Der Ablauf einer alten kommunalen Klaeranlage fliesst in einen kleine Bach in ein Naturschutzgebiet. Der Ablauf soll zur Qualitaetssteigerung durch ein naturnahes Feuchtgebiet umgeleitet werden. Wie kann dieses naturnahe Feuchtgebiet gestaltet werden? Welche Verbesserung der Wasserqualitaet des Baches ist erreichbar? Wie hoch sind die Kosten?
Die kürzlich beendete IODP Exp. 385 (Guaymas Basin Tectonics and Biosphere, Sept.-Nov. 2019) bohrte acht Stellen im Guaymas Basin, einem jungen Rift Becken im Golf von Kalifornien, das sich durch aktiven Vulkanismus und hohe Ablagerungsraten von organisch reichen Sedimente auszeichnet, bedingt durch die hohe Primärproduktivität im darüber liegenden Wasser, sowie dem starken Eintrag von terrigenen Sedimenten. Die Expedition erbohrte Kerne mit organisch reichen Sedimenten die von vulkanischen Sills unterbrochen werden. Die Mikrobiologie war eines der zentralen Forschungsthemen dieser Expedition. Ein großer Probensatz zur Quantifizierung von Sulfatreduktionsraten, dem quantitativ wichtigsten Elektronenakzeptorprozess in marinen Sedimenten, wurde gesammelt und befindet sich nun am GFZ. Das vorgeschlagene ThermoSill-Projekt wird sich zunächst auf die allgemeinen Eigenschaften der mikrobiellen Sulfatreduktion in diesen Kernen sowie auf die Auswirkungen von Druck und Temperatur konzentrieren. Die Bohrkerne wiesen sehr unterschiedliche geothermische Gradienten von 200 bis über 800 Grad C / km auf, und die an Bord gemessenen geochemischen Daten weisen bereits auf eine große Vielfalt biogeochemischer Prozesse hin. In Tiefseesedimenten, insbesondere solchen, die solche in großer Sedimenttiefe und daher hoher in-situ Temperatur, sind organische Substrate wie kurzkettige organische Säuren im Allgemeinen ein begrenzender Faktor. Da die Sedimente im Guaymas-Becken hydrothermal beeinflusst werden, liefert die thermogene Aufspaltung von makromolekularen organischen Substanzen im Sediment reichlich mikrobielle Substrate. ThermoSill wird untersuchen, ob dieses große Angebot an Substraten zu einem bevorzugten Abbau bestimmter Substrate führt und damit wird damit einen Beitrag zum Verständnis der Prozesse an der oberen Temperaturgrenze des Lebens liefern. Besonderes Augenmerk wird auf die anaerobe Oxidation von Methan gelegt. Im letzten Teil des Projekts wird das Eindringen von Sills in Sedimente und der damit einhergehende Temperaturanstieg im umgebenden Sediment durch Heizexperimente simuliert. Diese Experimente werden von Pyrolyseexperimenten und kinetischen Modellen begleitet, um zu testen, ob eine solche kurzzeitige Erwärmung die mikrobielle Gemeinschaft über geologische Zeitskalen hinweg beeinflussen kann. Das vorgeschlagene Projekt ist direkt relevant für die Ziele der Expedition. Es ist auch eine Ergänzung zu einem laufenden Projekt, das die Auswirkungen von Druck und Temperatur auf die mikrobielle Sulfatreduktion in nicht hydrothermal beeinflussten Sedimenten aus dem Nankai-Trog (IODP. Exp. 370) untersucht.
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Vom Rand zum Zentrum durchströmte runde Nachklärbecken haben gegenüber zentrisch beschickten Becken den Vorteil, dass die darin stattfindende beschleunigte Bewegung des Wassers stabiler und weniger störungsanfällig ist. Bei gleichen Beckendimensionen können so bessere Reinigungsleistungen und geringere Gewässerbelastungen erzielt werden. Die Nachklärung der Kläranlage Niedermittlau sollte daher im Projekt so umgebaut werden, dass sich eine um den Beckenumfang gleichmäßige Belastung einstellt. Die Strömungs- und Sedimentationsmuster sollten messtechnisch erfasst und denen zentrisch beschickter Becken gegenübergestellt werden. Ebenso waren die sich ergebenden Abscheide- und Eindickleistungen der Becken mit Senkenströmung unter verschiedenen Randbedingungen zu untersuchen. Fazit: Die in dem Projekt erzielten Ergebnisse zeigen, dass mit der neuartigen Zulaufkonstruktion eine eindeutige Senkenströmung erreicht werden kann. Die umweltrelevanten Auswirkungen dieser Durchströmung - geringere Trübung und damit geringere Feststoffbelastung des Klarablaufs, bessere Schlammeindickung sowie insbesondere die Vermeidung von Schwimmschlamm - sind nachweisbar. Da das Schlammvolumen nur in engen Grenzen schwankte, konnten die Strömungscharakteristika bei unterschiedlicher Lage des Schlammspiegels nicht erarbeitet werden. Überlastversuche mit über das übliche Maß hinausgehenden Oberflächenbeschickungen konnten aufgrund betrieblicher und baulicher Einschränkungen nicht realisiert werden.
Die Überwachung der anlagenbezogenen Radioaktivität umfasst neben den Standorten der Wismut auch sog. Altstandorte. Diese wurden vor 1960 aus dem Eigentum der Wismut in zumeist kommunales Eigentum entlassen und fallen demzufolge nicht unter das Sanierungsprogramm der Wismut GmbH. Folgende Standorte von ehemaligen Industriellen Absetzanlagen (IAA) werden diesbezüglich im Rahmen eines Monitorings überwacht: Altstandort Zobes (1. Landesmessstelle); Johanngeorgenstadt, Schneckenstein, Dänkritz II, Oberschlema und Hakenkrümme (2. Landesmessstelle) An einigen Altstandorten wird der Radongehalt in der Freiluft überwacht (2. Landesmessstelle).
In der Darstellung sind die für die Abwasserverrieselung genutzten Flächen in ihrer maximalen Ausdehnung wiedergegeben. Hierbei wurden nur die Flächen berücksichtigt, die speziell für eine abwassertechnische Nutzung vorbereitet wurden. Die ehemaligen Rieselfelder werden der Systematik der Berliner Wasserbetriebe entsprechend zu 20 Rieselfeldbezirken zusammengefasst. Diese offiziellen 20 Rieselfeldbezirke werden ergänzt um die drei Rieselfeldkleinstandorte Anstalt Dalldorf in Reinickendorf, Strafgefängnis Plötzensee in Charlottenburg-Wilmersdorf und Preußische Hauptkadettenanstalt in Steglitz-Zehlendorf. Neben der Namensbezeichnung wird der Nutzungszeitraum des betreffenden Rieselfeldbezirks angegeben. Dabei gilt, dass nicht immer alle Teilflächen vom angegebenen Betriebsbeginn an bzw. während des gesamten angegebenen Betriebszeitraums rieseltechnisch genutzt worden sind. Neben den für die Verrieselung von Abwässern vorbereiteten Flächen wurden im Zuge der Einrichtung der Rieselfelder weitere 11.000 ha Naturland durch die Stadt Berlin erworben. Die Flächen waren für eine zukünftige Erweiterung vorgesehen, wurden jedoch nie für die Verrieselung vorbereitet bzw. genutzt. Diese Flächen, die auf verschiedenen Übersichtskarten dargestellt sind, wurden hier nicht berücksichtigt. Bei den noch bis 1998 bzw. 2010 für die Abwasserverrieselung genutzten Flächen wird zwischen der Verrieselung von in Absetzbecken mechanisch gereinigter Abwässer und der Verrieselung von in Klärwerken mechanisch und biologisch gereinigter Abwässer unterschieden. Für alle Rieselfeldflächen wird der Zeitraum der Außerbetriebnahme ausgewiesen. Aufgrund des vorliegenden Kartenmaterials lassen sich sieben Stilllegungszeiträume differenzieren. Die Lage der im Rahmen einer normalen Rieselfeldbewirtschaftung angelegten Schlammabsetzbecken und Schlammtrockenplätze wird nicht maßstäblich dargestellt. Die Standorte geben den Stand der 1960er Jahre wieder. Nur für den Bereich des Rieselfelds Karolinenhöhe sind später eingerichtete Standorte ergänzt. Die eingerichteten Intensivfilterflächen sind ebenfalls eingetragen. Innerhalb der dargestellten Rieselfeldgebiete werden weitere Teilflächen ausgewiesen, die nach Einstellung des Rieselfeldbetriebs, zumeist im Rahmen der Betriebsabläufe des zugehörigen Klärwerks, abwassertechnisch genutzt worden sind. Die Art dieser Nutzungen wird durch die farbliche Differenzierung bzw. durch die der Fläche zugeordnete Erläuterung charakterisiert. Hierzu zählen die aufgegebenen bzw. derzeit noch betriebenen Lagerplätze für Klärwerksschlämme sowie die für die Kompostierung von Klärwerksschlämmen genutzten Flächen. Im Bereich des ehemaligen Rieselfelds Münchehofe wurde bis 1985 über eine Rohrleitung mit Klarwasser versetzter Klärschlamm als Dünger auf landwirtschaftliche Nutzflächen aufgebracht. Auf weiteren Teilflächen wurden Schönungsteiche als Absetzbecken zur Nachreinigung von Klärwerksabläufen eingerichtet. Zusätzlich erfolgt eine Lagerung von bei der Trinkwasseraufbereitung anfallenden Eisen-Mangan-Schlämmen . Die Digitalisierung der Rieselfeldgrenzen erfolgte anhand georeferenzierter Scans der WAB-Rieselfeldkarten, des DGM1 für Berlin und Brandenburg sowie von Luftbilddaten von 1928, 1953 und 2021.
Die Stadt Nieheim, Marktstraße 28, 33039 Nieheim, plant im Zuge der funktionalen Wiederherstellung der GKA Nieheim Grundwasser abzusenken. Insgesamt ist eine Grundwasserentnahme von maximal 7.000 m³ über einen Zeitraum von ca. 2 ½ Monaten geplant. Es ist vorgesehen ein neues Nachklärbecken in das bestehende Kombibecken einzubetonieren. Geplant ist die Grundwasserabsenkung über einen Bestandsbrunnen, einen neu zu errichtenden Brunnen und einen ergänzenden Brunnensumpf in der Baugrubenmitte. Das entnommene Wasser wird in einen Graben östlich der GKA Nieheim eingeleitet, der in die Emmer mündet.
Die Gemeinde Kirchdorf i. Wald plant die Generalsanierung der bestehenden Kläranlage Kirchdorf-Eppenschlag. In der Kläranlage werden die Abwässer der Gemeinde Kirchdorf i. Wald und Eppenschlag sowie der Ortsteile Grünbach und Marbach gereinigt. Die Belastung der auf 4.100 EW ausgelegten Kläranlage liegt aktuell bei 4.687 EW. Geplant ist eine Ausbaugröße von 5.400 EW, wobei eine ausreichende Reserve für die Zukunft einkalkuliert wurde. Auf-grund der künftigen Ausbaugröße von 5.400 EW ist eine Stickstoffelimination erforderlich. In der bestehenden Tropfkörperanlage ist dies nur bedingt möglich. Außerdem entspricht das Nachklärbecken nicht der notwendigen Kapazität und stellt sich nicht mehr ausreichend funkti-onstüchtig dar. Es ist daher eine umfassende Sanierung der Kläranlage geplant. Die Einleitung erfolgt wie bisher auf dem Grundstück Fl.-Nr. 315 der Gemarkung und Gemeinde Eppenschlag.
Ergebnisse der Radon-Freiluftmessungen in Bergbaugebieten Sowohl deutschlandweit als auch in den Bergbaugebieten der neuen Bundesländer werden normalerweise Jahreswerte der natürlichen Radonkonzentration im Freien von circa 5 bis 30 Becquerel pro Kubikmeter, in Ausnahmefällen auch bis circa 50 Becquerel pro Kubikmeter gemessen. In den vom intensiven Alt- und Uranbergbau gekennzeichneten Regionen Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens können zwar in unmittelbarer Nähe bergbaulicher Anlagen (Abwetterschächte, Halden) deutlich über den Untergrund erhöhte Radon -Konzentrationen auftreten (der höchste gemessene Wert betrug 1.700 Becquerel pro Kubikmeter am Fuß einer Halde), eine großräumige, bergbaubedingte Beeinflussung besteht aber nicht. Das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) betrieb seit Beginn der 1990er Jahre in den durch intensiven Bergbau gekennzeichneten Regionen Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens Messnetze zur Ermittlung von Radon -Konzentrationen ( Radon-222 ) im Freien. Die Messungen sollten den Einfluss bergbaulicher Tätigkeiten und der Sanierung ihrer Hinterlassenschaften auf den natürlichen Radonpegel ermitteln. Dazu war es notwendig, sich sowohl einen Gesamtüberblick über die Radon -Konzentrationen in den betroffenen Gebieten zu verschaffen als auch das natürliche Konzentrationsniveau zu bestimmen. Ergebnisse der Messungen des BfS zwischen 1991 und 2004 Häufigkeitsverteilung der im Zeitraum 1991 - 2004 ermittelten Jahreswerte von Radonkonzentrationen im Freien Da die Radon -Konzentration im Freien je nach Tages- und Jahreszeit stark schwankt, sind für die Erfassung gesicherter Mittelwerte Messungen über längere Zeiträume erforderlich. Dafür setzte das BfS ein passives Messsystem auf der Basis von Festkörperspurdetektoren ein. Im Rahmen des Messprogramms wurde zwischen 1991 und 2004 in 17 Messnetzen an 584 Messpunkten die Radon -Konzentration ermittelt. Eine Übersicht über alle in Siedlungsgebieten ermittelten Jahreswerte der Radon -Konzentration bietet die nebenstehende Abbildung. Zusammenfassend lässt sich Folgendes feststellen: Die Jahreswerte unterschieden sich stark (zwischen 5 und 1.700 Becquerel pro Kubikmeter); der Maximalwert wurde unmittelbar am Fuß einer Halde gemessen. Meist wurden niedrige Konzentrationen gemessen. So sind zum Beispiel etwa 90 Prozent aller Jahreswerte kleiner als 40 Becquerel pro Kubikmeter. Etwa ein Drittel aller Jahreswerte lagen zwischen 10 und 15 Becquerel pro Kubikmeter und damit in einem für Deutschland typischen Bereich des natürlichen Untergrundes; dort liegt die mittlere Radonkonzentration zwischen 4 und 31 Becquerel pro Kubikmeter. Hohe Radonkonzentrationen wurden nur selten gemessen (zum Beispiel Werte über 100 Becquerel pro Kubikmeter nur in etwa einem Prozent aller Fälle). Der Einfluss bergbaulicher Hinterlassenschaften wie Halden, Absetzanlagen, Abwetterschächte und ähnliches auf die Radon -Konzentration im Freien ließ sich nur in der näheren Umgebung dieser Anlagen nachweisen. Eine großräumige Beeinflussung der Radon -Konzentration konnte dagegen nicht festgestellt werden. An bereits sanierten bergbaulichen Anlagen konnte in den meisten Fällen eine Verringerung der Radon -Konzentration in anliegenden Wohngebieten auf das Niveau der regionalen Untergrundkonzentration beobachtet werden. Höhere natürliche Radon-Konzentrationen in untersuchten Bergbaugebieten Die natürliche Radon -Konzentration wurde an Stellen gemessen, die nicht vom Bergbau beeinflusst waren. Die Messungen ergaben einen Erwartungswert von 16 Becquerel pro Kubikmeter bei einer Standardabweichung von 7 Becquerel pro Kubikmeter, wobei die Jahreswerte der natürlichen Radon -Konzentration zwischen 5 und 50 Becquerel pro Kubikmeter schwankten. Die natürliche Radon -Konzentration in den Bergbauregionen Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens ist etwas höher als in den meisten anderen Gebieten Deutschlands wie zum Beispiel der Norddeutschen Tiefebene. Dies ist hauptsächlich auf den natürlicherweise höheren Radium-226-Gehalt in den Böden und Gesteinen der Bergbauregionen sowie auf die oftmals schlechtere Durchmischung der bodennahen Luft in Tallagen zurückzuführen. Stand: 27.11.2025
| Origin | Count |
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| Bund | 285 |
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| Daten und Messstellen | 1 |
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