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Modellregion Bioökoonomie im Rheinischen Revier, Modellregion Bioökonomie im Rheinischen Revier: BIOOEKONOMIE-VVU, TP2

Modellregion Bioökoonomie im Rheinischen Revier, Modellregion Bioökonomie im Rheinischen Revier: BIOOEKONOMIE-VVU, TP1

ERA-NET Forest Value: Kleine Waldbesitzer - Große Bedeutung: welche Rolle spielen Kleinwaldbesitzer als Teilnehmer der Bioökonomie? (ValoFor)

Zielsetzung: Derzeit bewirtschaften Kleinwaldbesitzer ca. 60% der Europäischen Wälder. Damit liefern sie einen großen Anteil des Rohstoffes Holz für die Holz- und Papierindustrie und sichern die vielfältigen Ökosystemleistungen unserer Wälder. Europaweit stattfindende gesellschaftliche Veränderungen wie z.B. Urbanisierung, Gleichberechtigung oder digitaler Wandel verändern auch die Werte und Überzeugungen von Kleinwaldbesitzern und damit deren Einstellung und Bereitschaft zur Waldbewirtschaftung und Holzernte. Allerdings existieren zwischen den verschiedenen europäischen Ländern große Unterschiede in der Größe und Struktur von Kleinwaldbesitzern. Zudem unterscheiden sich die nationalen rechtlichen Rahmenbedingungen und die finanziellen und strukturellen Anreizsysteme für eine nachhaltige Holzproduktion. Ziel des hier vorgeschlagenen Projektes ValoFor ist es, den Beitrag von Kleinwaldbesitzern beim Übergang zu einer auf Holzrohstoffen basierten Bioökonomie zu verstehen, und dabei die Werte und Überzeugungen der Kleinwaldbesitzer zu berücksichtigen. Dazu gehören die Analyse und der Vergleich von Waldbewirtschaftungsstrategien in Bezug auf die potenzielle Holzversorgung, Ökosystemleistungen und die Widerstandsfähigkeit der Wälder gegen den Klimawandel. Unsere Analyse soll die folgenden Schwerpunkte umfassen: 1) die Identifizierung von Schwellenwerten im Verhalten von Kleinwaldbesitzern in Bezug auf wirtschaftliche und sozioökonomische Faktoren mittels Umfragen und Entscheidungsexperimenten; 2) die Modellierung der Holzversorgung und die Bereitstellung von Ökosystemleistungen im Rahmen von drei Bewirtschaftungsstrategien unter Verwendung von Wachstumssimulationen und nationalen Waldinventuren und 3) eine quantitative Abwägung zwischen Holzproduktion, verschiedenen Ökosystemleistungen und der Widerstandsfähigkeit der Wälder gegenüber dem Klimawandel. Eine ökonomische Bewertung wird die Holzerträge in wirtschaftliche Prognosen für typische Kleinwaldbesitzer unter Berücksichtigung der europäischen und nationalen Holzmärkte und -Rahmenbedingungen umsetzen. ValoFor soll neue Erkenntnisse über das gekoppelte soziale-natürliche System der bewirtschafteten Wälder ermöglichen, und die tatsächlich erzielbaren Beiträge von Kleinwaldbesitzer zu den Herausforderungen einer biobasierten Wirtschaft quantifizieren. Darüber hinaus sollen Hindernisse für die Einbeziehung von Kleinwaldbesitzer in die Holzrohstoffproduktion ermittelt werden, und Instrumente für ihre Einbeziehung in die aktive Bewirtschaftung vorgeschlagen werden. ValoFor ist eine Projektkooperation mit Partnern aus Slowenien, Österreich, Deutschland, Schweden und Finnland und deckt damit knapp 50% der europäischen Rundholzproduktion ab und integriert Waldökosysteme vom Mittelmeerraum bis zum borealen Nadelwald.

Analyse zum Rohstoff-, Technologie- und Nachhaltigkeitspotenzial biobasierter Kunststoffe in Deutschland, Teilvorhaben 1: Projektkoordination, Auswertung und Bewertung der erhobenen Daten sowie Ableitung zukünftiger Rohstoffstrategien

Herstellung biobasierter Vernetzer für grüne Polymerisate (BioCrosslinkers)

Schneider und Willingmann besuchen Bioraffinerie von UPM in Leuna

Der neue Leuchtturm der Bioökonomie in Sachsen-Anhalt beginnt zu strahlen: Im Chemiepark in Leuna im Saalekreis nimmt die für 1,3 Milliarden Euro errichtete Bioraffinerie des finnischen Konzerns UPM schrittweise den Betrieb auf. Am heutigen Dienstag haben Bundesumweltminister Carsten Schneider und Landesumweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann die hoch innovative Anlage besichtigt und sich mit Vertretern des Unternehmens über Perspektiven der Bioökonomie und deren Auswirkungen auf Klima- und Naturschutz ausgetauscht. Mit der neuen Raffinerie will UPM in Leuna künftig Biochemikalien aus Hartholz herstellen und fossile Rohstoffe ersetzen. Nachdem Ende 2025 bereits die ersten kommerziellen Lieferungen von Industriezucker erfolgten, soll in den kommenden Wochen die Produktion von erneuerbaren funktionellen Füllstoffen beginnen, die in verschiedenen Gummi- und Plastikapplikationen eingesetzt werden. Die volle Produktionskapazität soll die Raffinerie im Laufe des Jahres 2027 erreichen. „UPM zeigt mit der Bioraffinerie in Leuna eindrucksvoll auf, wie innovatives und zugleich nachhaltiges Wirtschaften aussehen kann“, betonte Willingmann. „Die Raffinerie ist nicht nur ein neuer Leuchtturm der Bioökonomie, sie stärkt auch den Chemiestandort Leuna. Sie zeigt darüber hinaus auf, dass Sachsen-Anhalt weiter ein attraktiver Investitionsstandort ist und bleiben kann, wenn konsequent auf Dynamik und Transformation gesetzt wird. Ich freue mich sehr, dass ich die Ansiedlungsentscheidung von UPM vor sechs Jahren noch als Wirtschaftsminister begleiten konnte und das Hochfahren der Anlage jetzt als Umweltminister erleben darf.“ Bundesumweltminister Carsten Schneider erklärte: „Innovative Biochemikalien sind ein echter Gamechanger. Wenn aus Holz neue Verpackungen, Klebstoffe oder Textilien entstehen, dann spart das Plastik und hilft dem Klima. Diese stoffliche Nutzung von Laubholz kann auch für Waldbesitzer in der Region wichtig sein, um eine alternative und nachhaltige Einkommensquelle zum Beispiel für Buchenholz zu generieren. Denn in Deutschland wird im Zuge des notwendigen Waldumbaus zukünftig vermehrt Laubholz anfallen.“ Nach Unternehmensangaben ist die Bioraffinerie in Leuna derzeit die größte Investition in einen Neubau einer Chemieanlage in Europa und weltweit die größte Investition in eine Bioraffinerie für biomassebasierte Chemikalien überhaupt. Martin Ledwon, Vice President Marketing, Sustainabilty & Communications bei UPM Next Generation Renewables, betonte: „Leuna ist ein bedeutender Beweis für UPMs Engagement, innovative, leistungsstarke biobasierte Materiallösungen in den industriellen Maßstab zu bringen. Unsere biochemischen Innovationen ermöglichen es uns, neue Märkte zu erschließen, langfristigen Wert zu schaffen und unsere Position als führendes Unternehmen im Bereich nachhaltiger Materialien der nächsten Generation zu stärken." Die Eckdaten der Bioraffinerie sind beeindruckend: die Anlage hat eine Grundfläche von 14,7 Hektar. Das entspricht mehr als 20 Fußballfeldern. Sie besteht zudem aus 160 Kilometern an Rohrleitungen, 1.800 Kilometern Kabeln und 1.450 Motoren. Wenn sie erst einmal voll hochgefahren ist, wird sie pro Jahr rund 500.000 Kubikmeter zertifiziertes Buchenholz aus umliegenden Regionen verarbeiten. Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950, E-Mail: PR@mwu.sachsen-anhalt.de , Facebook , Instagram , LinkedIn , Threads , Bluesky , Mastodon und X

Bioökonomische Macht in globalen Lieferketten - Ansätze, Auswirkungen und Perspektiven von Zertifizierung und Sorgfaltspflichten für biogene Massenrohstoffe (Bio-Macht)

Gesamtziel des Vorhabens ist es, Handlungsempfehlungen hinsichtlich der Möglichkeiten und Grenzen von unternehmerischen Sorgfaltspflichten und Zertifizierungssystemen in den globalen Wertschöpfungsketten von biogenen Massenrohstoffen zu formulieren. Deutschland und die Europäische Union (EU) sind im hohen Maße auf den Import verschiedener biogener Massenrohstoffe angewiesen. Viele dieser Rohstoffe finden nicht nur im Lebensmittelsektor Anwendung, sondern auch in der industriellen Produktion sowie der energetischen Nutzung. Dabei ist bekannt, dass gerade die Gewinnung und Herstellung von Massenrohstoffen in Nicht-OECD-Ländern in vielen Fällen eng mit sozialen und ökologischen Problemen einhergeht. Diese reichen vom übermäßigen Einsatz von Agrochemikalien bis hin zur Finanzierung bewaffneter Konflikte. Für die bioökonomische Transformation resultiert hieraus die Herausforderung, sowohl die heutige Situation, als auch die mittel- bis langfristigen Auswirkungen und Nutzungskonkurrenzen einer steigenden Nachfrage so zu beeinflussen, dass zum einen wichtige Ökosystemdienstleistungen erhalten werden, zum anderen auch Konfliktpotenziale minimiert und sozioökonomische Chancen global erhöht werden.

Uncertainty and the bioeconomics of near-natural silviculture

Research in 'silviculture' and 'forest economics' very often takes place largely independent from each other. While silviculture predominantly focuses on ecological aspects, forest eco-nomics is sometimes very theoretic. The applied bioeconomic models often lack biological realism. Investigating mixed forests this proposal tries to improve bioeconomic modelling and optimisation under uncertainty. The hypothesis is tested whether or not bioeconomic model-ling of interacting tree species and risk integration would implicitly lead to close-to-nature forestry. In a first part, economic consequences of interdependent tree species mixed at the stand level are modelled. This part is based on published literature, an improved model of timber quality and existing data on salvage harvests. A model of survival over age is then to be developed for mixed stands. A second section then builds upon data generated in part one and concentrates on the simultaneous optimisation of species proportions and harvest-ing ages. It starts with a mean-variance optimisation as a reference solution. The obtained results are compared with data from alternative approaches as stochastic dominance, down-side risk and information-gap robustness.

Analyse zum Rohstoff-, Technologie- und Nachhaltigkeitspotenzial biobasierter Kunststoffe in Deutschland, Teilvorhaben 2: Potenzialanalysen und Technologiebewertung für Biopolymere aus biogenen Rest-, Abfallstoffen und Nebenprodukten

Horizont Europa, Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (2021-2027), Neuartige Lebenszyklus-Methoden für biobasierte Produkte

In Organisationen und Ländern auf der ganzen Welt wurden Strategien und Vorschriften eingeführt, um die Auswirkung auf die Umwelt zu reduzieren und die Nachhaltigkeit der Produkte insgesamt zu erhöhen. Daher sind viele Innovationen und neue Technologien aufgekommen, um Werkstoffe und Waren zu produzieren, die auf Biomasse beruhen. Um zu prüfen, ob diese Produkte besser abschneiden als konventionelle Produkte, werden Lebenszyklusanalysen durchgeführt. Anhand der Ergebnisse können Produkte, die entwickelt oder bereits vertrieben werden, bewertet werden. Diese Bewertungen können jedoch kompliziert sein, insbesondere für Produkte, die noch entwickelt werden. Über das EU-finanzierte Projekt ESCIB soll die europäische biobasierte Wirtschaft gestärkt werden, indem wichtige Bewertungsmethoden ausgearbeitet werden, mit denen die Wertschöpfungsketten schneller und präziser geprüft werden können.

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