Die Ausstellung besteht aus 30 Tafeln. Zu allen Ausstellungstafeln finden Sie auf den nachfolgenden Seiten eine Hörfassung mit den Texten, ausführlichen Bildbeschreibungen und teilweise Tierstimmen. Sounddesign: picaroMedia Tierstimmen: Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde Berlin Die Museumsinsel, das Brandenburger Tor oder das Schloss Charlottenburg sind als Berliner Kostbarkeiten bekannt. Doch nur wenige wissen, dass Berlin eine der artenreichsten Städte Europas und eine der wald- und seenreichsten Metropolen der Welt ist. Über 42 Prozent der Landesfläche sind Wälder, Gewässer, Agrarflächen und öffentliche Grünanlagen. Gerade in Zeiten des Klimawandels mit einhergehenden trockenen und heißen Sommern entscheiden die grünen Oasen zunehmend über die Attraktivität einer Stadt. In Berlin gibt es zahlreiche Möglichkeiten die Natur in ihren vielfältigen Ausprägungen unmittelbar zu erleben, sich in ihr zu erholen und auf diese Weise ihren Wert schätzen zu lernen. Die Ausstellung bietet Blicke auf die vielen und oft unbeachteten Naturschönheiten in Berlin regt durch beeindruckende Fotos von ausgezeichneten Naturfotografen an, die urbanen Wildnisse Berlins zu entdecken vermittelt Wissen, weil man nur das sehen und schützen kann, was man kennt zeigt, dass Stadt und Natur keine Gegensätze darstellen. Im Gegenteil: Natur eine große Bereicherung für die Stadt ist und die Zukunftsfähigkeit Berlins fördert wirbt für den Erhalt der biologischen Vielfalt ist als Wanderausstellung konzipiert und kann beim Freilandlabor Britz ausgeliehen werden. Bild: Josef Vorholt Metropole der StadtNatur Berlin hat weitaus mehr zu bieten als seine Sehenswürdigkeiten. Die Stadt zählt zu den artenreichsten Europas. Die Ausstellung „natürlich BERLIN!“ zeigt, dass Stadt und Natur keine Gegensätze sind. Metropole der StadtNatur Weitere Informationen Bild: Bruno D´Amicis Grüne Schätze entdecken Berlin bietet echte Naturerlebnisse nur einen Steinwurf von der Innenstadt entfernt. Ausgedehnte Park-, Wald- und Seenlandschaften laden sowohl zum Sport als auch zur Erholung ein. Grüne Schätze entdecken Weitere Informationen Bild: Florian Möllers 6.000 Hektar für Europa Das europaweite Netz der Schutzgebiete soll den Fortbestand von natürlichen Lebensräumen und wildlebenden Arten sichern und die biologische Vielfalt in Europa bewahren. 6.000 Hektar für Europa Weitere Informationen Bild: Florian Möllers Stadt der Artenvielfalt Mit mehr als 20.000 Tier- und Pflanzenarten ist die Hauptstadt überaus artenreich. Welche besonderen und gefährdeten Tiere und Pflanzen zu entdecken sind, erfahren Sie hier. Stadt der Artenvielfalt Weitere Informationen Bild: Bruno D'Amicis Verbindung halten – Brücken bauen Für den Erhalt der biologischen Vielfalt ist es wichtig, dass Lebensräume eng miteinander verbunden sind. Verbindung halten – Brücken bauen Weitere Informationen Bild: Florian Möllers Vom Ursprung unserer Landschaft Das heutige Landschaftsbild Berlins ist durch die Eisschmelze entstanden. Flüsse und Seen, Binnendünen, Moore und Kalktuffquellen wurden durch den Rückzug der Gletscher geschaffen. Vom Ursprung unserer Landschaft Weitere Informationen Bild: Florian Möllers Alles Schiebung Man muss nur genau hinschauen, die eiszeitliche Formung der Landschaft im Stadtgebiet ist auch heute noch gut zu erkennen. Alles Schiebung Weitere Informationen Bild: SenUVK Mehr als eine Schippe Sand Nach der Eiszeit verteilte der Wind feinen Sand über Teile der noch vegetationsarmen Landschaft. An einigen Stellen entstanden Binnendünen. Mehr als eine Schippe Sand Weitere Informationen Bild: Florian Möllers Wo Steine wachsen Die Kalktuffquellen im Natura 2000-Gebiet „Tegeler Fließtal“ sind eine geologische Besonderheit. Wo Steine wachsen Weitere Informationen Bild: Florian Möllers Moore – Augen der Landschaft Kesselmoore sind Überbleibsel der letzten Eiszeit. Die Erhaltung von Mooren spielt eine bedeutende Rolle beim Klimaschutz. Moore – Augen der Landschaft Weitere Informationen Bild: Dirk Laubner Stadt am Wasser Die Seen, Flüsse und Fließe sind ein Qualitätsmerkmal unserer Stadt, welches es zu bewahren gilt. Mit der Wasserrahmenrichtlinie werden Maßnahmen zum Erhalt der Ressource Wasser umgesetzt. Stadt am Wasser Weitere Informationen Bild: Josef Vorholt Leben am Wasser Die Berliner Gewässerlandschaft ist Wassersportrevier und Rückzugsgebiet vieler Tier- und Pflanzenarten zugleich. Leben am Wasser Weitere Informationen Bild: Doron Wohlfeld Fluss + See = Flusssee An flachen Ufern und Buchten von Dahme, Havel und Spree wachsen Röhrichte, finden Drosselrohrsänger und Hecht Lebensraum. Auch europaweit geschützte Arten wie Fischotter, Biber und Seeadler sind zurück. Fluss + See = Flusssee Weitere Informationen Bild: Josef Vorholt Fließe – klein und vielfältig Fließe speisen Flüsse und Seen. An ihren Ufern blühen Schwertlilie, Sumpfdotterblume und Gilbweiderich. Fließe – klein und vielfältig Weitere Informationen Bild: Josef Vorholt Kleingewässer ganz groß Die Kleingewässer der Stadt sind besonders wichtig als Laichplatz für stark gefährdete Amphibienarten wie Erdkröte, Teichfrosch und Knoblauchkröte. Kleingewässer ganz groß Weitere Informationen Bild: Florian Möllers Leben in Wald und Flur Berlin ist eng mit seinem Umland verbunden und auch innerhalb der Stadtgrenzen gibt es ausgedehnte Waldflächen und Erholungslandschaften. Leben in Wald und Flur Weitere Informationen Bild: Josef Vorholt Waldstadt Berlin – Erholung und Entspannung Bereits 1915 wurde mit dem “Dauerwaldkaufvertrag” der Grundstein für den heutigen Waldreichtum der Hauptstadt gelegt. Waldstadt Berlin – Erholung und Entspannung Weitere Informationen Bild: Florian Möllers Wald naturnah Mit den Waldbaurichtlinien setzen die Berliner Förster bundesweit Maßstäbe für die ökologische Bewirtschaftung und naturnahe Entwicklung. Wald naturnah Weitere Informationen Bild: Josef Vorholt Neue Landschaften Auf den ehemaligen Rieselfeldern um Berlin entstand durch behutsame Sanierung eine neue Erholungslandschaft. Neue Landschaften Weitere Informationen Bild: Josef Vorholt Janz weit draußen? Die abwechslungsreiche Feldflur am Stadtrand bietet Braunkehlchen, Grauammern und Feldlerchen ideale Lebensbedingungen. Janz weit draußen? Weitere Informationen Bild: Partner für Berlin / FTB-Werbefotografie Grüne Inseln im Häusermeer Parkanlagen, Kleingärten und Friedhöfe prägen das grüne Berlin. Sie bieten Erholungsmöglichkeiten und zahlreichen Pflanzen- und Tierarten einen unverwechselbaren Lebensraum. Grüne Inseln im Häusermeer Weitere Informationen Bild: Florian Möllers Parks aus fürstlichen Zeiten Die Pfaueninsel und der Landschaftspark Klein Glienicke gehören zum UNESCO Weltkulturerbe. Gleichzeitig sind sie wegen ihrer Naturausstattung als Natura 2000-Gebiet geschützt. Parks aus fürstlichen Zeiten Weitere Informationen Bild: Josef Vorholt Volkspark Vielfältige Parkanlagen mit Wiesen, waldartigen Bereichen und Gewässern schätzen nicht nur Erholungssuchende. Sie bieten auch vielen Tieren Rückzugsmöglichkeiten und Nahrungsangebote. Volkspark Weitere Informationen Bild: Florian Möllers Ruhe und Vielfalt Einst vor der Stadt gelegen, befinden sich heute viele Friedhöfe mitten im Zentrum. Sie sind Orte der Stille und Naturoasen. Ruhe und Vielfalt Weitere Informationen Bild: Florian Möllers Auf kleiner Scholle Kleingärten stehen heute hoch im Kurs, je naturnäher sie gestaltet sind, desto eher finden auch Wildtiere hier ein kleines Paradies. Auf kleiner Scholle Weitere Informationen Bild: Florian Möllers Lebendige Innenstadt – Leben zwischen Stein und Glas Immer mehr Tier- und Pflanzenarten entdecken Berlin als Lebensraum. Wo liegen die Gründe und wie können wir dazu beitragen, dass sie sich auch in Zukunft hier wohlfühlen? Lebendige Innenstadt – Leben zwischen Stein und Glas Weitere Informationen Bild: Florian Möllers Verstädterung – auf Tuchfühlung mit dem Wildschwein Warum die Stadt eine große Verlockung für Wildtiere darstellt und wir lernen müssen, mit Wildtieren auszukommen, erfahren Sie hier. Verstädterung – auf Tuchfühlung mit dem Wildschwein Weitere Informationen Bild: Florian Möllers Mut zur Lücke Durch die Sanierung von Gebäuden geraten einige Vogelarten in akute Wohnungsnot. Der Einbau von Nistkästen an sanierten Gebäuden trägt dazu bei, Nistplätze zu erhalten. Mut zur Lücke Weitere Informationen Bild: Florian Möllers Hotel Berlin Berlin ist auch für Fledermäuse eine Reise wert: Sie überwintern in unterirdischen Gängen der Zitadelle Spandau, im Fort Hahneberg und in alten Wasserwerken. Hotel Berlin Weitere Informationen Bild: Konrad Zwingmann Stadtbrachen – Treffpunkt für Arten der Roten Liste Ehemalige Industrie- und Verkehrsflächen, wie das einstige Flugfeld Johannisthal, der stillgelegte Verschiebebahnhof Tempelhof oder der ehemalige Flughafen Tempelhof werden zum Anziehungspunkt für gefährdete Arten. Stadtbrachen – Treffpunkt für Arten der Roten Liste Weitere Informationen
Die islaendische Regierung plant, im Thorsarver-Gebiet einen grossen Stausee zur verbilligten Energiegewinnung anzulegen. Damit wuerde ein unter Naturschutz stehendes Gebiet einer feuchten Tundra zerstoert, welches das groesste Brutgebiet der Kurzschnabelgaense (Anser brachyrhynchos) darstellt. Im Rahmen eines gesamtoekologischen Gutachtens werden limnologische Untersuchungen an den tausenden von Gewaessern verschiedenen Typs in diesem Gebiet durchgefuehrt.
Die Diversität, Abundanz und Populationsdynamik von Bienen, Wespen und ihren Gegenspielern sollen auf 45 Streuobstwiesen unterschiedlicher Größe, Bewirtschaftung und Landschaftseinbindung über einen Zeitraum von 3 Jahren untersucht werden. Die Aufstellung von insgesamt 540 Nisthilfen für Bienen und Wespen und die jährliche Auswertung der angelegten Nester erlauben Aussagen zur Artenvielfalt und Häufigkeit sowie zur Populationsentwicklung der einzelnen Arten, zu stadienspezifischen Mortalitätsraten, zu Parasitierungsraten und zum Artenspektrum von Gegenspielern sowie dem resultierenden Reproduktionserfolg. Die Landschaftsstruktur wird in acht Radien von 250m bis 3000m um die Streuobstwiesen mit einem Geographischen Informationssystem (GIS) erfasst. Die Bedeutung der Habitatgröße und der Landschaftsstruktur auf unterschiedlichen räumlichen Skalen für die Populationsdynamik kann so getestet werden. Zur Bewertung der Habitatqualität wird der Baumbestand, der Totholzanteil, die Vegetationsstruktur und das Blütenangebot erfasst, um Aussagen zur relativen Bedeutung von Ressourcenverfügbarkeit (Nistmöglichkeiten und Pollenquellen) und Regulation durch Gegenspieler für die Populationsentwicklung auf den Streuobstwiesen zu erhalten. Die Analyse von Pollenproben ermöglicht Aussagen zur Ressourcennutzung und zur relativen Bedeutung der Streuobstwiesen und der umgebenden Landschaft als Nahrungsquelle. Detaillierte Auswertungen und Experimente mit Osmia rufa beinhalten die Entfernung der Gegenspieler an 15 Standorten, die Bestimmung von Kokongewichten und Geschlechterverhältnissen und die individuelle Markierung und Beobachtung schlüpfender Weibchen zur Ermittlung von Sammelzeiten und Ansiedlungsraten.
10.000 Hektar Maßnahmenfläche in acht EU-Vogelschutzgebieten, knapp 19 Millionen Euro Projektvolumen und acht besonders gefährdete Zielarten: Mit dem LIFE-Projekt „Wiesenvögel NRW“ sichert Nordrhein-Westfalen zentrale Lebensräume für Uferschnepfe, Brachvogel, Rotschenkel, Kiebitz, Bekassine, Löffelente, Knäkente und Wiesenpieper. Beim Vor-Ort-Termin in der Hetter am Unteren Niederrhein zeigt das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) gemeinsam mit der Naturschutzstation Niederrhein wie diese Arbeit konkret aussieht: Wasser wird länger in der Landschaft gehalten, Grünland wird wiesenvogelfreundlich bewirtschaftet, offene Landschaften werden erhalten, Gelege werden geschützt und Besucherinnen und Besucher so gelenkt, dass Naturerleben möglich bleibt, ohne brütende Vögel zu stören. „Wiesenvogelschutz entscheidet sich nicht auf dem Papier, sondern auf der Fläche“, erklärte LANUK-Präsidentin Elke Reichert. „Die Zielarten dieses Projektes brauchen offene, feuchte bis nasse Grünlandlebensräume, eine angepasste Bewirtschaftung und möglichst wenig Störungen während der Brutzeit. Genau diese Bedingungen schaffen wir gemeinsam mit den Biologischen Stationen, der Landwirtschaft, der Jägerschaft, den Behörden und vielen ehrenamtlich Engagierten.“ Die Hetter ist Teil des EU-Vogelschutzgebietes Unterer Niederrhein. Das Gebiet zählt zu den wichtigsten Wiesenvogellandschaften Nordrhein-Westfalens. Zugleich zeigt sich hier besonders deutlich, warum der Schutz der Arten anspruchsvoll ist. Viele Wiesenvögel brüten am Boden. Ihre Eier und Küken sind dadurch gegenüber landwirtschaftlicher Bearbeitung, Trockenheit und Beutegreifern besonders empfindlich. Für Arten wie Uferschnepfe, Brachvogel oder Rotschenkel ist der Wasserhaushalt entscheidend: Nur in feuchten, weichen Böden finden Altvögel ausreichend Nahrung. Zugleich müssen die Flächen landwirtschaftlich nutzbar bleiben, damit durch Beweidung oder Mahd die offene, kurzrasige Struktur erhalten bleibt, die viele Wiesenvögel zur Brut benötigen. Im LIFE-Projekt wurden bis Ende 2025 landesweit bereits knapp 120 Hektar Flächen für den Naturschutz erworben. Hinzu kommen Maßnahmen zur Verbesserung des Wasserhaushalts, darunter neu angelegte Senken, umgestaltete Gewässer, Grabenumgestaltungen, Grabenverschlüsse und Staueinrichtungen. Landesweit wurden 24 Senken neu angelegt, 36 Gewässer umgestaltet und 8,5 Kilometer Gräben umgestaltet. Außerdem wurden Gehölze, alte Zäune und weitere störende Strukturen entfernt, um den offenen Landschaftscharakter zu stärken. Auf rund 13 Hektar wurde Grünland aufgewertet oder durch Mahdgutübertragung neu entwickelt; weitere Flächen sind geplant. „Das Projekt zeigt, dass moderner Artenschutz viele Partner braucht“, sagte Reichert. „Wir schützen nicht nur einzelne Vogelarten, sondern entwickeln ganze Lebensräume weiter. Davon profitieren Wiesenvögel, Insekten, Pflanzen und letztlich auch die Menschen, die diese Kulturlandschaft erleben und erhalten wollen.“ Ein weiterer Baustein ist der Schutz der Gelege und Jungvögel. Während der Brutzeit werden in Projektgebieten jährlich mehr als 13 Kilometer Elektrozäune eingesetzt, 2026 kamen weitere 8 km hinzu. Diese Zäune halten Bodenbeutegreifer von besonders wichtigen Brutflächen fern und verbessern die Chancen, dass Eier ausbrüten und Jungvögel flügge werden. Ergänzend werden in den Projektgebieten Managementkonzepte zum Umgang mit Beutegreifern umgesetzt. Die Arbeit erfolgt in enger Abstimmung mit den Gebietsbetreuungen und der örtlichen Jägerschaft. Besonders beim Kiebitz spielt auch der Schutz außerhalb klassischer Naturschutzflächen eine große Rolle. Die Art brütet häufig auf Ackerflächen. Dort können Nester durch landwirtschaftliche Bearbeitung gefährdet werden. In mehreren Projektgebieten unterstützen geschulte Ehrenamtliche die Biologischen Stationen dabei, Gelege zu finden, zu markieren und in Abstimmung mit den Bewirtschaftenden zu schützen. In der bisherigen Projektlaufzeit konnten so mehr als 1.200 Nester geschützt werden; bei rund zwei Dritteln davon wurde ein Schlupferfolg nachgewiesen. Der Untere Niederrhein ist nicht nur Brutgebiet, sondern auch Rast- und Überwinterungsgebiet für viele Vogelarten. Seine Feuchtwiesen, Auen, Altgewässer und Grünlandbereiche sind Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Im LIFE-Projekt werden die Maßnahmen wissenschaftlich begleitet. Brutbestände sowie Schlupf- und Bruterfolg werden regelmäßig erfasst, Rastvögel gezählt und Veränderungen in Wasserhaushalt und Offenlandcharakter dokumentiert. Diese Daten sollen helfen, Maßnahmen laufend anzupassen und den Wiesenvogelschutz in Nordrhein-Westfalen dauerhaft wirksamer zu machen. Das LIFE-Projekt „Wiesenvögel NRW“ läuft seit Oktober 2020 und derzeit bis Dezember 2027; eine Verlängerung bis Dezember 2028 ist geplant. Projektträger ist das LANUK. Partner sind die niederländische vogelkundliche Organisation SOVON und zehn Biologische Stationen: Finanziert wird das Projekt durch die Europäische Union über das Förderinstrument LIFE und durch das Land Nordrhein-Westfalen. Das Gesamtbudget liegt bei knapp 19 Millionen Euro, davon stammen rund 11,4 Millionen Euro aus EU-Mitteln und rund 7,5 Millionen Euro vom Land Nordrhein-Westfalen. https://www.life-wiesenvoegel.nrw.de zurück
Das Hauptziel des Projektes besteht darin, mit Hilfe der Satelliten-Telemetrie die genetischen Grundlagen des Zugverhaltens von Vögeln erstmals im Zusammenhang mit experimenteller Manipulation im Freiland zu untersuchen. Als Modellart soll die Heringsmöwe (Larus fuscus) dienen, deren Unterarten L.F. intermedius und L.f. fuscus sich durch geographisch deutlich differenziertes Zugverhalten auszeichnen. Zum einen soll der soziale Einfluss auf die Zugrichtung durch ein Verfrachtungsexperiment von Eiern/Jungvögeln zwischen zwei Populationen mit unterschiedlichen Zugrichtungen untersucht werden. Zum anderen geht es um die Aufklärung des Vererbungsmodus der Zugrichtung durch ein Kreuzungsexperiment von Vertretern dieser Populationen. In beiden Fällen sollen die experimentell manipulierten (d. h. die verfrachteten bzw. in Gefangenschaft erbrüteten) Jungvögel sowie eine gleich große Zahl von Kontrollvögeln mittels Satelliten-Telemetrie auf ihrem ersten Wegzug ins Winterquartier verfolgt werden.
Im Rahmen der 'Wildtiererfassung Niedersachsen' sowie im Rahmen von Auftragsarbeiten werden in verschiedenen niedersaechsischen Gebieten die Gesamt- sowie die Brutvogelbestaende von Rabenkraehe, Elster und Kolkrabe erfasst. Die Populationsdichte der Rabenkraehe wurde in Abhaengigkeit von den Habitatstrukturen untersucht.
Problembeschreibung: Die SBL setzt ueber Vermittlung der NeSt mit einem freiberuflichen Biologen ein wahrscheinlich europaweit einzigartiges Projekt der Aupolderrevitalisierung um. Die NaSt beobachtet diese Aktivitaeten hinsichtlich ihres Effektes auf die Vogelwelt und die Libellenbesiedlung. Erste Ergebnisse deuten auf eine Bereicherung fuer den Grossraum hin (siehe auch OEKO.L 96(4): 17). Programmziele: 1) Feststellen der Effekte der Aupolderrevitalisierung (und damit Verfahrensverbesserung) auf die Vogelwelt und Libellenbesiedlung als Indikator fuer die Fauna. 2) Klaerteiche in der Regionalklaeranlage Asten: Erfassung der Bedeutung fuer Limikolen als Trittsteinbiotop waehrend des Zuges in die Ueberwinterungs- und Brutgebiete.
Buntfuß-Sturmschwalben Oceanites oceanicus sind die kleinsten endothermen Tiere, die in der Antarktis brüten. Durch ihre geringe Körpergröße und die daher eingeschränkte Möglichkeit Energie zu speichern, brauchen Buntfuß-Sturmschwalben effiziente Strategien um mit vorhersehbaren aber auch mit unvorhersehbaren Perioden von Futterknappheit zurechtzukommen. Sowohl während einer Brutsaison als auch zwischen verschiedenen Brutsaisons wurden für diese Art starke Schwankungen der Futterverfügbarkeit beobachtet. In der geplanten Studie werden wir untersuchen wie junge Buntfuß-Sturmschwalben durch Heterothermie als physiologische Strategie ihren Energieumsatz optimieren und wie Torpor als Überlebensstrategie während unvorhergesehener Futterknappheit genutzt werden kann. Wir werden untersuchen, welchen Einfluss der Ernährungszustand auf Körpertemperatur und die Energieumsatz im Ruhezustand (Ruheumsatz) hat und ob diese mit der Außentemperatur zusammenhängen. Als Anpassung an vorhersehbare Unterschiede der Futterverfügbarkeit werden wir den Tagesrhythmus der Körpertemperatur und der Ruheumsatz untersuchen. Wir werden testen, ob Buntfuß-Sturmschwalben ihre Körpertemperatur und ihren Ruheumsatz während dem Tag, wenn die adulten Vögel nicht zum Füttern kommen können, strategisch herunterfahren. Außerdem werden wir die Gründe und Folgen individueller Unterschiede im heterothermischen Verhalten der Nestlinge untersuchen. Wir erwarten, dass Körperfunktionen wie Wachstum oder die Investition in das Immunsystem mit sinkender Körpertemperatur eingeschränkt werden und dass Küken, die weniger häufig von ihren Eltern gefüttert werden, häufiger Torpor nutzen. Somit könnte Heterothermie bei Küken der Sturmschwalben durch einen Trade-off zwischen verringerten Energiekosten und der Investition in Körperfunktionen, die schlussendlich die Überlebenschancen bis zur Brutzeit bestimmen, Auswirkungen auf ihre biologische Fitness haben. Als Anpassung an vorhersehbare Unterschiede in der Futterverfügbarkeit, werden wir die Heterothermie der Küken während Unwetterperioden, wie zum Beispiel während Schneestürmen, untersuchen. Schneestürme werden nach Vorhersagen der Klimamodelle in der Region in Zukunft häufiger auftreten und in dieser Zeit sind die Eingänge der Bruthöhlen häufig blockiert. Diese Studie hat daher Auswirkungen auf die Anpassungsfähigkeit der Art an den Klimawandel, sowohl im Zusammenhang mit der verringerten Futterverfügbarkeit, die vor allem durch die Abnahme des Antarktischen Krills hervorgerufen wird, als auch durch ein vermehrtes Auftreten von Schneestürmen.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 242 |
| Europa | 3 |
| Kommune | 40 |
| Land | 290 |
| Schutzgebiete | 1 |
| Weitere | 42 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 56 |
| Zivilgesellschaft | 60 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 41 |
| Ereignis | 7 |
| Förderprogramm | 209 |
| Hochwertiger Datensatz | 8 |
| Lehrmaterial | 1 |
| Mitmachportal | 1 |
| Taxon | 53 |
| Text | 241 |
| Umweltprüfung | 29 |
| unbekannt | 45 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 287 |
| Offen | 235 |
| Unbekannt | 64 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 558 |
| Englisch | 61 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 11 |
| Bild | 83 |
| Datei | 36 |
| Dokument | 170 |
| Keine | 238 |
| Multimedia | 2 |
| Unbekannt | 4 |
| Webdienst | 1 |
| Webseite | 208 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 333 |
| Lebewesen und Lebensräume | 586 |
| Luft | 201 |
| Mensch und Umwelt | 582 |
| Wasser | 306 |
| Weitere | 526 |