2024 wurde mit dem ersten Sanierungsabschnitt begonnen. Zunächst erfolgt damit der Bodenaustausch im ufernahen Teilbereich. Mittels Langarmbagger wird das belastete Sediment entnommen und entsorgt (Sedimentaushub). Nach Entfernung des belasteten Sediments wird der Bereich mit Sand aufgefüllt (Sandeinbau). Bislang wurden dadurch rund 10.500 Tonnen Baggergut entsorgt. Das entspricht ca. 8.750 m³. Der erste Sanierungsabschnitt soll in diesem Jahr (2025) abgeschlossen werden. Im nächsten Schritt werden die drei eingerichteten Testfelder zurückgebaut. Im Anschluss erfolgt nach aktuellem Planungsstand ab 2026 der zweite Sanierungsabschnitt. Die Vorbereitungsphase zur Sanierung wurde inzwischen erfolgreich abgeschlossen. In der Vorbereitungsphase wurden Sicherungsmaßnahmen und Untergrunduntersuchungen durchgeführt, in drei Testfeldern unterschiedliche Verfahren zur Sedimententnahme erprobt und die Baufeldfreimachung umgesetzt. Seit 2024 erfolgt die Sedimententnahme im ufernahen Sanierungsbereich.
Im Immissionsgebiet Oker-Harlingerode, am Harzrand, wurden in Kleingaerten und auf einer Ackerbauflaeche, sowie auf einer Ackerbauflaeche in der Talaue der Oker, Sanierungsmassnahmen zur Verringerung der Schwermetallaufnahme durch Pflanzen geprueft. Neben Bodenaustausch wurden Methoden zur Herabsetzung der Schwermetalloeslichkeit sowie zur Erhoehung der Loeslichkeit und der Moeglichkeit einer Verlagerung in den Unterboden geprueft, nachdem in Gefaessversuchen eine Wirksamkeit nachgewiesen worden war. Nach 3 bis 4 Versuchsjahren lassen lediglich Bodenaustausch und eine Kalkung - sofern ein Kalkbedarf vorlag - einen Einfluss auf die Schwermetallgehalte von Getreide, Raps, Zuckerrueben und Gemuese erkennen.
Das Vorhaben umfasst im Wesentlichen die Errichtung eines Anschlussgleises mit zungen- und herzstückloser Abzweigung und einem Umsetzfundament am Bahnhof in Hergatz sowie eine von dort zur Bregenzer Straße verlaufende Schwerlaststraße für den Transport und die Verladung von Schwergewichtstransformatoren. Der Gleisanschluss zweigt bei Bahn-km 18,753, etwa 450 m südwestlich des Bahnübergangs über die Bregenzer Straße und am südwestlichen Ende des Bahnhofs Hergatz von der eingleisigen elektrifizierten Strecke der Deutschen Bahn (DB) 4560 Kißlegg - Hergatz, die parallel zur unmittelbar südöstlich verlaufenden zweigleisigen Bahnstrecke der DB 5362 Buchloe – Lindau, welche am selben Bahnübergang die Bregenzer Straße quert, von Nordosten nach Südwesten verläuft, in Richtung Nordosten ab. An dieser Stelle wird eine zungen- und herzstücklose Abzweigung in Form einer Außenbogenweiche mit Betonschwellen eingebaut. Vor und hinter der Abzweigung sollen je 25 vorhandene Schwellen des DB-Gleises durch Spannbetonschwellen B90 ohne Eingriffe in Unterbau und Planumsschutzschicht ausgetauscht werden. Die Gesamtlänge des Gleisanschlusses, der als Stumpfgleis in Richtung Nordosten parallel zur südöstlich liegenden DB-Strecke 4560 verläuft und mit einem Bremsprellbock abschließt, beträgt etwa 200 m. Als Regeloberbau für den Gleisanschluss soll ein Schwellengleis auf Schotterbett mit durchgehend verschweißten Schienen verwendet werden. Zur Sicherung des Eisenbahnbetriebs auf der DB-Strecke 4560 ist als Flankenschutz im Gleisanschluss hinter der Anschlussgrenze der Ausbau eines 6 m langen Schienenstücks vorgesehen. Dieses wird in Gleismitte gelagert und nur im Bedienungsfall während einer betrieblichen Sperrung des Hauptgleises eingebaut. Für die Einleitung von punktuellen Lasten während des Trafoumsetzvorgangs wird nach rund 150 m des Anschlussgleises unter diesem ein Umsetzfundament erstellt. Dieses hat Abmessungen von etwa 3,40 m Länge und 5,50 m Breite und eine Dicke von etwa 1,20 m. Unterhalb des Fundaments wird ein Bodenaustausch vorgenommen. Die Fundamentoberkante entspricht in etwa der Schienenoberkante. Die Schienen werden in den Betonkörper integriert. Im Bereich der Umsetzstelle wird der Gleisoberbau teilweise als Bauart „Dresdner Oberbau“ mit einer Betontragschicht und darüber mit Zwischenschwellenbeton bzw. -asphalt und einem Schienenlängsverguss für Straßenfahrzeuge befahrbar ausgeführt Außerdem wird zum weiteren Transport des Trafos eine etwa 350 m lange und etwa 5 m breite Schwerlaststraße in Asphaltbauweise, beginnend nach etwa 100 m des Anschlussgleises nordwestlich dieses Gleises bis zur Bregenzer Straße gebaut. Im Anschlussbereich der Bregenzer Straße wird die Asphaltdeckschicht entsprechend der vorhandenen Längsneigung an-gepasst. Das anfallende Oberflächenwasser wird mittels Längs- und Querneigungen zum nördlichen Fahrbahnrand geleitet. Dort wird ein Bordstein oder Graben zum Fassen der Wassermengen vorgesehen, entlang dessen das Wasser bis zu entsprechenden Straßeneinläufen weitergeleitet wird. In Teilsickerrohren soll das Wasser dann, von Nordosten und Südwesten kommend, in einen etwa bei Bahn-km 18,43 der DB-Strecke 4560 unterirdisch von Norden nach Süden kreuzend verlaufenden verrohrten Durchlass des Riefersbachs eingeleitet werden. Darüber hinaus soll die bestehende, bisher nordwestlich der DB-Bahnstrecke 4560 verlaufen-de Entwässerungsleitung der Bahnentwässerung im unmittelbaren Nahbereich der neuen Abzweigung des Gleisanschlusses der Antragstellerin auf deren Südostseite umverlegt werden. In diesem Bereich werden auch bahnbetrieblichen Kabel der DB umverlegt, soweit dies aufgrund der Baumaßnahme nötig ist. Für die Maßnahme sind im umliegenden Bereich der Bautätigkeiten nordwestlich und südöst-lich des neuen Gleises und der neuen Straße jeweils bis zum unmittelbaren Bereich des DB-Gleises nahezu über die gesamte Baulänge Baustelleneinrichtungsflächen auf dem Grundstück der DB vorgesehen. Diese sind über das öffentliche Verkehrsnetz der Bregenzer Straße zugänglich. Die Arbeiten im unmittelbaren Bereich des Gleises der Bahnstrecke 4560, dem Gleis 3 des Bahnhofs Hergatz, insbesondere zur Herstellung der zungen- und herzstücklosen Abzweigung, sollen in einer bereits genehmigten Sperrpause eines Parallelprojekts der DB, dem Neubau des Bahnübergangs und der Weichenverbindung sowie Erneuerung. der Weichen 1 bis 4 am Bahnhof Hergatz durchgeführt werden. Die Sperrung beträgt 20 Tage und soll im Juli 2026 stattfinden. Innerhalb dieser Zeit kann es an bis zu drei Tagen zu Nachtarbeiten kom-men. Die weiteren Maßnahmen sollen im zeitlichen Zusammenhang im Jahr 2026 vor und nach der Sperrung stattfinden und können ohne Beeinflussung des Bahnbetriebs auf dem DB-Gleis durchgeführt werden. Verdichtungsarbeiten sollen bei Annäherung von weniger als 13 m an die unmittelbar nördlich des Bahnübergangs der Bregenzer Straße westlich und östlich der Bregenzer Straße gelegenen Gebäude Bregenzer Straße 7 einschließlich Nebengebäuden und Bregenzer Straße 12 ausschließlich mit einer erschütterungsarmen statischen Verdichtung in Form einer Schwer-gewichtswalze oder ausschließlich Kleingeräten wie Stampfer oder Rüttelplatte durchgeführt werden, um unzulässige Erschütterungseinwirkungen auf diese nahe am Baufeld gelegenen Gebäude zu vermeiden. Für die gesamte Baumaßnahme wird eine Bauzeit von etwa 5 Monaten veranschlagt. Als naturschutzfachliche Vermeidungsmaßnahme soll vor der Baufeldfreimachung ein Reptilienschutzzaun errichtet werden. Dieser soll nördlich entlang der Zuwegung und der Eingriffsfläche parallel zum dort nördlich angrenzenden Gehölzstreifen sowie westlich und südlich die Ruderalbestände abschirmen, um das Einwandern der Tiere zu verhindern. Zusätzlich sollen regelmäßige Mahdmaßnahmen und Kontrollen des Baufeldbereichs durchgeführt werden, um den Eingriffsbereich möglichst unattraktiv für Zauneidechsen zu halten und gegebenenfalls verbliebene Einzeltiere aus dem Baustellenbereich zu entfernen. Für den Transport der Transformatoren, welcher etwa alle 10 Jahre stattfinden soll, werden jeweils kurze betriebliche Sperrungen der DB-Strecke erforderlich.
Der Standort des ehemaligen Tanklagers im Bezirk Treptow-Köpenick wurde von 1911 bis 1975 als Treibstofflager bzw. als Großtanklager der Staatsreserve genutzt. Durch Kriegseinwirkungen und Handlingverluste wurden massive Schadstoffeinträge in Boden und Grundwasser verursacht. Der heutige Investor plant für das Grundstück eine Mischnutzung (Wohnungsbau- und Dienstleistungsgewerbe). Im Zuge des Tanklagerrückbaus (1975) wurden 28 Einzeltanks und diverse Leitungssysteme entfernt sowie ein Bodenaustausch bis maximal 2 m unter GOK realisiert. Untersuchungen aus den Jahren 1994 bis 1996 belegten, dass am Standort weiterhin erhebliche Belastungen im gesättigten Boden unterhalb von 2,5 m unter GOK und im Grundwasser anzutreffen waren. Im Grundwasser wurden Maximalgehalte von 30.000 µg/l (BTEX), 22.000 µg/l (MKW) und 811 µg/l (PAK) festgestellt. Insgesamt konnten am Standort 5 Belastungsbereiche detailliert ausgegrenzt werden. Von 1997 bis 2001 wurde eine mikrobiologische GW-Sanierung mit 5 oberflächennah verfilterten Sanierungsbrunnen betrieben. Es handelte sich hierbei um eine Kombination von in-situ und on-site Maßnahmen. Das geförderte, belastete Grundwasser wurde mit Sauerstoff und Nährstoffen angereichert und in einem Aktivkohle-Festbett-Reaktor behandelt und anschließend als hydraulische Barriere über Sickerschächte reinfiltriert. Zusätzlich wurden über Infiltrationslanzen Nährstoffe und Sauerstoff direkt in die Kontaminationszentren infiltriert. Im Jahr 2000 wurden im Rahmen von Modifizierungsmaßnahmen zusätzlich 2 Sickerdrainagestränge (ca. 230 m) um die Hauptschadensbereiche errichtet, um eine bessere Durchspülung des belasteten Kapillarsaumes zu erzielen. Im Rahmen der Grundwassersanierung wurden im Zeitraum 1997 bis 2001 insgesamt 542.000 m³ Grundwasser gefördert und gereinigt. Die Fläche der ursprünglichen Sanierungsbereiche konnte um ca. 70 % reduziert werden. Im Jahr 2001 wurde eingeschätzt, dass die noch vorhandenen Belastungen in zwei Sanierungszentren mit den o.g. hydraulischen Sanierungsmaßnahmen nicht bzw. nur unzureichend zu sanieren sind. Da das Schadstoffpotential und die davon ausgehende Gefahr jedoch weiterhin als hoch zu bewerten war, wurden von 2001 bis 2002 Bodenaushubmaßnahmen in den beiden Hauptschadensbereichen bis in den GW-Schwankungsbereich vorgenommen. Die Sanierung konnte aufgrund umliegender Altlastenflächen nur teilweise im Trockenaushubverfahren vorgenommen werden. Der Rest wurde im Nassaushub durchgeführt. Insgesamt konnten bei der Sanierungsmaßnahme ca. 13.000 t kontaminierter Boden aus den Teufenbereichen 3 bis 6 m unter GOK ausgetauscht und dadurch ca. 1,0 t BTEX aus dem Untergrund entfernt werden. Die Sanierung des Standortes ist im Wesentlichen abgeschlossen. Ein kleiner Restschaden im Bereich einer öffentlich genutzten Straße wurde teilweise mittels Spundwand eingekapselt. Zusätzlich wird der Restschaden im Rahmen eines nachsorgenden GW-Monitorings weiter beobachtet. Hierbei werden auch Möglichkeiten eines Monitored Natural Attenuation (MNA) geprüft. Insgesamt wurden für die Untersuchung und Sanierung des Standortes im Zeitraum 1996 bis 2006 ca. 3,0 Mio. € benötigt.
Nach einem Flugzeugabsturz am Hohen Lindkogel bei Baden im Jahr 2008 wurde eine Abtragung des Oberbodens notwendig, um eine weitere Kontaminierung des Bodens und des Grundwassers durch Kerosin und Öl zu verhindern. Dieser Abtrag beeinträchtigt sowohl die Filter-, Puffer- und Speicherfunktionen des Bodens, die Keimbettbedingungen für Pflanzen und die Lebensbedingungen für Bodenmikroorganismen und damit den Stoffumsatz. Ziel der Studie ist es die Dauer und den Verlauf der Sukzession auf dieser Fläche zu dokumentieren.
Verden/Aller. Breiter, besser geschützt und mit optimiertem Profil: So präsentiert sich seit Kurzem ein weiterer Abschnitt des Weserdeichs im Raum Verden. Im Rahmen der Arbeiten wurden in den vergangenen Monaten insgesamt 1,2 Kilometer Deich am östlichen Weserufer verstärkt und an die Anforderungen und Erkenntnisse des modernen Hochwasserschutzes angepasst. Umgesetzt wurde das Projekt nahe Groß Hutbergen vom Stedorfer Deichverband und dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Breiter, besser geschützt und mit optimiertem Profil: So präsentiert sich seit Kurzem ein weiterer Abschnitt des Weserdeichs im Raum Verden. Im Rahmen der Arbeiten wurden in den vergangenen Monaten insgesamt 1,2 Kilometer Deich am östlichen Weserufer verstärkt und an die Anforderungen und Erkenntnisse des modernen Hochwasserschutzes angepasst. Umgesetzt wurde das Projekt nahe Groß Hutbergen vom Stedorfer Deichverband und dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Vor allem die Böschungsneigung des Deiches, aber auch seine ‚inneren Werte‘ standen während der siebenmonatigen Bauzeit im Fokus: „Ein qualitativ hochwertiger Hochwasserdeich ist nach heutigem Kenntnisstand am wehrhaftesten, wenn er eine definierte Böschungsneigung im Verhältnis von 1:3 oder flacher aufweist. Ein Großteil der Arbeiten hier in Groß Hutbergen zielte deshalb darauf ab, dieses für die Bewältigung von Hochwasserlagen günstige Deichprofil herzustellen, die Böschung des Deiches also flacher auszugestalten, als bisher“, erklärt NLWKN-Projektkoordinator Maximilian Böhling. Zwangsläufig stieg damit auch der Platzbedarf für das Hochwasserschutzbauwerk: Der verbesserte Weserdeich bei Verden ist sichtbar breiter, als noch im Frühjahr. Im Rahmen der Arbeiten wurde zudem eine durchgehende Lehmschürze eingebaut. Diese war bisher nur teilweise am Deichkörper vorhanden, ist für den Hochwasserschutz aber von großer Bedeutung, betont der Verbandsvorsteher des Stedorfer Deichverbands, Christian Asendorf: „Als Stützkörper des Deiches fungiert ein Sandkern, der aber selbst geschützt werden muss. Durch die im Rahmen der Arbeiten nun vollständig eingebrachte Dichtschicht aus bindigem und dichtendem Lehm und einer neuen Deckschicht aus Oberboden ist die Standsicherheit des Deiches bei Hochwasser deutlich erhöht“. Ein wesentlicher Teil des hierfür benötigten Lehmbodens konnte im Rahmen des Bodenaustausches für das neue Feuerwehrhaus in Hönisch gewonnen werden. Ergänzend wurde für den verstärkten Weserdeich Material aus einer Bodenentnahmestelle des Stedorfer Deichverbandes im rund sechs Kilometer entfernten Stedebergen angefahren. Synergien mit Infrastrukturprojekt Synergien mit Infrastrukturprojekt Nach siebenmonatiger Bauzeit konnten die wesentlichen Erdbauarbeiten im November erfolgreich abgeschlossen werden. Dabei wurden auch drei Deichrampen aus Pflastersteinen erneuert. Sie ermöglichen die Bewirtschaftung der außendeichs gelegenen landwirtschaftlichen Flächen. Ein letztes Puzzlestück des Hochwasserschutzprojektes, die Erneuerung des hinter dem Deich verlaufenden Deichverteidigungswegs, kann dagegen erst 2027 abgeschlossen werden. Grund für die allerdings planmäßige Pause auf der Baustelle sind Synergien mit anderen wichtigen Projekten in der Region: „Der Netzbetreiber Tennet wird den bisherigen Deichverteidigungsweg zunächst als Baustraße für seine Erdkabelarbeiten in der Region nutzen. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird der Verteidigungsweg erneuert und das Hochwasserschutzprojekt abgeschlossen“, so Asendorf. Insgesamt werden im Rahmen des Projekts 870.000,- Euro in ein verbessertes Schutzniveau für die Ortschaften im Dreieck zwischen Weser und Aller investiert. Finanziert wird das Hochwasserschutzvorhaben mit Mitteln des Bundes und des Landes Niedersachsen.
Bild: SenMVKU Überblick Die Region "Industriegebiet Spree" – das heutige ökologische Großprojekt Berlin – befindet sich im Süd-Osten von Berlin und umfasst mit einer Fläche von mehr als 19 km² die größte zusammenhängende Industrieregion der Hauptstadt. Weitere Informationen Bild: Tauw GmbH Regionales Grundwassermonitoring Das regionale Grundwassermonitoring dient der Überwachung der Grundwasserbeschaffenheit in den sogenannten Transfergebieten von Schadstoffen zwischen altlastenverunreinigten Industrieflächen sowie den Brunnengalerien der Wasserwerke Johannisthal und Wuhlheide. Weitere Informationen Bild: C. Blach Berliner Batterie- und Akkumulatorenfabrik Das Grundstück der heutigen BAE Berliner Batterie GmbH wird seit ca. 1899 industriell zur Produktion von Akkumulatoren und Batterien genutzt. Kennzeichnend für das Grundstück war eine flächenhafte Verbreitung von Belastungen des Bodens durch Blei. Weitere Informationen Bild: Tauw GmbH, Berlin Dachpappenfabrik Oberschöneweide Von 1894 bis 1945 wurde der Standort durch die teerverarbeitende Industrie zur Produktion von Dachpappe, Asphalt und anderen Mineralölprodukten genutzt. Durch Kriegseinwirkungen, Havarien, Leckagen und Handhabungsverlusten kam es zu Verunreinigungen des Bodens und Grundwassers durch flüssige Teerphase. Weitere Informationen Bild: envi sann GmbH, Berlin Haushaltsgeräteservice Von 1940 bis 1945 erfolgte die Produktion von Farben durch eine Lackfabrik. Von 1945 bis 1995 diente der Standort der Endmontage und Reparatur von Haushaltsgeräten. In Vorbereitung einer Erweiterung des Gebäudebestandes erfolgte 1980 die Bergung des Tanklagers, wodurch es zu Schadstoffaustritten kam. Weitere Informationen Bild: C. Blach Kabelwerk Oberspree 1896 wurden die Kabelwerke Oberspree als Tochter der AEG gegründet. 1993 erfolgte die Ausgliederung von nicht betriebsnotwendiger Fläche. Kennzeichnend für das Grundstück war eine großflächige Verbreitung von As- und CN-haltigen Industrieschlämmen. Weitere Informationen Bild: Firma TAUW GmbH Medizinischer Gerätebau Von 1910 bis 1945 produzierten die Albatroswerke Flugzeugteile. Nach dem Weltkrieg II bis 1990 wurde die Fläche zur Produktion von medizinischen Geräten genutzt. Von 1992 bis 1994 durchgeführten Erkundungen belegten auf dem Standort massive Belastungen der Bodenluft und des Grundwassers mit LCKW. Weitere Informationen Bild: ARGE IUP/ISAC Tanklager "Staatsreserve" Der Standort des ehemaligen Tanklagers im Bezirk Treptow-Köpenick wurde von 1911 bis 1975 als Treibstofflager bzw. als Großtanklager der Staatsreserve genutzt. Im Zuge des Tanklagerrückbaus (1975) wurden 28 Einzeltanks und diverse Leitungssysteme entfernt sowie ein Bodenaustausch realisiert. Weitere Informationen Bild: Büro f. Umweltplanung, Berlin Transformatorenwerk Oberschöneweide Das Grundstück wurde seit 1899 bis 1996 im wesentlichen als Transformatorenwerk (Großtransformatoren, Leistungsschalter/-trenner) industriell genutzt. Kennzeichnend für das Grundstück war eine großflächige, dem Grundwasser aufschwimmende Ölphase. Weitere Informationen Bild: C. Blach Transformatorenwerk Rummelsburg Das Grundstück wurde seit den 20er-Jahren bis 1953 durch die Elektrometallurgischen Werke Rummelsburg bzw. Berliner Elektrizitätswerke genutzt. Im Rahmen der Erkundungsmaßnahmen wurden Boden- und Grundwasserkontaminationen durch MKW, Cyanide und untergeordnet Schwermetalle und BTEX festgestellt. Weitere Informationen Bild: IUP VEB Lacke und Farben Das Gelände ist Teil eines seit 1871 durch die chemische Industrie- und Farbenproduktion geprägten Industriebereiches im Bezirk Treptow-Köpenick. Am Standort gelangten Schadstoffe über Havarien, Handhabungsverluste und als Aufschüttungsmaterial nach Kriegsschäden in den Boden und in das Grundwasser. Weitere Informationen Bild: SenMVKU Sicherung des Wasserwerks Johannisthal 2001 wurde die Trinkwassergewinnung vorübergehend eingestellt. Im Einzugsgebiet des Wasserwerks stellen im Wesentlichen die Einträge von Arsen, Cyaniden sowie LCKW aus Altlastengrundstücken und Pflanzenschutzmitteln eine akute Gefahr für die Rohwassergüte der Förderbrunnen dar. Weitere Informationen Bild: Tauw GmbH Sicherung des Wasserwerks Wuhlheide Kriegseinwirkungen, Handhabungsverlusten und mangelndem Umweltbewusstsein verursachten über Jahrzehnte hinweg Schaden in Boden und Grundwasser. Insbesondere LCKW, FCKW, BTEX und Aniline stellen aufgrund ihrer hohen Mobilität im Grundwasser eine Gefahr für die Trinkwassergewinnung dar. Weitere Informationen Bild: IUP (2918), Drohnenflug im Rahmen des Altlastensymposiums 2018 Werk für Fernsehelektronik Aufgrund der Mobilität der LHKW-Verbindungen sowie des immer noch hohen Schadstoffpotentials im FCKW-Quellbereich ergibt sich eine Gefährdungssituation für das Grundwasser im Abstrom des Grundstücks sowie für das Wasserwerk Wuhlheide. Weitere Informationen
Der Standort in der Wilhelminenhofstraße wurde im Zeitraum 1894 bis 1945 durch die teerverarbeitende Industrie zur Produktion von Dachpappe, Asphalt und anderen Mineralölprodukten genutzt. Seit 1961 fand die Ansiedlung von Mischgewerbe statt (z.B. Kfz-Werkstätten, Reifenhandel, Malerlager). Nach 1990 wurde das Gelände durch die Karl-Unternehmensgruppe übernommen. Als Folge von Kriegseinwirkungen, Havarien, Leckagen und Handhabungsverlusten ist eine massive Verunreinigung der Umweltkompartimente Boden und Grundwasser durch flüssige Teerphase [polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)] erfolgt. Die Schwerphase ist gravitativ in den 1. unbedeckten Aquifer eingedrungen und hat sich auf der Oberfläche des folgenden Geringleiters (Geschiebemergel) ausgebreitet. Daneben konnte auch eine flächenhafte Verbreitung der Verunreinigung in der ungesättigten Bodenzone ermittelt werden. Bedingt durch die Lage im Anstrom der Fassungen des Wasserwerks Wuhlheide und die damit verbundene Gefährdung der Trinkwassergewinnung wurden seit 1992 erste Erkundungsmaßnahmen umgesetzt (Boden, Bodenluft, Grundwasser). Dabei wurden im Grundwasser bereits früh Belastungen durch PAK, BTEX, NSO-Heterozyklen (ein- oder mehrkernige zyklische Kohlenwasserstoffverbindungen, in denen mindestens ein Kohlenstoff-Ringatom durch Stickstoff, Schwefel oder Sauerstoff ersetzt ist) und Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW) nachgewiesen. Zur weiteren Eingrenzung der Schadstoffverbreitung und zur Beurteilung der Gefährdungssituation wurde seit 2002 im Rahmen mehrerer Kampagnen ein Netz aus 15 Messstellengruppen mit insgesamt 22 Einzelpegeln eingerichtet. In den Jahren 2003/2004 wurde anhand einer intensiven historischen Erkundung die Lokalisierung der Lage von Anlagenteilen wie z. B. Teerbecken, Rohrleitungen und Rührwerken vorgenommen. In diesem Zusammenhang ist auch eine Bestandsaufnahme sämtlicher Gebäudeteile einschließlich der Öffnung verschlossener Bauteile erfolgt. In 2011 wurden die Untersuchungen durch die rechnerische Modellierung der Staueroberfläche ergänzt, um Bereiche (Senken) auszukartieren, in denen eine Akkumulation der Schwerphase zu erwarten war. Als sanierungsvorbereitende Arbeiten wurde in 2010 zunächst der gesamte Gebäudebestand (26.300 m³ umbauter Raum) zurückgebaut. In 2011 sind die Rückbauarbeiten mit der Beseitigung der Teerbecken und der Tiefenenttrümmerung des Untergrundes auf dem Gesamtareal fortgesetzt worden. Dabei erfolgte bereits auch der Voraushub für die anschließende Bodensanierung. Ab 2012 wurden dann die Arbeiten für den Bodenaustausch bis ca. 11 m unter Geländeoberkante aufgenommen. In dem zentralen Grundstücksbereich wurde der belastete Boden an 256 Bohransatzpunkten im Wabenverfahren entnommen und durch sauberen Füllboden (LAGA Z0) ersetzt. Zum Schutz der Nachbarbebauung mussten die Bohrungen im randlichen Sanierungsbereich als Großlochbohrungen ausgeführt werden. Neben dem Bodenaustausch im hochbelasteten Bereich erfolgte über die unmittelbare Gefahrenabwehr hinaus auch auf dem restlichen Grundstück auf Initiative und Kosten des Grundstückseigentümers die komplette Tiefenenttrümmerung (Abbruch der unterirdischen Bauten) und ein Austausch der oberen Bodenschicht. Bei der Beseitigung des Teerbeckens, der Tiefenenttrümmerung und des Voraushubs wurden 5.600 t gefährliche Abfälle (>LAGA Z2) entsorgt (zusätzlich 200 t Teere). Durch den anschließenden Bodenaustausch mit dem Wabenverfahren und den Großlochbohrungen wurden weitere 28.700 t an kontaminiertem Material aus dem Untergrund entfernt. Zur Erfassung der im Grundwasser gelösten Schadstoffe und Verhinderung eines Abstroms in Richtung der Wasserfassungen des Wasserwerks Wuhlheide wurde in 2012 eine hydraulische Sicherungs-/ Sanierungsmaßnahme mit Förderung von Grundwasser aus 2 Brunnen aufgenommen. Dadurch sollte auch die Schadstofffracht ausgetragen werden, die durch den Einfluss der Bodensanierung (Energieeintrag durch Erschütterungen) mobilisiert wurde. Gleichzeitig diente die GWRA während der Bodensanierung der Reinigung des Auflastwassers sowie des Wassers aus den Entwässerungscontainern. Die hydraulische Sicherungs-/ Sanierungsmaßnahme (Grundwasserförderung) wurde bis Ende April 2016 fortgeführt. Weiterhin wird die Grundwasserbeschaffenheit durch ein Grundwassermonitoring als Nachsorgemaßnahme mit halbjährlichen Beprobungskampagnen überprüft. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich bis Ende 2018 auf 4,2 Mio. €, wobei der weit überwiegende Anteil der Aufwendungen durch die Maßnahmen zur Bodensanierung verursacht wurde. Im Jahr 2013 ist die Neubebauung der sanierten Fläche abgeschlossen worden. Seitdem wird das Grundstück wieder gewerblich genutzt (u. a. Futterhandel, Kfz-Werkstatt).
Der innerhalb eines innerstädtischen Wohngebietes in Friedrichshain gelegene Standort der ehemaligen Gummiwerke Berlin wurde seit Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart für die Gummiherstellung industriell genutzt, zuletzt zur Herstellung von Schwingungs- und Dichtungselementen für die Autoindustrie. Im Herbst 2011 wurde der Produktionsbetrieb eingestellt. Infolge des produktionsspezifischen Umgangs mit leichtflüchtigen chlorierten sowie aromatischen Kohlenwasserstoffen (LCKW bzw. BTEX) kam es in der Vergangenheit in zwei voneinander getrennten Arealen zu erheblichen Untergrundverunreinigungen. Die Umgebung der ehemaligen Taucherei und Entfettung war durch relevante LCKW-Verunreinigungen im Grundwasser und in der Bodenluft gekennzeichnet. Im Bereich eines ehemaligen unterirdischen Tanklagers wurden gravierende Verunreinigungen des Bodens und Grundwassers durch BTEX festgestellt. Im Grundwasser wurden BTEX-Gehalte von bis zu 19.000 µg/l ermittelt. Im LCKW-Schadensbereich lagen die Schadstoffkonzentrationen im Grundwasser um ein bis zwei Größenordnungen niedriger. Aufgrund der vorwiegend feinsandigen Ausbildung der Talsande – mit teilweise vorhandenen nicht horizontbeständigen Schlufflagen – und des relativ geringen hydraulischen Gefälles haben die beiden Grundwasserschäden keine große laterale Ausbreitung mit dem Abstrom erfahren. Im Bereich der ehemaligen Taucherei und der Entfettung wurde im Zeitraum von 1994 bis 1997 eine Bodenluftsanierung durchgeführt, in deren Verlauf insgesamt etwa 257 kg LCKW aus der Bodenluft entfernt wurden. Im Zusammenhang mit dem Rückbau des ehemaligen Tanklagers im Herbst 1994 wurden 8 unterirdische Tanks geborgen und entsorgt. Neben dem damit verbundenen lokalen Bodenaustausch waren keine weiteren Sanierungsmaßnahmen verbunden. Nach einer detaillierten Untersuchungsphase des Grundwassers erfolgte im Jahr 2002 die Planung einer hydraulischen Grundwassersanierung mit einer on-site-mikrobiologischen Reinigung. Die Reinigungsanlage wurde zwischen Oktober 2003 und Juni 2008 mit einer Förderrate von bis zu 10 m³/h betrieben. Die wesentlichen Anlagenbestandteile waren ein Airlift-Bio-Reaktor zur Anreicherung des kontaminierten Grundwassers mit Luft und Nährstoffen, ein Druckkiesbettfilter zur Abscheidung von Eisen und Mangan, ein Festbett-Bio-Reaktor und zwei Wasseraktivkohlefilter. Die Reinigung der Abluft aus dem Airlift-Bio-Reaktor erfolgte über Biofilter mit nachgeschaltetem Luftaktivkohlefilter. Das gereinigte Grundwasser wurde im Anstrom des Schadensbereiches über eine Rigole in den Untergrund reinfiltriert. Die Sanierung wurde 2008 eingestellt, da sich ein Hauptteil der Kontamination unterhalb der ehemaligen Gebäude befand, und dieser Bereich trotz Optimierung der Grundwasserreinigungsanlage hydraulisch nicht wirksam erfasst werden konnte. Nach Verlagerung des Produktionsstandortes in 2011 erfolgte bis 2013 der Rückbau der Gebäudesubstanz. Mitte 2013 wurden detaillierte Untersuchungen zur Schadstoffverteilung veranlasst. Nach umfangreichen Maßnahmen zur Tiefenenttrümmerung wurde im Zeitraum März 2015 bis Juni 2015 eine Bodensanierung durchgeführt. Dabei wurden die im gesättigten Bodenbereich vorhandenen Verunreinigungen mit dem Hexagonalrohraustauschverfahren (Wabe) saniert. Im Zuge der Sanierung wurden rund 7.700 t gefährliche Abfälle entsorgt. Durch ein nachgeschaltetes Grundwassermonitoring konnte nachgewiesen werden, das von den verbliebenen Restbelastungen im Boden keine Gefahr mehr für das Grundwasser ausgeht. Das Monitoring wurde Ende 2017 eingestellt und die Messstellen zurückgebaut. Ende 2015 wurde mit der Neubebauung des Grundstücks begonnen. Auf dem rund 26.000 qm großen Areal entstehen Wohnungen, Büro- und Einzelhandelsflächen, eine Kindertagesstätte sowie ein Stadtgarten. Die Kosten für die Erkundung und Sanierung des Standortes belaufen sich insgesamt auf ca. 3 Mio. €.
Die industrielle Nutzung des Grundstücks ist seit 1911 als Betriebsfläche zur Herstellung von nummerierten Spezial-Kontrolldruckerzeugnissen (Paragon Kassenblock AG) und Lager für Beleuchtungsköpern (R. Frister AG) dokumentiert. Von 1940 bis 1945 erfolgte die Produktion von Farben durch die Lackfabrik Dr. Werner. Von 1945 bis 1995 diente der Standort der Endmontage und Reparatur von Haushaltsgeräten (VEB Haushaltsgeräteservice später Haushaltsgeräte-Service GmbH). Danach (bis etwa 2006) wurden die Flächen an Unternehmen des Klein- und Mittelgewerbes vermietet. Aus der Nutzung des Grundstücks zur Herstellung und Verarbeitung von Lackfarben wurde ein unterirdisches Tanklager mit ca. 20 Einzelbehältern betrieben. Zur Herstellung der Produkte wurden auf der Fläche die aromatischen Kohlenwasserstoffe Benzol, Toluol und Xylol, Naphthalin, Petroleum, Schwerbenzin, Vergaserkraftstoffe, Terpentinöl sowie diverse alkoholische Verbindungen eingesetzt, gelagert und umgeschlagen. In Vorbereitung einer Erweiterung des Gebäudebestandes an der Freifläche zur Fuststraße erfolgte 1980 die Bergung des Tanklagers, wodurch es zu nachweisbaren Schadstoffaustritten kam. Es ist davon auszugehen, dass es auch durch den unsachgemäßen Umgang mit den für die Lackfarbenproduktion verwendeten Gefahrstoffen zu Schadstoffeinträgen in den Untergrund kam. Als Folge der Schadstoffeinträge in den Boden wurden durch die nachstehend beschriebenen Erkundungen massive Kontaminationen des Bodens durch BTEX (untergeordnet PAK und MKW) nachgewiesen. Die höchsten Belastungen wurden mit über 5.000 mg/kg BTEX bei 6 – 9 m unter Geländeoberkante (uGOK) unterhalb des ehem. Druckereigebäudes angetroffen. Die besondere Gefährdungssituation ergibt sich aus der Lage des Standortes innerhalb der Trinkwasserschutzzone II des Wasserwerks Wuhlheide . In einer frühen Phase der Altlastensanierung konzentrierten sich die In einer frühen Phase der Altlastensanierung konzentrierten sich die Erkundungen auf die Eingrenzung der Schadensherde für die Planung und Umsetzung von hydraulischen Sicherungsmaßnahmen zur Verhinderung der Verlagerung der Kontamination zu den Fassungen des Wasserwerks Wuhlheide (Abstromsicherung). Mit fortschreitender Bearbeitungsdauer zielten die Arbeiten zunehmend auf die Vorbereitungen zur Sanierung der Belastungen in den Eintragsbereichen/ Schadensherden. Zur Bewertung und Beobachtung der Grundwasserbeschaffenheit sowie der Steuerung der hydraulischen Sicherungs-/ Sanierungsmaßnahmen wurde zwischen 1995 und 2004 ein Netz von Messpegeln geschaffen, welches regelmäßig auf die standortspezifischen Parameter hin analysiert wurde. In 2005/2006 wurde das Messnetz auf der Basis der Ergebnisse einer teufenorientierten Beprobung des Grundwassers erweitert. Im Zuge der Baufeldfreimachung zur Bodensanierung ist baubedingt eine Reduzierung des Bestandes erfolgt. Derzeit liegt der Fokus des Grundwassermonitorings als Nachsorgemaßnahme auf der Überwachung der Grundwasserqualität an der Grundstücksgrenze im unmittelbaren Zustrom zu den Förderbrunnen des Wasserwerks Wuhlheide. Seit 1995 wurde zum Schutz der nahe gelegenen Förderbrunnen des Wasserwerks eine hydraulische Sicherungs-/ Sanierungsmaßnahme durchgeführt. Die Technologie der Reinigung des geförderten Grundwassers wurde im Zeitraum von 2002 bis 2006 entsprechend dem Stand der Technik, der Schadstoffzusammensetzung sowie anderen speziellen Problematiken mehrfach angepasst. Zur Optimierung des Schadstoffaustrags wurde die Brunnenanzahl erhöht und ein hydraulischer Kreislauf für eine bessere Durchspülung des Aquifers erzeugt. Im Ergebnis der durchgeführten Sanierungsuntersuchungen zeigte sich, dass allein durch hydraulische Maßnahmen keine ausreichende Schadstoffreduzierung erzielt werden konnte. Daher wurde die Beseitigung der Schadstoffquellen mittels Bodenaustausch festgelegt, die 2007/2008 begonnen und 2011 abgeschlossen wurde. Einen chronologischen Abriss der einzelnen Sanierungsetappen zeigt die folgende Abbildung. 1995 – 2002: Sicherungs-/Sanierungsmaßnahme durch Förderung aus 2 Sicherungsbrunnen an derabstromigen Grundstücksgrenze und später zusätzlich aus 2 Sanierungsbrunnen in den damals bekannten Hauptschadensbereichen. 06/2002 – 12/2006: Umstellung der Reinigungstechnologie auf einen biologischen Wirbelschichtreaktor als Hauptreinigungsstufe, in dem Aktivkohle als Trägermaterial für Biomasse umlaufartig oszilliert, mit Erhöhung der Förderrate. Abschließende Adsorption mittels Wasseraktivkohle. 01/2007 – 08/2008: Außerbetriebnahme eines Teils der Brunnen im Hauptschadensbereich infolge der vorbereitenden Arbeiten zur Bodensanierung. 09/2008 – 12/2008: Abschluss der hydraulischen Sanierung im Bereich der Bodensanierung. Reinigung des abgepumpten Grundwassers über einstufige Stripanlage mit Abluftadsorption mit nachgeschalteten Wasseraktivkohlefiltern. 2009 – 2012: Sukzessive Außerbetriebnahme der Förderbrunnen (hydraulische Sicherung) nach dem Erreichen des Sanierungszielwertes von 20 µg/L BTEX. Im Jahr 2007 wurde mit dem Beginn des Teilabrisses der vorhandenen Gebäudesubstanz sowie einem Industrieschornstein aus Betonfertigteilen (einschl. vorlaufender Entkernung und nachlaufender Tiefenenttrümmerung) die Bodensanierung eingeleitet. In einem 1. Bauabschnitt (2008 – 2009) wurde der Bodenaustausch in der gesättigten Zone auf einer Fläche von ca. 2.100 m² in dem zentralen Grundstücksbereich bis in eine Tiefe von 11 m uGOK mittels Rüttelsenkkästen (Wabenverfahren) durchgeführt. Der vorlaufende Bodenaushub zur Beseitigung gering belasteter Bodenhorizonte bis ca. 0,5 m oberhalb des anstehenden Grundwasseranschnittes wurde mit einer Trägerbohlwand gesichert. In einem Teilbereich der Sanierungsfläche wurde dem sauberen Boden ein sauerstoffhaltiges Substrat beigefügt, das durch die Schaffung eines oxidativen Milieus zu einer Verringerung der verbliebenen Restbelastungen durch mikrobielle Abbauprozesse im Grundwasser beitragen sollte. In einem 2. Bauabschnitt (2010) erfolgte der Bodenaustausch im nördlichen Randbereich des Standortes mittels Großlochbohrungen bis zu einer Tiefe von 9 m uGOK an 757 Bohransatzpunkten (DN 1200). Nachfolgend finden sich die mit der Bodensanierung angefallenen Entsorgungsmengen zusammengefasst: Zur weiteren Überwachung des Sanierungserfolgs und zum Schutz der nahe gelegenen Fassungen des Wasserwerks Wuhlheide ist die Fortsetzung des Grundwassermonitorings mit viertel- oder halbjährlichen Beprobungskampagnen als Nachsorgemaßnahme vorgesehen. Die Beobachtung von Verlagerungen aus verbliebenen lokalen Belastungsschwerpunkten erfolgt mittels Modellrechnungen (Stofftransportmodellierungen) und bei Bedarf durch Errichtung zusätzlicher Grundwassermessstellen. Die Gesamtkosten aller Maßnahmen belaufen sich bis Ende 2018 auf ca. 8,77 Mio. €. Bedingt durch die Lage des Standortes in der Trinkwasserschutzzone II des Wasserwerks Wuhlheide, die eine Neubebauung der sanierten Flächen derzeit ausschließt, ist die zukünftige Nutzung noch offen.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 41 |
| Global | 1 |
| Land | 22 |
| Weitere | 3 |
| Wissenschaft | 20 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 39 |
| Text | 20 |
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| unbekannt | 1 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 25 |
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| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 42 |
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| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 1 |
| Dokument | 4 |
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| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 56 |
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