister zu registrieren. Mit Erfolg: Statt zuvor ca. 55.000 Unternehmen tragen nun über 900.000 Firmen die Kosten der Verpackungsentsorgung. Ambitionierte Quotenvorgaben sorgen für erhebliche Fortschritte, z.B. beim Recycling von Kunststoffverpackungen. Ab Juli 2021 gilt ein Verbot von Einwegkunststoffprodukten wie Wattestäbchen, Trinkhalmen und Besteck. Neben Debatten um die Verringerung der Auswirkungen von Kunststoffprodukten auf die Umwelt diskutiert Deutschland während der Corona-Pandemie verstärkt über die Themen „Lüften“ und „Aerosole in Innenräumen“. 2021: Jahrhundert-Hochwasser durch Starkregen an der Ahr Seit 2021 legt das nationale Emissionshandelssystem (nEHS) einen CO2-Preis für die Sektoren Wärme und Verkehr fest. Die Einnahmen aus dem nEHS fließen in Investitionen für Klimaschutz, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien. UBA startet seine App „Luftqualität“. Bürgerinnen und Bürger können damit vom Handy aus tagesaktuell die Feinstaub- (PM10), Stickstoffdioxid- und Ozonwerte in ihrer Umgebung checken. Am 01. Januar 2020 tritt der Nachhaltigkeitsforscher Prof. Dr. Dirk Messner seine Position als neuer Präsident des Umweltbundesamtes an: Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes Der russische Angriffskrieg hat globale Folgen – auch für die Umweltpolitik. Im Frühsommer 2022 untersucht eine UBA-Taskforce die Auswirkungen des Krieges auf die Nahrungsmittel- und Energieversorgung sowie das Gesundheitssystem. Angesichts der durch den russischen Angriffskrieg ausgelösten Energiekrise gibt das UBA im Herbst 2022 Tipps zum Energiesparen. In Deutschland fallen jährlich circa 240 Millionen Tonnen mineralische Abfälle an. Mit der „Mantelverordnung“ können sie nun als Ersatzbaustoffe wiederverwendet werden und kommen u.a. im Straßenbau zum Einsatz. Das UBA schlägt vor, die Mehrwertsteuer stärker an ökologischen und sozialen Kriterien auszurichten und rät zu null Prozent Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse sowie den öffentlichen Verkehr. Das Paket soll für eine sofortige Entlastung der durch stark gestiegene Lebensmittelpreise und Mobilitätskosten beanspruchten Haushaltskassen sorgen und gleichzeitig die Umwelt schützen. Damit die Energiewende gelingt, muss der Energieverbrauch gemindert werden. Energie kann überall gespart werden: im Haushalt, in Industrie, Gewerbe und im Verkehr. Die Bundesregierung veröffentlicht die „Nationale Wasserstrategie“ Salzeinleitungen, Hitze und die Bildung einer giftigen Alge führen im September 2022 zu einem massiven Fischsterben in der Oder. Die Bundesumweltministerin mahnt zu mehr Resilienz für die Gewässer in Deutschland. Großes Fischsterben in der Oder fordert mehr Resilienz für deutsche Gewässer Am 13. September bzw. 31.Oktober 2023 wird der Bericht zum ökologischen Zustand der Nordsee und des Nordostatlantiks bzw. der Ostsee von der Oslo-Paris-Kommission bzw. der Helsinki-Kommission veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass die Meeresgewässer aufgrund vielfältiger anthropogener Belastungen in keinem guten Zustand sind. Fleisch ist zunehmend in der Debatte –
und Ersatzprodukte werden auch in Deutschland immer beliebter. Die UBA-Studie „Fleisch der Zukunft“ untersucht, welche Auswirkungen die drei Alternativen pflanzlicher Fleischersatz, essbare Insekten und Invitro-Fleisch auf Umwelt und Gesundheit haben. Der „Mobilität von morgen“ widmet sich das UBA in Deutschland bereits seit 2016 im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche. Neue Mobilitätsoptionen werden getestet und der Straßenraum so verändert, dass Nachhaltigkeit und Lebensqualität stärker im Fokus stehen. Infoveranstaltungen, Wettbewerbe und Blicke hinter die Kulissen geben neue Perspektiven und Inspiration für den Alltag. Deutschland diskutiert vermehrt Fleischersatzprodukte einer Ernährung der Zukunft Das KI-Labor am UBA unterstützt mit Umweltdaten-Analyse eine nachhaltige Umweltpolitik Mit Künstlicher Intelligenz (KI) in die nachhaltige Zukunft? Seit 2023 hat das UBA ein Labor für Künstliche Intelligenz (das KI-Lab). Es schafft Grundlagen, um die Analyse großer Mengen an Umweltdaten (Big Data) zu vereinfachen und nachhaltige Umweltpolitik zu erleichtern. Mobilitätsoptionen von Morgen werden getestet und Nachhaltigkeit im Straßenverkehr rückt mehr und mehr in den Fokus Seit September 2023 setzt der Erweiterungsbau des UBA in Dessau-Roßlau Maßstäbe für die nachhaltige Transformation des Bausektors und die Klimaneutrale Bundesverwaltung: Das Gebäude versorgt sich im Betrieb vollständig selbst – durch Photovoltaik und eine Wärmepumpe. Umweltverträgliche Baustoffe wie Recyclingbeton und eine Dämmung mit nachwachsenden Rohstoffen sind selbstverständlich. Der Gründungsstandort des UBA am Berliner Bismarckplatz öffnet in der zweiten Hälfte der 2020er Jahre nach umfangreichen Sanierungen seine Pforten für die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt. Das Gebäude aus den 1930er Jahren erfüllt nicht nur den Gold-Standard für Sanierungen, sondern bietet auch „New Work Zones“ für das Arbeiten von morgen. Der Bau von Gebäuden setzt große Mengen an Treibhausgasen frei. Deshalb gilt es, Baurohstoffe besser zu recyclen und im Kreislauf zu führen. Bereits seit 2022 setzt das UBA mit dem Projekt „AdNEB – Neues Europäisches Bauhaus weiterdenken“ einen neuen Fokus auf die Transformation des Gebäudebestands, nachhaltige Baumaterialien und Energieeffizienz. Photovoltaik, Erdwärmesonden und eine Wärmepumpe versorgen den UBA-Erweiterungsbau mit erneuerbarer Energie. Eine öffentliche Grünanlage mit Sitzmöglichkeiten umrundet das
Gebäude. Neues Gebäude mit Vorbildfunktion – der klimaneutrale UBA-
Erweiterungsbau in Dessau Wir freuen uns auf Ihren Besuch beim UBA-Jubiläumsfest am 15.06.2024 in Dessau-Roßlau!
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Berlin-Marienfelde
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Weiträumiger Transport
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License: Alle Rechte vorbehalten
Language: Deutsch
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Last harvest: 12.05.2026 00:45
Alternatives
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Language: Englisch/English
Title: 50 years of the German Environment Agency: For people and the environment - Scrollytelling Umweltbundesamt
Description: In July 1974, the German Environment Agency (UBA) was established as the first national environmental authority in Germany. Our 50th anniversary is an opportunity to take a critical look back at our history, at our success and shortcomings, but also at the challenges bound to come our way. In the social-liberal coalition led by Federal Chancellor Willy Brandt (1969 – 1974), environmental protection finally becomes an independent policy area. As early as October 1971, Hans- Dietrich Genscher, then Minister of the Interior responsible for environmental protection, presented the federal government’s first environmental programme. The programme recommends the establishment of a “Federal Office for Environmental Protection”. On 22 July 1974, the German Environment Agency is launched with around 170 employees in Berlin (West). The decision is not without criticism – the SED newspaper “Neues Deutschland” speaks of an attack on détente. To prevent hairspray from destroying the ozone layer, hairdressing products carry the “Blue Angel” label. The lawyer Heinrich von Lersner (born 1930) becomes the first President of the German Environment Agency. Here he shows asbestos-free brake linings. In the early years, the German Environment Agency is primarily concerned with air quality as well as ways to reduce noise and waste. By the end of the 1970s, the agency had around 400 employees. Ahead of its time: The German Environment Agency presents particulate matter measurement technology at the Hanover Trade Fair in 1979. The issue does not reach the political arena until many years later. In the early 1980s, the German Environment Agency presented an analysis of the causes and effects of acid rain. It recommends significant reductions of emissions, preferably directly at the power plants. Germany quickly takes on a pioneering role in air pollution control. Data from the German Environment Agency’s air monitoring network continues to provide important insights into the long-range atmospheric transport of air pollutants. The German Environment Agency is frequently featured in the media: footage from the ZDF television programme ‘Tatsachen’ with President Heinrich von Lersner in the early 1980s. In 1984, the German Environment Agency presents its “Data on the Environment” for the first time. The book launched a series of reports that are still among the German Environment Agency’s most popular publications today. 1980 The low-noise lorry developedjointly with industry is presented 1982 Chemicals Act: UBA examines the environmental impact of new substances 1983 The Large Combustion Plant Ordinance comes into force. With success: by 1993, sulphur dioxide emissions in West Germany alone had fallen by 89 per cent. 1980 The low-noise lorry developedjointly with industry is presented 1982 Chemicals Act: UBA examines the environmental impact of new substances 1983 The Large Combustion Plant Ordinance comes into force. With success: by 1993, sulphur dioxide emissions in West Germany alone had fallen by 89 per cent. Public interest in environmental protection is growing: the German Environment Agency’s “Centralised Answering Service” receives more than 15,000 enquiries by 1980. Federal recycling model: From 1981, the UBA tests whether waste can be mechanically separated and recycled at a test facility in Baden-Württemberg. One of the German Environment Agency’s “environmental protection measuring vans” in Frankfurt’s pedestrian zone. The lettering of the “Bundesstelle für Umweltangelegenheiten”, the predecessor institution of the UBA founded in 1973, is still provisionally attached. Unleaded petrol, a speed limit of “120 km / h” on German motorways or mandatory catalytic converters – the German Environment Agency’s recommendations do not always meet with approval from politicians, businesses and associations. With the large-scale model project “Bicycle-friendly city”, the German Environment Agency made a significant contribution to the cycling boom of the 1980s. It has been official since 1987 that the amendment to the Detergents and Cleaning Agents Act stipulates that surfactants must be biodegradable. In addition, the information on environmental compatibility must be reported to the German Environment Agency. Attractive main prize: a modern and, above all, roadworthy bicycle. Since the 1980s, the UBA has also organised competitions to promote cycling as an environmentally friendly alternative to the car. In 1988, UBA President Heinrich von Lersner demonstrates the vapour recovery process at a petrol pump. This technology is used to return toxic benzene vapours to the storage tank. In 1988, for the third time, the German Environment Agency presents a comprehensive survey on noise abatement in Germany. Continuous noise increases the risk of illness and can have serious health consequences. Since its foundation, the UBA has therefore focused its activities on moise reduction. From 1974 to 1995, the German Environment Agency’s first office was a building constructed in the 1930s for the National Socialist Reich Labour Service on Bismarckplatz in Berlin- Grunewald Hans-Dietrich Genscher | Former Federal Minister Active in climate protection at an early stage: the “Protection of the Earth’s Atmosphere” department begins its work in 1990. In the course of German reunification, UBA is reinforced by around 200 employees from East German environment agencies. After German reunification, the UBA inspected more than 1000 sites used by Soviet troops in East Germany to establish if they constituted environmental and health hazards due to contamination. Following the dissolution of the Federal Health Agency, the long-established “Institute for Water, Soil and Air Hygiene” (“WaBoLu”) with around 300 employees and several branch offices are integrated into the UBA in 1994. The temporary headquarters of the UBA in the former Reich Ministry of Propaganda on Mauerstraße in Berlin-Mitte after reunification The “WaBoLu” office building on Corrensplatz in Berlin-Dahlem It was not until 1994 that environmental protection was enshrined in the Grundgesetz in Article 20a. As early as 1970, Hans-Dietrich Genscher demanded in the first environmental debate in the German Bundestag: “The Basic Law does not yet recognise the word environmental protection. The catalogue of basic rights lacks a human right to a harmless environment.” The “WaBoLu” test site in Berlin-Marienfelde, integrated into the UBA in 1994, in the 1980s After 21 years under the leadership of founding president Heinrich von Lersner, the UBA gets a new president in 1995: Andreas Troge. The doctor of economics brings a new style and fresh impetus to the office. 1995 UBA‘s environmental specimen bank goes into regular operation after a trial phase lasting several years 1996 The Closed Substance Cycle and Waste Management Act comes into force 1998 Environmental Protocol to the Antarctic Treaty: UBA authorises travel and research in the Antarctic 1995 UBA‘s environmental specimen bank goes into regular operation after a trial phase lasting several years 1996 The Closed Substance Cycle and Waste Management Act comes into force 1998 Environmental Protocol to the Antarctic Treaty: UBA authorises travel and research in the Antarctic In 1997, the study “Sustainable Development in Germany” opens up new perspectives: It is not only the state and industry that are responsible for environmental protection; each and every individual can also help. After all, the majority of environmental problems are caused by the prevailing patterns of consumption. Environmental samples are stored in the Environmental Specimen Bank at minus 150 degrees Celsius – so they can still be analysed decades later When a soil health law adopted in 1998 ignored major UBA recommendations, Andreas Troge remarked: “This is one of two major setbacks for the German Environment Agency. Handing over the keys: After 21 years at the helm of the UBA, Heinrich von Lersner hands over the reins to Andreas Troge. In 1995, UBA completes its project to assess contaminated military sites on former Soviet bases in Germany The EC Environmental Noise Directive comes into force in July 2002. It is intended to reduce noise pollution throughout Europe. The German Environment Agency played a key role in its development. The new flowing and still water simulation facility (FSA) is built at the Berlin-Marienfelde test site. Among other things, the UBA is researching how chemicals affect plants and animals in water. 2001 – UBA is the first German authority to be awarded the EMAS seal of approval (environmental audit) A test set-up with the plastic channel segments of the flowing and still water simulation facilities (FSA) of the UBA in Berlin-Marienfelde The German Emissions Trading Authority (DEHSt) has been responsible for the implementation of EU emissions trading in Germany at the UBA since 2004. The new department was set up within a short space of time – just in time for the Europe-wide start of emissions trading in 2005 – it turns 20 in 2024. Newly qualified environmental experts: In cooperation with partners, the UBA offers training programmes in environmental protection for developing and emerging countries. In May 2005, the UBA moves its main office to Dessau. The move into the newly constructed ecological model building is the result of a decision by the Federal Government to locate more authorities in the new federal states. From 2005, the dumping of untreated municipal waste in landfill sites is banned. The UBA carried out essential preparatory work for the new ordinance. In the same year, limit values for particulate matter in the air come into force with the help of the UBA. These form an important basis for the EU directive that comes into force in 2008. Jochen Flasbarth (born 1962) becomes the third President of the German Environment Agency in 2009. He heads the agency until December 2013 and then becomes State Secretary in the Federal Ministry for the Environment. Internationally active: On an inspection trip, UBA checks whether the rules of the Antarctic Treaty are being adhered to. In 2009, the Environmental Code finally fails – Federal Environment Minister Sigmar Gabriel abandons the project due to massive political opposition. The UBA had been a strong advocate of the issue for decades. The new UBA building next to the site of the former Wörlitz railway station in Dessau-Roßlau A comprehensive UBA study was carried out in 2010: Night-time aircraft noise increases the risk of cardiovascular diseases. The agency therefore recommends: No night flights between 10 pm and 6 am. “Energy target 2050” – in 2010, a UBA study shows that it is possible to achieve a secure electricity supply from 100 per cent renewable energies. And at the end of 2013, in the study “Greenhouse gas-neutral Germany in 2050”, the UBA was able to show that it is even possible to reduce greenhouse gas emissions by 95 per cent in 2050 compared to 1990. At the Berlin-Marienfelde site, the UBA builds the first zero-energy federal office building in 2013 Lead makes you stupid. And that is why there has been a strict limit since 1st December 2013. Drinking water may contain a maximum of 0.01 milligrams of lead per litre. As water from lead pipes cannot practically comply with this limit, the pipes must be replaced. Always up to date online too: UBA’s completely modernised website is launched at the end of 2013. Thanks to the responsive design, the UBA website can be conveniently accessed from smartphones, tablets or computers. The fourth president is a female president: Maria Krautzberger (born 1954) becomes the first woman to head the German Environment Agency in May 2014. Heinrich Freiherr von Lersner (1930 – 2014) President of German Environment Agency from 1974 to 1995 The diesel scandal comes to light in September 2015: Cars from wellestablished German and European manufacturers were found to have illegal defeat devices installed in their diesel vehicles. In 2017, measurements and modellings by the UBA show that the fleet of diesel cars emits even more nitrogen oxides on average than feared. In 2018, the UBA documented the associated health risks from exposure to this kind of pollution, such as lung cancer. 2015 HBM4EU, the seven-year EU project on human biomonitoring led by the UBA, is launched Paris Climate Agreement: The world is united in its commitment to climate protection 2016 The world‘s largest marine protected area of 1.55 million kmÇ is established in the Ross Sea in Antarctica 2017 Special report by the Intergovernmental Panel on Climate Change on global warming of 1.5 degrees Celsius is published 2018 EU classifies the chemical bisphenol A as a “substance of very high concern” 2015 HBM4EU, the seven-year EU project on human biomonitoring led by the UBA, is launched Paris Climate Agreement: The world is united in its commitment to climate protection 2016 The world‘s largest marine protected area of 1.55 million kmÇ is established in the Ross Sea in Antarctica 2017 Special report by the Intergovernmental Panel on Climate Change on global warming of 1.5 degrees Celsius is published 2018 EU classifies the chemical bisphenol A as a “substance of very high concern” An increasing number of tiny pieces of plastic, known as microplastics, are being found in the ocean. Seabirds are starving to death because their stomachs are full of plastic, which they thought was food. The UBA therefore advises drastically reducing the amount of plastic entering the environment. Diesel scandal with health risks – the UBA proves the consequences in 2018 UBA recommends reducing of plastic input into the environment In 2018, climate protection becomes a global movement: schoolchildren go on strike on Fridays to insist on the implementation of the Paris Climate Agreement. Pupils have been demonstrating on Fridays since 2018 worldwide for the implementation of the Paris Climate Agreement The German Packaging Act enters into force in 2019, requiring producers to register in LUCID. As a result, more than 900,000 companies are financing the cost of packaging waste management, up from 55,000 companies before the legislation. Ambitious targets have helped Germany make significant progress in the field of packaging recycling. Since July 2021, single-use plastic products like certain cotton bud sticks, straws and cutlery have been prohibited. In addition to debates on reducing the impact of plastic products on the environment, Germany is increasingly discussing the topics of "ventilation" and "aerosols indoors" during the coronavirus pandemic. 2021: Flood of the century in the Ahr Valley in western Germany Since 2021, the national Emissions Trading Scheme (nEHS) sets a carbon price for the heating and transport sectors. Revenue from the nEHS is channelled into investments for climate protection, energy effi ciency and renewable energies. UBA launches its “Air Quality” app. Citizens can use it to check the daily particulate matter (PM10), nitrogen dioxide and ozone levels in their neighbourhood from their mobile phones. On 1 January 2020, sustainability researcher Prof. Dr. Dirk Messner becomes the new President of the German Environment Agency. Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes The Russian war against the Ukraine has global consequences – including for the environmental policy. In early summer 2022, a UBA task force analyses the eff ects of the war on food and energy supplies and the healthcare system. In face of the energy crisis triggered by the Russian war, the UBA will provides tips on saving energy in autumn 2022. Around 240 million tons of mineral waste are produced in Germany every year. Thanks to the "Mantelverordnung", this waste can now be reused as substitute building materials in roads, buildings and other applications. The UBA proposes aligning VAT more closely with ecological and social criteria and advises zero per cent VAT on fruit and vegetables as well as public transport. The package is intended to provide immediate relief for household budgets strained by the sharp rise in food prices and mobility costs, while at the same time protecting the environment. The "Natural Climate Protection" action program worth 4 billion euros starts. For the energy transition to succeed, energy consumption must be reduced. Energy can be be saved everywhere: in households, in industry and commerce and in transportation. The Federal Government publishes the “National Water Strategy” Salt discharges, heat and the formation of a toxic algae lead to a massive fish kill in the river Oder in September 2022. The Federal Environment Minister calls for more resilience for Germany’s waters. The UBA is also taking part in negotiations at the International Seabed Authority. The end result is an international pause in deep-sea mining. Major fish kill in the river Odercalls for more resilience for German waters On 13 September and 31 October 2023, the report on the ecological status of the North Sea, the North-East Atlantic and the Baltic Sea is published by the Oslo-Paris Commission and the Helsinki Commission, respectively, which shows that the marine waters are not in good condition due to a variety of anthropogenic pressures. Meat is increasingly the subject of debate – and the popularity of substitute products in Germany is rising. The UBA study “Meat of the future” analyses the effects of the three alternatives – plant-based meat substitutes, edible insects and in vitro meat – on the environment and health. UBA has been focusing on the “mobility of tomorrow” in Germany since 2016 as part of the European Mobility Week. New mobility options are being tested and road space is being changed to focus more on sustainability and quality of life. Information events and competitions provide new perspectives and inspiration for citizens. Germany is increasingly discussing meat substitutes for a diet of the future The AI laboratory at UBA supports sustainable environmental policy with environmental data analysis Towards a sustainable future with artificial intelligence (AI)? UBA has had a laboratory for artificial intelligence (the AI Lab) since 2023. It lays the foundations for simplifying the analysis of large volumes of environmental data (big data) and facilitating sustainable environmental policy. Mobility options oft he future are being tested and the focus is increasingly shifting to sustainability in urban space Since September 2023, the UBA extension building in Dessau-Roßlau has been setting standards for the sustainable transformation of the construction sector and the climate-neutral federal administration: the building is completely self-sufficient in operation – thanks to photovoltaics and a heat pump. Environmentally friendly building materials such as recycled concrete and insulation with renewable raw materials are a matter of course. Since September 2023, the UBA extension building in Dessau-Roßlau has been setting standards for the sustainable transformation of the construction sector and the climate-neutral federal administration: the building is completely self-sufficient in operation – thanks to photovoltaics and a heat pump. Environmentally friendly building materials such as recycled concrete and insulation with renewable raw materials are a matter of course. The UBA’s founding site on Bismarckplatz in Berlin will open its doors to the German Emissions Trading Authority in the second half of the 2020s after extensive refurbishment. The 1930s building not only fulfils the Gold Standard for refurbishments, but also offers “New Work Zones” for the work of tomorrow. The construction of buildings releases large quantities of greenhouse gases. It is therefore important to recycle building raw materials better and keep them in circulation. Since 2022, the UBA has been focusing on the transformation of existing buildings, sustainable building materials and energy efficiency with the “AdNEB – Rethinking the New European Bauhaus” project. Photovoltaics, geothermal probes and a heat pump supply the UBA extension building with renewable energy. A public green space with seating surrounding the building. New building sets an example – The climate-neutral UBA extension building in Dessau
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