Es werden u.a. wissenschaftliche Workshops durchgefuehrt: 26./27. November 1981: Expoquimia Barcelona 19./20. November 1984: Expoquimia Barcelona 20./21. Maerz 1986: EPF-L, Lausanne in Zukunft werden auch biochemische und Metabolismus-Studien einbezogen.
3 Tage Vorhersage. Wind, Temperatur, Bodendruck, Bedeckung, Konvektionswolken und Niederschlag. - 3 days forecast. Wind, temperature, pressure mean sea level, cloud cover, convective clouds and precipitation.
Es ist dringend erforderlich, die relevanten hydrologischen Prozesse in montanen mediterranen Einzugsgebieten zu verstehen, um deren potentielle Änderungen in ihren Funktionen für die Wasserversorgung durch den Klimawandel und Landnutzungsänderungen zu kennen. Daher möchte ich zusammen mit meiner Gastinstitution, dem IDAEA-CSIC in Barcelona, untersuchen, wie die Vegetation, die Böden und das Grundwasser das Speichern, die Mischung, die Abflussbildung, sowie die Evapotranspiration in dem Einzugsgebiet Vallcebre im Nordosten Spaniens beeinflussen. Die Forscher des IDAEA -CSIC haben hydrometrische Daten und stabile Isotope (d2H, d18O) der verschiedenen hydrologischen Kompartimente des Einzugsgebiets gesammelt. Somit liegen Informationen über den Freiland- und Bestandniederschlag, Stammabfluss, Bach- und Grundwasser, sowie Wasser im Boden und der Vegetation vor. Ich plane, diesen umfangreichen Datensatz zur Bestimmung der Verweilzeiten mit neue Methoden anzuwenden, damit sich unser Verständnis von Wasserfluss und Stofftransport in Einzugsgebieten verbessert. Ich werde zunächst testen, wie mittels 'StorAge Selection functions' (Rinaldo et al. 2015) die Dynamik der Verweilzeiten des Abflusses und der Evapotranspiration beschrieben werden können. Des Weiteren habe ich als Ziel die neuen Konzepte der 'young water fraction' (Kirchner 2016) and 'new water fraction' (Kirchner 2017) anzuwenden, um besser die kurzfristige Komponente der Verweilzeiten beschreiben zu können. Diese Methoden sind noch nicht für Mediterrane Einzugsgebiete getestet worden, aber der umfangreiche Datensatz für die Vallcebre Einzugsgebiete ermöglicht die Untersuchung aktueller Fragen der Einzugshydrologie: Können Studien zur Verweilzeit verbessert werden mit höherer Rate der Probennahme von Niederschlag und Abfluss? Wie wirken sich neu erschlossene Daten über Bestandsniederschlag, Stammabfluss, Wurzelwasseraufnahme oder Bodenwasserfluss auf die Analysen aus? Zuletzt werde ich die Information von Tiefenprofilen der Isotopenzusammensetzung von Porenwasser einbeziehen, um hydrologische Modelle zu testen und die Verweilzeiten im Boden mit der Verweilzeit des Einzugsgebietsabflusses in Bezug zu setzen. Letzteres baut auf meine Dissertation und derzeitiger Postdoc-Studien auf.
In Zeiten angespannter öffentlicher Haushalte wird verstärkt geprüft, ob Maßnahmen einer nachhaltigen Stadtentwicklungspolitik noch finanziell darstellbar oder aufschiebbar sind. Bei diesen Abwägungen gerät oftmals aus dem Blick, welche finanziellen Einsparungen sich aus Investitionen in z.B. einen verbesserten Zugang zu Grün- und Wasserflächen, nachhaltige Mobilität, eine Reduzierung der Luft- und Lärmverschmutzung, des Wasserverbrauchs, der Abfallproduktion sowie eine bessere Anpassung an die Folgen des Klimawandels ergeben. Maßnahmen nachhaltiger Stadtentwicklungspolitik werden oft als Kostenfaktor missverstanden und entsprechend depriorisiert. Dabei wird nicht ausreichend berücksichtigt, dass z.B. die Verfügbarkeit von Grünflächen einen erheblichen positiven Effekt auf die körperliche und mentale Gesundheit der Bevölkerung hat und damit erhebliche Kosten im Gesundheitssystem spart (vgl. dazu die BfN-Studie von Rittel et al., 2014). Das BMBF-gefördete Projekt 'Stadtgrün wertschätzen' hat bereits eine Reihe der Ökosystemleistungen von Stadtgrün quantifiziert, dessen Erkenntnisse einbezogen und um zusätzliche Aspekte wie Gesundheits- und Infrastrukturkosten erweitert werden sollten. Internationale Modellvorhaben (z.B. Barcelona) und Untersuchungen sollen ebenfalls Eingang finden mit dem Ziel, Politik und Verwaltung eine evidenz-basierte Grundlage für Investitionen in Maßnahmen nachhaltiger Stadtentwicklung zu verschaffen. Vor diesem Hintergrund verfolgt dieses Forschungsvorhaben das Ziel, die positiven Effekte unterschiedlicher Maßnahmen nachhaltiger Stadtentwicklungspolitik, national wie international, zu identifizieren und fiskalisch zu quantifizieren. Hierzu zählen z.B. Einsparungen aufgrund positiver mentaler und körperlicher Gesundheitseffekte, Kühlungseffekte durch Verschattung, CO2-Einsparungen durch Stadtgrün, Prävention von Schäden durch Extremwetter sowie Entlastungen öffentlicher Infrastruktur (z.B. der Kanalisation) durch Stadtgrün.
Ziel des Forschungsprojektes ist die wissenschaftliche Auswertung von drei ausgewählten Bauten der öffentlichen Hand hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit in der Nutzungs- und Betriebsphase. Dies erfolgt anhand von 42 Schlüsselindikatoren in Vorbereitung der SB Challenge im Rahmen der globalen Konferenz 'World Sustainable Building WSB 2014' in Barcelona. Die Ergebnisse werden auf der WSB14 im Oktober in Barcelona vorgestellt. Anlass und Ziel: Seit Jahren macht die Bundesregierung Nachhaltigkeit zu einem Grundprinzip ihrer Politik. Um den zukünftigen Anforderungen an ganzheitlich optimierte Gebäude gerecht zu werden, hat das Bundesbauministerium für Bundesgebäude verbindliche Qualitätsvorgaben erarbeitet, die im Leitfaden Nachhaltiges Bauen und im Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) fortentwickelt werden. Dem Anwender stehen die BNB-Module 'Neubau', 'Nutzen und Betreiben' und 'Komplettmodernisierung' zur Verfügung, sodass ein Gebäude über den gesamten Lebenszyklus bewertet werden kann. Denn ein Gebäude ist nur so nachhaltig, wie es auch nachhaltig genutzt und betrieben wird. Mit der Teilnahme an der SB Challenge 2014 beteiligt sich das Bundesbauministerium am internationalen Diskurs zum nachhaltigen Nutzen und Betreiben. Die Veranstalter der SB Challenge haben für den internationalen Vergleich 42 Schlüsselindikatoren (Key Performance Indicators, KPI) entwickelt, anhand derer nachhaltig geplante Gebäude hinsichtlich ihrer entsprechenden Nachhaltigkeit in der Phase der Gebäudenutzung untersucht werden sollen. Für Deutschland werden die KPI für das Paul-Wunderlich-Haus in Eberswalde, das Hauptzollamt Hamburg und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in Berlin ausgewertet. Einzelne Kriterien des Moduls 'Nutzen und Betreiben' sollen im Zuge der Erhebung ebenfalls berücksichtigt werden.
Orientierung ueber Fortschritte auf dem Gebiet der Umweltanalytik, sowie Stellungnahme zu aktuellen Fragen der Umweltanalytik oder des Umweltschutzes, soweit diese analytikbezogen sind. Es werden insbesondere Symposien ueber Probleme der Erfassung von Umweltbelastungen und Entwicklungen der Methoden abwechslungsweise in Europa und Nordamerika durchgefuehrt: 14. Symposium Barcelona, Nov. 1984, 15. Symposium Jekyll, Island (Georgia) Mai 1985, 16. Symposium EPF-L Lausanne Maerz 1986. Die Association gibt Newsletters heraus und organisiert auch Workshops ueber LC/MS (Montreux Oktober 1984), ueber Ionenchromatographie (Barcelona Nov. 1984, Geneve Maerz 1986). Ueber Probenahme (Freiburg i. Br. Oktober 1985), ueber Dioxine und verwandte Verbindungen (Ottawa Oktober 1984, Bayreuth Herbst 1985), ueber Kohlenwasserstoffe (Barcelona Nov. 1984, EPF-Lausanne Maerz 1986) und ueber carcinogene Metallverbindungen (Geneve Sept. 1983, Villars, Januar 1986).
RENEB: Das Europäische Netzwerk für Biologische und Retrospektive Physikalische Dosimetrie Hintergrund Während der großen radiologischen Notfälle in Tschornobyl und Goiânia erwies sich der Einsatz biodosimetrischer Methoden als wertvolle Unterstützung bei der Dosisrekonstruktion und für die medizinische Versorgung betroffener Personen. Der Nutzen der Zusammenarbeit und der Kapazitätsbündelung von verschiedenen Laboren für biologische Dosimetrie konnte dabei eindrucksvoll demonstriert werden. Diese Erfahrungen unterstrichen die strategische Relevanz einer Vernetzung von Fachkompetenzen. Vernetzung auf europäischer Ebene Um Europa besser auf schwerwiegende radiologische und nukleare Notfälle mit zahlreichen betroffenen Personen vorzubereiten und die bewährten Methoden der biologischen Dosimetrie effizient bereitzustellen, wurde im Jahr 2009 zunächst die Machbarkeitsstudie TENEB ( Towards a European Network of Excellence in Biological Dosimetry , FP7- EURATOM -FISSION 230660) initiiert. Ziel dieser Studie war es, eine Grundlage für ein europäisches Netzwerk im Bereich der biologischen Dosimetrie zu schaffen. Auf den Ergebnissen von TENEB aufbauend, untersuchte das interdisziplinäre Projekt MULTIBIODOSE ( Multi-disciplinary biodosimetric tools to manage high scale radiological casualties , EURATOM FP7-SEC-241536, 2010 – 2013), wie verschiedene biodosimetrische Verfahren an unterschiedliche Szenarien großer Strahlenunfälle angepasst werden können. Zwischen 2012 – 2015 konnte dann im Rahmen eines von der Europäischen Kommission geförderten Projektes das RENEB -Netzwerk ( Realizing the European Network of Biological and Retrospective Physical Dosimetry )- EURATOM FP7 -CA-295513 ) etabliert werden. Um auch nach Beendigung des Projektes das Netzwerk handlungsfähig und aufrecht zu erhalten, erfolgte im Jahr 2017 die Gründung des gemeinnützigen Vereins RENEB e.V. ( Running the European Network of Biological Dosimetry and Retrospective Physical Dosimetry ) nach deutschem Recht. Aufgaben und Ziele RENEB hat die folgenden Aufgaben und Ziele: Ressourcenbündelung bei radiologischen und nuklearen Notfällen: Spezialisierte Labore unterstützen sich gegenseitig. Erhöhung des Probendurchsatzes: Optimierung der Laborprozesse und -kapazitäten. Erweiterung des Methodenspektrums : Einführung neuer biodosimetrischer Verfahren Qualitätssteigerung: Verbesserung und Optimierung der Ergebnisse durch regelmäßig durchgeführte Ringversuche der Partnerlabore und Trainingsmaßnahmen Bereitstellung einer einsatzfähigen Infrastruktur Netzwerkerweiterung: Einbeziehung neuer Partnerlabore und Identifizierung geeigneter neuer Methoden. Anbindung an den internationalen Notfallschutz : Durch die Vernetzung von RENEB mit dem internationalen radiologischen Notfallschutz wird das Netzwerk an das globale Notfall - und Bereitschaftssystem angebunden. Die Grundlagen hierfür wurden durch die Einbindung von Partnerlaboren in das Biodosimetrie-Netzwerk der WHO ( BioDoseNet ) und in RANET der IAEA bereits geschaffen. Nutzen und Ergebnisse der europäischen Vernetzung In RENEB konnten bereits zahlreiche Ergebnisse erreicht werden, die den Nutzen der biologischen Dosimetrie im radiologischen Notfall verbessert. Durch qualitätsgesicherte Ringversuche wurden wesentliche Erkenntnisse für den Einsatz der biologischen Dosimetrie im Notfallschutz gewonnen. Es konnte nachgewiesen werden, dass das vorhandene Methodenspektrum, abgestimmt auf die jeweiligen Eigenschaften der einzelnen Methoden, erfolgreich verwendet werden kann, um Personen in klinisch relevante Gruppen einzuteilen. Dies bietet wertvolle Unterstützung für das medizinische Notfallmanagement bei der Behandlung potenziell exponierter Personen. Insgesamt zeigt sich, dass durch die Anpassung der Auswertemethodik und die damit verbundene Zeitersparnis ein signifikanter Beitrag geleistet werden kann, um Personen ohne tatsächliche Strahlenbelastung (" worried well ") effizient zu identifizieren. Dies entlastet im Ereignisfall das medizinische Management der Krankenhäuser erheblich. Im Zuge der Harmonisierung statistischer Methoden für Dosis- und Unsicherheitsabschätzungen wurde die freizugängliche Software Biodose Tool entwickelt, die eine harmonisierte retrospektive Dosisabschätzung anhand biologischer Marker ermöglicht und als Web-App zur Verfügung steht. Es wurden logistische Abläufe erfolgreich optimiert und vereinheitlicht. Die Bereitstellung von Ausbildungs- und Trainingsangeboten hat die Harmonisierung und Standardisierung der Methodendurchführung weiter verbessert. Rolle des BfS in RENEB Das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) koordinierte das Projekt RENEB (2012-2015) und leitete 2017 die Gründung des Vereins RENEB e.V. ein, um RENEB als eigenständigen Partner handlungsfähig zu machen. Derzeit hält das BfS den Vorsitz des Netzwerks und ist für verschiedene Aufgabenbereiche verantwortlich. Partner/ Mitglieder von RENEB RENEB ist ein offenes Netzwerk, in dem neue Mitglieder willkommen sind. Es gibt verschiedene Mitgliederkategorien, genauere Informationen zur Mitgliedschaft sind auf der Internetseite von RENEB zu finden. Derzeit besteht RENEB aus 18 stimmberechtigten Mitgliedern aus 13 europäischen Ländern: ASNR Autorité de sûreté nucléaire et de radioprotection , Frankreich BfS Bundesamt für Strahlenschutz , Deutschland BIR Bundeswehr Institut für Radiobiologie, Deutschland BMC SAS v.v.i. Biomedical Research Center of the Slovak Academy of Sciences , Slovakei CRPR-SU Centre for Radiation Protection Research, Stockholm University , Schweden DSA Norway Radiation and Nuclear Safety Authority , Norwegen IRBA Institut de Recherche Biomédicale des Armée s, Frankreich IST Instituto Superior Técnico/ Campus Tecnológico e Nuclear, Portugal LaFe Servicio de Protección Radiológica. Laboratorio de Dosimetría Biológica, Valencia , Spanien LNL-INFN Laboratori Nazionali Di Legnaro, Italien NCRRP National Center for Radiobiology and Radiation Protection , Bulgarien NCSRD National Centre for Scientific Research "Demokritos", Griechenland SERMAS Madrileno de Salud – Hospital General Universitario Gregorio Maranon , Spanien SURO National Radiation Protection Institute , Tschechische Republik UAB Universitat Autonoma de Barcelona , Spanien UGent Universiteit Gent, Belgien UK Health Security Agency, UKHSA PHE Public Health England , Vereinigtes Königreich UNOB University of Defense, Faculty of Military Health Sciences , Tschechische Republik Zusätzlich sind zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Europa und Asien assoziierte Mitglieder in RENEB . Stand: 15.04.2026
Aufbauend auf der Analyse wurden verschiedene Leitthesen entwickelt. Diese geben das Zielbild für die zukünftige Entwicklung vor. Anhand dieser Thesen wurden übergeordnete Maßnahmen erarbeitet. Sie helfen dabei, die in den Leitthesen festgehaltenen Ziele für die Berliner Mitte zu erreichen und stehen beispielhaft für verschiedene Verkehrsräume. Qualität und Bedeutung des öffentlichen Raums miteinander vereinbaren Priorisierung der Maßnahmen und temporäre Zwischenlösungen schaffen Definition leistungsfähiger und stadtverträglicher Achsen für den Kfz-Verkehr Bündelung und effiziente Nutzung von Stellplätzen Erprobungsfelder für neue Mobilitätsformen definieren Fußläufige Verbindung zwischen touristischen Zielen stärken Erweiterung der Grünraumvernetzung Spree als identitätsstiftenden Bestandteil erlebbar machen Die Maßnahmen gehen darauf ein, wie der öffentliche Raum in der Berliner Mitte zukünftig anders gestaltet werden kann. Unter anderem durch Organisation des Verkehrsraums: leistungsstarke und intelligent gesteuerte Verbindungen für den Kfz-Verkehr, Ausbau des Fuß- und Radverkehrsnetzes, Integration des ÖPNV, Verkehrssicherheit Aufwertung des öffentlichen Raums: Grünraumvernetzung, Gestaltung identitätsstiftender Orte (z. B. Friedrichstraße, Unter den Linden, Spreeufer, Checkpoint Charlie), Barrierefreiheit, Aufenthaltsqualität und historische Bedeutung Klimaanpassung: Begrünung, Verschattung, Entsiegelung und dezentrale Regenentwässerung Stärkung der Nutzungsvielfalt: Multifunktionsstreifen, Sondernutzungsflächen und Gastronomie Temporäre Maßnahmen und Pilotprojekte: Reallabore, Zwischennutzungen, Testfelder (z. B. Hackescher Markt, Gendarmenmarkt) Neue Mobilitätsformen: Sharing, autonome Shuttle-Konzepte, digitale Parkraumbewirtschaftung Kooperative Steuerung: enge Verzahnung mit bestehenden Stadtentwicklungsplänen und Planwerken, Bezirken, Wirtschaft und Zivilgesellschaft Im Rahmen des verkehrlichen Innenstadtkonzepts werden Nutzungsschwerpunkte des Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehrs identifiziert und hierfür Maßnahmen definiert, sodass man schnell, sicher und bequem ans Ziel kommt – egal mit welchem Verkehrsmittel. Für die Umsetzung der im Prozess entwickelten Leitthesen gibt es bereits gute Beispiele aus der Praxis anderer Städte. Im Rahmen des verkehrlichen Innenstadtkonzeptes wurden einige dieser Ideen aufgegriffen und daraus Umsetzungsmöglichkeiten für die Berliner Mitte abgeleitet. Die Maßnahmen für die verschiedenen Verkehrsarten ergeben sich u. a. aus folgenden Zielsetzungen: Fußverkehr: attraktive Verbindungen, grüne und beschattete Wege, Flaniermeilen Radverkehr: gesonderte Infrastruktur Kfz-Verkehr: Zentrale Achsen als Durchfahrtsmöglichkeit In Hamburg definiert der neue Masterplan Magistralen 2040+ die Rolle für städtische Hauptverkehrsachsen und deren verträgliche und zukunftsgerichtete Gestaltung für alle Verkehrsträger. Darin werden die Hauptverkehrsstraßen als multifunktionale Stadträume begriffen und langfristige Visionen statt reine Verkehrsoptimierung entwickelt. Idee für Berlin: Übergänge verbessern – Spittelmarkt Die Leipziger Straße ist eine wichtige Hauptverkehrslinie, jedoch für zu Fuß Gehende und Radfahrende in Nord-Süd-Richtung eine große Barriere. Daher sollen durch die Neuaufteilung des Straßenraums eine Entsiegelung möglich werden und Nutzungskonflikte reduziert werden. Zudem sorgt eine Umgestaltung der Übergänge für mehr Sicherheit für alle Verkehrsarten. In Barcelona wurde 2025 die Umgestaltung der Via Laietana abgeschlossen. Die Hauptstraße in der Innenstadt behält weiterhin eine wichtige Funktion für den Kfz-Verkehr, allerdings wurden die Gehwege verbreitert und öffentliche Räume neu gestaltet. Ziel der Umgestaltung: weniger Lärm und Luftemissionen, mehr Aufenthaltsqualität sowie Förderung des lokalen Gewerbes. Idee für Berlin: Verkehr besser lenken – Friedrichstraße Durch gezielte Lenkung soll der Durchgangsverkehr, z. B. im Bereich der südlichen Friedrichstadt, reduziert werden. Die Friedrichstraße wird als Nord-Süd-Verbindung genutzt, während angrenzende Straßenräume vom Kfz-Verkehr entlastet werden. Die Nebenstraßen werden so entschleunigt und gewinnen an Attraktivität. In Paris wurde das Seine-Ufer in mehreren Etappen umfassend umgestaltet, um mehr Raum für zu Fuß Gehende und Radfahrende zu schaffen. Besonders bekannt ist die Umwandlung des einst stark befahrenen rechten Ufers in eine Promenade. Heute laden Grünflächen, Sitzgelegenheiten, Cafés und kulturelle Einrichtungen zum Verweilen ein. Idee für Berlin: Flaniermeilen schaffen – Spreeufer Das Spreeufer zwischen Friedrichstraße und Museumsinsel ist eine wichtige Achse für den Fußverkehr – insbesondere für Touristen. Um den besonderen Charakter des Stadtraums in unmittelbarer Spreenähe zu nutzen und seine Erlebbarkeit zu erhöhen, soll eine fußgängerfreundliche Ufergestaltung mit besonderem Schwerpunkt auf der Aufenthaltsqualität erfolgen. Schwerpunkte Hier werden anhand von unterschiedlichen Typologien (Freiraum, Verkehrsknoten, Stadtplatz) an ausgewählten Schwerpunktorten exemplarische Maßnahmen für die Berliner Mitte aufgezeigt. Weitere Informationen
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 57 |
| Europa | 18 |
| Kommune | 1 |
| Land | 13 |
| Weitere | 1 |
| Wissenschaft | 15 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 4 |
| Förderprogramm | 45 |
| Taxon | 1 |
| Text | 12 |
| unbekannt | 4 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 15 |
| Offen | 49 |
| Unbekannt | 2 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 53 |
| Englisch | 20 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 3 |
| Datei | 4 |
| Dokument | 5 |
| Keine | 42 |
| Multimedia | 1 |
| Webseite | 19 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 42 |
| Lebewesen und Lebensräume | 66 |
| Luft | 37 |
| Mensch und Umwelt | 63 |
| Wasser | 29 |
| Weitere | 64 |