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Klima und Kohlenstoffspeicher schützen – Flächenverbrauch vermeiden!

In dieser Handlungshilfe wird anschaulich aufgezeigt, welche Zusammenhänge zwischen den geplanten Bauvorhaben und den Kohlenstoffvorräten in Vegetation und Boden bestehen. Sie soll Kommunen in die Lage versetzen, selbstständig quantitative Abschätzungen zum CO2-Fußabdruck der Bauvorhaben durchzuführen. Die Handlungshilfe ist das Ergebnis eines Forschungsvorhabens, in dem Untersuchungen zur Klimawirkung des Flächenverbrauchs durchgeführt wurden. Im Fokus standen dabei die LULUCF-bedingten Wirkungen im Bereich Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft. Im Ergebnis wurde u. a. berechnet, dass bis zum Jahr 2030 pro Jahr die jährlichen Emissionen einer Stadt mit bis zu 100.000 Einwohner*innen eingespart werden könnten, wenn die Ziele der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie eingehalten werden. Neben der Handlungshilfe und dem Ergebnisbericht des Forschungsvorhabens wurde auch ein Rechentool (Testversion) erarbeitet mit dem die Kommunen ihre individuellen Planungen abbilden, die Treibhausgaswirkung abschätzen und mit den Emissionen alternativer Planungsoptionen vergleichen können.

Die Belastung von Nord- und Ostsee durch Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft

Übermäßige Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft führen zur Eutrophierung der Binnengewässer und Randmeere und sind die Hauptursache dafür, dass der gesetzlich geforderte gute Zustand der deutschen Nord- und Ostsee weiterhin nicht erreicht ist. Die nationalen und regionalen Ziele erfordern ebenfalls beträchtliche Minderungen des Nährstoffeintrags über die Flüsse und die Atmosphäre. Die Minderungen seit den späten 1980er Jahren basierten vor allem auf einer besseren Abwasserbehandlung und verminderten Einträgen aus Industrie und Verkehr. Seit zwei Jahrzehnten stagnieren die mit dem Abfluss der Flüsse gewichteten Nährstoffeinträge auf zu hohem Niveau. Trotz weiterer Verminderungen durch strengere Düngeregeln für die Landwirtschaft wirken sich diese aufgrund der Verweilzeit im Grundwasser nur verzögert aus. Hinzugekommen sind der Klimawandel und regionale Belastungsschwerpunkte. Neben einer konsequenteren Umsetzung bestehender Verpflichtungen erfordert der Schutz der Meere bessere Regelungen, finanzielle Anreize sowie tiefgreifende Verhaltensänderungen in Landwirtschaft und Gesellschaft. © Andreas Gericke, Christoph Rummel & Alexander Prinz

Wassernutzung durch die Landwirtschaft: Folgen für das Grundwasser

Die vom Umweltbundesamt beauftragte Studie „Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserverfügbarkeit − Anpassung an Trockenheit und Dürre in Deutschland“ zeigt einen allgemeinen Rückgang der Grundwasserneubildung und der Wasservorräte im Bodenwasser in vielen deutschen Regionen in den letzten zwei Jahrzehnten. Die Studie projiziert für die Zukunft häufigere und länger anhaltenden Trockenperioden, die vor allem im Sommerhalbjahr zwischen Mai und Oktober auftreten und die Wasserverfügbarkeit in dieser für viele Nutzungen besonders relevanten Zeit weiter einschränken. Ergänzt durch aktuelle Forschungsergebnisse zur Entwicklung der Wasserbedarfe in Deutschland unter Berücksichtigung sozioökonomischer Faktoren, zeigt sich, dass – je nach Rahmenbedingungen – eine deutliche Zunahme des landwirtschaftlichen Bewässerungsbedarfs bis Ende des Jahrhunderts möglich ist. Die betrachteten Szenarien zeigen jedoch auch eine große Spannbreite hinsichtlich der projizierten Entwicklung des Bewässerungsbedarfs. Dies verdeutlicht, dass diese Entwicklungen neben klimatischen Veränderungen stark von ökonomischen Rahmenbedingungen, Technologiepfaden sowie Anbau- bzw. Investitionsentscheidungen in Bewässerungssysteme abhängig sind. Da die Wasserverfügbarkeit regional zurückgehen wird, können Wassernutzungskonflikte zunehmen. Steigende Bedarfe für die landwirtschaftliche Bewässerung können diese verschärfen. Hier bedarf es geeigneter Anpassungs- und Gegenmaßnahmen, die dazu beitragen, den landwirtschaftlichen Bewässerungsbedarf zu reduzieren und die Wassernutzung nachhaltig und effizient zu gestalten, u.a. durch eine Verbesserung des Wasserrückhalts. Ebenso ist eine frühzeitige und systematische Integration der zukünftigen Wasserbedarfe in regionale Wasserversorgungskonzepte sowie in Dürre- und Niedrigwassermanagementpläne erforderlich. Entsprechende Maßnahmen sowie übergreifende rechtliche und ökonomische Ansatzpunkte sind Bestandteil der Nationalen Wasserstrategie. © Manuela Helmecke & Bernd Kirschbaum

Erneuerbare Energien in Deutschland 2025

Die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) bilanziert im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) regelmäßig die Nutzung der erneuerbaren Energien in Deutschland. Jährlich erstellt die AGEE-Stat in diesem Rahmen eine erste amtliche Abschätzung zur Entwicklung der erneuerbaren Energien im jeweiligen Vorjahr und veröffentlicht die Erkenntnisse im Hintergrundpapier „Erneuerbare Energien in Deutschland“.Die nun vorliegende Publikation beschreibt die aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr, ergänzt um Zahlen zu den wirtschaftlichen Effekten und der Emissionsvermeidung durch erneuerbare Energien. Die Ergebnisse sind graphisch aufbereitet und stehen im Anhang als Datentabellen zur Verfügung.

Energiekrise 2026: Mit Energieeffizienz und Energiesparen aus der fossilen Abhängigkeit

Mehr Energieeffizienz und Energiesparen schützen in der Energiekrise vor hohen Preisen und unterstützen den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen: Die aktuelle Energiekrise 2026 wirkt anders als im Jahr 2022, aber nicht minder deutlich. Während die Energiekrise 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine vor allem durch unterbrochene Gaslieferungen und stark steigende Gaspreis geprägt war, trifft die aktuelle Energiekrise insbesondere Nutzende von fossilen Kraftstoffen im Verkehr, in Haushalten und Unternehmen. Mit Anteilen von 92 bzw. 70 Prozent im Jahr 2025 ist die Abhängigkeit von fossiler Energie sowohl im Verkehrssektor als auch in privaten Haushalten besonders hoch. Entsprechend sind beide Sektoren in besonderem Maße von hohen Preisen betroffen.Dies erinnert eindringlich daran, den hohen Verbrauch fossiler Energien zu beenden. Dafür ist sowohl seitens der Bundesregierung als auch der Bevölkerung entschlossenes Handeln notwendig. Als unmittelbare Reaktion auf die Energiekrise hilft es insbesondere, Energie effizient einzusetzen, und, wo möglich, Energie zu sparen. Dieser Policy Brief wirft den Fokus auf die Nachfrageseite im Energiesystem und listet 13 Politikempfehlungen auf, die sowohl kurzfristig die Folgen der Energiekrise mindern, als auch mittelfristig die Transformation zu mehr Energieunabhängigkeit unterstützen. Damit wird die Resilienz gegenüber künftigen Energiekrisen erhöht. Die Vorschläge können auch zu einer deutlichen finanziellen Entlastung bei privaten Haushalten führen, wie eine erste Kostenschätzung des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt.

Strategische Umweltprüfung zur Ausweisung von Beschleunigungsgebieten für Windenergienutzung

Die vorliegenden Praxisempfehlungen haben zum Ziel, zu einer bedarfsgerechten Weiterentwicklung und Standardisierung der Strategischen Umweltprüfung (SUP) zur Ausweisung von Beschleunigungsgebieten für Windenergienutzung in Deutschland beizutragen. Übergeordnetes Ziel ist es dabei, unbenommen der Beschleunigungsgesetzgebung, ein unvermindert hohes Umweltschutzniveau zu gewährleisten.Die Hinweise und Empfehlungen fokussieren auf die Ebene der Regionalplanung und richten sich an die für die Durchführung der SUP verantwortlichen öffentlichen Stellen sowie die in diesem Feld tätigen Umweltplanungsbüros und beinhalten praxistaugliche, möglichst konkrete Hinweise und Empfehlungen. Wenngleich die Regionalplanung im Fokus steht, dürfte zudem ein Großteil der gegebenen Empfehlungen auch auf die Ebene der Flächennutzungsplanung übertragbar sein.Die Praxisempfehlungen bauen auf den Inhalten des Abschlussberichts zum Vorhaben „Neuausrichtung der SUP für einen beschleunigten Ausbau von Windenergieanlagen“ (FKZ 3723 12 102 0) auf, der zur thematischen Vertiefung hinzugezogen werden kann.

Landwirtschaft in der Arktis: Ausweitung von Anbauflächen und neue Kulturen

Der Klimawandel führt in der Arktis zu drastischen Umweltveränderungen, erweitert aber auch deren landwirtschaftliches Potenzial. Der weit über dem globalen Durchschnitt liegende Temperaturanstieg und längere Vegetationsperioden erweitern die Anbauflächen stark, wodurch Kulturpflanzen und Gewächshaustechnologien eine kleinbäuerliche Nahrungsmittelproduktion ermöglichen. Der tauende Permafrost, indigene Landnutzungssysteme und Defizite in der politischen Umsetzung stellen jedoch große Herausforderungen dar. Dieser Artikel analysiert die biophysikalischen, sozialen und politischen Bedingungen der arktischen Landwirtschaft. Regionale Fallstudien identifizieren vielversprechende Ansätze, wie rasch reifende Nutzpflanzen, geschützte Anbausysteme und Regierungsmodelle mit Bürger*innen-Beteiligung. Es wird deutlich, dass nachhaltige Landwirtschaft im hohen Norden die Berücksichtigung ökologischer Grenzen, die Sicherstellung der Teilhabe aller Beteiligten und die Ausrichtung an den Klimazielen erfordert, damit die Arktis als Testfeld für resiliente Ernährungssysteme dienen kann. © Mathias Ulrich

Renewable Energy in Germany 2025

On behalf of the Federal Ministry for Economic Affairs and Energy, the Working Group on Renewable Energy Statistics (AGEE-Stat) takes stock of the use of renewable energies and annually prepares an official estimate of the development of renewable energies for the previous year. This background paper describes the initial findings for the electricity, heat and transport sectors, supplemented by figures on the economic effects and emissions avoidance through renewable energies.In addition, some selected indicators on weather conditions are presented in the annex to better understand current developments.

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