Die Gemeinde Moosthenning beantragt die Neuerteilung einer gehobenen wasserrechtlichen Erlaubnis für das Einleiten von Abwasser in den Moosthenninger Bach. Die bestehende Erlaubnis endet am 31.12.2026. Die Gemeinde Moosthenning betreibt die Kläranlage Moosthenning zur Behandlung des kommunalen und gewerblichen Abwassers. Die Jahresschmutzwassermenge ist auf 200.000 m3 festgelegt. Die Kläranlage wurde 1988/1989 als Belebungsanlage mit aerober Schlammstabilisierung errichtet und 2005 auf eine Ausbaugröße von 6.000 EW erweitert. Sie verfügt über zwei parallel betriebene biologische Reinigungsstraßen. Die Bemessung basiert auf einer BSB5-Fracht von 360 kg/d. Die aktuelle Belastung wurde nach DWA-A 198 mit rund 280 kg BSB5/d beziehungsweise etwa 4.665 EW ermittelt. Für den Prognosezustand wurde ein Zuwachs von 15 % angesetzt. Daraus ergibt sich eine künftige Belastung von rund 322 kg BSB5/d beziehungsweise 5.336 EW. Die Anlage bleibt damit der Größenklasse 3 zugeordnet. Das Einzugsgebiet umfasst Bereiche mit Mischwasser- und Trennkanalisation. Die Zuflüsse zur Kläranlage Moosthenning erfolgen von Westen (Dornwang, Unterhollerau) und von Osten (Thürnthenning, Ottering). Die maximale hydraulische Belastung wurde für den Prognosefall mit 59 l/s angesetzt und entspricht damit der heutigen Anlagenbemessung sowie der Schmutzfrachtberechnung. Die Auswertung der Wasserverbräuche und Betriebstagebücher zeigt, dass die hydraulischen und frachtbezogenen Belastungen im Bestand beherrscht werden. Der Fremdwasseranteil wurde für die Jahre 2022 bis 2024 mit rund 20 % berücksichtigt. Die Kläranlage besteht im Wesentlichen aus Zulaufpumpwerk, mechanischer Vorreinigung, Verteilerbauwerk, zwei biologischen Reinigungsstraßen, Nachklärbecken, Rücklauf- und Überschussschlammförderung, chemischer Phosphorelimination sowie Einrichtungen zur Schlammbehandlung. Das Abwasser wird nach der mechanischen Vorreinigung im Verhältnis von rund 30 % auf Biologie 1 und rund 70 % auf Biologie 2 verteilt. Die biologische Reinigung erfolgt als Belebungsverfahren mit intermittierender Denitrifikation und feinblasiger Druckbelüftung. Zusammenfassend ist die Kläranlage Moosthenning im Bestand und im Prognosezustand ausreichend leistungsfähig. Eine bauliche Erweiterung ist nach derzeitigem Stand nicht erforderlich. Wesentlicher Handlungsbedarf besteht bei Prozessleittechnik, sicherheitsrelevanten Einrichtungen der Fällmittelstation, Gebläsetechnik, Dokumentation des Explosionsschutz und der weiteren Prüfung der Gewässerverträglichkeit. Für dieses Vorhaben ist gemäß Ziffer 13.1.3 der Anlage 1 zum UVPG, § 7 Abs. 2 UVPG eine standortbezogene Vorprüfung des Einzelfalles durchzuführen.
Der Wasser- und Abwasserzweckverband Gotha und Landkreisgemeinden (WAG) ist Betreiber der vollbiologischen Verbandskläranlage Fröttstädt. Die Abwasserbehandlungsanlage ist auf eine Anschlussgröße von 15.000 Einwohnerwerten begrenzt. Durch die Thüringer Landesregierung wird die Entwicklung einer Industriegroßfläche am Standort Waltershausen Ost/Hörselgau (IG5) forciert. Die geplante Industriegroßfläche befindet sich im Einzugsgebiet der 3 km entfernten Verbandskläranlage Fröttstädt. Die Behandlung des im Bereich des Industriegebietes anfallenden Schmutzwassers ist aufgrund der örtlichen Nähe über die Verbandskläranlage zweckmäßig, jedoch aufgrund des aktuellen Auslastungsgrades nicht möglich. Zur Sicherstellung der Erschließung plant die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) in deren Funktion als Erschließungsträger die Erweiterung der Kläranlage Fröttstädt um 10.000 Einwohnerwerte mit einem finalen Anschlusswert von insgesamt 25.000 Einwohnerwerten im Endausbauzustand. Die Erweiterungsflächen befinden sich am Standort der bestehenden Verbandskläranlage in den Gemarkungen Fröttstädt und Teutleben. Das Erweiterungsvorhaben hat den Neubau eines Belebungsbeckens, je eines Vor- und Nachklärbeckens, eines Faulturms, eines Maschinengebäudes mit Schlammvorlagen, verschiedener Speicheranlagen sowie eines Mess-/Probenahme- und Speicherschachtes zum Gegenstand. Bestandsanlagen wie Sandfang, Phosphat-Fällmittel-Station, Gebläsestation, Betriebsgebäude und Rohrleitungsanlagen sollen umgebaut und erweitert werden. Zusätzlich ist der Ausbau vorhandener Verkehrsflächen, Leitungstrassen sowie die Profilierung des Geländes am Standort vorgesehen. Das gereinigte Schmutzwasser (Klarwasser) soll – wie bisher – dem Vorfluter Hörsel zugeführt werden, die Einleitungsmenge erhöht sich.
Behörtliche Überwachung von Abwassereinleitungen in Gewässern.
Die Kläranlage Altena in Nordrhein-Westfalen wird seit 1984 vom Ruhrverband betrieben. Der Ruhrverband betreibt über 60 Kläranlagen und behandelt Abwässer von über zwei Millionen Menschen sowie aus zahlreichen Gewerbebetrieben. Konzipiert wurde die Kläranlage Altena für 52.000 Einwohnerwerte (EW) mit biologischer Stufe nach dem Belebungsverfahren und anaerober Schlammstabilisation. Da die Anlage umfassend saniert, modernisiert und aufgrund der gesunkenen Einwohnerzahl auf eine Ausbaugröße von 20.000 EW angepasst werden musste, wurde eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, in der drei Verfahrensvarianten miteinander verglichen wurden. Das innovative Nereda®-Verfahren wurde als wirtschaftlichste Lösung ausgewählt. Die Umsetzung geht mit dem Neubau der Biologie nach „Nereda®“ und dem Rückbau der Schlammbehandlung am Standort (zentrale Schlammbehandlung auf einer Nachbarkläranlage) einher. Ein Ziel ist es die Anlage künftig als Satellitenanlage betreiben zu können. Technologisch basiert das Nereda®-Verfahren auf aerober granularer Biomasse und wird im Sequencing-Batch-Verfahren betrieben. Biologische Prozesse zur Stickstoff- und Phosphorelimination laufen in kompakten Granulen, welche die herkömmlichen Belebtschlammflocken ersetzen, gleichzeitig ab. Das Verfahren soll sich durch eine hohe und zuverlässige Nährstoffelemination bei einem geringen Platzbedarf und vergleichsweise niedrigen Investitionskosten auszeichnen. Zwei wesentliche Projektziele wurden mit der Umsetzung des UIP-Vorhabens in Altena verfolgt: Mit der umfassenden Sanierung der Anlage sollte, trotz des geringen Platzbedarfs am Standort, die langfristige Sicherstellung einer betriebssicheren Abwasserbehandlung gewährleistet werden und dies möglichst wirtschaftlich und ressourceneffizient. Zum anderen sollte mit der erstmaligen großtechnischen Umsetzung des Nereda®-Verfahrens in Deutschland gezeigt werden, dass es für die spezifischen Bedingungen kommunaler Kläranlagen geeignet ist. Auf der Kläranlage Altena wurde das bestehende Vorklärbecken zu einem Zulaufausgleichsbecken und das Nachklärbecken zum Ablaufausgleichsbecken umgebaut. Weiterhin wurde die Installation von drei Nereda®-Becken samt Maschinenhaus vorgenommen. Die bestehende Schlammbehandlung (Faulung und maschinelle Entwässerung) kann zurückgebaut werden, anfallender Schlamm wird künftig abtransportiert und zentral behandelt. Das Nereda®-Verfahren ist besonders umweltentlastend, weil es mit einem geringen Flächenbedarf auskommt und somit materialeffizient umgesetzt werden kann. Es kann dabei eine gute Reinigungsleistung erreicht werden, die sich in Altena in deutlich verbesserten Ablaufwerten beim Ammonium- und Gesamtstickstoff sowie beim Phosphor zeigte. So werden Umweltbelastungen für das Einleitgewässer vermindert und vermieden. Das Verfahren verspricht außerdem einen verminderten Energie- und Fällmitteleinsatz. Durch die in Altena vorliegenden Rahmenbedingungen konnten die Zielvorstellungen jedoch bisher nicht erreicht werden. Die Umsetzung des innovativen Nereda®-Verfahrens in Altena kann dennoch als erfolgreich bewertet werden, da es eine hohe Prozessstabilität aufweist und durch die effiziente Reinigungsleistung Kläranlagenablaufwerte sicher eingehalten werden. Das Vorhaben hat Modellcharakter für kommunale Kläranlagen mit begrenztem Platzangebot und Modernisierungsbedarf. Branche: Wasser, Abwasser- und Abfallentsorgung, Beseitigung von Umweltverschmutzungen Umweltbereich: Wasser / Abwasser Fördernehmer: Ruhrverband Bundesland: Nordrhein-Westfalen Laufzeit: 2019 - 2021 Status: Abgeschlossen
Behördliche Überwachung von Abwassereinleitungen in Gewässern.
Der Wasserverband Eifel-Rur, Eisenbahnstraße 5, 52353 Düren, hat gemäß § 57 Absatz 2 des Landeswassergesetzes für das Land Nord-rhein-Westfalen (Landeswassergesetz - LWG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 25. Juni 1995 (GV. NRW. S. 926/SGV. NRW. 77), neu gefasst durch Artikel 1 des Gesetzes vom 8. Juli 2016 (GV. NRW.S. 559 ff.) beantragt, die wasserrechtliche Genehmigung zur Außerbetriebnahme des Belebungsbeckens BB03 auf der Kläranlage Aachen-Horbach erteilt zu bekommen. In Anlage 1 des o. a. Gesetzes ist das genannte Vorhaben unter Nr. 13.1.2 organisch belastetes Abwasser von 600 kg/d bis weniger als 9.000 kg/d biochemischen Sauerstoffbedarfs in fünf Tagen (roh) oder anorganisch belastetes Abwasser von 900 cbm bis weniger als 4.500 cbm Abwasser in zwei Stunden (ausgenommen Kühlwasser), ausgewiesen. Gem. § 9 Abs. 2, Satz 2 i. V. m. § 7 Absatz 1 Satz 1 ist in einer allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalls zu prüfen, ob das Vorhaben einer Umweltverträglichkeitsprüfung gem. den Vorgaben dieses Gesetzes unterzogen werden muss. Nach Prüfung der Antragsunterlagen und unter Beachtung der genannten Kriterien der Anlage 3 des UVPG wurde entschieden, dass die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung entbehrlich ist, da keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen auf UVP - relevante Schutzgüter zu erwarten sind.
Mit dem Instrumentarium der Systemanalyse werden die Moeglichkeiten zur Automation des Belebtschlammverfahrens untersucht. Es werden mathematische Modelle fuer das Belebungsbecken und das Nachklaerbecken entwickelt und an Messwerten geeicht. Auf der Basis dieser Modelle werden Strategien zur automatischen Steuerung berechnet und auf der Klaeranlage Donaueschingen erprobt.
Artenzusammensetzung im Verlauf des Fliessweges und in Abhaengigkeit der Naehrstoffsituation; Leistungsfaehigkeit des biologischen Bewuchses.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 743 |
| Kommune | 21 |
| Land | 131 |
| Weitere | 12 |
| Wirtschaft | 10 |
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| Type | Count |
|---|---|
| Chemische Verbindung | 13 |
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| Förderprogramm | 734 |
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| Umweltprüfung | 41 |
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| unbekannt | 8 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 84 |
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| Deutsch | 802 |
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| Archiv | 10 |
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