Bei bodenkundlichen Sondierungen auf Flaechen, die vom 'Eichensterben betroffen sind', ergab sich bislang folgendes Bild: - Bodenchemische Summenparameter zur Kennzeichnung der verfuegbaren Naehrelementvorraete zeigen zwar haeufig knappe Versorgung an, 'bodenchemischer Stress' kann jedoch nicht als monokausaler Stressfaktor angesehen werden. - Die Beurteilung des Lagerungszustandes der Boeden ergab im Bereich der Rhizosphaere haeufig Hinweise auf Belueftungsmaengel im tieferen Mineralboden, so z.B. - Absterben von Herzwurzeln, auffaellige Verflachung der Durchwurzelung, Ueberzuege von 'Phenolkrusten' an mechanisch beschaedigten und abgestorbenen Grobwurzeln, - plattige Strukturen unter der Stammbasis, - kohaerente, z.T. verbackene Strukturen im Unterboden mit hohem Eindringwiderstand, - durch Sackung dicht und kohaerent gewordene Ah-Horizonte, die an der Bodenoberflaeche, der Schnittstelle fuer den Gasaustausch zwischen Atmosphaere und Boden, die Bodenbelueftung behindern koennen. Es konnte gezeigt werden, dass eine Koineichung zwischen Schwaechen der Bodenstruktur, Belueftungsstoerungen (Verschlechterung der O2-Versorgung und CO2-Entsorgung einerseits und Feinwurzeldichte bzw. Tiefe der Intensivwurzelzone andererseits besteht. Damit ist es wahrscheinlich, dass Strukturstoerungen im Boden und die davon bedingten Belueftungsmaengel als praedisponierende Faktoren beim Auftreten von Eichenschaeden wirken.