Am Beispiel der bundesweit vom Aussterben bedrohten bzw. gefährdeten Großmuschelarten (GMA), Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera, FPM) und Malermuschel (Unio pictorum, MM), sollen Managementmaßnahmen zur nachhaltigen Etablierung und Wiederansiedlung umgesetzt werden. Zur Analyse, Bewertung und Lösung der sehr komplexen Gefährdungsursachen der GMA wird eine GMA-Datenbank entwickelt, welche das dezentrale Expertenwissen zusammenfasst und validiert. Ein auf der GMA-Datenbank aufbauendes Entscheidungshilfewerkzeug (EHW) wird zur Identifikation von Habitatdefiziten bzw. von geeigneten Pilothabitaten zur Wiederansiedlung der GMA entwickelt. Bei der Habitatauswahl werden zusätzlich die Auswirkungen des Klimawandels berücksichtigt. Notwendige Maßnahmen zur Optimierung identifizierter Habitate werden mit Hilfe eines Decision Support Systems (DSS) definiert und priorisiert. Diese Maßnahmen werden in enger Kooperation von Umsetzungs- und Wissenschaftspartnern als Best Practice-Beispiele für die Bestandssicherung der GMA-Populationen in Niederbayern und im sächsischen Vogtland erarbeitet, die dann Vorbildfunktion für Maßnahmen in anderen aktuellen oder potentiellen GMA-Lebensräumen haben (z.B. Hotspot OHT).
Langzeitprojekt zur Erfassung der Biodiversitaet und Oekologie der an Erlen (Alnus incana, Alnus viridis) gebundenen Makromycetes (Symbionten, Parasiten, Saprobe). Untersuchungsgebiet in Graubuenden und Tessin. Parameter: Biomonitoring, Evaluation bezueglich Einsatz als Bioindikatoren (Grundwassersenkung, Biotopveraenderungen durch forstwirtschaftliche Eingriffe). Artenliste, Fluktuation und Produktivitaet pro Saison und ueber mehrere Jahre. Erlenwald: Refugium fuer zahlreiche, in der Roten Liste der Makromycetes gefuehrten Pilzarten.
Ergebnisse lassen sich bereits formulieren? Weltweit sind terrestrische und aquatische Ökosysteme aktuellen und zukünftigen Änderungen durch den Menschen ausgesetzt. Der steigende Energie- und Ressourcenverbrauch, die sozioökonomische Entwicklung und der Klimawandel üben einen starken Druck auf die Ökosysteme, speziell in Ländern wie Brasilien aus. Um diesem steigenden Bedarf an Energie und Ressourcen gerecht zu werden, hat Brasilien in den letzten 100 Jahren mehr als 600 Wasserkraftwerke gebaut. Der Bau von Dämmen und Stauseen bietet eine vielfältige Wasser- und Landnutzung. Die unterschiedliche Anwendung birgt aber auch ein hohes Konfliktpotential zwischen den verschiedenen Interessengruppen. Am Beispiel des Itaparica Stausees zielt das INNOVATE-Projekt auf ein nachhaltiges Management von Wasser- und Landnutzung hin. Seit 1987 wird der Fluss Sao Francisco im semi-ariden Gebiet im Nordosten Brasiliens im Itaparica Stausee aufgestaut. Das Hinterland liegt im Biom Caatinga, der Hauptvegetationform der nordöstlichen Region Brasiliens, die sich durch dornige Sträucher und Wälder auszeichnet. Gerade dieses Gebiet wurde schon von zahlreichen Dürreperioden beeinträchtigt. Folglich konzentriert sich die wissenschaftliche Debatte in Brasilien aktuell auf die möglichen Auswirkungen von Klimawandel und Landnutzungsänderungen im semi-ariden Nordosten Brasiliens. Das beantragte Projekt entwickelt eine GIS-basierende Methode zur Modellierung der Auswirkungen von Klimawandel und Landnutzungsänderungen auf die Biodiversität und die Kohlenstoffsequestrierung. Wir entwickeln einen innovativen Ansatz zur Quantifizierung und Bewertung der komplexen Auswirkungen von Umweltveränderungen auf die Biodiversität mittels Habitatmodellierung (MaxEnt) in Verbindung mit Techniken aus der Fernerkundung. Wir analysieren den aktuellen Zustand von ausgewählten, wichtigen Pflanzenarten für das Biom (Caesalpinia pyramidalis, Anadenanthera macrocarpa, ) und simulieren verschiedene mögliche Entwicklungen der Verbreitungsgebiete für jede einzelne wichtige Art. Erstens werden die Folgen möglicher Landnutzungsänderungen auf die Landschaftsmuster auf regionaler Ebene untersucht. Zweitens werden die Auswirkungen von Umweltveränderungen auf die Biodiversität analysiert und ausgewertet. Dabei werden sowohl der aktuelle Zustand der Biodiversität wie auch zukünftige Landnutzungsszenarien betrachtet. Im dritten Schritt wird das Potenzial der Kohlenstoffspeicherung quantifiziert. Auch hier werden wieder der aktuelle und zukünftige Zustand berücksichtigt. In enger Zusammenarbeit mit unseren wissenschaftlichen Partnern aus dem INNOVATE Projekt verwenden wir die lokalen Untersuchungsergebnisse (up-scaling) und die Resultate der globalen Szenarien (down-scaling), um unsere räumlichen Modelle zu optimieren. Gleichzeitig arbeiten wir im Entwicklungsprozess von globalen Modellen und Szenarien eng mit dem wissenschaftlichen Begleitprojekt GLUES zusammen.
Infolge des Strukturwandels in der Landwirtschaft werden derzeit vermehrt Flaechen aus der Nutzung genommen. Dies gilt auch fuer Gruenland- und Ackerflaechen in Talauen. Ziel des Projektes war es, anhand von Literaturangaben den Sukzessionsverlauf der Vegetation in brachgefallenen Talauen aufzuzeigen und durch den Vergleich mit dem Vegetationsbild natuerlicher Auen die Moeglichkeiten zur Foerderung ehemaliger Landschaftselemente abzuschaetzen. Zusaetzlich wurden die Auswirkungen von Brachflaechen auf Klima, Wasser, Boden, Flora und Fauna sowie ihre Eignung fuer Erholung und Freizeit aufgezeigt. Auf Ackerbrachen setzen sich kurz nach dem Brachfallen die mit der zuletzt angebauten Deckfrucht vergesellschafteten oder in unmittelbarer Naehe vorhandenen annuellen Unkraeuter durch. Ackerbrachen trockener Standorte entwickeln sich ueber ein ruderal- und schlagflurenaehnliches Stadium zu einem Vorwaldstadium. Werden die Flaechen zwischendurch gemaeht oder bewaldet, bildet sich ein grasreiches Brachestadium aus. Auf Ackerbrachen feuchter bis nasser Standorte setzen sich Hochstauden, Grossseggen oder Roehrichte durch, die zT sehr dauerhafte Reinbestaende bilden. Grundsaetzlich sind Ackerbrachen (vor allem trockene) durch Artenreichtum und Mikrofazieausbildung gekennzeichnet. Nur geringe Bestandsveraenderungen vollziehen sich auf brachfallenden Gruenlandflaechen trockener Standorte. Sie betreffen besonders das Wuchsformenspektrum, wobei sich hochwuechsige Arten auf Kosten niedrigwuechsiger wie Halbrosetten- und Rosettenpflanzen durchsetzen. Borstgrasrasen bewahren nach Aufgabe der Nutzung ihren grasreichen Charakter. Weitaus gravierender veraendern sich Gruenlandflaechen feuchter bis nasser Standorte. Hier setzen sich hochwuechsige, Naesse ertragende Arten durch, die entweder schon vorher vorhanden waren oder von Fluss-, Graben- und Bachraendern aus in die Bestaende einwachsen. Es bilden sich Hochstaudenfluren, Grossseggenrieder und Roehrichte. Auf den ehemals extensiv genutzten Pfeifengras-, Waldsimsen- und Binsenwiesen bewirkt Brache keine grossen Veraenderungen. Meist breitet sich die namengebende Art aus. Mit dem Aufkommen von Gehoelzen ist nur unter guenstigen Einwanderungs- und Ausbreitungsbedingungen zu rechnen. In den meisten Faellen ist eine locker mit Gebueschen durchsetzte Flaeche zu erwarten. Holzige Vertreter der Auenwaelder werden nur als Einzelexemplare - meist entlang ehemaliger Ent- und Bewaesserungsgraeben - gefunden. Dadurch unterscheidet sich das Vegetationsbild einer brachgefallenen Talaue noch nach mehreren Jahrzehnten von dem einer natuerlichen Aue. Durch den Zerfall der Entwaesserungssysteme und die geringere Verdunstung der Brachevegetation kommt es zu einer Vernaessung der Flaechen. Die Folge ist, dass sich Grossseggen, Hochstauden und Roehrichte meist grossflaechig ausbreiten. Diese Flaechen stellen wertvolle Biotope fuer Flora und Fauna dar, wobei es sich meist um Arten handelt, die durch die Intensivierung ...
Das Laufkraftwerk Freudenau ist das zehnte und letzte Donaukraftwerk auf österreichischem Staatsgebiet und seit 1998 in Betrieb. Mit dem Abschluss des Verfahrens zum Bau des Kraftwerks wurden im wasserrechtlichen Grundsatzbescheid zahlreiche Umweltauflagen definiert. Im Rahmen dieser Auflagen wurden u.a. Kontrollen der Istwertaufnahmen der zeitlichen und räumlichen Verteilung der benthischen Lebensgemeinschaften und der Fischbiozönosen sowie eine Funktionskontrolle der erfolgten Maßnahmen nach Stauerrichtung vorgeschrieben. Eine Beweissicherung in der Donau und den umliegenden Gewässern wurde vor Errichtung des Kraftwerks Freudenau (1993 - 1994) durchgeführt. Nach Fertigstellung des Donaukraftwerks wurden in den Jahren 1999 bis 2001 die Veränderungen erstmals nach Vollstau dokumentiert. Das aktuelle Projekt stellt eine limnologische Beweissicherung im Donau-Stauraum Freudenau 15 Jahre nach Einstau dar. Im Vergleich mit den Ergebnissen vor Errichtung des Kraftwerkes sollen Veränderungen dokumentiert werden, die ökologische Funktionsfähigkeit einzelner Lebensräume überprüft und Empfehlungen zur Nachjustierung gegeben werden. In Kooperation mit anderen Instituten bzw. externen Spezialisten werden die genannten Aspekte anhand diverser Parameter bearbeitet.
Das Forschungsvorhaben 'Wildtiere im Siedlungsraum II' baut auf das Forschungsprojekt Wildtiere im Siedlungsraum Baden-Württembergs (Universität Freiburg, 2011-2013) auf. Ziel dieses Projekts war es, einen Überblick zu verschaffen, welche Wildtierarten in welchem Umfang welche Konflikte verursachten und welche Ansätze für ein Wildtiermanagement im Siedlungsraum in Baden-Württemberg und anderswo bereits vorhanden sind. Die Erfahrungen aus dem nun abgeschlossenen Projekt zeigen, dass das Thema Wildtiere im Siedlungsraum an Brisanz zunimmt. Ursächlich erscheint nicht nur die stetig wachsende Siedlungs- und Verkehrsfläche. Bei einigen Arten lässt sich eine zunehmende Anpassung (Rotfuchs) an den Siedlungsraum beobachten, andere Stadtbewohner sind in Baden-Württemberg allgemein in Ausbreitung begriffen (Waschbär) oder sind schon länger (Steinmarder) in Wohngebieten verbreitet. Hohe Dichten im Umland begünstigen, dass Arten wie Wildschwein und Dachs auch im Siedlungsraum auftreten. Personen in Gemeindeverwaltungen, Jagd- und Forstbehörden, Jägerschaft, Verbänden, etc., berichteten eine Zunahme von Anfragen zu Wildtieren im Siedlungsraum aus der Bevölkerung und schätzten die Be-troffenen mehrheitlich als unwissend im Umgang mit Wildtieren ein. Als Arten mit hohem Konfliktpotenzial wurden vor allem Rotfuchs, Steinmarder, Wildschwein und Dachs genannt. In den meisten Fällen bestand bei den Befragten eine Bereitschaft, die Bevölkerung zu unterstützen; ein unklarer Handlungsrahmen mache es jedoch oft schwierig, befriedigende Lösungen zu finden. Es besteht großer Bedarf, Potenziale zu bündeln und Kompetenzen zu schaffen. Unsere bisherigen Arbeiten fokussierten auf das Konfliktpotential. Wir erwarten jedoch, dass ein nicht unerheblicher Anteil der Bevölkerung sich am Auftreten von Wildtieren im Siedlungsraum erfreut, wogegen Konflikte nur von einer Minderheit empfunden werden. Maßnahmen zur Konfliktlösung könnten somit den Unmut einer Mehrheit nach sich ziehen. Eventuell können jedoch positive Bewertungen schnell umschlagen, sobald Personen selbst negativ durch Wildtiere beeinträchtigt werden. Hier besteht Klärungsbedarf. Ziel des hier neuen, ergänzenden Vorhabens ist es zunächst, anhand einer repräsentativen Umfrage unter der Bevölkerung Baden-Württembergs die aufgrund von Expertenmeinung erarbeiteten vorliegenden Ergebnisse zu validieren, die Akzeptanz verschiedener Managementoptionen in der Bevölkerung zu erfassen, sowie die soziale und gesellschaftliche Wirkung von Wildtieren im Siedlungsraum zu beschreiben (Modul 1). Anschließend sollen über Expertenworkshops ein Rahmenkonzept für das Wildtiermanagement im Siedlungsraum Baden-Württembergs formuliert und Informationsangebote entwickelt werden (Modul 2). Schließlich soll eine Internetplattform zur Information zum Thema und zur Vernetzung von Akteuren und Betroffenen etabliert werden (Modul 3). Eine Abschlussveranstaltung soll Projektergebnisse und Umsetzung zum Wildtiermanagement im Siedlungsraum eine
Zielsetzung: - Möglichst umfassendes Wissen über die Pflanze. Dabei spielen die Physiologie von Fallopia, ihre ökologischen Optima, Ausbreitungsstrategien und Konkurrenzverhalten sowie ihre Reaktionen auf verschiedene Bekämpfungsmaßnahmen eine wesentliche Rolle. - Entwicklung nachhaltiger Bekämpfungsstrategien. - Erstellung einer populärwissenschaftlichen Broschüre zum Thema Fallopia. - Ausarbeitung eines Praxis-Leitfadens Fallopia. Bedeutung des Projekts für die Praxis: Der Staudenknöterich (Fallopia japonica) ist bei geeigneten Standortsbedingungen eine wuchskräftige, konkurrenzstarke Pflanzenart. Ursprünglich in Asien heimisch konnte sich Fallopia in Nord-Amerika und Europa massiv ausbreiten. Wenn sich die Pflanze an einem geeigneten Standort einmal etabliert hat, vermehrt sie sich vegetativ und bildet dichte bis zu vier Meter hohe Bestände (Klone). Diese 'Monokulturen' verursachen grundlegende Veränderungen bestehender Ökosysteme und Biotope im Hinblick auf Artenausstattung, Struktur und Physiognomie. In naturschutzfachlich wertvollen Flächen, insbesondere an Gewässern, in Auwäldern, Feuchtlebensräumen und -brachen aber auch entlang von Bahntrassen oder Straßen ist das ein erhebliches Problem. In vielen Regionen Österreichs, insbesondere in Naturschutzgebieten, wird Fallopia daher aktiv bekämpft. Die Entwicklung von nachhaltigen Bekämpfungsstrategien hat somit für den Naturschutz eine große Bedeutung. Die Ausbreitung des Staudenknöterichs hat negative Auswirkungen auf das Landschaftsbild. Die Entwicklung von nachhaltigen Bekämpfungsstrategien ist daher auch für den Tourismus relevant Kurzfassung: Game of Clones - Schülerinnen und Schüler modellieren die Ausbreitung und Bekämpfung des Staudenknöterichs (Fallopia japonica) ist ein Sparkling Science Projekt (SPA 06/075), welches 2019 unter der Leitung des E.C.O. Institut für Klagenfurt abgeschlossen wurde. Die HBLFA Raumberg-Gumpenstein als Forschungs- und schulischer Projektpartner setzte Maßnahmen im Projekt unter dem Titel 'Fallopia' um (DaFNEplus Nr. 101323/1).
Um den Zustand und die Veränderungen von Ökosystemen in Deutschland dokumentieren und bewerten zu können, werden ein Konzept und die erforderlichen Methoden für die vollständige Erfassung von Biotop- und Nutzungstypen sowie weiteren Strukturparametern auf den bundesweit repräsentativen Stichprobenflächen entwickelt. Das Vorhaben umfasst neben der Entwicklung von geeigneten Methoden und Rahmenbedingungen die Planung und Durchführung einer Erprobungs- sowie optional einer Umsetzungsphase mit Beteiligung ausgewählter Länder, die Auswertung und Aufbereitung der Ergebnisse sowie die Evaluierung der Erprobungs- und Umsetzungsphase. Am Ende ist ein Konzept zur Operationalisierung des Ökosystem-Monitorings vorzulegen. bis Februar 2017: vorbereitende Arbeiten, AP 1 März bis Oktober 2017: Erprobungsphase Oktober 2017 bis März 2018: Auswertung Erprobungsphase ab März 2018: Gesamtauswertung.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 50 |
| Land | 8 |
| Wissenschaft | 24 |
| Zivilgesellschaft | 3 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 50 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 50 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 45 |
| Englisch | 13 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 40 |
| Webseite | 10 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 41 |
| Lebewesen und Lebensräume | 50 |
| Luft | 28 |
| Mensch und Umwelt | 50 |
| Wasser | 40 |
| Weitere | 50 |