Schadstoffe bedeuten ernsthafte Gefahren für die Qualität der Luft, der Wasserversorgung und der Böden. Das Verständnis des Transportes, der Fixierung, Akkumulationg und Transfer von Schadstoffen in der Umwelt ist von höchster Bedeutung für die Beurteilung von Bodenverunreinigungen und für die Anwendung von Sanierungstechniken. Das Verhalten der Schadstoffe in Böden wird durch Adsorptionsprozesse bestimmt, welche den Transport dieser Substanzen, mikrobiellen Abbau und Aufnahme durch Pflanzen über die Wurzeln, und dadurch den Transfer der Schadstoffe in andere Segmente des Ökosystems und sogar der Nahrungsmittelkette, sehr stark beeinflussen. Organische Bodensubstanz ist die bedeutendste Quelle für aktiven Kohlenstoff auf der Erde, und Huminstoffe stellen davon den wichtigsten Anteil dar. Huminstoffe kommen in großer Verbreitung vor und sind in fast allen Boden- und Wassersystemen zu finden, wobei sie Bodenfunktionen und Wassereigenschaften stark beeinflussen. Es ist das Ziel dieses Projektes, umfassende Modelle für die Huminstoffe in der Form mikroskopischer Subszenarien (Oligomer- und Polymerstrukturen von z.B. Polyakrylsäure und Modifikationen, Struktureinheiten von Lignin und Zellulose) zu entwickeln, um mit Hilfe theoretischer und experimenteller Methoden die Wechselwirkungen spezifischer chemischer Gruppen oder Kombinationen von Gruppen, die die Aktivität des organischen Bodenmaterials darstellen, mit organischen Substanzen, hauptsächlich bestimmte Klassen von Pestiziden, zu untersuchen. Kationenbrücken und Kationenretention stellen eine der wichtigsten Forschungsfragen dieses Projektes dar. Die theoretischen Untersuchungen werden auf der Basis von Molekulardynamik- und Monte Carlo Rechnungen, welche auf Dichtefunktionaltheorie basiert, gefolgt von Kraftfelduntersuchungen, durchgeführt. Die experimentellen Sorptionsuntersuchungen, welche die Wechselwirkung der organischen Verbindungen mit ausgewählten Huminstoffmodellen beschreiben, werden mit den Resultaten der theoretischen Simulationen im Detail verglichen werden. Dieses Projekt sollte zu einer besseren Konzeptualisierung der Wechselwirkung organischer Verbindungen mit Huminstoffeinheiten in Bodensystemen und zu einem Klassifizierungsschema der verschiedenen Wechselwirkungen führen. Die angestrebten Resultate sollen nicht nur zu einem besseren prinzipiellen Verständnis von Bodenprozessen führen, sondern auch zu einer umfassenden Beschreibung spezifischer Problemstellungen und Bodenzustandsszenarien.
Mit der Umsetzung des USG und seiner Verordnung sind viele Gemeinden ueberfordert. Oekobilanzen koennen einen Beitrag zur Erfassung der Umweltsituation und allfaelliger Handlungspotentiale leisten. Die Methoden sind allerdings umstritten und viele bereits bekannte Beispiele vermoegen nicht zu ueberzeugen. Haeufig werden den Gemeindebehoerden nur eine Beschreibung des bestehenden Belastungszustandes und keine konkreten Massnahmenvorschlaege praesentiert. Die Anwendbarkeit einer handlungsorientierten Oekobilanz fuer Kommunen soll geprueft werden. Diese stuetzt sich auf sieben Bilanzbereiche, welche mittels 36 Indikatoren erhoben werden. Anhand dieser Methode soll die Oekobilanz der Gemeinde Glattfelden erstellt werden. Darauf basierend soll einerseits ein Massnahmenkatalog zur Verbesserung der Umweltsituation in dieser Gemeinde erstellt, und andererseits den Gemeindebehoerden eine Entscheidungshilfe bei der Verwirklichung oder Beurteilung von umweltrelevanten Vorhaben in die Hand gegeben werden.
Ein verantwortungsvolles umweltgerechtes Handeln kann nachhaltig nur etabliert werden, wenn der Handlungstraeger als freies Wesen angesprochen wird, das sich in Wollen und Handeln an Argumenten orientieren kann. Das Projekt dient der Vorbereitung eines SPP-Umweltprojektes mit gleichem Titel, in dem untersucht werden soll, welche Argumentationstypen in einem philosophisch beschreibbaren umfassenden Kontext von individuellen/kollektiven Rechten und Pflichten und oekologischen Notwendigkeiten vertreten werden koennen, und welche negativen Folgen und Defizite mit den jeweiligen Argumentationstypen verbunden sind. Dazu sollen 1) oekologische-ethische Argumentationen analysiert und bewertet, 2) verglichen und typologisiert und 3) ein die Defizite der untersuchten oekoethischen Argumentationen vermeidendes Argumentationsmodell (inkl. eines praktisch brauchbaren Kalkuels) entwickelt werden.
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Der Förderwettbewerb hat eine prozessorientierte Zielsetzung: Schüler und Schulen aus Ost und West sollen anhand der Behandlung und Aufarbeitung interessanter Themen den Umgang miteinander lernen, wichtige soziale Fähigkeiten entwickeln und Offenheit und Neugier zeigen. Die Projektförderung ermöglicht diesen Prozess durch Finanzierung der Reise- und Aufenthaltskosten, Arbeitsmaterialien und sonstige projektbedingte Kosten. Durch gemeinsame Arbeit am Projekt sollen Persönlichkeitsbildung, Sozialkompetenzen und Eigeninitiative gefördert und das Bewusstsein entwickelt, etwas 'machen' und 'erreichen' zu können. Diese allgemeinen pädagogischen Zielsetzungen stehen im Umweltbereich in einer intensiven Wechselwirkung mit dem Thema: Raubbau an der Natur, ökologische Zerstörung und weltweite Klimakatastrophe führen zu einem diffusen Gefühl der Machtlosigkeit, dem die Jugendlichen mit Rückzug und Fatalismus begegnen. Wirtschaftliche, demographische und kulturelle Veränderungen tun ein übriges, das Umweltbewusstsein in der jungen Generation leiden zu lassen. Eine Verstärkung der Umweltkomponente des Wettbewerbs hilft, dieser Entwicklung gegenzusteuern und im Umweltbereich Sensibilität zu schärfen, Wissen zu erweitern und 'Empowerment' zu leisten. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden: Der Wettbewerb ist dreistufig aufgebaut: (1) Ausschreibung und Einreichung von Projektideen, (2) Projektauswahl und -durchführung, und (3) Öffentlichkeitspräsentation. Das Wesen und Kernstück des Wettbewerbs 'Gemeinsam Handeln - Voneinander Lernen - Zusammenwachsen' ist die Förderung von Schulpartnerschaften, nicht der akademische Wettkampf. Er prämiert nicht ein Produkt oder ein Ergebnis, sondern er fördert den Prozess. Nach einer Phase der Vorarbeiten folgt ein Besuch der Schule A bei Schule B sowie ein Gegenbesuch, bei denen intensiv an den Themen gearbeitet wird. In der letzten Phase erstellen die Teilnehmer gemeinsam (unter Zuhilfenahme der elektronischen Medien) den Bericht und eine Abrechnung für den Veranstalter. Fazit: - Ökologische Projekte von Schulen brauchen - jeweils themenspezifisch - fachlich spezialisierte Experten, die in außerschulischen Lernorten (Vor Ort) aufgesucht werden. - Lehrkräfte müssen dazu ermutigt werden, ökologische Projekte ganzheitlich zu planen und neben kognitiven Elementen handlungsbezogene und affektive einzubeziehen. - Ein intensiver Beratungs- und Begleitungsprozess ist innerhalb der Phase der Projektkonzeption nötig, um den Lehrkräften Mut zur forschungsbezogenen Arbeit an offenen, echten Fragestellungen zu machen. In Zukunft wird das interaktive Programm SCHOLA-21 Schulen bei der Realisierung komplexer Projektprozesse unterstützen zu können. - Ökologische Projekte stellen innerhalb des Themenspektrums eine qualitativ hochwertige Projektgruppe dar. ...