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Early modern text-based dataset of demography, economy, social and environmental crises from the Mulde River system, Germany

This dataset compiles historical socio-economic, demographic and hydrological records from between 1611 CE to 1800 CE to provide contextual information for primary-source data on salmon catches in the Mulde catchment and the German Elbe river system. Local economic conditions are represented by a historical series of market prices for "grain" (Korn, probably rye), selected because it offers the highest temporal density among the available grain-price records. The series was compiled from Kamprad's annals by Schellenberg and extended to 1841, with reporting intervals ranging from 0.2 to 16 years (mean approximately four years). Prices recorded in Thaler, Gulden, Groschen and Pfennig were standardised as decimal Gulden. Demographic conditions were reconstructed from annual baptism and burial records of St Mary's Church, which provide numbers of births and deaths for 1637–1841; earlier records were destroyed in the city fire of 1637. A deaths-to-births ratio was calculated as measure of excess mortality. Reports of city fires, food-supply crises and disease outbreaks were additionally extracted from local chronicles. Historical flood and drought events were compiled from published datasets and chronicles covering the Mulde sub-catchment, the German reaches of the Elbe and other Elbe tributaries. These records were collected to document socio-environmental conditions potentially relevant to the operation and maintenance of salmon-catching infrastructure and to longitudinal river connectivity.

Early modern text-based dataset of salmon stocks and socio-natural drivers in the Mulde River system, Germany

This dataset contains information extracted from text-based primary sources concerning the construction, operation and maintenance of the salmon weir at Leisnig, Saxony between 1616 and 1767 CE. The archival documents were retrieved from the Dresden State Archives and transcribed selectively according to their relevance to salmon catches, fisheries costs and revenues, damage incidents, and legal disputes relating to salmon fishing. For each relevant entry, the year, locality, planned and realised revenues and costs, catch numbers and weights, timber requirements, and reported causes of damage, including ice, floods, warfare and unspecified causes, were recorded where available. Brief content descriptions, archival references, source types, communicative occasions and additional notes were also documented. The extracted information was entered into a structured database that combines quantitative variables with qualitative annotations, thereby preserving the archival provenance and documentary context of each record.

Maßnahmenbasierte Förderung von Lachsen und Meerforellen im Wesersystem

Zielsetzung: Seit mehreren Jahrzehnten wird versucht, die Bestände anadromer Wanderfische wie Lachs (Salmo salar) und Meerforelle (Salmo trutta) im Wesersystem wiederanzusiedeln und zu fördern. Die wichtigsten Maßnahmen zur Zielerreichung beinhalten insbesondere die Beseitigung von Wanderhindernissen, Gewässerrenaturierungen und Besatzmaßnahmen. Lokale Gewässerbewirtschafter können dabei eine entscheidende Rolle spielen. Dies trifft insbesondere auf Angelvereine, Entwässerungs- und Deichverbände zu. Die dezentrale Organisationsstruktur dieser Fischereirechtsinhaber und Interessengruppen beinhaltet den Vorteil schneller Umsetzungsfähigkeiten. Andererseits werden Maßnahmen zur Förderung der Wanderfische untereinander häufig nicht gezielt koordiniert, selten evaluiert und beschränken sich dadurch auf den eigenen Wirkungskreis. In der Folge werden die Potentiale einer effektiven Wiederansiedlung von Lachs und Meerforelle nicht vollständig ausgeschöpft. Ziel des Projekts WeserLachs ist es, mit einem transdisziplinären Ansatz ein adaptives Salmonidenmanagement im Bereich der Tideweser zu etablieren und schnell wirksame Maßnahmen zur Förderung der Wanderfische in Umsetzung zu bringen. In vier Arbeitspaketen werden die Stakeholder vernetzt, ein wissenschaftlich fundiertes Monitoring durchgeführt, geplante Maßnahmen priorisiert und mindestens eine Gewässerrenaturierung umgesetzt. Konkret werden alle relevanten Stakeholder mit Zugang zu Laichhabitaten von Lachs und Meerforelle im Bereich der Tideweser recherchiert und zu zwei Workshops eingeladen. Ziel ist die Stärkung und der Aufbau von Netzwerken, das Bündeln lokaler Maßnahmen sowie die Bildung gemeinsamer Arbeitsgruppen. Im Winter 2025 und 2026 werden zudem Laichaktivitäten der Salmoniden dokumentiert und laichende Fische genetisch beprobt. Diese genetischen Proben werden mit Aufzucht- und Besatzlinien abgeglichen, um den Besatzerfolg zu bewerten. Eine parallele Laichhabitatkartierung identifiziert geeignete Reproduktionshabitate. Diese Ergebnisse fließen in eine Priorisierung künftiger Maßnahmen für ein verbessertes Salmonidenmanagement ein. Gemeinsam mit bremischen Angelvereinen wird abschließend eine Gewässerrenaturierung zur Stärkung der natürlichen Laichaktivitäten als Pilotprojekt umgesetzt. Auf diese Weise stärkt das Projekt die Zusammenarbeit auf Einzugsgebietsebene und entwickelt ein abgestimmtes Managementkonzept für die Wandersalmoniden der Tideweser, welches rasch in Umsetzung gebracht werden kann.

Historical salmon (Salmo salar) catches in the Elbe catchment since the 16th century according to historical sources and recent catch data

Until the middle of the 20th century, the Atlantic salmon (Salmo salar) was an important migratory fish species in the Elbe River. Its decline and disappearance from the river and its tributaries during the last century can be seen as an indication of changes in the river habitat. Here we provide a georeferenced database on historical and recent Atlantic salmon catches in the Elbe River and its tributaries created by a literature review. The database consists of documented catches from secondary sources between 1432 and 2021 and also includes information about spatio-temporal inaccuracies.

Salmo salar Linnaeus, 1758 Lachs Süßwasserfische und Neunaugen Vom Aussterben bedroht

Der Lachs wird weiterhin als vom Aussterben bedroht eingestuft (vgl. Bless et al. 1998). Bei den in den deutschen Meeresgebieten gefangenen Lachsen handelt es sich überwiegend um Tiere aus den Besatzprogrammen. Es ist aber nicht auszuschließen, dass sich auch Gäste aus nordeuropäischen Wildpopulationen darunter befinden. Die Expertinnen und Experten aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Sachsen gehen davon aus, dass ihre Lachsbestände auch ohne Besatz wahrscheinlich nicht erlöschen würden. Die Wiederansiedlungen in der oberen Elbe und im Rhein könnten damit erfolgreich sein. Doch die Einschätzungen der Expertinnen und Experten sind mit vielen Fragezeichen behaftet und es wird nicht von der Existenz stabiler Bestände ausgegangen. Die Anstrengungen zur Verbesserung von Durchwanderbarkeit und Sedimentqualität müssen fortgesetzt werden, um noch mehr Möglichkeiten für erfolgreiche Wiederansiedlungen zu schaffen. Auch könnte es sich lohnen, neue Wiederansiedlungsgebiete zu entwickeln. Prädation, z.B. durch Kormorane oder Seehunde, und die Auswirkungen des Klimawandels, bleiben für den Lachs eine ernste Bedrohung. So musste z.B. in der Agger (Nordrhein-Westfalen) eine sich seit wenigen Jahren möglicherweise selbst tragende Population nach dem Dürresommer 2018 wieder durch Besatz gestützt werden.

Gridded habitat ranges of Atlantic salmon (Salmo salar) gathered from historical sources

Until the middle of the 20th century, the Atlantic salmon (Salmo salar) was an important migratory fish species in the Elbe River. Its decline and disappearance from the river and its tributaries during the last century can be seen as an indication of changes in the river habitat. Here we provide historical habitat ranges of Atlantic salmon mapped out of catch records gathered from historical sources and recent data in a simplified presence/absence approach for the Elbe River system. We used a standardized 16 km² grid approach created for data synthesis within SPP 2361 "On the Way to the Fluvial Anthroposphere" for mapping habitat ranges. Time slices for presence data are 1300-1500, 1501-1600, 1601-1700, 1701-1800, 1801-1850, 1851-1900, 1901-1947 and 1996-2021. Between 1947 and 1995 the Salmon was considered extinct in the Elbe River system.

Messergebnisse zur Radioaktivität in: Lachs (Salmo salar) (16.05.2023)

Messdaten zur Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt, in Lebens- und Futtermitteln

Welche Fischarten gibt es in Berlin?

Die ursprüngliche Fischfauna der Berliner Gewässer umfasst 36 Rundmäuler und Fischarten. Aktuell kommen 40 Fischarten in den Berliner Gewässern vor. Davon sind 14 Fischarten nicht heimisch (Neobiota). Am häufigsten sind die Fischarten Plötze, Barsch, Rotfeder, Hecht, Schleie, Blei und Aal. Von der ursprünglichen Fischfauna gelten Bachneunauge, Barbe, Europäischer Stör, Flussneunauge, Atlantischer Lachs, Meerneunauge und Zährte als ausgestorbene oder verschollene Arten. Zur Aufrechterhaltung des Lebenszyklus der Arten ist eine Durchwanderbarkeit der Fließgewässer notwendig. Die dafür notwendige Durchgängigkeit ist in vielen Bereichen von Havel und Spree derzeit nicht gegeben. Fische in Berlin – Bilanz der Artenvielfalt (Broschüre) Fischarten in Berlin (Umweltatlaskarte Fischfauna)

Katrin Eder: „Große Nister ist ‚Hot Spot‘ für aquatische Biodiversität in Rheinland-Pfalz“

Rheinland-pfälzisches Umweltministerium fördert weiteres Renaturierungsprojekt am Oberlauf der großen Nister mit 225.000 Euro „Obwohl die Stand- und Fließgewässer nicht einmal ein Zehntausendstel des Wasservolumens der Erde beinhalten, leben in ihnen rund zwölf Prozent aller bekannten Arten. Zirka 41 Prozent der Fischarten und 25 Prozent aller Wirbeltierarten sind mehr oder weniger direkt von Süßwasserökosystemen abhängig. Angesichts des weltweit dramatischen Verlustes an Pflanzen und Tieren machen diese Zahlen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung deutlich, wie wichtig es ist, dem weiter fortschreitenden Verlust an Biodiversität auch in unseren Gewässern entgegen zu treten. Ein hervorragendes Beispiel dafür, wie es gelingen kann, die Lebensgrundlagen für Flora und Fauna in und am Fluss zu erhalten ist das mittlerweile abgeschlossene Renaturierungsprojekt hier am Oberlauf der großen Nister“, sagte Umweltministerin Katrin Eder heute in Rennerod. Dort überreichte sie einen Förderbescheid über 225.000 Euro aus Mitteln der Aktion Blau Plus an den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rennerod, Gerrit Müller, für das mittlerweile abgeschlossenen Renaturierungsprojekt am Oberlauf der großen Nister in Willingen. Im Rahmen der Maßnahme zur Verbesserung der Gewässer- und Uferstruktur wurden auf einer Länge von rund 400 Metern Betonplatten als Sohlbefestigungen entfernt, die Böschungsneigung abgeflacht, und teilweise ein mäandrierender Gewässerverlauf hergestellt. Dadurch wurde die biologische Durchgängigkeit verbessert und das Auen- und Gewässerumfeld ökologisch aufgewertet. „Mit den umfangreichen Renaturierungsmaßnahmen durch die Verbandsgemeinde Rennerod entlang der Nister werden wir unserer ökologischen Verantwortung gerecht. Der Zuschuss ist ein wesentlicher Beitrag zur Wiederherstellung des natürlichen Fließgewässers, welches im Hohen Westerwald sein Quellgebiet hat und die Region seit jeher prägt. Unser Engagement für den Gewässerschutz kommt Tier, Natur und Mensch gleichermaßen zugute“, unterstrich Bürgermeister Gerrit Müller. Ministerin Katrin Eder verwies auch auf die enorme Bedeutung der großen Nister als Hotspot für die aquatische Biodiversität in Rheinland-Pfalz: „Der Fluss ist als ausgewiesenes Lachsgewässer von großer Wichtigkeit innerhalb des Wiederansiedlungsprogrammes Lachs 2020. Er verfügt insbesondere im Oberlauf und in Nebengewässern über wichtige Strukturen, die unter anderem als Laichgebiete für den Atlantischen Lachs dienen. Daneben ist die Nister als einer der letzten Lebensräume für die nahezu ausgestorbenen Bach- und Flussperlmuschelbestände von überregionaler Bedeutung.“ 2021 war in einer ersten Phase die Nisterquelle sowie eine Strecke von knapp 300 Metern renaturiert worden. Hierfür hatte das Umweltministerium bereits rund 208.000 Euro an Fördermitteln bereitgestellt. Insgesamt bezuschusst das Land die Gesamtmaßnahme mit fast 433.000 Euro. Eder verwies in diesem Zusammenhang auf die große Bedeutung der seit mehr als 25 Jahren erfolgreichen Aktion Blau Plus: „Seit deren Start konnten rund 1.800 Renaturierungsprojekte mit einer Gesamtlänge von mehr als 1.600 Kilometern Fließgewässerstrecke umgesetzt werden. Über 380 Millionen Euro wurden bislang in Projekte zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Gewässer, für Renaturierungen, und den damit verbundenen Grunderwerb investiert. Projekte, die vom Land mit bis zu 90 Prozent gefördert werden.“

Messergebnisse zur Radioaktivität in: Fischerzeugnisse, Atlantischer Lachs geräuchert (19.07.2021)

Messdaten zur Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt, in Lebens- und Futtermitteln

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