Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Deutschland möchte sich mit seiner Bewerbung für Berlin als Austragungsort der SB 08 in die erfolgreichen und international beachteten Meilensteine des Prozesses des Nachhaltigen Bauens von Vancouver (1998), Maastricht (2000), Oslo (2002) und Tokio (2005) einreihen. Das Vorprojekt hat das Ziel, die Durchführbarkeit der 2008 World Sustainable Building Conference in Berlin sicherzustellen, wenn die Bewerbung um den Austragungsort Berlin für diese Konferenz vom Internationalen Entscheidungskomitee des Auslobers iiSBE (International Initiative for a Sustainable Built Environment) im September positiv entschieden wird. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden: Die Leistungen für die Sicherstellung der Durchführbarkeit umfassen folgende 3 Hauptaufgaben: 1. Verstärkung der Chancen für den Zuschlag für 2008 Wie bei vergangenen Konferenzen muss sich Deutschland auch 2005 in Tokio über eine kleine Leistungsschau präsentieren. Zur Präsentation gehört die Erarbeitung des Präsentationskonzeptes, entsprechendes Informationsmaterial in Printform sowie eine Slide-Show via Video-Beamer. 2. Sicherstellung des Finanzierungskonzeptes Bis zur Entscheidung durch das Internationale Komitee von iiSBE muss das Finanzierungskonzept soweit sichergestellt sein, dass Deutschland die positive Entscheidung annehmen kann. 3. Ausarbeitung von Bewerbungsunterlagen für die SB08 Soweit dem Antragsteller bekannt, werden mit und nach der Bewerbung auf Nachfrage weitere Konkretisierungen von den Bewerbern gefordert, um die Vergleichbarkeit zwischen den Bewerbern zu erhöhen und einzelne Angebote aus der Bewerbung vertiefend zu erläutern. Fazit: Deutschland konnte seine Vorreiterrolle beim nachhaltigkeitsorientierten Planen und Bauen durch den international viel beachteten Ausstellungsbeitrag ausbauen, trotz verfehlter SB08-Bewerbung. Dieses Niveau und der internationale Ruf sollten aber zukünftig nicht aufs Spiel gesetzt werden, sondern konkret in nationale Initiativen zum Marketing und Know-how-Transfer münden. Empfehlungen hierzu wären: - eine deutsche iiSBE-Website zur Komplettierung der internationalen Informationsplattform - Teilnahme und Beiträge zu(r) europäischen Regionalkonferenz(en) in 2007 im Rahmen SB - Entwicklung international abgestimmter Aktivitäten im deutschsprachigen Raum (D-A-CH) Der Zuschlag für die SB08 wäre mit großer Sicherheit an Deutschland ergangen. Im Rahmen von Fachgesprächen bei der SB05 in Tokio wurde festgestellt, dass die Bewerbung Deutschlands am chancenreichsten war - d.h. hätte die Bewerbung nicht zurückgezogen werden müssen, wäre der Zuschlag und damit ein riesiger Impuls für die Nachhaltigkeit im Bauwesen an Deutschland erfolgt. Eine großartige Chance wurde somit leider vertan.
Zielsetzung/Anlass: Die Energieeinsparpotenziale von Neubauten sind gegenüber dem vorhandenen Altbaubestand eher als gering einzuschätzen, zumal die Baukonjunktur seit Jahren sehr schwach ist. Dagegen stehen große Bestände an sanierungsbedürftigen Wohngebäuden. Vor allem in Ostdeutschland gibt es eine große Anzahl an erhaltenswerten denkmalgeschützten Gründerzeithäusern. Allerdings entsprechen diese Gebäude in keiner Weise den heutigen Anforderungen an Wärmeschutz und Energieeffizienz. Fazit: Das entwickelte und geprüfte Bausystem nach Naumann & Stahr erfüllt mit allen seinen Komponenten Bodenplattenelement Außenwandelement Neubau Außenwandelement Sanierung Decken-/Dachelement Fassaden-Solarabsorber-Element Kastenfenster und Kastenfenstertüren sowie Kasten-Hauseingangstüren alle Anforderungen an die Passivbauweise sowohl beim Neubau als auch bei der Sanierung bestehender Gebäude. Dabei werden nicht nur die Anforderungen an den Wärmeschutz erfüllt. Zusätzlich erfüllt das System die Forderungen an einen erhöhten Schallschutz sowie einen hohen Brandschutz, der den Einsatz auch bei Gebäuden bis 5 Vollgeschosse und verschiedenen Gebäudenutzungen (Wohn- und Gesellschaftsbauten, öffentliche Gebäude, Sanierung von Bestandsgebäuden) ermöglicht.
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die bereits entwickelte und auf ihre Funktion geprüfte Zenitlichtlenkung im Hinblick auf ihr Einsatzgebiet als Diffuslichtlenkung zu optimieren, um ein Höchstmaß an Energieeinsparung zu erreichen. Erzielt werden soll eine einfache und breite Anwendung des Lichtlenkelements. Die Standardisierung des Elements wird ermöglichen, dass eine sinnvolle Entwicklung zur Einsparung von Ressourcen genutzt wird und zum Einsatz kommt. Ein wesentlicher Vorteil der holographisch optischen Lichtlenkung gegenüber vergleichbarer Systeme ist ihre Transparenz. Fazit: Bei der Betrachtung des Einsparpotentials der Beleuchtungsenergie zeigen die Lichtlenkelemente in der Praxis eine eher enttäuschende Bilanz. Die theoretisch errechneten Möglichkeiten sind außer im Einsatz als direkte Beleuchtung von den Messwerten nicht belästigt worden. Weitere Messungen müssen folgen, um den Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis herzustellen. Allerdings darf man die Nordlichtlenkung nicht in ihrer physiologischen Wirkung unterschätzen. Der visuelle Eindruck, dass es an der dem Fenster gegenüberliegenden Wand sichtbar heller wird, fördert das Wohlbefinden im Raum. Wie schon beim Einsatz der ADO Roste und den Überlandwerken in Kitzingen wurde der subjektive Lichteintrag der realisierten Elemente im Rahmen dieses Projektes positiv bewertet.
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Passivhäuser ermöglichen bei geringen baulichen Mehrkosten und unter Voraussetzung eines angemessenen Nutzungsverhaltens eine entscheidende Reduzierung der Energieverbräuche. Sie tragen damit wesentlich zur Umweltentlastung bei und können einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Bauen und Wohnen liefern. Untersuchungen in Passivhaus-Siedlungen haben gezeigt, dass die Verbräuche in nahezu identischen Wohneinheiten bei gleicher Bewohnerzahl um ein Vielfaches schwanken. Die hohen Schwankungsbreiten der Energieverbräuche sind hauptsächlich auf den Einfluss der Nutzer zurückzuführen. Die genauen Ursachen der Mehrverbräuche sind bisher unklar. Die Zielsetzung des Projekts besteht in der Erarbeitung von Gestaltungsgrundlagen und der Entwicklung konkreter technischer Lösungen zur nutzungsorientierten Gestaltung von Passivhäusern auf der Basis eines physikalisch-psychologischen Untersuchungsansatzes. Hiermit können aus der Analyse des Nutzungsverhaltens Maßnahmen zur Reduzierung der nutzungsbedingten Mehrverbräuche abgeleitet werden. Fazit: Die Passivhaus-Technologie konnte inzwischen so robust, fehlertolerant und nutzerfreundlich gestaltet werden, dass auch unter den Nutzungsbedingungen durch Mieter die Gewährleistung der Funktionsfähigkeit der Häuser gegeben ist und die Passivhaus-Grenzwerte einzuhalten sind. Der aus Umweltschutzgründen anzustrebenden Verbreitung des Passivhaus-Standards im Mietwohnungsbau steht damit nichts entgegen. Eine innovativ gestaltete Gesamtkosten-Miete würde die Verbreitung der Passivhaustechnologie im Mietwohnungsbau wesentlich unterstützten.
Die Studie untersucht verhaltensbedingte Maßnahmen zur absoluten Energieeinsparung in Haushalten, die zusätzliche Einsparungen gegenüber bestehenden Szenarien, insbesondere "Politikszenarien VI" erbringen könnten. Der Beitrag zu den Zielen des Energiekonzeptes wird abgeschätzt; dabei werden sowohl Investitionsverhalten als auch Nutzungsverhalten betrachtet. Da die meisten Effizienzmaßnahmen bereits in anderen Szenarien behandelt wurden, liegt ein weiterer Fokus auf Suffizienz. Analysiert werden die Bedürfnisfelder Bauen und Wohnen, Geräte, Mobilität und Ernährung sowie das Handlungsfeld Schule und Arbeitsplatz.Quelle: https://www.umweltbundesamt.de
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Mit dem oben genannten Projekt wird anhand des Bauvorhabens der Berufskollegs Recklinghausen modellhaft aufgezeigt, wie durch die kommunikative Präsenz differenzierte Inhalte für unterschiedlichste Adressaten vermittelt und damit die Akzeptanz und Verbreitung des ökologischen Schulbaus etabliert werden. Dazu wurde ein systematischer, integrativer Planungs- und Bauprozess entwickelt. Zur Übertragbarkeit wurden in den Bereichen der Planung, der Bauausführung und der Nutzung jeweils typische Problemfelder identifiziert und Lösungsmöglichkeiten innerhalb dieser Problemfelder dargestellt. Fazit: Die Rückmeldung der Nutzer, die positive Aufnahme der Öffentlichkeitsdarstellung und die Betriebsergebnisse machen deutlich, dass bis auf einzelne zur Diskussion stehende architektonische Entscheidungen, Nutzungseinschränkungen von Behördenauflagen oder des Betreibers und übliche Ausführungsmängel die Ziele einer Synthese zwischen Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz und Behaglichkeit erreicht wurden. Insbesondere die gute Lern- und Lehrbedingungen in einer sorgfältig austarierten Umgebung setzten neue Standards. Voraussetzung für die Umsetzung der ehrgeizigen Ziele war neben dem persönlichen Einsatz jedes einzelnen Projektbeteiligten ein breit aufgestelltes Planungsteam verschiedenster Disziplinen, das unter kritischer Beobachtung der Öffentlichkeit und der Entscheidungsträger eine Vielzahl von Einflussfaktoren untersucht und Lösungen entwickelt hat. Die simultanen Prozesse in Planung und Ausführung lösten bei einigen Beteiligten den Lernprozess aus, den eigenen Beitrag immer in den Kontext mit den Aspekten anderer Disziplinen zu stellen. Das Ergebnis macht aber auch deutlich, dass die Einsparungen an Ressourcen im Betrieb nur mit einem hohen Aufwand in der Planung und Umsetzung möglich ist, der in der Regel nicht in dem zu leistenden Umfang honoriert wird.
Mit der Veröffentlichung des Leitfadens Nachhaltiges Bauen im Jahr 2001 legte das BMVBS erstmals eine Handlungsanleitung zum nachhaltigen Planen, Bauen und Betreiben von Liegenschaften und Gebäuden des Bundes vor. Das Forschungsprojekt diente dazu, den Leitfaden umfassend zu aktualisieren. In den vergangenen Jahren wurden energetische Standards und Ziele verschärft. Beispiele sind die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG). Hinzu kamen neue Entwicklungen in der nationalen und internationalen Normungsarbeit und Änderungen in europäischen Rechtsvorschriften, z.B. die Berücksichtigung der nachhaltigen Nutzung von natürlichen Ressourcen in der Bauproduktenverordnung und die Festlegung des nachhaltigen Bauens als ein auf europäischer Ebene zu fördernder Leitmarkt. Weitere Grundlagen legten neue Forschungsergebnisse zum nachhaltigen Bauen - etwa die Entwicklung eines Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen für Büro- und Verwaltungsbauten im Bundesbau, die Arbeiten zu externen Kosten und Lebenszykluskosten, zur Evaluierung von Berechnungswerkzeugen, zur Materialdatenbank ÖKOBAU.dat und zum Informationssystem WECOBIS. Ziel des Projektes war es, einen Entwurf für einen grundlegend überarbeiteten Leitfaden Nachhaltiges Bauen des BMVBS vorzulegen. Berücksichtigt wurden dabei besonders die internationalen und nationalen baupolitischen Anforderungen, die Nachhaltigkeitsstrategie des BMVBS sowie die aktuellen Forschungsergebnisse zum Nachhaltigen Bauen im Rahmen der Forschungsinitiative 'Zukunft Bau'.
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Umfassende bauphysikalische Messdaten der unterschiedlichen Bauteile und der haustechnischen Anlagen des beispielhaft sanierten Gebäudes in Gelsenkirchen-Buer und des Demonstrationszentrums Bau+Energie in Münster sollten über einen Zeitraum von 3 Jahren erfasst werden. Erst durch die Langzeitbeobachtung der Bauteilfunktion durch die in allen relevanten Bauteilschichten gemessenen Wärme- und Feuchtigkeitswerte wurde es möglich, die Praxisrelevanz der bauphysikalisch optimierten Baukonstruktionen direkt und nachvollziehbar objektiv und wissenschaftlich belastbar zu demonstrieren. Ein Vergleich der Ergebnisse mit den simulierten Eigenschaften sollte die Notwendigkeit beweisen, Baukonstruktionen ganzheitlich zu planen und korrekt umzusetzen. Die handwerkliche Qualität ist entscheidend für das nachhaltige und energiesparende Funktionieren des Gesamtsystems Gebäude. Damit werden das Energieeinsparpotential und die CO2-Reduzierung optimiert und durch eine Reduzierung des Schadenpotentials wird deutlich zur Ressourcenschonung beigetragen. Fazit: Die Darstellung der in der Realität gemessenen Vorgänge in den Bauteilen und den technischen Anlagen vermittelt den Teilnehmern der Seminare einen tieferen und nachvollziehbaren Einblick in sonst nur schwer vorstellbare physikalische Abläufe und Zusammenhänge. Die visualisierten Wirkungsweisen ermöglichen es, glaubhaft und sehr praxisnah die Vorgänge begreifbarer zu machen und einen Zusammenhang herzustellen zwischen der im Demonstrationsgebäude erlebbaren Konstruktion und der Funktionsweise unter den Belastungen von Innenraumklima und Bewitterung. Sie ermöglichen es aber auch, haustechnische Anlagen zu erleben und nachvollziehen zu können, wie sie sich unter realistischen Bedingungen verhalten. Die Teilnehmer können damit begreifen und genauer einschätzen, was die theoretische Auslegung einer Anlage in der Praxis bedeutet.
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Gebietskörperschaften wie Kommunen und Landkreise beeinflussen durch zahlreiche Faktoren die in der Region fließenden Stoff- und Energieströme (Abfall, Abwasser, Biomassen, etc.). Durch bewusstes Eingreifen können die Gebietskörperschaften Art, Richtung und Umfang der Stoffströme, im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung, ändern und hierdurch z. B. Beiträge zum regionalen Klimaschutz und zur Erhöhung der Wertschöpfung in der Region leisten. Ziel des Projektes war es daher ein Tool-Set zu entwickeln, das kommunale Gebietskörperschaften bei der Umsetzung eines regionalen Stoffstrommanagements unterstützt. Gemäß Projektantrag sah das Tool-Set eine DVD sowie eine ergänzende Broschüre vor. Die DVD sollte in die Elemente Info-Portal und Scout untergliedert werden. Fazit Im Rahmen des Projektes Entwicklung eines Tool-Sets zur Umsetzung des regionalen Stoffstrommanagements auf regionaler Ebene wurden eine CD und eine Broschüre erarbeitet, die der Aufklärung, In-formation und Motivation dienen sollen. Hauptzielgruppe sind kommunale Entscheidungsträger. Sowohl die CD als auch die Broschüre haben eine Auflage vom 1.000 Stück. Mit den genannten Produkten ist es gelungen ein anschauliches und praxisnahes Instrument zu entwickeln, das insbesondere Kommunen über das Thema regionales Stoffstrommanagement informiert und ihnen ihre Handlungsmöglichkeiten in diesem Gebiet aufzeigt. Darüber hinaus gibt die Informationsplattform wertvolle Anregungen und eine Hilfestellung zur Optimierung der regionalen Stoffströme.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 65 |
| Land | 1 |
| Wissenschaft | 18 |
| Zivilgesellschaft | 63 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 64 |
| unbekannt | 1 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 1 |
| Offen | 64 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 65 |
| Englisch | 1 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 3 |
| Keine | 59 |
| Webseite | 3 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 39 |
| Lebewesen und Lebensräume | 46 |
| Luft | 26 |
| Mensch und Umwelt | 65 |
| Wasser | 18 |
| Weitere | 65 |