Pasturing forest sites is mostly considered as detrimental for tree growth and, associated with that, crucial for the protective function of the forests against avalanches. New laws as well as the use of subsidies for the separation of forest and pastures shall accelerate the cessation of forest pasturing. It is however unclear whether pasturing is detrimental in any case or whether the application of an appropriate livestock system might even support tree development. The general aim of the project is to determine the effects of pasturing on mountain forest structure and dynamics under different stocking rates and pasturing period lenghts. This is a joint project headed by the Swiss Federal Institute for Snow and Avalanche Research (SLF). The part of the project which focusses on animal nutrition particularly deals with the measurement of intake and composition of the selected herbage on these pastures. Data on food intake and food quality should allow to determine the threshold levels, when food scarceness will enhance damage of trees by their use as fodder alternatives, or by tread damages. The project is carried out in the frame of the WSL Research Programme Forest-Wildlife-Landscape. The project is also in part forming a component project within the ETH polyproject 'Sustainable Primary Production in the Alpine Region' (PRIMALP).
Seit vielen Jahren ist der Niederrhein ein bevorzugtes Ueberwinterungsgebiet fuer Wildgaense. Zur Aesung werden ueberwiegend Gruenlandflaechen aufgesucht. Die Auswirkung einer Aesung auf Ertrag und Pflanzenbestand in der nachfolgenden Vegetationsperiode wird unterschiedlich eingeschaetzt. Untersuchungen zu dieser Frage sind dringend erforderlich. In einem Aesungsversuch (mit Wildgaensen) wird die Auswirkung einer differenzierten Aesungsintensitaet auf den Weideertrag sowie auf die Pflanzenbestandszusammensetzung in der nachfolgenden Weideperiode geprueft.
Background: An increasing frequency of massive flooding along the lower Yangtse River in China ended in a disastrous catastrophe in summer 1998 leaving several thousand people homeless, more than 3.600 dead and causing enormous economic damage. Inappropriate land-use techniques and large scale timber felling in the water catchment of the upper Yangtse and its feeder streams were stated to be the main causes. Immediate timber cutting bans were imposed and investigations on land use patterns were initiated by the Chinese Government. The Institute for World Forestry of the Federal Research Centre for Forestry and Forest Products was approached by the Yunnan Academy of Forestry in Kunming to exchange experiences and to cooperate scientifically in the design and application of appropriate afforestation and silvicultural management techniques in the water catchment area of the Yangtse. This cooperation was initiated in 1999 and is based on formal agreements in the fields of agrarian research between the German and Chinese Governments. Objectives: The cooperation was in the first step focussing on the identification of factors which caused the enormous floodings. After their identification measures of prevention were determined and put into practice. In this context experiences made in past centuries in the alpine region of central Europe served as an incentive and example for similar environmental problems and solutions under comparable conditions. Relevant key questions of the cooperation project were: - Analysis of forest related factors influencing the recent floodings of the Yangtse, - Analysis and evaluation of silvicultural management experiences from central Europe for know-how transfer, - Evaluation of rehabilitation measures for successful application in Yunnan, - Dissemination of knowledge through vocational training. Results: - Frequent wild grazing of husbandry is a key factor for forest degeneration beyond unsustainable timber harvests, forest fires and insect calamities leading to increased water run-off in the mountainous region of Yunnan; - Browsing of cattle interrupts succession thus avoiding natural regeneration and leaving a logging ban ineffective; - Mountain pasture in the Alps had similar effects in the past in central Europe. The introduction of controlled grazing has led to an ecologically compatible coexistence of pasture and ecology. Close-to-nature forestry can have positive effects in this sensitive environment. - Afforestation with site adopted broadleaves and coniferous tree species was implemented on demonstration level using advanced techniques in Yunnan.
Als methodische Grundlage des Projektes dient das Merkblatt 46/1994 beschriebene Verfahren 'systematischer Kontrollzaeune'. Die in der Dissertation von Dr. Roth (Mitteilungen der FVA Nr. 191, 1995) dargestellte Methode zur Interpretation und Beurteilung von Verbissaufnahmen wird in einer fuer die Praxis geeigneten Form aufbereitet und dargestellt. Als Fortsetzung des Merkblattes der FVA Nr. 46 'Systematisches Kontrollzaunverfahren' soll der Problembereich Wildverbiss (Aufnahmeverfahren, Interpretation, Massnahmen zur Verhinderung/Verminderung) ebenfalls in einem Merkblatt allgemein verstaendlich dargestellt werden. In ausgewaehlten Bannwaeldern wurden Kontrollzaeune angelegt, um den Einfluss des Wildverbisses auf die Entwicklung der Bannwaelder besser beurteilen zu koennen. Im Bannwald Napf (FA Kirchzarten) wird speziell der Einfluss des Gamswildverbisses auf die Waldvegetation untersucht, in den uebrigen Bannwaeldern geht es vorwiegend um Rehwildverbiss.
Das zentrale Ziel des ergänzenden Forschungsprojekts ,Raum-Zeit-Verhalten und Lebensraumnutzung der Gams' ist die Erfassung und Analyse der räumlichen Verbreitung der Gams im Jahresverlauf unter den gegebenen abiotischen (z. B. Klima) und biotischen Faktoren (z. B. Äsung, Störfaktoren). Methodisch werden hochaufgelöste telemetrische Daten (GPS) zur Lokalisation von 15 bis19 besenderten Gämsen sowie das geographische Informationssystem (GIS) eine zentrale Rolle spielen. Diese, das Projekt ,Integrales Schalenwildmanagement im Bergwald' ergänzenden Informationen, können das aktuell praktizierte Management hinsichtlich seiner Auswirkungen auf das Verhalten und die Raumnutzung der Gams mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung beleuchten. Basierend auf den Ergebnissen können Handlungsempfehlungen für das jagdliche Management, aber auch die Bewirtschaftung des Bergwaldes, sowie andere, mit dem Bergwald in Zusammenhang stehende, Fachplanungen (z. B. FFH, Schutzwald) weiter verbessert werden.
Landnutzungsveränderungen stellen eine erhebliche Bedrohung für die Artenvielfalt dar. In weiten Teilen Europas haben umfangreiche Landnutzungsveränderungen bereits vor einigen Jahrhunderten stattgefunden, als ausgedehnte Wälder gerodet wurden, um Acker- und Weideland zu gewinnen. Später fielen die landwirtschaftlichen Flächen vielerorts brach und wurden wieder aufgeforstet. Inzwischen mehren sich die Hinweise, dass diese historischen Landnutzungsveränderungen noch heute verspätete Reaktionen in der Bodenvegetation von Wäldern hervorrufen. In historisch alten Waldfragmenten ist eine 'Aussterbeschuld' zu bezahlen, während in neuzeitlichen Waldfragmenten ein 'Besiedlungskredit' zu zahlen ist. Unser Wissen über das Ausmaß von Aussterbeschuld und Besiedlungskredit in mitteleuropäischen Laubwäldern ist jedoch sehr begrenzt. Auch ist unklar, in welchem Umfang diese tatsächlich durch die Pflanzenarten bezahlt werden. Waldpflanzen werden nicht nur durch historische Landnutzungsveränderungen beeinflusst, sondern auch durch verschiedene jüngere Umweltveränderungen, z.B. atmosphärische Deposition, erhöhten Äsungsdruck und Klimawandel. Die meisten Langzeitstudien betrachten diese Faktoren einzeln, vernachlässigen dabei aber, dass diese sowohl untereinander als auch mit den Nachwirkungen historischer Landnutzungsveränderungen interagieren. Mit diesem Forschungsprojekt möchten wir uns diesen Wissenslücken widmen. Unsere wesentlichen Ziele sind a) Aussterbeschuld und Besiedlungskredit in historisch alten bzw. neuzeitlichen Laubwäldern zu quantifizieren, b) festzustellen, in welchem Umfang Aussterbeschuld und Besiedlungskredit über die letzten fünf Jahrzehnte bezahlt wurden, und c) wesentliche Interaktionen zwischen den Nachwirkungen historischer Landnutzungsveränderungen und den Auswirkungen aktueller Umweltveränderungen auf die Artenvielfalt nachzuweisen. Die Untersuchungen sollen in der Prignitz (Nordostdeutschland) durchgeführt werden. Für diese Region stehen uns außergewöhnlich gute historische Daten zur Verfügung. Mit Hilfe von topographischen Karten aus dem späten 18. und 19. Jahrhundert kann die Landnutzungsgeschichte rekonstruiert werden. Die historische und aktuelle Landschaftskonfiguration sollen in Beziehung gesetzt werden zur aktuellen Artenvielfalt in den Laubwaldfragmenten, um so Aussterbeschuld und Besiedlungskredit zu quantifizieren. Außerdem werden wir die Artenzusammensetzung in mindestens 200 semipermanenten Aufnahmeflächen von 1960 erneut untersuchen, um Veränderungen in Artenvielfalt, floristischer Differenzierung zwischen den Wäldern (Betadiversität) und funktionaler Zusammensetzung festzustellen. Sowohl gemessene Standortbedingungen als auch das arteigene Verhalten der Pflanzenarten gegenüber verschiedenen Umweltfaktoren werden dazu dienen, die beobachteten Veränderungen in Artenvielfalt und Zusammensetzung auf die interaktiven Effekte von historischen Landnutzungsveränderungen und aktuellen Umweltveränderungen zurückzuführen.
Die waldökologische Analyse stellt fest, dass der Isarauwald durch die Eingriffe in das Wasserregime seit über 100 Jahren viel von seiner ursprünglichen Dynamik eingebüßt hat. Größere Flächen werden von mittelalten, fremden Reinbeständen aus Fichte, Kiefer oder Hybridpappel eingenommen. Die Standortverhältnisse sind für die Forstwirtschaft auf dem größten Teil der Isarau gut. Die Forstverwaltung hat sich dennoch von den weniger produktiven Standorten zurückgezogen. Sie richtet sich heute nach den Grundsätzen der naturgemäßen Waldwirtschaft und überlässt größere Flächen einer freien, natürlichen Entwicklung. Bei der Beurteilung der Wald-Wild-Verhältnisse stützt sich die Analyse hauptsächlich auf die Forstinventur (ca. 1.200 Aufnahmepunkte im Staatswald), ferner auf das Vegetationsgutachten und auf eigene Erhebungen in gezäunten bzw. nicht gezäunten Flächen. Die Forstinventur stellt hohe Verjüngungsvorräte (größer 8.000 unverbissene Pflanzen pro ha) in den vier südlichen Distrikten fest (Teil Süd, Teile von Teil Nord), geringe (kleiner 5.000 unverbissene Pflanzen) in den vier östlichen Distrikten (Teile von Teil Nord, Teil Ost). Das heißt: Im aktuell von Rotwild besiedelten Teil ist der Zustand der Verjüngung deutlich besser als im aktuell rotwildfreien Teil. Die Zeitreihe des Vegetationsgutachtens von 1986 bis 2000 stützt diese Befunde. Das mittlere Verbissprozent ist in der Hegegemeinschaft Freising (Teile Süd und Nord) von ca. 58 auf 22 (Laubholz) bzw. von 22 auf 2 (Nadelholz) zurückgegangen; in der HG Moosburg (Teil Ost) von 50 auf 20 (Laubholz) und bei Nadelholz tendenziell gleich geblieben. Der Verbiss ist im Teil Süd mit einer natürlichen Walderneuerung vereinbar. Im Teil Nord ist er an der Obergrenze für eine ausreichende Bestandserneuerung ohne Zaun. Im Teil Ost ist er zu hoch. Massive Schälschäden im Teil Süd haben stellenweise eine Auflichtung des Waldes zur Folge. Bei gleich bleibender Schälbelastung wird sich der Waldbestand an diesen Stellen punktuell bis kleinflächig auflösen. Dies ist aus ökosystemarer Sicht so lange nicht schädlich, als es sich auf kleinere Flächen beschränkt. Waldauflösung ist jedoch grundsätzlich nicht mit den gesetzlichen Vorgaben vereinbar. Die jagdlichen und waldbaulichen Maßnahmen des Forstamtes haben in den letzten Jahren entscheidend zu einer aus waldökologischer Sicht positiven Entwicklung der Verjüngung beigetragen. Auf Verbissschutzzäune kann fast durchweg verzichtet werden. Im Vergleich zu den frühen 1980er Jahren hat der Isarauwald an Naturnähe deutlich gewonnen. Er erfüllt zunehmend die gesellschaftlichen Anforderungen, die bei einer Leitbilddiskussion mit anderen Interessengruppen definiert worden waren. Aus Sicht der waldökologischen Analyse ist in den Teilen Süd und Nord keine weitere Reduktion des Rehbestandes erforderlich, wohl aber im Teil Ost. Ferner ist eine Auflösung der Rotwildkonzentration im Teil Süd erforderlich.
Fragestellung: Wie lange können stehende tote Bäume, Strünke und liegende Stämme in steilen Gebirgslagen das Anreissen von Waldlawinen verhindern und Steinschläge abbremsen? Wie lange dauert es, bis die Baumverjüngung in solchen Totholzbeständen zu einem schutzfähigen Wald herangewachsen ist? Zusammenfassung: Felderhebungen über den Baumzerfall, die Vegetationsentwicklung und Baumverjüngung wurden in den ersten 8 Jahren seit dem Absterben der Fichten durchgeführt. Zusätzlich wurde ein Modell namens RegSnag erstellt, mit dessen Hilfe die Anzahl und Höhe der Baumverjüngung in Totholzbeständen in Gebirgswäldern simuliert werden kann. Das Modell berücksichtigt speziell die günstigen Kleinstandorte für die Baumverjüngung, wie Moderholz und Moospolster. Studiengebiet: Als Fallbeispiel dienten die Totholzbestände am Gandberg (Kanton Glarus). Dort sind die Fichten durch Buchdrucker, dem häufigsten Fichten-Borkenkäfer, auf einer Fläche von insgesamt rund 100 ha zwischen 1993 und 1997 abgestorben. Resultate: Der Gandbergwald war vor dem Absterben der Fichten durch Buchdrucker sehr dicht mit Fichten bestockt (550 Bäume/ha mit rund 600-800 m3 Holz). 75 Prozent der toten Fichten waren im Jahre 2000 gebrochen, aber keine entwurzelt. In den Jahren nach dem Absterben keimten und etablierten sich einige kleine Bäumchen. Allerdings waren diese Bäumchen im Jahre 2001 im Mittel erst 13 cm hoch. Nur einzelne Birken erreichten bereits eine Höhe von 2 m. Die geringe Höhe der Bäume und der Unterschied in der Stammzahl zwischen montaner und subalpiner Stufe war bedingt durch den Verbiss durch Gämsen, der vor allem im montanen Gandbergwald im Winter sehr hoch war (der Gandberg ist Teil des Wildschutzgebietes Freiberg Kärpf). Subalpin dürfte die Dichte der jungen Fichten in ca. 35 Jahren für einen effizienten Schutz vor Lawinenanrissen und eventuell auch vor Steinschlag genügen. Wann in der Zukunft die Verjüngung auch im montanen Gandbergwald zahlreich genug und für eine effektive Schutzwirkung gut räumlich verteilt sein wird, hängt vor allem von der Wilddichte und der Anzahl Bäumchen, die auf den vermodernden Stämmen keimen werden, ab. Fazit: Anhand der Simulationen der Baumverjüngung und des bisherigen Totholzzerfalls kann davon ausgegangen werden, dass die Schutzwirkung des Gandbergwaldes zuerst durch die Strünke und liegenden Stämme gewährleistet bleibt, danach durch das Holz und die aufkommenden Fichten und später nur noch durch die neu aufwachsenden Fichten. Unter der Voraussetzung, dass der Wildverbiss nicht zu hoch ist, können demnach ungeräumte Totholzbestände an steilen, Gebirgslagen über mehrere Jahrzehnte vor Naturgefahren schützen. Das Belassen von Totholzbeständen kann deshalb eine sinnvolle Management-Option sein.
Anlage von Kontrollzaeunen, die weitgehend in das systematische Stichprobenraster der Bannwaldinventuren eingegliedert werden. Aufnahme von Strukturparametern des Bestandes, der Verjuengung und der Vegetation innerhalb und ausserhalb des Zauns nach Standardverfahren mit dem Ziel des laengerfristigen Vergleichs.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 39 |
| Europa | 2 |
| Kommune | 1 |
| Land | 9 |
| Wissenschaft | 8 |
| Zivilgesellschaft | 2 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 39 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 39 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 35 |
| Englisch | 5 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 39 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 34 |
| Lebewesen und Lebensräume | 39 |
| Luft | 32 |
| Mensch und Umwelt | 39 |
| Wasser | 32 |
| Weitere | 39 |