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Bewertung des endokrinen Potenzials von Bisphenol Alternativstoffen in umweltrelevanten Verwendungen

Bisphenol A (BPA) wird hauptsächlich als Ausgangsstoff für die Produktion von Kunststoffen eingesetzt. Aufgrund seiner hormonähnlichen Wirkung im Menschen und anderen Organismen ist der Einsatz von BPA mit Umwelt- und Gesundheitsrisiken verbunden. Daher besteht ein großes Interesse an Verbindungen, die mit BPA vergleichbare Eigenschaften hinsichtlich des Einsatzes in der Kunststoffproduktion haben, aber das endokrine System von Organismen nicht beeinflussen. Bezüglich der molekularen Wirkweise vieler BPA-Substitutionskandidaten gibt es substantielle Datenlücken, die eine Bewertung ihres Einflusses auf die Umwelt derzeit nicht erlauben. In dieser Studie wurde eine Literaturstudie zur Identifizierung von umweltrelevanten BPA-Substitutionskandidaten durchgeführt sowie die Wechselwirkung dieser Substanzen mit mehreren Kernrezeptoren untersucht, die für die endokrine Wirkung von BPA mitverantwortlich sein können. Durch eine Batterie von biochemischen und zellbasierten Screening-Tests konnte so ein Einfluss dieser Substanzen auf die Östrogenrezeptoren a und ß sowie den Androgenrezeptor ermittelt werden. Quelle: Forschungsbericht

Bewertung des endokrinen Potenzials von Bisphenol Alternativstoffen in umweltrelevanten Verwendungen

Aufgrund seiner hormonähnlichen Wirkung im Menschen und anderen Organismen ist der Einsatz von Bisphenol A mit Umwelt- und Gesundheitsrisiken verbunden. Das Ziel des Projektes war es BPA-Substitutionskandidaten, deren Verwendungsmuster wahrscheinlich zu einem Eintrag in die Umwelt führen kann, zu recherchieren (44 Stoffe), vorhandene Literaturdaten auszuwerten und für identifizierte Datenlücken Tests auf in vitro Ebene durchzuführen. So wurden 26 Substanzen auf ihre östrogene und androgene Wirkung getestet. Bei 43 Substanzen besteht nach Recherche und Tests ein Anfangsverdacht auf ED-Wirkungen (33) oder die Datenlücken konnten nicht geschlossen werden (10). Die Ergebnisse werden in den europäischen Prozess zur Regulierung der Stoffgruppe der Bisphenole eingebracht. Veröffentlicht in Texte | 123/2019.

Umweltrelevanz von Antiparasitika - Vergleich der Umwelteigenschaften von Antiparasitika und Harmonisierung deren Umweltbewertung auf EU-Ebene

Antiparasitika gehören zu den Tierarzneimitteln mit der höchsten Toxizität für die Umwelt. Ivermectin ist der am häufigsten verwendete Antiparasitikumwirkstoff in der EU. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) lässt Ivermectin z. Z. auf seine Umweltverträglichkeit überprüfen. Es ist davon auszugehen, dass es im Fall von Ivermectin aufgrund der Risiken auf die Umwelt zu einer Nichtzulassung der ivermectinhaltigen Produkte kommt. Alternative Substanzen für die Behandlung von Ektoparasiten bei Weidetieren sind bereits zugelassen (z. B. Doramectin und Moxadectin). Das Verhalten in und die Wirkung auf Umweltorganismen ist für diese Wirkstoffe bisher nur teilweise bekannt, da viele Produkte die diese Wirkstoffe enthalten, vor der Implementierung der Umweltbewertung in die bestehenden Gesetze auf den Markt kamen. Da sich die Umwelteigenschaften der Wirkstoffe erheblich unterscheiden, soll in dem hier vorliegenden Projekt in einem ersten Teil recherchiert werden, welche umweltrelevanten Daten für die Alternativen zu Ivermectin verfügbar sind. In einem zweiten Teil sollen fehlende Informationen zu den Umwelteigenschaften durch gezielte Studien ergänzt werden. Ziel ist es, die Umweltrelevanz der alternativen Antiparasitika abzuschätzen und die Stoffe entsprechend ihrer Eigenschaften zu priorisieren. Der Auftragnehmer soll die Ergebnisse in einer wissenschaftlichen Publikation veröffentlichen, auf die UBA im Rahmen der Umweltrisikobewertung Bezug nehmen kann. Diese Publikation soll ebenfalls der Environmental Risk Assessment Working Party, einem Organ der EMA, zu Zwecken der Harmonisierung in der Bewertung von Antiparasitika, zur Verfügung gestellt werden. Des Weiteren können Tierärzten und Landwirten diese Alternativen als 'umweltfreundlichere Antiparasitikawirkstoffe' kommuniziert werden. Dies führt dazu, dass weniger langlebige, weniger bioakkumulierende und weniger toxische Wirkstoffe gefördert werden, was unmittelbar dem Schutz der Umwelt dient.

Netzwerk zum Versuchswesen im ökologischen Heil- und Gewürzpflanzenanbau des Dienstleistungszentrum ländlicher Raum Rheinpfalz (DLR) - Status Quo-Analyse: Einsatz funktioneller Pflanzeninhaltsstoffe in der Veterinärmedizin

Problemstellung/Zielsetzung: Mit dem Wegfall der Antibiotika als Leistungsförderer auch in der konventionellen Tierzucht bis zum Jahr 2006 ist zu erwarten, dass keine adäquaten Substanzen zur Leistungsförderung bei der Tierzucht zur Verfügung stehen. Gegebenenfalls können funktionelle Pflanzeninhaltsstoffe - bioaktive pflanzliche Sekundärstoffe in Form von Kräutern, Gewürzen, Heilpflanzen, ätherischen Ölen sowie aufgereinigte Substanzen - die Rolle der Leistungsförderer übernehmen, da sie über entsprechende Aktivitäten verfügen. Um einen Überblick über die bisher erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen zum Einsatz funktioneller Pflanzeninhaltsstoffe in der Tierzucht zu gewinnen, wird in der Status Quo-Analyse die vorhandene Literatur zu diesem Thema gesammelt, verdichtet, bewertet und publiziert. Ziel des Projektes, ist die Erstellung einer im Internet frei zugänglichen Datenbank. Sie soll in Zukunft die Grundlage für sämtliche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet der Phytotherapie und des Einsatzes pflanzlicher Präparate als Futterergänzungsmittel darstellen. Zusätzlich zur Erhebung des Status Quo wurden die Forschungsergebnisse interpretiert, bewertet, verknüpft und als Broschüre veröffentlicht. Ergebnisse: Studiendesign In einem ersten Schritt wurden durch Literatur- und Internetrecherche in Datenbanken wie z.B. VetCD, BeastCD, Biosis, Medline oder Pubmed und auf frei zugänglichen Websites Daten erhoben. Führende Pharmaunternehmen und Futtermittelhersteller wurden um Stellungnahmen gebeten. Besonders die Futtermittelhersteller erwiesen sich aus Geheimhaltungsgründen als nicht sehr kooperativ. Da viele Phytopräparate nicht als Arzneimittel, sondern als Futterzusatzstoffe zugelassen sind, sind diese aus Kostengründen rechtlich nicht ausreichend geschützt. Auch ausgewählte Wissenschaftler wurden kontaktiert und interviewt. Abschließend lieferte der Besuch von fachspezifisch relevanten Messen wichtige Inputs. Auswertung Sämtliche erhobenen Daten wurden mit Hilfe der Datenbank-Software 'Reference Manager gesammelt und systematisiert. Die Einteilung erfolgt dabei nach Autor bzw. Firma, nach der Tierart, nach Indikation bzw. Organsystem, den einzelnen Pflanzen sowie nach spezifischen Keywords. Auf die Daten kann Online über Keywords zugegriffen werden. Bedeutung pflanzlicher Leistungsförderer in der EU Aufgrund der Tatsache, dass ab 1. Januar 2006 ein EU-weites Verbot von antibiotischen Leistungsförderern in Kraft tritt, verstärkt auch die Wichtigkeit unserer Studie. Deshalb ist ein ausführliches Kapitel der Analyse von Studien-Abstracts zum Thema 'Zusatzstoffe als Leistungsförderer in der Nutztierhaltung gewidmet. Hier ist die Forschung besonders gefordert, alternative Substanzen wie Gewürze und Kräuter auch hinsichtlich ihrer leistungsfördernden Anwendbarkeit zu prüfen und zu beurteilen. Usw.

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