Ziel des Projektes ist die Untersuchung der Möglichkeit der Nutzung industrieller Abwärme aus den Kaminsystemen des keramischen Brennbetriebs der Comet Schleifscheiben GmbH durch Zwischenspeicherung in Zweistoffspeichern. Hierzu müssen zunächst das Abwärmepotential, sowie die Abgastemperaturen auch im zeitlichen Verlauf bekannt sein. Auf dieser Basis sind Lösungen zur störungsfreien Auskopplung der Wärme aus dem Brennbetrieb zu konzipieren. Hierbei ist insbesondere darauf zu achten, dass der Ofendruck zu keinem Zeitpunkt beeinflusst wird, da sonst die Qualität der keramischen Produkte leidet. Neben der Auskopplung der Abwärme ist die Einkopplung ins Zweistoffspeichersystem zu konzipieren. Weiterhin müssen Lösungen für die Einspeisung der gespeicherten Wärme in bestehende Primärenergieverbraucher wie Trockenkammern, Brennsysteme für Kunstharzprodukte (Bakelitschleifkörper) oder Warmwasseraufbereitung für Gebäudebeheizung oder Schleifscheibenherstellung entwickelt werden. Im weiteren Verlauf soll dann ein Demonstrator hergestellt, in den Abwärmezyklus eingebunden und im Betrieb getestet und bewertet werden. Durch diese Technologie soll die Energieeffizienz industrieller Prozesse durch Wärmerückgewinnungsmaßnahmen verbessert werden und durch den Betrieb des Demonstrators, die Zuverlässigkeit dieser Technologie in einer industriellen Anwendung aufgezeigt werden, um die Markteintrittshürden zu senken.
Die präzise Verortung von Forstmaschinen ist von grundsätzlicher Bedeutung für eine nachhaltige, bodenschonende und gleichermaßen effiziente und sichere Holznutzung. Mit den bislang verfügbaren Empfängern für Globale Satellitennavigationssysteme (GNSS) ist eine zuverlässige Positionierung im Submeterbereich und in Echtzeit in Waldbeständen jedoch nicht möglich. Ziel des Projekts ist daher die Entwicklung und Praxiserprobung technischer Systeme, die die für eine Satellitenpositionierung im Wald vorherrschenden, ungünstigen Rahmenbedingungen, wie z.B. Abschattung, Beugung und ein schlechtes Signal-Rausch-Verhältnis, durch innovative GNSS-Antennentechnologie kompensieren und durch ergänzende Sensorfusion eine höhere Genauigkeit erzielen. Die Positioniergenauigkeit im Submeterbereich soll mit den im Projekt neu zu entwickelnden Technologien durchgängig und in Echtzeit sichergestellt werden. Für Waldbesitzer, Forstbetriebe, Forstunternehmen und rohstoffverarbeitende Holzindustriebetriebe ergäben sich hierdurch erhebliche Verbesserungen hinsichtlich Arbeitssicherheit, Zuverlässigkeit bei der Einhaltung des Bodenschutzes als Aspekt der Umweltvorsorge und Erfüllung der Zertifizierungsanforderungen und Wirtschaftlichkeit der involvierten Betriebe.