Im Projekt 'Mobile' werden Monomaterialfolien aus Polyethylen und Polypropylen mit Barriereschichten entwickelt, die voll recyclingfähig sein werden. Dies wird an Demonstratoren gezeigt und die Recyclingeigenschaften werden analysiert und bewertet. Hierzu werden die Demonstratoren sowohl aus rezykliertem als auch aus 'virgin-Material' hergestellt und verglichen. Abpackversuche mit Lebensmitteln werden helfen, die Auswirkungen von Produktkontakt auf die neuen Folien und Beschichtungen (z.B. durch Migration), sowie auf das Recyclingverhalten abzuschätzen und dabei die Eignung als Verpackungslösung zu bewerten. Zur Umsetzung des Vorhabens werden Folienrezepturen optimiert, die Folien hergestellt und anschließend mit anorganischen und/oder hybridpolymeren Barrierebeschichtungen versehen. Die umfassende Charakterisierung erfolgt unter anderem in Hinsicht auf mechanische Eigenschaften, Siegel- und Sterilisationsfähigkeit und Barrierewerte (Sauerstoff, Wasserdampf, Migration). Eine Bewertung der Recyclingfähigkeit und damit verbundene Lebenszyklusanalyse (LCA) ist ebenso vorgesehen wie die Kommunikation der Projektergebnisse an relevante Stakeholder wie z.B. Anlagenbauer, Converter und Lohnabpacker. Das Projektkonsortium, bestehend aus zwei Folienherstellern, einem Converter, einer Spezialbeschichtungsfirma, einem auf LCA spezialisierten Dienstleister, sowie einem Kompetenznetzwerk im Bereich Lebensmittel und einer mit zwei Instituten vertretenen Forschungsgesellschaft, deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab und bietet die Gelegenheit, die entwickelte Technologie nachhaltig in den Markt zu integrieren.
Die Umweltpruefung von Politiken, Plaenen und Programmen stellt eine essentielle Erweiterung der Umweltvertraeglichkeitspruefung dar und ist methodisch eng verwandt mit Technikfolgenabschaetzung. Gemeinsam mit zwei Gastwissenschaftlern fuehrte das ITA 6 Fachtagungen durch, die sich mit dem Einsatz dieses neuen umweltpolitischen Instruments in den Bereichen Energiewirtschaft, Verkehrsplanung, Raumordnung, Tourismus, Wasserwirtschaft und Abfallwirtschaft befassten. Das Konzept wurde ausserdem mit den umweltpolitischen Abteilungen der Bundeskammer fuer Arbeiter und Angestellte und der Wirtschaftskammer Oesterreich diskutiert und im Rahmen einer Informationsveranstaltung am Parlament praesentiert. Die Verfassung eines Handbuchs Strategische Umweltpruefung wurde im Sommer 1997 abgeschlossen. Das Projekt wurde im Frühjahr 2000 wieder aufgenommen: Die meisten Kapitel des Handbuchs wurden überarbeitet, einige neue Fallstudien nach dem bewährten Schema hinzugefügt sowie die aktuelle EU-Rechtslage recherchiert. Das neue Handbuch wurde als Loseblatt-Sammlung angelegt und wird auch in Zukunft bei Bedarf ergänzt werden. Die 2. Auflage erschien im November 2000; die erste Ergänzungslieferung im Oktober 2001; die zweite Ergänzungslieferung im Juli 2003; die vierte Ergänzungslieferung im November 2004.