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Bewertung der Desinfektionsleistung bei katalytischer UVA-Behandlung schwach mikrobiell belasteter Wässer

Hallenbad-Passivhaus Lünen

Die Bädergesellschaft Lünen mbH betreibt die öffentlichen Hallen- und Freibäder der Stadt Lünen. Aktuell startet dort der Neubau eines funktionalen Hallenbades im Passivhausstandard. Über diesen Neubau werden Altstandorte mit unzulänglicher Barrierefreiheit, veralteter Technik und mangelhaft werdender Betriebssicherheit abgelöst. Ziel ist es, mit Hilfe eines optimierten Bau- und Betriebskonzepts möglichst viel Ener- gie und Wasser und damit Kosten einzusparen, wie auch den Nutzeransprüchen gerecht zu werden. Hauptbestandteil der geplanten Maßnahmen ist die passivhaustaugliche Gebäude- hülle. Zur Energieeinsparung trägt auch die Lüftungsanlage bei, die bedarfsgerecht gesteuert wird. Die Wärme aus der Abluft wird durch Wärmepumpen zurück gewon- nen, wieder in den Kreislauf eingespeist und durch hocheffiziente Ventilatoren ver- teilt. Die Becken ragen weniger tief in den Technikkeller als üblich, wodurch sich die Wärme übertragende Fläche und der damit einhergehende Wärmeverlust aus der Schwimmhalle verringert. Die optimale Nutzung von Tageslicht und der Einsatz bedarfsgesteuerter hocheffizienter Beleuchtungskörper leisten ebenfalls einen Beitrag zur Energieeinsparung. Darüber hinaus wird das über die Nutzer auf die Beckenumgänge ausgetragene Wasser auf kurzem Wege und ohne Kontergefälle gefasst. Dadurch reduziert sich die ver- dunstende Wassermenge. Die Badewasseraufbereitung ist ebenfalls energetisch optimiert. Es kommen nur Hocheffizienzpumpen zum Einsatz. Mit neuartigen Messverfahren soll die Wasserqualität bedarfsgerecht gesteuert werden. Durch die so optimierte Betriebsweise sollen neben Energie und Wasser auch Chemikalien eingespart werden. Die benötigte Energie wird über ein mit Biogas aus nachwachsenden Roh- stoffen betriebenes Blockheizkraftwerk mit Brennwertnutzung erzeugt und durch eine Photovoltaikanlage und eine Solarkollektoranlage zur Erwärmung des Beckenwassers komplettiert. Die nicht im Bad selbst benötigte Wärme wird in ein Fernwärmenetz eingespeist. Ein begleitendes Messprogramm gewährleistet technologische Transparenz und Erkenntnisgewinn für Neubau- und Sanierungsprojekte andernorts. Branche: Öffentliche Verwaltung, Erziehung, Gesundheitswesen, Erholung Umweltbereich: Klimaschutz Fördernehmer: Bädergesellschaft Lünen mit beschränkter Haftung Bundesland: Nordrhein-Westfalen Laufzeit: 2009 - 2013 Status: Abgeschlossen

Schwimm- und Badebecken

<p> <p>Jedes Jahr nutzen Millionen Besucher die öffentlichen und gewerblichen Frei- und Hallenbäder. Neben dem hohen Freizeitwert fördert Schwimmen und Baden das gesundheitliche Wohlbefinden. Wenn sich viele Menschen gleichzeitig in einem Schwimm- und Badebecken aufhalten, bedarf es besonderer Vorkehrungen, damit es nicht zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Besucherinnen und Besucher kommt.</p> </p><p>Jedes Jahr nutzen Millionen Besucher die öffentlichen und gewerblichen Frei- und Hallenbäder. Neben dem hohen Freizeitwert fördert Schwimmen und Baden das gesundheitliche Wohlbefinden. Wenn sich viele Menschen gleichzeitig in einem Schwimm- und Badebecken aufhalten, bedarf es besonderer Vorkehrungen, damit es nicht zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Besucherinnen und Besucher kommt.</p><p> <p>In den Frei- oder Hallenbädern wird das Wasser ständig im Kreislauf aufbereitet (gereinigt) und desinfiziert. Durch die Desinfektion im Becken sollen die von den Badegästen abgegebenen Mikroorganismen (z. B. Bakterien), darunter möglicherweise auch Krankheitserreger, sehr schnell abgetötet werden. Nur so ist es möglich, eine relativ große Zahl von Besucherinnen und Besuchern in einem relativ kleinen Becken baden zu lassen, ohne dass eine besondere Gesundheitsgefahr befürchtet werden muss.</p> <p>Die Schwimm- und Badebeckenwasserhygiene hat eine gute, gleich bleibende Beschaffenheit des Beckenwassers in Bezug auf Hygiene, Sicherheit und Wohlbefinden der Badegäste zum Ziel. Dafür ist ein Zusammenwirken folgender Faktoren notwendig:</p> <ul> <li>Aufbereitung (Entfernung von Mikroorganismen und Verschmutzungen),</li> <li>Desinfektion (Reduktion der Mikroorganismen durch Abtötung oder Inaktivierung),</li> <li>Beckenhydraulik (optimale Verteilung des Desinfektionsmittels im gut durchströmten Becken und Austrag von Belastungsstoffen),</li> <li>Austausch von mindestens 30 Litern Beckenwasser gegen Frischwasser (Füllwasser) pro Badegast, dies verhindert eine unerwünschten Anreicherung von Stoffen, die durch die Aufbereitung des Beckenwassers nicht entfernt werden können.</li> </ul> Gesetzliche Grundlagen <p>Die gesetzliche Grundlage zur Sicherung und Überwachung der Qualität des Schwimm- und Badebeckenwasser ist das „Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutz-Gesetz - IfSG)”. Paragraf 37 Absatz 2 des IfSG legt folgendes fest: „Schwimm- und Badebeckenwasser (…) muss so beschaffen sein, dass durch seinen Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit, insbesondere durch Krankheitserreger, nicht zu besorgen ist”.</p> <p>Die Gesundheitsämter werden gesetzlich verpflichtet, die Schwimm- und Badebecken einschließlich ihrer Aufbereitungsanlagen zu überwachen. Die Überwachung der Qualität des Schwimm- und Badebeckenwassers obliegt somit den Bundesländern und ihren nachgeordneten Behörden.</p> <p>Da es keine Schwimm- und Badewasserbeckenverordnung gibt, orientieren sich die Gesundheitsämter bei ihrem amtlichen Überwachungsauftrag an die in der DIN 19643 „Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser“ und in der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Empfehlung „Hygieneanforderungen an Bäder und deren Überwachung“ festgelegten Anforderungen an die Schwimm- und Badebeckenwasserqualität.</p> <p>Bäder an Oberflächengewässern (Badegewässer) fallen nicht unter die Regelungen des IfSG. Ihre Wasserqualität regelt die <a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CONSLEG:1976L0160:20030605:DE:PDF">Badegewässer-Richtlinie (76/160/EWG)</a>, die die Bundesländer in Rechtsvorschriften umgesetzt haben.</p> Aufgabe des UBA <p>Das IfSG (§40) weist dem Umweltbundesamt die Aufgabe zu, Konzeptionen zur Vorbeugung, Erkennung und Verhinderung der Weiterverbreitung von durch Wasser übertragbaren Krankheiten zu entwickeln. Diese Konzeptionen dienen in erster Linie dazu, die jeweils zuständigen Behörden der Länder, die für die Durchführung der einschlägigen Vorschriften des IfSG zuständig sind, sowie die sonstigen beteiligten Fachkreise durch entsprechende grundsätzliche Expertisen zu unterstützen. Die fachlichen Konzeptionen liefern darüber hinaus wichtige Grundlagen für gesundheitspolitische Maßnahmen des Bundes und der Länder.</p> <p>Um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Badegäste und des Personals eines Schwimmbades nicht zu beeinträchtigen, werden mikrobiologische, chemische und physikalisch-chemische Anforderungen an das Schwimm- und Badebeckenwasser gestellt. Das erfordert ein enges und übergreifendes Zusammenwirken der Fachdisziplinen Chemie, Mikrobiologie und Toxikologie.</p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

Biologische Badewasseraufbereitung mit Biofilter - Biofilter-Teststand für Produktsicherheit und Innovation zur biologischen Badewasseraufbereitung

Das Wasser von naturnahen Schwimmteichen wird mit Biofiltern aufbereitet. Biofilter sind mit Substrat gefüllte, vom Wasser durchströmte Filterkörper, die Aufwuchsfläche für Biofilme aus Mikroorganismen bieten. Die eingetragenen Stoffe werden entweder abgebaut (organische Stoffe, Stickstoff, Krankheiterreger) oder an das Filtermedium und den Biofilm gebunden (Phosphor). Durch die resultierende Phosphorlimitierung können unerwünschte Algenblüten im Schwimmteich vermieden werden. Die Filter müssen periodisch rückgespült werden, um den im Filter gebundenen Phosphor aus dem System zu entfernen. Bisher wurden die Filter dafür 14 Tage lang abgestellt womit die Sauerstoffzufuhr im Filterkörper unterbrochen wird. Durch die entstehenden anaeroben Bedingungen im Filterkörper sollten sich Nährstoffe aus dem absterbenden Biofilm lösen und über die Rückspülung (Wasser ablassen) entfernt werden können. Vorversuche im Labor und Messungen im Feld haben jedoch gezeigt, dass mit diesem Verfahren nur ein geringer Prozentsatz des eingebrachten Phosphors ausgetragen werden kann, und weitere Verbesserungen am Rückspülverfahren notwendig sind. Bis jetzt sind Biofilter in der Schweiz nicht normiert. Im vorliegenden Projekt sollen die Voraussetzungen für einen transparenten Qualitätsstandard und damit für eine künftige Verbesserung und Normierung von Biofiltern für Schwimmteiche geschaffen werden. Hypothese ist, dass der Biofilm das entscheidende Element für die Leistungsfähigkeit des Biofilters ist. Es geht also darum, optimale und standardisierte Wachstumsbedingen für die auf den Biofilmen lebenden Mikroorganismen zu finden und diese Bedingungen reproduzieren zu können. Optimierungsbedarf besteht bei den Faktoren Filtersubstrat und -struktur, Dimensionierung und Aufbau des Filters, Filtermanagement (z.B. Rückspülungsmodus und -zyklen) und Wasserchemie. Das vorliegende Projekt soll durch den Aufbau eines Teststandes ermöglichen, dass verschiedene Biofiltersysteme miteinander verglichen werden können sowie Wasserzusätze für die Schaffung optimaler Wachstumsbedingungen für die Biofilme Die Ergebnisse werden einerseits der Weiterentwicklung von Biofiltern dienen, andererseits in Form eines Planungs- und Kontroll-Tools den Praktikern zur Verfügung stehen und die Basis legen für eine Zertifizierung der Filterleistung. Der SVBP als Interesseverband von ca. 45 Betrieben, die auf den Bau von Schwimmteichen spezialisiert sind, unterstützt das Projekt finanziell und logistisch. Das Projekt wurde aufgrund des Beitragsgesuchs vom 14.03.2016 (Beilage 1) genehmigt. Projektziele: 15 Filterprüfstände sind betriebsbereit inkl. Standard Operating Procedure (SOP) und für die normierte Prüfung von Biofiltern erprobt. Für Schwimmteichbauer ist ein Planungs- und Kontroll-Tool für die Messung der Leistungsfähigkeit der Filter vorhanden. Eine Datenbank zur Definition des Stands der Technik ist erstellt.

Untersuchungen zum Vorkommen halogenierter Kohlenwasserstoffe in der Raumluft von Hallenbaedern

Durch die erforderliche Desinfektion des Badewassers mit Chlor oder Ozon (Vorozonung) entstehen auch in Abhaengigkeit der eingesetzten Aufbereitungssysteme verschiedene leichtfluechtige halogenierte Kohlenwasserstoffe (HKW). Bedingt durch die Baedertypen, Wasser-, Raumlufttemperatur und Luftwechselraten der Raumluft ist mit unterschiedlich starken Belastungen der Innenraumluft von Baedern zu rechnen. In einem einjaehrigen Screening-Test wurden in einer ersten Phase bekannte leichtfluechtige HKW durch qualitative und quantitative Untersuchungen von Wasser- und Luftproben mittels modernster Methoden analysiert sowie die relevanten technischen und physikalischen Parameter der untersuchten Baeder erfasst (siehe Bericht 1990). In der zweiten Phase soll nunmehr versucht werden, die in der ersten Phase analysieren Substanzen bei Probanden (Badnutzer, -personal), die sich in den Baedern aufgehalten haben, qualitativ und quantitativ nachzuweisen. In diesem Biomonitoring sollen Atemluft, Blut und Urin untersucht werden. Ziel des Projektes ist es, Belastungsfaktoren und Zusammenhaenge der HKW-Verteilung innerhalb verschiedener Medien (Wasser, Luft) zu erkennen und darzustellen, eine kurz- und evtl langfristige Aufnahme von HKW im Organismus (Blut) bei nachgewiesener, moeglichst standardisierter und realistischer Exposition zu erfassen, die kurzfristige Wiederabgabe durch den Organismus (Atemluft, Urin) abzuschaetzen und, soweit moeglich, anhand der gewonnenen Daten und Ergebnisse eine toxikologische Bewertung anzustreben. Ebenfalls sollen Empfehlungen fuer den Betrieb von Badeanlagen, der Badewasseraufbereitung und zur Regulierung der Raumluftqualitaet erarbei...

IBÖ-01: Entwicklung eines Chitosans und Zugehörigen Verfahrens zur Aufbereitung von Schwimmbeckenwasser (ChitoPool)

Ziel des Gesamtprojektes ist die Entwicklung eines neuen Chitosan-Bioproduktes, welches optimal für die Aufbereitung von Schwimmbeckenwasser unter Nutzung eines ebenfalls neu zu entwickelnden Verfahrens geeignet ist. Die Innovation besteht in einem ideal für die Bindung niedermolekularer organischer Stoffe geeigneten Chitosan und der Entwicklung eines für die Entfernung der entstehenden Chitosanflocken geeigneten Verfahrens. Die Entwicklung eines neuen chitosanbasierten Flockungsmittels erfordert neben einer technischen Bewertung auch eine ökonomische Lebensweganalyse. In der Sondierungsphase erfolgt zunächst eine vertiefte Ausarbeitung der Produktidee durch die Analyse der Kundenbedürfnisse sowie der Markt- und Konkurrenzsituation bezüglich der Chitosanherstellung und Anwendung in der (Schwimmbecken)Wasseraufbereitung. In der technischen Bewertung werden anhand von Voruntersuchungen im Labor die ersten Erkenntnisse zur technischen Leistungsfähigkeit des Flockungsmittels sowie zu den optimalen Verfahrensbedingungen gewonnen. Für die Bewertung des umweltentlastenden Potentials (Ökobilanz) der Herstellung eines chitosanbasierten Flockungsmittels im Vergleich zu metallhaltigen Flockungsmitteln erfolgt eine Materialflusskostenrechnung bzw. Life Cycle Assessment.

Neue Verfahrenskombination von Ultra- und Nanofiltration zur Minimierung gelöster Desinfektionsnebenprodukte bei der Schwimmbeckenwasseraufbereitung (2. Phase), Neue Verfahrenskombination von Ultra- und Nanofiltration zur Minimierung gelöster Desinfektionsnebenprodukte bei der Schwimmbeckenwasseraufbereitung

In diesem Projekt wird eine neue Verfahrenskombination zur Aufbereitung von Schwimmbeckenwasser untersucht. Die Kombination besteht aus Ultrafiltration (UF) mit Nanofiltration (NF) in einem variablen, belastungsorientierten Teilstrom verbunden mit einer Rückspülwasseraufbereitung. Ziel der Untersuchungen war einerseits die gesundheitliche Sicherheit und die Zufriedenheit der Badegäste zu erhöhen und andererseits die Effizienz des Systems bezüglich des Energie-, Wasser- und Chemikalienverbrauchs zu verbessern. Im Rahmen dieses Projektes wurde die erste Phase der Untersuchungen zum Einsatz der NF für die Aufbereitung von Schwimmbeckenwasser bearbeitet. Es wurden die für die Schwimmbeckerwasseraufbereitung geeigneten NF-Membranen ausgewählt und in einer großtechnischen Anlage eingesetzt. Der Zusammenhang zwischen Beckenwasserqualität und Besucheranzahl, Rohwasserqualität und Frischwasserverbrauch wurde untersucht. Dabei wurden neben den Parametern DOC, THM und AOX auch weitere Parameter (z.B. gebundenes Chlor, Ionen, pH-Wert und mikrobiologische Parameter) betrachtet. Die Ergebnisse der Aufbereitung des Schwimmbeckenwassers mit der Kombination von NF und UF zeigten, dass die DOC-Konzentration während des drei monatigen Betriebs bei der Konzentration des Frischwassers liegt. Das Frischwasser weist jedoch hohe DOC-Konzentrationen auf (ca. 3,0 mg/L). Der Eintrag der Badegäste zur Belastung des Beckenwassers war wenig erkennbar. Die AOX-Konzentration lag mit ca. 230 ìg/L deutlich unter dem Wert der Aufbereitung ohne NF (ca. 328 ìg/L). Die THM Konzentration blieb im ähnlichen Konzentrationsbereich wie bei der Aufbereitung mit UF-PAC (Pulver Aktivkohle). Der Frischwasserverbrauch blieb ebenso in der gleichen Größenordnung wie bei der Aufbereitung ohne NF (ca. 22,2 m3/Tag). Die Untersuchungen wurden bisher ohne Optimierung der Filtrationsparameter durchgeführt. Dafür sind Untersuchungen in einem Folgeantrag (Phase II) vorgesehen. Die derzeitigen Ergebnisse zeigen auf, dass es möglich ist ein wirtschaftliches Verfahren zur Entfernung von Desinfektionsnebenprodukte zu entwickeln, dass gegenüber den derzeitig eingesetzten Verfahren ökonomische und ökologische Vorteile besitzt.

Hallenbad-Passivhaus Lünen

Die Bädergesellschaft Lünen mbH betreibt die öffentlichen Hallen- und Freibäder der Stadt Lünen. Aktuell startet dort der Neubau eines funktionalen Hallenbades im Passivhausstandard. Über diesen Neubau werden Altstandorte mit unzulänglicher Barrierefreiheit, veralteter Technik und mangelhaft werdender Betriebssicherheit abgelöst. Ziel ist es, mit Hilfe eines optimierten Bau- und Betriebskonzepts möglichst viel Energie und Wasser und damit Kosten einzusparen, wie auch den Nutzeransprüchen mehr denn je gerecht zu werden. Hauptbestandteil der geplanten Maßnahmen ist die passivhaustaugliche Gebäudehülle. Zur Energieeinsparung trägt auch die Lüftungsanlage bei, die bedarfsgerecht gesteuert wird. Die Wärme aus der Abluft wird durch Wärmepumpen zurück gewonnen, wieder in den Kreislauf eingespeist und durch hocheffiziente Ventilatoren verteilt. Die Becken ragen weniger tief in den Technikkeller als üblich, wodurch sich die Wärme übertragende Fläche und der damit einhergehende Wärmeverlust aus der Schwimmhalle verringert. Die optimale Nutzung von Tageslicht und der Einsatz bedarfsgesteuerter hocheffizienter Beleuchtungskörper leisten ebenfalls einen Beitrag zur Energieeinsparung. Darüber hinaus wird das über die Nutzer auf die Beckenumgänge ausgetragene Wasser auf kurzem Wege und ohne Kontergefälle gefasst. Dadurch reduziert sich die verdunstende Wassermenge. Die Badewasseraufbereitung ist ebenfalls energetisch optimiert. Es kommen nur Hocheffizienzpumpen zum Einsatz. Mit neuartigen Messverfahren soll die Wasserqualität bedarfsgerecht gesteuert werden. Durch die so optimierte Betriebsweise sollen neben Energie und Wasser auch Chemikalien eingespart werden. Die benötigte Energie wird über ein mit Biogas aus nachwachsenden Rohstoffen betriebenes Blockheizkraftwerk mit Brennwertnutzung erzeugt und durch eine Photovoltaikanlage und eine Solarkollektoranlage zur Erwärmung des Beckenwassers komplettiert. Die nicht im Bad selbst benötigte Wärme wird in ein Fernwärmenetz eingespeist. Ein begleitendes Messprogramm gewährleistet technologische Transparenz und Erkenntnisgewinn für Neubau- und Sanierungsprojekte andernorts.

Rueckstandsminimierung mittels Membranverfahren

Das Forschungsvorhaben soll zu einem erheblichen Wissensgewinn auf dem Gebiet der Rueckstandsminimierung fuehren, der insbesondere fuer Wasserversorgungsunternehmen (WVU) und Schwimmbadbetreiber von Bedeutung ist. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, detailliertere Aussagen als bisher moeglich ueber eine Minimierung der bei der Trink- und Badewasseraufbereitung anfallenden Rueckstaende mittels Mikro- (MF) und Ultrafiltration (UF) und der damit verbundenen Kosteneinsparungen machen zu koennen. Hierzu sollen die Einsatzmoeglichkeiten und Kosten verschiedener MF- und UF-Anlagen bei der Aufbereitung von schlammhaltigen Spuelwaessern und daraus resultierenden Klarwaessern in Hinblick auf eine moegliche Rueckfuehrung ueberprueft werden. Aufgrund der fuer Membranverfahren als guenstiger einzustufenden Zulaufqualitaet soll im Teil I des Forschungsvorhabens als Zulaufwasser zunaechst Rueckspuelwasser von Enteisenungs- und Entmanganungsfiltern verwendet werden. Im Teil II des Forschungsvorhabens soll dann die Aufbereitung von flockungs- und flockungshilfsmittelhaltigen Rueckspuelwaessern (z.B. aus der Oberflaechenwasseraufbereitung) untersucht werden.

Flaechendesinfektion in Hallenbaedern mittels UV-Bestrahlung zur Reduzierung des Chemikalieneinsatzes

Ziel: Flaechen- und Beckenwasserdesinfektion in Hallenbaedern unter Einsatz von UV-Strahlung. Hypothese: Durch flaechendeckende Entkeimung sollte es moeglich sein, den ueblichen Chemikalieneinsatz zu senken und die Filtrationsanlagen in den Nachtstunden auszuschalten. Zwischenergebnis: Bei vorhandener Bepflanzung im Hallenbad ist eine UV-Bestrahlung nicht moeglich. Unterwasserentkeimung bereitet konstruktive Probleme.

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