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Mittlere jährliche Sickerwasserrate aus dem Boden in Deutschland

Die mittlere jährliche Sickerwasserrate aus dem Boden ist als die Sickerwassermenge definiert, die den Boden unter Berücksichtigung des kapillaren Aufstiegs im langjährigen Mittel abwärts verlässt. Sie wird in mm/a angegeben. Niederschlagswasser, das nach Abzug des Oberflächenabflusses in den Boden infiltriert, steht zuerst für die Wasserversorgung der Vegetation zur Verfügung. Überschreitet der Wassergehalt im Wurzelraum die Feldkapazität, bewegt sich das infiltrierte Wasser der Schwerkraft folgend nach unten und verlässt den Wurzelraum. Dieses Sickerwasser wird sich zum Grundwasserspiegel bewegen und zur Grundwasserneubildung beitragen oder zum Teil auch lateral als Zwischenabfluss abfliessen. Neben der quantitativen Bedeutung der Sickerwasserrate aus dem Boden für die Grundwasserneubildung, und damit für die Trinkwasserversorgung aus dem Grundwasser, bestimmt das Sickerwasser in entscheidender Weise auch die Verlagerung und Auswaschung von Nähr- und Schadstoffen aus dem Boden ins Grundwasser und in Oberflächengewässer. Insbesondere für qualitative Aspekte des Gewässerschutzes ist die Sickerwasserrate deshalb eine entscheidende Eingangsgröße. Die Sickerwasserrate aus dem Boden ergibt sich aus der Differenz von Niederschlag minus Verdunstung und Oberflächenabfluss und wurde mit dem neuen TUB-BGR-Verfahren (WESSOLEK et al., 2003) landnutzungsabhängig (Acker, Grünland, Wald) berechnet. Die Version 1.0 mit einer Rasterweite von 250 Metern basiert auf den topographischen Grundlagen des Digitalen Landschaftsmodells 1:1.000.000 (DLM 1000) des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie.

Mittlere jährliche Sickerwasserrate aus dem Boden in Deutschland (WMS)

Web Map Service (WMS) zur mittleren jährlichen Sickerwasserrate aus dem Boden in Deutschland (SWR1000). Die mittlere jährliche Sickerwasserrate aus dem Boden ist als die Sickerwassermenge definiert, die den Boden unter Berücksichtigung des kapillaren Aufstiegs im langjährigen Mittel abwärts verlässt. Sie wird in mm/a angegeben. Niederschlagswasser, das nach Abzug des Oberflächenabflusses in den Boden infiltriert, steht zuerst für die Wasserversorgung der Vegetation zur Verfügung. Überschreitet der Wassergehalt im Wurzelraum die Feldkapazität, bewegt sich das infiltrierte Wasser der Schwerkraft folgend nach unten und verlässt den Wurzelraum. Dieses Sickerwasser wird sich zum Grundwasserspiegel bewegen und zur Grundwasserneubildung beitragen oder zum Teil auch lateral als Zwischenabfluss abfliessen. Neben der quantitativen Bedeutung der Sickerwasserrate aus dem Boden für die Grundwasserneubildung, und damit für die Trinkwasserversorgung aus dem Grundwasser, bestimmt das Sickerwasser in entscheidender Weise auch die Verlagerung und Auswaschung von Nähr- und Schadstoffen aus dem Boden ins Grundwasser und in Oberflächengewässer. Insbesondere für qualitative Aspekte des Gewässerschutzes ist die Sickerwasserrate deshalb eine entscheidende Eingangsgröße. Die Sickerwasserrate aus dem Boden ergibt sich aus der Differenz von Niederschlag minus Verdunstung und Oberflächenabfluss.

Boden

Als die alten Rieselfeldstrukturen zur Vorbereitung der Aufforstung eingeebnet wurden, vermischten sich die schadstoffbelasteten Klärschlammschichten mit dem anstehenden Mineralboden. Bei Bodenuntersuchungen Ende der 1990er Jahre wurden großflächig hohe Konzentrationen an verschiedenen organischen und anorganischen Schadstoffen, darunter auch verschiedene Schwermetalle, festgestellt. Vergleichbar hohe Werte werden sonst nur auf intensiv genutzten Industriestandorten gemessen. Die Schwermetalle befanden sich überwiegend im Oberboden. So entstand für die Rieselfelder um Hobrechtsfelde die Idee, den im Rahmen von Großbaumaßnahmen im Norden Berlins anfallenden Mergel in den Boden einzuarbeiten. 1996 startete das fortan sogenannte „Bucher Verfahren“ und auf mehr als 120 Hektar wurde so das Schadstoffbindungsvermögen verbessert. Es konnten verschiedene Ziele erreicht werden: Schwermetalle wurden im Boden gebunden und ihre Verlagerung im Boden durch die Zuführung von Kalk verhindert. Außerdem wurde die Nährstoffspeicherfähigkeit langfristig erhöht und die Wasserspeicherkapazität durch Erhöhung des Tonmineralanteils im Boden erhöht. Durch die Anwendung des Bucher Verfahrens wurden die Bodenverhältnisse und die Wasserverfügbarkeit soweit verbessert, dass auch die Pflanzung anspruchsvollerer Gehölze möglich war. Diese neue Vegetationsvielfalt begünstigte auch eine rasche Wiederbesiedelung durch die typische Bodenfauna aus umliegenden Flächen. Darüber hinaus entstand neuer Lebensraum für eine Vielzahl an Vögeln und Säugetieren. Problematisch hingegen sind nicht heimische sowie ausbreitungsstarke Arten wie beispielsweise der Eschenahorn aus Nordamerika, die auf den überlehmten Flächen besonders gut wachsen und oftmals andere Arten und offene Lebensräume verdrängen. Die positiven und begünstigenden Wirkungen werden bislang nur auf jenen Flächen erreicht, die mit dem Bucher Verfahren saniert wurden. Auf den unbearbeiteten Flächen ist die Situation auch heute noch nahezu unverändert. Flächen mit hoher Schadstoffkonzentrationen führen weiterhin zur Auswaschung von Schwermetallen ins Grundwasser und die Aufnahme von Schadstoffen durch Pflanzen.

Gefaehrdung archaeologischer Bodenfunde aus Metall durch immissionsbedingte Bodenversauerung

Ziele: - Aufklaerung der Zusammenhaenge zwischen der Immissionsbelastung (schadstoffbelasteter saurer Regen, Streusalz, Duengemittel usw.) und der beobachteten Zunahme von Korrosionsschaeden an archaeologischen Bodenfunden aus Metall (Fe, Cu, Ag, Pb und Legierungen). - Vermehrung des Grundlagenwissens zum praeventiven Schutz ('in situ') archaeologischer Fundstellen vor immissionsbedingter Belastung und Schaedigung. - Geeignete Konservierungs- und Restaurierungsmethoden fuer schadstoffbelastete metallische Funde. Zwischenergebnisse: - Erwartungsgemaess hat die Bodenart grossen Einfluss auf die unterschiedlich hohe Auswaschung von Schadstoffdepositionen. - Bei einigen Ausgrabungsplaetzen gibt es konkrete Hinweise dafuer, dass nicht nur die angestiegene Elektrolytbelastung fuer den beobachteten Anstieg der Korrosionschaeden in Frage kommt; zusaetzlich hat hier eine verbesserte Belueftung (als Folge tiefreichender Eingriffe in den Erdboden) vermehrte Metallumsetzung zur Folge. Deshalb muessen in den geplanten Modellrechnungen zur Korrosionsbelastung von Metallobjekten in unterschiedlichen Boeden sowohl Eintrag und Auswaschung von Schadstoffen als auch die veraenderten Belueftungsverhaeltnisse im Boden (Erosion, Tiefpfluegen; Bodenverdichtung usw.) veranschlagt und beruecksichtigt werden.

Pflanzenschutzmittel und andere organische Stoffe im System Boden/Wasser/Pflanze/Luft

Unter Einsatz verschiedener Mess- und Nachweistechniken werden Aufnahme und Wirkraumverhalten neuer 14C-markierter Pflanzenschutzwirkstoffe, die Entstehung von Stoffwechselprodukten sowie die Charakterisierung und Bioverfuegbarkeit nicht-extrahierbarer Rueckstaende im Boden praxisnah untersucht. Eine Erweiterung der Versuchskette vom Mikrooekosystem ueber Lysimeter-Versuche unter Freilandbedingungen bis hin zu realen Feldbedingungen soll dazu beitragen, die Uebertragbarkeit von Laborergebnissen auf Freilandbedingungen abzuschaetzen bzw die Relevanz von Detailversuchen mit 14C-markierten Wirkstoffen zu beurteilen. Ergaenzende Untersuchungen zu Aufnahme (Blatt, Wurzel), Transport und Stoffwechsel in der Pflanze sowie zur Bindung von Wirkstoffen im Boden sind als Beitrag zur Optimierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes zu sehen. Auch zur Risikoabschaetzung einer Grundwasserbelastung durch Pflanzenschutzmittel tragen die Versuche bei sowie spezielle Versuche zur Auswaschung aus der 110 cm tiefen Bodenschicht und Bindung an organische Bodenbestandteile. Weiter wird daran gearbeitet, die Verfluechtigung von Pflanzenschutzwirkstoffenn nach ihrer Applikation quantitativ zu erfassen.

RADALP-2: Die Erfassung der Hydrosphäre und der mikrobiellen Biomasse im Rahmen des radioökologischen Monitorings alpiner Landschaften - Methoden und Quantifizierung

Der globale Fallout als Folge oberirdischer Nuklearwaffen-Versuche in den 50er und 60 Jahren dieses Jahrhunderts führte in größeren Seehöhen zu einer höheren Flächenkontamination mit künstlichen Radionukliden als im Flachland, weil Niederschläge eine effektive Auswaschung der aerosoltransportierten Schadstoffe verursachen, und die durchschnittlichen Niederschlagsmengen (besonders in Form von Schnee) mit der Seehöhe zunehmen. Auch nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl waren Teile der österreichischen Alpen überdurchschnittlich stark von Radionuklid-Depositionen betroffen, da zum Zeitpunkt des Durchzuges der radioaktiven Wolke in den betreffenden Gebieten hohe Mengen an Niederschlag fielen. Das in Gletschern über Jahrzehnte gespeicherte Radionuklidinventar (aus beiden Depositionsereignissen) ist durch eine mögliche Klimaerwärmung in Gefahr, vermehrt freigesetzt zu werden. Zur Abschätzung möglicher Radionuklideinträge in die Hydrosphäre ist es daher wichtig, Methoden zu entwickeln, die im orographisch schwierigen und daher schlecht erreichbaren Gelände angewendet werden können; der stark strukturierten Landschaft gerecht werden, indem unter Minimierung der Analysenzahlen repräsentative Aussagen getroffen werden können;die Störung des Ökosytems möglichst gering halten Ein weiterer wichtiger Parameter, der durch Klimaveränderungen zu einer Veränderung der Speicherfähigkeit alpiner Ökosysteme für Radionuklide führen könnte, ist die mikrobielle Biomasse und deren Aktivität im Boden. In Nährstoff-Mangelsystemen wie alpinen Matten und Almwiesen werden vorhandene Resourcen (Nährstoffe) durch Kreislaufführung weitgehend im System gehalten und Auswaschungs- bzw. Austragungsverluste minimiert. Bodenmikroorganismen (bes. Pilze und Bakterien) nehmen in der Mobilisierung und Speicherung von Nährelementen eine Schlüsselrolle ein, indem sie anfallende organische Substanzen am und im Boden abbauen, umsetzten und die freigesetzten Nährstoffe zum Aufbau eigener Biomasse nutzen bzw. für Pflanzenwurzeln verfügbar machen. Die chemische Ähnlichkeit von Radiocäsium bzw. Radiostrontium mit den wichtigen Pflanzennährstoffen Kalium bzw. Kalzium legt nahe, dass die mikrobielle Stoffumsetzung auch in radioökologischen Fragestellungen wie dem Boden-Pflanze-Transfer eine zentrale Rolle spielt. Da dieses Kompartiment in radioökologischen Untersuchungen bisher nur selten eingehend betrachtet wurde, soll versucht werden, standardisierte bodenbiologische Methoden anzuwenden, um eine mikrobielle Charakterisierung gut untersuchter Almstandorte vorzunehmen und Zusammenhänge zwischen den erzielten Forschungsergebnissen (Radioökologie, biologische Aktivität der Böden) herzustellen.

Modellierung und Kartierung atmosphärischer Stoffeinträge und kritischer Belastungsschwellen zur kontinuierlichen Bewertung der ökosystemspezifischen Gefährdung der Biodiversität in Deutschland - PINETI (Pollutant INput and EcosysTem Impact)

Das Teilprojekt dient der Weiterentwicklung der Modellierung der nassen Deposition im Chemie Transport Model REM-Calgrid (RCG). Die operationelle Version von RCG berücksichtigt bei der Berechnung der nassen Deposition nur die Auswaschung von Schadstoffen unterhalb der Wolke. Bereits innerhalb des Vorgängerprojektes MAPESI wurde die Modellierung durch die Einführung der Auswaschung innerhalb der Wolke weiterentwickelt. Die Modellentwicklungen wurden innerhalb des PINETI Projektes daher zunächst im RCG fortgeführt.<BR>Quelle: www.umweltbundesamt.de<BR>

Modellierung und Kartierung atmosphärischer Stoffeinträge und kritischer Belastungsschwellen zur kontinuierlichen Bewertung der ökosystemspezifischen Gefährdung der Biodiversität in Deutschland - PINETI (Pollutant INput and EcosysTem Impact)

Das Teilprojekt dient der Weiterentwicklung der Modellierung der nassen Deposition im Chemie Transport Model REM-Calgrid (RCG). Die operationelle Version von RCG berücksichtigt bei der Berechnung der nassen Deposition nur die Auswaschung von Schadstoffen unterhalb der Wolke. Bereits innerhalb des Vorgängerprojektes MAPESI wurde die Modellierung durch die Einführung der Auswaschung innerhalb der Wolke weiterentwickelt. Die Modellentwicklungen wurden innerhalb des PINETI Projektes daher zunächst im RCG fortgeführt.<BR>Quelle: www.umweltbundesamt.de<BR>

Modellierung und Kartierung atmosphärischer Stoffeinträge und kritischer Belastungs-schwellen zur kontinuierlichen Bewertung der ökosystem-spezifischen Gefährdung der Biodiversität in Deutschland - PINETI (Pollutant INput and EcosysTem Impact). Teil 2

Das Teilprojekt dient der Weiterentwicklung der Modellierung der nassen Deposition im Chemie Transport Model REM-Calgrid (RCG). Die operationelle Version von RCG berücksichtigt bei der Berechnung der nassen Deposition nur die Auswaschung von Schadstoffen unterhalb der Wolke. Bereits innerhalb des Vorgängerprojektes MAPESI wurde die Modellierung durch die Einführung der Auswaschung innerhalb der Wolke weiterentwickelt. Die Modellentwicklungen wurden innerhalb des PINETI Projektes daher zunächst im RCG fortgeführt. Veröffentlicht in Texte | 61/2014.

Bioenergieregion Ludwigsfelde, Machbarkeitsstudie Terra Preta (BioLu)

Bioenergie- und Rohstoffproduktion auf landwirtschaftlichen Flächen erhöhen den Druck auf die verfügbaren Flächen. Neben der Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität ist daher auch die Wiedernutzbarmachung von degradierten und belasteten Flächen dringend geboten. Eine Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit scheint durch die Erhöhung der Kohlenstoffvorräte im Boden realisierbar. So erhalten die unfruchtbaren Böden der humiden Tropen ein hohes Produktionspotential durch jahrhundertelange menschliche Zugabe von organischen Abfallstoffen. Aus Böden mit extrem niedriger Nährstoffspeicherkapazität und fehlenden Nährstoffvorräten entsteht so ein nachhaltig fruchtbarer Boden, die Terra Preta. Träger der Fruchtbarkeit dieser Böden ist vor allem der hohe Gehalt an organischer Substanz, der zu großen Teilen als Holzkohle vorliegt. In letzter Zeit wird die Einbringung von verkohlter Biomasse unter dem Begriff Biokohle als Bodenverbesserungsmittel häufig diskutiert. Da der in der Biomasse enthaltene Kohlenstoff im Konvertierungsprozess zu aromatischen Ringstrukturen umgebaut wird und so kaum mikrobiell abgebaut werden kann, dient die Einbringung der Biokohle in den Boden gleichzeitig der Kohlenstoffsequestrierung. Auch als Sorbent für Schadstoffe, mit ähnlichen Eigenschaften wie Aktivkohle, wird Biokohle zunehmend diskutiert. Für den Ausbau der Bioenergie in der Region Ludwigsfelde stellen sich zwei Probleme: (1) Die sandigen und nährstoffarmen Böden sind, ähnlich wie die tropischen Böden, von Natur aus wenig fruchtbar. (2) Große Areale der Region sind durch die ehemalige Rieselfeldwirtschaft schadstoffbelastet. In Teilbereichen besteht sogar die Gefahr der Schadstoffauswaschung ins Grundwasser. Biokohle-Einbringung könnte daher zu einer Steigerung der Produktivität der Böden der Region beitragen und zum anderen Schadstoffe in den Rieselfeldböden fixieren. Darüber hinaus kann Biokohle als langfristige C-Senke im Boden zur Reduktion des Anstiegs der CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre beitragen. Zur Zeit wird an zwei Verfahren zur Herstellung von Biokohle intensiv geforscht: Pyrolyse und hydrothermale Carbonisierung (HTC). Die Eigenschaften der HTC-Kohlen unterscheiden sich stark von jenen der pyrogenen Kohlen. Im Rahmen des Projektes werden daher zunächst die Chancen und Risiken beider Technologien beleuchtet. Denn bei all den vielversprechenden Ergebnissen darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die Einbringung von Biokohle auch negative Effekte haben kann, wie z.B. die potentielle Einbringung von (an-) organischen Schadstoffen oder die negative Beeinflussung von Bodenmikroorganismen. Durch Topfversuche werden die Potentiale der Kohlen für die Böden der Region ermittelt. Darauf aufbauend sollen Feldversuche mit verschiedenen Kohlen durchgeführt werden.

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