<p>Der Bundespreis „Blauer Kompass“ feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum und verzeichnet einen überwältigenden Teilnahmerekord: Mit 488 Einreichungen wurde mit großem Abstand die bisher höchste Zahl an Bewerbungen und damit ein neuer Meilenstein erreicht. Nun sind 25 herausragende Projekte für den Bundespreis nominiert. Eine Fachjury bestimmt Anfang Juli die Preisträger. Bereits vorab entscheidet die Öffentlichkeit über den „Community-Preis“. Die Online-Abstimmung dafür läuft vom 16. bis 23. Juni 2026.</p><p> <p>Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesumweltministerium (BMUKN) und „Blauer Kompass“ Jurymitglied Rita Schwarzelühr-Sutter: „Die Rekordzahl an Bewerbungen zum Jubiläum des Bundespreises ‚Blauer Kompass‘ zeigt eindrücklich, wie dynamisch und vielfältig sich die Klimaanpassung in Deutschland entwickelt. Die nominierten Projekte sind besonders wegweisende Beispiele dafür, wie wir uns den Herausforderungen und Folgen des Klimawandels stellen und zukunftsfähige Lösungen dafür finden können. Aber auch die vielen anderen Projekte zeigen beeindruckende innovative Lösungen.“</p><p>UBA-Vizepräsidentin und „Blauer Kompass“ Jurymitglied Dr. Lilian Busse: „Der ‚Blaue Kompass‘ macht erneut sichtbar, wie stark Klimafolgen die Menschen berühren und dass die Vorsorge und Anpassung an diese Folgen immer mehr in der Breite der Gesellschaft ankommen. Der Bundespreis bietet dabei wichtigen Raum für Kreativität und Engagement. So können wir gemeinsam den Weg zu einem klimaresilienten Deutschland erfolgreich gestalten.“</p><p>Der Bundespreis „Blauer Kompass“ ist die höchste staatliche Auszeichnung für Projekte zur vorbildlichen Vorsorge und Anpassung an die Folgen der Klimakrise. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro für jedes Gewinnerprojekt verbunden. Der Preis wird alle zwei Jahre gemeinsam von Bundesumweltministerium (BMUKN) und Umweltbundesamt (UBA) ausgelobt. Er enthält in diesem Jahr erstmals die neue Kategorie „Schulen“ – allein hier gab es fast 80 Bewerbungen.</p><p>Die eingereichten Bewerbungen wurden in einem ersten Schritt entlang der sechs Kriterien guter Praxis der Anpassung an den Klimawandel bewertet: Wirksamkeit, Robustheit, Nachhaltigkeit, finanzielle Tragbarkeit, positive Nebeneffekte und Flexibilität. Diese Bewertung erfolgte durch das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online, die als Wettbewerbsbüro fungiert. In einem zweiten Schritt hat das Umweltbundesamt die qualitativ hoch bewerteten Projekte nochmals fachlich geprüft und zusammen mit dem Bundesumweltministerium die Nominierten für den Bundespreis ausgewählt.</p><strong>Nominierte für den Bundespreis „Blauer Kompass“ 2026</strong><p>25 herausragende Projekte und Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels konkurrieren bis zum 23. Juni 2026 zunächst um den Community-Preis. Das Projekt, das dabei die meisten Stimmen erhält, gehört zu den Preisträgern und gewinnt 25.000 Euro. Interessierte sind herzlich eingeladen, an der Online-Abstimmung auf <a href="https://www.uba.de/blauerkompass">www.uba.de/blauerkompass</a> teilzunehmen und ihr Lieblingsprojekt zu unterstützen. Dort gibt es auch weitere Informationen zu den Nominierten und zur Abstimmung.</p><p>Nominiert für den Bundespreis „Blauer Kompass“ 2026 sind:</p><p> </p>Kategorie „Kommunen“<ul><li>Landkreis Fulda, „Starkregenfrühalarmsystem – Risiken früh erkennen, Menschen wirksam schützen“, 36037 Fulda, Hessen</li><li>Kooperation von Gemeindeverband Mittleres Schussental, Kreis Konstanz, Kreis Ravensburg und Stadt Singen, „KlimAzubi – Fortbildungsreihe für Auszubildende in der öffentlichen Verwaltung zum Thema Klimaanpassung“, 88212 Ravensburg, Baden-Württemberg</li><li>Landeshauptstadt Wiesbaden, „Elsässer Park Wiesbaden – Transformation eines innerstädtischen Parkplatzes in einen klimaresilienten Schwammstadt-Park“, 65189 Wiesbaden, Hessen</li><li>Stadtverwaltung Plauen, „1. Plauener Klimainsel“, 08523 Plauen, Sachsen</li><li>Stadt Hamm, „Gemeinsam stark gegen die Hitze! Hitzeaktionsplan Hamm“, 59065 Hamm, Nordrhein-Westfalen</li></ul><p> </p>Kategorie „Private und kommunale Unternehmen“<ul><li>Landwirtschaftsbetrieb Stefan Bernickel, „Schwamm-Acker Gramzow: Systemische Bodenregeneration als Antwort auf Extremwetter“, 17291 Prenzlau, Brandenburg</li><li>Hessische Landgesellschaft mbH, „100 Wilde Bäche für Hessen“, 34121 Kassel, Hessen</li><li>Regenmodule UG, „Regenwasserbank – Zeit, auf Regen zu setzen“, 12109 Berlin, Berlin</li><li>Harald Müller Metall-Sonderfertigung GmbH, „PEELIKAN Löschdrohnen“, 14974 Ludwigsfelde, Brandenburg</li><li>Green City Solutions GmbH, „Moos-basierte Klimaresilienz: bio-digitale Lösungen zur Hitze- und Schadstoffminderung“, 15741 Bestensee, Brandenburg</li></ul><p> </p>Kategorie „Schulen“<ul><li>Olof-Palme-Gesamtschule der Gemeinde Hiddenhausen, „OPG-Klimawald und Streuobstwiese“, 32120 Hiddenhausen, Nordrhein-Westfalen</li><li>Stadtteilschule Bergedorf, „Gestaltung eines Innenhofes eines Schulgebäudes“, 21033 Hamburg, Hamburg</li><li>Grundschule Belgershain, „Belgi for future - Gemeinsam zur klimastarken Schule!“, 04683 Belgershain, Sachsen</li><li>Friedensburg-Oberschule, „Mission #CoolSchool – Friedensburg-Oberschule works together zur Verbesserung unserer Klimaresilienz!“, Berlin 10623, Berlin</li><li>Sankt Mauritius-Sekundarschule, „Campus Cultiva“, 06130 Halle, Sachsen-Anhalt</li></ul><p> </p>Kategorie „Forschungs- und Bildungseinrichtungen“<ul><li>Katholische Stiftungshochschule für angewandte Wissenschaften München, „Planetary Health und klimasensible Hebammenarbeit – Ein innovatives Konzept zu Klimavorsorge und -anpassung im Gesundheitswesen“, 81667München, Bayern</li><li>grün&bunt gUG, „Anpassung beginnt im Kindesalter – Klimakompetenz durch forschendes Lernen“, 26382 Wilhelmshaven, Niedersachsen</li><li>Technische Universität Berlin, „ClimateHOOD_CampusPARK Charlottenburg“, Berlin 10623, Berlin</li><li>Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, „MisKaRe – Natürlicher Schutz vor Starkregen durch klimaangepasste Landwirtschaft“, 53359 Rheinbach, Nordrhein-Westfalen</li><li>Universität Heidelberg in Kooperation mit dem Heidelberg Institute for Geoinformation Technology (HeiGIT), „HEAL Hitzeanpassung für vulnerable Bevölkerungsgruppen“, 69120 Heidelberg, Baden-Württemberg</li></ul><p> </p>Kategorie „Verbände, Vereine und Stiftungen“<ul><li>BaumEntscheid e. V., „Vom Gesetz zur grünen Realität – Skalierung durch Innovation“, 13347 Berlin, Berlin</li><li>Förderverein NaturGut Ophoven e. V., „Die MutReiferei – Mut als Zukunftskompetenz für das Leben mit dem Klimawandel“, 51379 Leverkusen, Nordrhein-Westfalen</li><li>Allianz B303+ e.V., „Schwammregion Allianz B303+ Klimaresilienz durch dezentralen Wasserrückhalt im Gemeindeverbund“, 96242 Sonnefeld, Bayern</li><li>Stiftung Zukunft Wald, „Schulwälder gegen Klimawandel – Pflanzt nicht Worte, sondern Bäume“, 38106 Braunschweig, Niedersachsen</li><li>wilde-natur.org gGmbH, „Modellregion Aue: KI-gestützte klimaadaptive Schöpfwerksteuerung für energieeffizientes Wassermanagement“, 21782 Bülkau, Niedersachsen</li></ul><strong>Jury wählt die Preisträger in den fünf Kategorien aus</strong><p>Nach der Online-Abstimmung über den „Community-Preis“ wird zusätzlich die Jury des Bundespreises tätig. Sie entscheidet, welche der verbliebenen 24 nominierten Projekte die Auszeichnung in ihrer jeweiligen Kategorie erhalten. Anfang Juli kommen die acht Expert*innen aus den Bereichen Politik, kommunale Spitzenverbände, Wirtschaft, Forschung, Kommunikation und Jugendbeteiligung zusammen. Das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt sind in der Jury durch die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter und durch UBA-Vizepräsidentin Dr. Lilian Busse vertreten.</p><p>Die sechs Gewinnerprojekte – eines pro Kategorie und der Gewinner des „Community-Preises“ – erhalten ein Preisgeld von jeweils 25.000 Euro sowie Unterstützung bei der bundesweiten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Unter anderem entstehen Kurzfilme über die Projekte. Die feierliche Preisverleihung im Bundesumweltministerium in Berlin findet am 17. September 2026, während der Woche der Klimaanpassung, statt. </p><strong>Weitere Informationen:</strong><p>Über den Bundespreis: <a href="https://www.uba.de/blauerkompass">www.uba.de/blauerkompass</a></p><p>Wettbewerbsbüro „Blauer Kompass“<br>c/o co2online gGmbH<br>Telefon: 030 36 99 61 - 12<br>E-Mail: <a href="mailto:blauerkompass@uba.de"><u>blauerkompass@uba.de</u></a></p><p>Pressematerialien und Logos: <br><a href="https://www.umweltbundesamt.de/media-kit-blauer-kompass">https://www.umweltbundesamt.de/media-kit-blauer-kompass</a></p> </p><p>Informationen für...</p>
<p> <p>Deutschlands höchste Auszeichnung für innovative Projekte zum Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels wird auch 2026 wieder verliehen. Die neue Wettbewerbsrunde ist mit einer eigenen Kategorie für Schulen gestartet. So sollen junge Menschen besonders motiviert werden, ihre kreativen Lösungen bekannter zu machen. Die Bewerbung ist bis zum 20. März 2026 geöffnet.</p> </p><p>Deutschlands höchste Auszeichnung für innovative Projekte zum Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels wird auch 2026 wieder verliehen. Die neue Wettbewerbsrunde ist mit einer eigenen Kategorie für Schulen gestartet. So sollen junge Menschen besonders motiviert werden, ihre kreativen Lösungen bekannter zu machen. Die Bewerbung ist bis zum 20. März 2026 geöffnet.</p><p> <p>Der bundesweite Wettbewerb der besten Klimaanpassungsprojekte Bundespreis „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/blauerkompass">Blauer Kompass</a>“ feiert in diesem Jahr Jubiläum: Seit zehn Jahren zeichnet er Akteure aus, die zeigen, wie Klimaanpassung in der Praxis gelingt. Das Bundesministerium für Umwelt, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) und das Umweltbundesamt (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>) rufen auch in der aktuellen Runde wieder dazu auf, sich zu bewerben. </p> <p><strong>Bis zum 20. März 2026 </strong>können sich Kommunen, private und kommunale Unternehmen, Schulen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie Vereine, Verbände und Stiftungen mit ihren Beiträgen zur Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels um den Preis bewerben. Im Jubiläumsjahr bekommt der Preis eine Neuerung: Schulprojekte können sich in einer eigenen Kategorie bewerben. Der Preis ist in jeder Kategorie mit 25.000 Euro dotiert. Dazu kommt ein verdientes Maß an Aufmerksamkeit – für alle, die ganz praktisch zeigen, wie Klimaanpassung geht.</p> <p><strong>Jetzt mitmachen – Zukunft gestalten: </strong>Alle Bewerbungsunterlagen und bisherigen Gewinnerprojekte unter <a href="https://www.umweltbundesamt.de/blauerkompass">www.umweltbundesamt.de/blauerkompass</a>.</p> <p> </p> Bundespreis gibt Impulse für Umgang mit <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimafolgen">Klimafolgen</a> <p>Dank der zahlreichen herausragenden Projekte der vergangenen Runden ist der Wettbewerb zu einer zentralen Größe für gute Beispiele der Klimaanpassung geworden. Der Bundespreis gehört heute zu den wichtigsten Impulsgebern für kommunale, zivilgesellschaftliche und wirtschaftliche Initiativen im Umgang mit den Folgen der Erderhitzung. </p> <p>„Immer mehr Menschen spüren die Auswirkungen des Klimawandels in ihrem Alltag. Das zeigen auch die Ergebnisse unserer Umweltbewusstseinsstudie immer wieder“, sagt UBA-Präsident Dirk Messner. „Umso wichtiger ist es, auf die vielen guten und inspirierenden Beispiele aufmerksam zu machen, die es zur Vorsorge und zur Anpassung an den Klimawandel gibt. Dafür bietet der Blaue Kompass seit nunmehr zehn Jahren eine viel beachtete Plattform. Zeigen auch Sie das Engagement Ihrer Kommune, Ihres Unternehmens, Ihrer Institution oder Ihrer Schule und bewerben Sie sich!“ </p> <p> </p> <strong>Von der Pilotphase zum Bundespreis</strong> <p>„Anpassungspioniere gesucht!“ mit diesem Aufruf nahm der Wettbewerb bereits 2011 seinen Anfang. Damals suchte das Umweltbundesamt mutige Akteure, die zeigten, wie sie vorsorgen und sich auf Hitze, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/duerre">Dürre</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/starkregen">Starkregen</a> einstellen. Die Resonanz war beachtlich: 59 Kommunen, Unternehmen und Verbände beteiligten sich damals. Vier Preisträger – die Städte Arnsberg, Wuppertal und Stuttgart sowie die Wohnungsbaugenossenschaft WOGENO München – wurden dafür geehrt, dass sie früh Maßstäbe für eine vorausschauende Klimaanpassung setzten.</p> <p>Unter dem Titel „Blauer Kompass“ findet der Wettbewerb seit 2016 regelmäßig alle zwei Jahre statt. Seit 2022 wird er als Bundespreis gemeinsam vom Bundesumweltministerium und UBA ausgelobt. </p> <p>Seit Beginn wählt eine Jury mit hoher Fachexpertise die Gewinnerprojekte aus. Sie setzte sich zuletzt aus Vertretern*Vertreterinnen des Bundesumweltministeriums, des Umweltbundesamtes, der kommunalen Spitzenverbände, Wirtschaft, Forschung, des Ehrenamts und der Klimakommunikation zusammen.</p> <p>Die Einreichungen werden zunächst entlang der sechs vom UBA entwickelten <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/werkzeuge-der-anpassung/tatenbank/kriterien-guter-praxis-der-anpassung">Kriterien guter Praxis zur Anpassung an den Klimawandel</a> bewertet: Wirksamkeit, finanzielle Tragbarkeit, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a>, positive Nebeneffekte, Flexibilität und Robustheit. Darauf folgt das Votum der Jury.</p> <p> </p> <strong>Mehr Teilnehmende, breitere Themen</strong> <p>Die über die Jahre gestiegene Zahl der Bewerbungen zeigt, wie stark das Thema Klimaanpassung in Deutschland an Fahrt aufgenommen hat und welche vielfältigen Projekte es bereits gibt: Im Jahr 2018 gingen rund 110 Bewerbungen ein, 2022 waren es bereits 240 und in der letzten Wettbewerbsrunde 2024 sogar mehr als 300 Einreichungen.</p> <p>Die Vielfalt der Themen reicht von technischen Lösungen, etwa bei der Beschattung von Plätzen und Gebäuden, über Regenwassermanagement, Aufforstung und Stadtgrün bis hin zu Beratung, Bildung, Digitalisierung und sozialen Projekten zum Schutz vulnerabler Personen, wie beispielsweise Kinder, ältere, kranke oder ärmere Menschen. </p> <p>Dabei zeigt sich ein deutlicher Trend: Während anfangs vor allem kommunale Strategien und ökologische Modellvorhaben im Mittelpunkt standen, wuchs in den letzten Jahren der Anteil sozialer Projekte sowie digitaler Lösungen. Auch bewerben sich mehr Projekte, die Bürger*innen aktiv einbeziehen. </p> <p> </p> <strong>Leuchttürme der Anpassung – Preisträger mit Strahlkraft</strong> <p>Der Wettbewerb hat in zehn Jahren knapp 30 Preisträgerprojekte hervorgebracht, die heute als Leuchttürme gelten – herausragende Beispiele, die bundesweit Nachahmer für das Thema Klimawandelanpassung inspirieren sollen. Die ausgezeichneten Projekte zeigen, dass Klimaanpassung längst alle Lebensbereiche betrifft und gemeinschaftlicher Lösungen bedarf. </p> <p>Schlaglichter auf „Blauer Kompass“-Preisträger der letzten Jahre:</p> <ul> <li>2016 punktete der <a href="https://starkgegenstarkregen.de/future-cities/">Lippeverband mit „Future Cities – Grün-blauer Klimakorridor Kamen“</a>, wobei ein Flusslauf ökologisch umgestaltet wurde.</li> <li>2018 überzeugten die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/werkzeuge-der-anpassung/tatenbank/kommunale-ueberflutungsvorsorge-in-zeiten-des">Technischen Betriebe Solingen mit einem integrierten Konzept zur Überflutungsvorsorge</a>.</li> <li>2020 wurden das <a href="https://klimawaldbayreuth.de/">Bayreuther KlimaWald-Projekt</a> und die <a href="https://www.stiftung-oekologie-u-demokratie.de/T/projekt-klimawandelanpassungscoach-rlp/">Stiftung für Ökologie und Demokratie mit ihrem kommunalen „KlimawandelAnpassungsCOACH RLP</a>“ ausgezeichnet.</li> <li>2022 ging der Preis unter anderem an den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/werkzeuge-der-anpassung/tatenbank/hochwasserallianz-bocholter-aa">Landkreis Borken für die „Hochwasserallianz Bocholter Aa“</a> und den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/werkzeuge-der-anpassung/tatenbank/tiny-forests-von-nachhaltiger-bildung-zu">Verein MIYA e. V. für seine Bildungsinitiative mit Baumpflanzaktionen „Tiny Forests“</a>.</li> <li> <p>2024 zeichnete die Jury unter anderem den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/werkzeuge-der-anpassung/tatenbank/hitzehelferinnen-im-wohnquartier">Verein BÄR meets ADLER e.V. aus Brandenburg an der Havel aus, der mit seinem Projekt „Hitzehelfer*innen im Wohnquartier“</a> soziale Verantwortung und Klimaanpassung verbindet.</p> <p> </p> </li> </ul> <strong>Wie der Preis wirkt</strong> <p>Viele Gewinnerprojekte berichten, dass der „Blaue Kompass“ ihrem Engagement zusätzlichen Schub gab – durch öffentliche Aufmerksamkeit, neue Kooperationen oder politische Unterstützung. „Anerkennung“, „Motivation“, „Bestätigung“, „Unterstützung“ sind nur einige Schlagworte, die die Preisträger*innen der letzten zehn Jahre verwenden, um zu beschreiben, wie sich die Verleihung des Preises auf ihre Arbeit ausgewirkt hat. </p> <p>Die Stadt Göttingen und die Göttinger Entsorgungsbetriebe erhielten 2024 den Bundespreis für ihr Starkregenvorsorge-Projekt „Gö goes green“. „Das Preisgeld hat uns die Möglichkeit gegeben, den Baustein ‚Fördern' unserer Starkregenvorsorge im Zuge des Göttinger KlimaFonds zu stärken“, erklären die Preisträger. Sie betonen auch den Wert der Öffentlichkeitsarbeit, bei der alle Gewinnerprojekte unterstützt werden: „Das professionell gedrehte Video stellt – zusätzlich zur Ehrung und dem Preisgeld – ein effektives Mittel dar, um das Projekt weiter bekannt zu machen.“ </p> <p>Der Verein BÄR meets ADLER – ebenfalls ein Preisträger der vergangenen Wettbewerbsrunde – fasst es so zusammen: „Der ‚Blaue Kompass‘ und die 25.000 € Preisgeld haben uns spürbaren Rückenwind gegeben. Besonders wertvoll war die Kombination aus finanzieller Unterstützung und öffentlicher Sichtbarkeit, die unsere Arbeit gestärkt und weitergetragen hat.“</p> <p>Die Rückmeldungen der Preisträger zeigen: Der Preis bestärkt die erfolgreichen Projekte in ihrem Tun und ermöglicht es ihnen, weiterzumachen. Indem er die Sichtbarkeit der ausgezeichneten Lösungen erhöht, kann er andere zur Nachahmung ermutigen und inspirieren, eigene, neue Ideen zur Klimavorsorge und Anpassung umzusetzen. </p> <p> </p> <strong>Gesonderte Auszeichnung für Schulprojekte soll junge Menschen erreichen</strong> <p>Die Struktur des Wettbewerbs wurde über die Jahre weiterentwickelt: Zunächst wurden einzelne Pilotprojekte ausgezeichnet, seit 2018 werden die Preise in Kategorien vergeben. Mit der aktuellen Ausschreibung sind es nun fünf: Neben Kommunen, Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Vereinen und Stiftungen können sich nun Schulen in einer eigenen Kategorie bewerben. </p> <p>In der neuen Kategorie werden Maßnahmen ausgezeichnet, die die Klimavorsorge und -anpassung an Schulen oder in deren direktem Umfeld verbessern, andere zur Vorsorge und Anpassung motivieren, einen besonders innovativen und kreativen Umgang mit dem Thema aufzeigen. Bewerben können sich Schulen, einzelne Schüler*innen oder Schülergruppen, Schülerfirmen oder andere Initiativen wie schulbezogene Fördervereine.</p> <p> </p> <strong>„Blauer Kompass“ gewinnt an Reichweite</strong> <p>Neben den Hauptkategorien gibt es seit 2018 zusätzlich einen Community-Preis. Bürger*innen können per Online-Abstimmung ihren Favoriten unter den für den „Blauen Kompass“ nominierten Projekten wählen. Die starke Teilnahme am Voting zeigt, dass es ein hohes öffentliches Interesse am Bundespreis gibt. </p> <p>2022 wurden die Auszeichnungen erstmals im Rahmen der „<a href="https://zentrum-klimaanpassung.de/veranstaltungen/die-woche-der-klimaanpassung">Woche der Klimaanpassung</a>“ vorgenommen und die Preisverleihung in diesen Aktionszeitraum im September gelegt. Damit rückte das Thema bundesweit stärker in den Fokus von Medien und Gesellschaft.</p> <p>In der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/anpassung-an-den-klimawandel/werkzeuge-der-anpassung/tatenbank">KomPass-„Tatenbank“</a> sind die am Wettbewerb „Blauer Kompass“ teilnehmenden Projekte dauerhaft auffindbar und können andere zum Handeln anregen.</p> <p> </p> <strong>10 Jahre „Blauer Kompass“ und 100. KomPass-Newsletter</strong> <p>Das Jubiläum des „Blauen Kompass“ fällt mit einem weiteren Meilenstein zusammen: dem 100. Newsletter des Kompetenzzentrums Klimafolgen und Anpassung (KomPass) im Umweltbundesamt. Seine erste Ausgabe erschien 2007 und seit 2013 berichtet der Newsletter alle zwei Monate über aktuelle Entwicklungen sowie interessante Projekte zur Klimavorsorge und Anpassung in Deutschland und darüber hinaus. Der Newsletter ist ebenso etabliert und trägt dazu bei, Akteure für die Themen Vorsorge und Anpassung zu sensibilisieren, zu informieren und gute Beispiele sichtbar zu machen. </p> <p>Im Jubiläumsjahr 2026 ist der Bundespreis „Blauer Kompass“ bereits fest im deutschen Klimaanpassungsnetzwerk verankert. Die gestiegene Resonanz und Vielfalt der Projekte zeigen: Die Bereitschaft, aktiv zu werden, ist groß. Der Wettbewerb stellt hervorragende konkrete Lösungen vor – und motiviert, selbst Verantwortung zu übernehmen. </p> <p>UBA und BMUKN rufen auch in der aktuellen Runde die unterschiedlichen Akteure wieder dazu auf, sich zu bewerben: Klimaanpassung lebt von guten Ideen. Der Bundespreis „Blauer Kompass“ will sie sichtbar, übertragbar und wirksam machen.</p> <p> </p> <p><strong>Autor*innen: </strong>Christine Persitzky, Isabelle Ritter (co2online)</p> <p><em>Dieser Artikel wurde als Schwerpunktartikel im Newsletter Klimafolgen und Anpassung Nr. 100 veröffentlicht. </em><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/newsletter"><em>Hier</em></a><em> können Sie den Newsletter abonnieren.</em></p> <p> </p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>
<p> <p>Der Bundespreis Ecodesign – die höchste Auszeichnung der Bundesregierung für ökologisches Design – geht in seine 15. Runde. Noch bis zum 2. April 2026 können in den Kategorien Produkt, Service, Konzept und Nachwuchs Arbeiten eingereicht werden, die ökologische Verantwortung mit hoher Designqualität verbinden – vom marktreifen Produkt bis hin zum visionären Modellprojekt.</p> </p><p>Der Bundespreis Ecodesign – die höchste Auszeichnung der Bundesregierung für ökologisches Design – geht in seine 15. Runde. Noch bis zum 2. April 2026 können in den Kategorien Produkt, Service, Konzept und Nachwuchs Arbeiten eingereicht werden, die ökologische Verantwortung mit hoher Designqualität verbinden – vom marktreifen Produkt bis hin zum visionären Modellprojekt.</p><p> Wer kann teilnehmen? <p>Teilnehmen können Unternehmen und Start-ups aller Branchen und Größen, Designagenturen, Architektur- und Ingenieurbüros, Forschungsinstitute und gemeinnützige Organisationen sowie Studierende aus ganz Europa.</p> <p>Die Einreichungsmöglichkeiten umfassen Produkte oder Prototypen, Dienstleistungen und Systemlösungen, innovative Ideen in der Entwicklungs- oder Planungsphase sowie Arbeiten aus dem Studium. Neben technischen Lösungen spielen auch soziale Innovationen eine zentrale Rolle.</p> Warum sich die Teilnahme lohnt <p>Der Bundespreis wird seit dem Jahr 2012 jährlich vom Bundesumweltministerium (BMUKN) und Umweltbundesamt (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>) in Kooperation mit dem Internationalen Design Zentrum Berlin (IDZ) ausgelobt. Als höchste Auszeichnung der Bundesregierung für ökologisches Design steht der Preis für Glaubwürdigkeit und Qualität.</p> <p>Die Gewinner*innen werden in einer feierlichen Preisverleihung in den Lichthöfen des Bundesumweltministeriums in Berlin geehrt, zu der jedes Jahr rund 200 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Design erwartet werden. In diesem Jahr findet die Prämierung am 30. November statt.</p> <p>Die Anerkennung wirkt jedoch weit über diesen Moment hinaus: Die Gewinner*innen dürfen sich sowohl über mediale Aufmerksamkeit als auch über die Teilnahme an einer einjährigen Roadshow freuen. Dabei werden alle prämierten und nominierten Projekte europaweit auf Messen, in Museen sowie auf Design- und Umweltfestivals präsentiert. Begleitende Veranstaltungen, Impulsvorträge und Workshops bieten zusätzlich Sichtbarkeit, fachlichen Austausch und Vernetzungsmöglichkeiten.</p> </p><p>Informationen für...</p>
Die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA) hat am 26. März 2020 für ein gemeinsames Projekt mit den Energieagenturen in Thüringen, Sachsen und Baden-Württemberg den begehrten Deutschen Innnovationspreis für Klima und Umwelt des Bundesumweltministeriums und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie verliehen bekommen. Das gemeinsam entwickelte Online-Portal "Kom.EMS" unterstützt Kommunen bei Aufbau eines effektiven Energiemanagements ( www.komems.de ). Dieses Angebot konnte sich in der Kategorie "Produkt- und Dienstleistungsinnovationen für den Klimaschutz" erfolgreich durchsetzen. Ministerin Dalbert: "LENA schafft bedarfsgerechte und innovative Angebote, die bundesweit Spitze sind" Die Energieministerin des Landes Sachsen Anhalt, Prof. Dr. Claudia Dalbert freut sich sehr über diese Auszeichnung: "Wir gratulieren und sind sehr stolz darauf, dass unsere Landesenergieagentur LENA diesen renommierten Bundespreis erhalten hat. Die LENA schafft bedarfsgerechte und innovative Angebote, die bundesweit Spitze sind. Mit dem Portal für kommunales Energiemanagement 'Kom.EMS' können unsere Kommunen ihre Energiekosten für kommunale Liegenschaften um 10 bis 20 Prozent reduzieren. Jede Kommune im Land kann etwas dafür tun, den eigenen Energieverbrauch zu senken. Damit sparen sie bares Geld und schützen gleichzeitig das Klima. Die LENA unterstützt sie dabei." Einsparpotenzial von 6 bis 10 Millionen Euro jährlich Seit 2016 haben die vier Energieagenturen gemeinsam an diesem Projekt gearbeitet und das Know-how aus mehr als 200 Kommunen und Landkreisen eingebracht. Das Preisgeld von 25.000 Euro wollen die Agenturen in die Weiterentwicklung des Tools investieren. Nach einer Pilotphase möchte die LENA in diesem Jahr mit dem Angebot einer flächendeckenden Anwendung in den Kommunen des Landes beginnen. Die LENA geht davon aus, dass allein in Sachsen-Anhalt durch kommunales Energiemanagement ein Einsparpotenzial von 6 bis 10 Millionen Euro jährlich erschlossen werden kann. Mit der lückenlosen Verfügbarkeit von „Kom.EMS" für die Städte und Gemeinden in Sachsen-Anhalt wird der Klimaschutz als Querschnittsaufgabe der kommunalen Ebene weiter verankert und unterstützt. Damit wird die Maßnahme B 3.4 "Das Land als Impulsgeber und Förderer" im Klima- und Energiekonzept der Landesregierung Sachsen-Anhalts umgesetzt. In diesem Jahr hatten sich 141 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden für den Deutschen Innnovationspreis für Klima und Umwelt beworben. Die Preisträger wurden heute bekannt gegeben. Die in Berlin geplante Preisverleihung musste aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie abgesagt werden. So hilft Kom.EMS Kommunen beim Energiesparen: Kommunale Gebäude wie Rathäuser, Schulen oder Sporthallen verbrauchen oft mehr Energie als nötig. Das kann zum Beispiel an der falschen Einstellung der Heizung, defekten Thermostaten oder veralteten Energieverträgen liegen. Durch das regelmäßige Kontrollieren von Gebäudetechnik und Verbrauchsdaten lassen sich zehn bis 20 Prozent der Energiekosten sparen – ohne selbst in neue Technik oder Sanierungen investieren zu müssen. Trotz dieser Potenziale verfügen viele Kommunen aus Mangel an Zeit, Wissen und Ressourcen bislang noch nicht über ein professionelles Energiemanagement, um solche organisatorischen und geringinvestiven Maßnahmen strukturiert vorzunehmen. Mit www.komems.de erhalten sie nun die Möglichkeit, ein kommunales Energiemanagement aufzubauen oder zu professionalisieren. Durch praxiserprobte Arbeitshilfen und Checklisten werden Prozesse wie Energiebeschaffung, Verbrauchsmonitoring und das Betriebsverhalten gebäudetechnischer Anlagen dauerhaft optimiert. Bei einem bundesweiten Einsatz könnte durch die Energieeinsparung jedes Jahr der Ausstoß von einer Million Tonnen CO2 vermieden werden und Kom.EMS einen wichtigen Beitrag für wirksamen Klimaschutz im Gebäudebereich leisten. www.komems.de
Lebensmittel sind in unserer heutigen Gesellschaft vielerorts zu einfachen Konsumgütern geworden, denen nicht so viel Wertschätzung entgegengebracht wird, wie sie verdienen. Deshalb ist es wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger Sachsen-Anhalts Lebensmittel wieder mehr wertschätzen und zukünftig noch mehr Lebensmittelabfälle im Land vermieden werden. Bei "Zu gut für die Tonne!" handelt es sich um die Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft , die auf anschauliche Art und Weise das Thema der Vermeidung von Lebensmittelabfällen beleuchtet. Es werden Tipps und Tricks gegeben, damit jedermann im persönlichen Umfeld Lebensmittel vor der Tonne bewahren kann. Schon neugierig geworden? Dann geht es gleich hier zur Initiative Zu gut für die Tonne! Mit der Kampagne „Sachsen-Anhalt macht mit.“ will Sachsen-Anhalt aktiv dazu beitragen, die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundes im Land Sachsen-Anhalt zu unterstützen. Dazu werden Informationen über und Materialien der Initiative Zu gut für die Tonne! in landeseigenen Aktionen und Veranstaltungen integriert. Streuobstwiesen, Obstbäume und -sträucher in Alleen, in Gärten und an Wegesrändern liefern eine Vielzahl schmackhafter Früchte, die mitunter allein nicht geerntet werden können. Durch die Markierung mit einem gelben Band wird signalisiert, dass für den Eigenbedarf gratis gepflückt werden kann. Ziel ist es, für die regionale Nutzung und Wertschätzung heimischer Produkte zu werben, ihre Weiterverarbeitung zu unterstützen und vor allem Kindern die Verwertung saisonaler Lebensmittel nahe zu bringen. Beteiligen können sich alle, denen Bäume und Sträucher gehören: Kommunen, Vereine und Verbände oder private Eigentümer... Gelbe Bänder, Informationsmaterial und Hinweistafeln werden (solange der Vorrat reicht) kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dafür ist ein Teilnehmerbogen auszufüllen, den Sie unter www.GelbesBandLSA(at)mwu.sachsen-anhalt.de anfordern können. Radweg von Elbenau nach Randau und Apfelwerder: Äpfel, Birnen, Pflaumen Schönebeck, Wilhelm-Dümling-Straße, Auffahrt Schießplatz: Äpfel Schönebeck, Parkplatz Magdeburger Straße Höhe Westfriedhof: Nüsse Schönebeck, Blauer Steinweg zwischen Wohngebiet und Industriepark: Äpfel, Kirschen Schönebeck, Spielplatz Luisenstraße: Haselnüsse Streuobstwiese Bierer Berg am Parkplatz: Äpfel, Birnen, Kirschen, Brombeeren ländlicher Weg Lostau – Gerwisch, alter Bahndamm Richtung Ziegelei: Äpfel, Birnen, Pflaumen, Süß- und Sauerkirschen ländlicher Weg Möser – Pietzpuhl: Äpfel, Pflaumen verschiedene Straßen und Wege in der Ortslage und an Feldwegen rund um Rochau: Äpfel, Pflaumen, Süß- und Sauerkirschen, Birnen Bitte beachten: Nur auf gekennzeichneten Flächen ernten! Sorgsam mit fremden Eigentum umgehen! Keine Pflanzen beschädigen! Vorsichtig sein, um Verletzungen zu vermeiden! Im Rahmen der Initiative hat das Umweltministerium Sachsen-Anhalt gemeinsam mit einigen lokalen Entsorgern die Aktion "Lebensmittel wertschätzen! Sachsen-Anhalt macht mit" gestartet. Ziel dieser Aktion ist es, die Bürgerinnen und Bürger des Landes für das Thema der Lebensmittelabfälle zu sensibilisieren. Mehr Informationen für die Entsorgung von Abfällen vor Ort beim zuständigen öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger . Zu gut für die Tonne! – Bundespreis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft für herausragende Projekte und Ideen, Pioniergeist und Engagement zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung. Ausgezeichnet werden je ein Projekt aus den Kategorien Landwirtschaft & Produktion, Handel, Gastronomie, Gesellschaft & Bildung sowie Digitalisierung. Aktionswoche Deutschland rettet Lebensmittel : Aufruf zu Mitmach-Aktionen vor Ort oder Online-Formate für kreative Ideen, wie Lebensmittel insbesondere in Privathaushalten gerettet, sinnvoll verwertet und so wertgeschätzt werden können Die Erzeugung von Lebensmitteln benötigt Fläche und Wasser. Zusätzlich entstehen Emission beim Anbau und Transport, um nur einige relevante Umweltaspekte zu benennen. Werden Lebensmittel nun zu Abfall, wurden all die zuvor genannten Ressourcen umsonst verwendet und klimaschädliche Emissionen unnötig erzeugt. Deutschland hat sich verpflichtet bis 2030 die Menge an Lebensmittelabfällen entlang der Wertschöpfungskette deutlich zu reduzieren. Auch das Land Sachsen-Anhalt will seinen Teil zur Zielerreichung beitragen. Doch was sind überhaupt Lebensmittelabfälle? Wie viel Lebensmittelabfälle fallen deutschlandweit an und wie viele Lebensmittel landen bei den Bürgerinnen und Bürgern in Sachsen-Anhalt in der Tonne? Die wichtigsten Antworten sind auf unserer Seite Lebensmittelabfälle zu finden. Ein Überblick zum Thema der Vermeidung von Lebensmittelabfällen in Sachsen-Anhalt ist hier dargestellt. Damit ein Lebensmittel zu Hause oder in der Kantine landet, muss es zunächst angebaut, verarbeitet und verkauft werden. An all diesen Schritten treten Verluste auf, die es zu reduzieren gilt. Daher müssen in allen fünf Stufen der Wertschöpfungskette von Lebensmitteln Maßnahmen erarbeitet und durchgeführt werden, um die gesetzten Reduktionsziele zu erreichen. Um eine bestmögliche Zusammenarbeit zu ermöglichen, wurde vom Bund unter Beteiligung der Länder eine " Nationale Strategie gegen Lebensmittelverschwendung " erarbeitet. Sie stellt eine Plattform zur Koordination von Maßnahmen dar und dient der Verbreitung von Best-Practice-Beispielen. Eine Übersicht über bereits stattfindende Maßnahmen im Bundesgebiet gibt es hier . Bessere Aufklärung der Verbraucher und Erhöhung der Wertschätzung der Lebensmittel stehen im Land an oberster Stelle. Unter Einbeziehung aller Akteure vom Erzeuger bis zum Verbraucher möchte die Landesregierung deshalb auf breiter Basis informieren, Dialogprozesse anstoßen und Maßnahmen initiieren. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen im Land zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen zu optimieren und Akteure zusammenzuführen. Mit mehr Öffentlichkeitsarbeit soll die Wertschätzung von Lebensmitteln gesteigert werden. In der Aus– und Fortbildung, in den Unterricht von Schulen und in den Kindergärten soll das Thema noch besser integriert werden. Hierbei kommt es auf vier wichtige Fragen an: Wie viel? – Wie viele Lebensmittel werden wirklich benötigt? - Bedarfsgerechtes Einkaufen rettet Lebensmittel und spart Geld! Wie lang? – Wie lange sind die Lebensmittel haltbar? - ein überschrittenes Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Todesurteil, sehen, riechen und schmecken rettet Lebensmittel! Wohin? – Wie werden verschiedene Lebensmittel richtig gelagert? - Kühlschrank, Brotkorb oder Etagere, jedes Lebensmittel hat seinen Lieblingsplatz! Wozu? – Wofür können Reste kreativ verwendet werden? - Altes Brot kann mehr als schimmeln! Antwort auf diese Fragen und viele weitere Anregungen gibt es auf " Zu gut für die Tonne! ". Wer über das Thema nicht nur lesen, sondern es auch sehen möchte, dem sei der Film „TASTE THE WASTE“ (zu Deutsch: „Probiere den Müll“) auf der gleichnamigen Website von Valentin Thurn empfohlen. In 90 Minuten zeigt dieser, welches Ausmaß die Lebensmittelverschwendung annehmen kann. Das REFOWAS-Projekt zeigt viele Möglichkeiten auf, Lebensmittelverluste im Außer-Haus-Verzehr zu reduzieren. Speziell für die Schulverpflegung, wurden wichtige Untersuchungen durchgeführt sowie ansprechende Materialien und Hilfsmittel erarbeitet. Nützliche Informationen stellt auch das Bundeszentrum für Kita- und Schulverpflegung bereit. Die Kompetenzstelle Außer-Haus-Verpflegung führt den Dialog in der Branche zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung. Sie überprüft und dokumentiert die Erfolge bei der Umsetzung der Zielvereinbarung des Sektors. Im Bereich des Handels können Projekte aus der Praxis gefunden werden, die sich vielleicht auch in Ihrem Bereich durchführen lassen. Für Bäckereibetriebe, wird auf der mit dem „Zu gut für die Tonne!“-Bundespreis 2019 ausgezeichneten Website www.foodtracks.de ein speziell abgestimmtes Controlling-System angeboten, das es ermöglicht, Lebensmittelverluste in diesem Bereich zu minimieren. " Food Promotions - ein Leitfaden für Hersteller " erklärt, wie man Werbeaktionen für Lebensmittel entwickelt, die helfen Lebensmittelabfälle zu vermeiden. Nützlich Anregungen finden sich auf der Seite: https://zugutfuerdietonne.de/strategie/dialogforen/verarbeitung Nützlich Anregungen finden sich auf der Seite: https://zugutfuerdietonne.de/strategie/dialogforen/primaerproduktion Neben „Zu gut für die Tonne!“ gibt es noch viele weitere Seiten, die wichtige Informationen zur Wertschätzung von Lebensmitteln oder zur Vermeidung der Verschwendung von Lebensmitteln haben. WWF Das große Wegschmeißen Themenseite und Studie der World Wide Found For Nature Stiftung zum Stand der Lebensmittelverschwendung in Deutschland Ausstellung „ÜberLebensmittel“ Wanderausstellung zum Thema Lebensmittel der Deutschen Bundesstiftung Umwelt Genießen statt wegwerfen: Lebensmittelverschwendung stoppen Infoportal der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen
LANDESENERGIEAGENTUR SACHSEN-ANHALT Informieren. Initiieren. Beraten. Inform. Initiate. Consult. UNSERE ANGEBOTE FÜR ENERGIEWENDE UND KLIMASCHUTZ HOW WE HELP SHAPE THE ENERGY TRANSITION AND CLIMATE PROTECTION www.lena.sachsen-anhalt.de Wir machen Energiegewinner. On the winning side of the energy transition. Inhalt | Table of contents | 3 Table of contents Inhalt Gründung und Aufgaben der Landesenergieagentur4The founding and mission of the Energy Agency5 Fachbereich Wirtschaft6Economy Division6 Fachbereich Öffentlicher Sektor8Public Sector Division8 Fachbereich Verbraucher10Consumer Division10 Servicestelle Erneuerbare Energien12Renewable Energies service office12 Landeskoordinierungsstelle Wasserstoff14The Hydrogen coordination office14 Koordinierungsstelle für Klima, Energie und Wissenschaft16Coordination office for Climate, Energy and Science17 Impressum18Legal Notice18 4 | Gründung und Aufgaben der Landesenergieagentur | The founding and mission of the Energy Agency Gründung und Aufgaben der Landesenergieagentur | The founding and mission of the Energy Agency | 5 Gründung und Aufgaben der LandesenergieagenturThe founding and mission of the Energy Agency Die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA) unterstützt das Land Sachsen-Anhalt bei der Umsetzung der Energiewende und dem Klimaschutz. Neben ihrer Kernmission ist die LENA auch an der Um- setzung weiterer Landesstrategien beteiligt, darunter die Digitale Agenda, die Wasserstoffstrategie sowie Initiativen zum Strukturwandel im Mitteldeutschen Braunkohlerevier. Ziel ist es, strukturelle Herausforde- rungen im Land zu erkennen und effektiv anzugehen. Dabei bietet die LENA Kommunen, Unternehmen so- wie privaten Verbraucherinnen und Verbrauchern eine produkt- und anbieterneutrale Unterstützung.The Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA) is an Energy Agency supporting the German state of Saxony-Anhalt in implementing the energy transition and climate protection. In addition to its core mission, LENA is also involved in the implementation of other state-level strategies, including the Digital Agenda for Saxony-Anhalt, the hydrogen strategy, and initiatives for structural change in the Central German lignite mining region. The aim is to identify and effectively tackle structural challenges in Saxony-Anhalt. In its efforts, LENA offers local authorities, companies and private consumers independent support, free of ties to specific products or providers. Arbeitsfelder der Agentur: • Steigerung der Energieeffizienz • Einsatz erneuerbarer Energien • Schonung der Ressourcen und Erhaltung der Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen • Begleitung von Modellprojekten sowie Verbundvorhaben Das gemeinsam mit den Energie- agenturen in Sachsen, Thüringen, Baden-Württemberg und Sachsen- Anhalt entwickelte Kommunale Energiemanagementsystem (Kom.EMS) wurde bereits mit zwei Bundespreisen ausgezeichnet: mit dem Deutschen Innovations- preis für Klima und Umwelt sowie dem Publikumspreis des Energie- effizienzpreises PERPETUUM der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF). Zentrale Aufgaben: • Information, Motivation, Kommunikation • Orientierungsberatung • Aus-, Fort- und Weiterbildung • Netzwerkarbeit Zielgruppen: • kleine und mittelständische Unternehmen • private Haushalte • öffentliche Verwaltung • Kommunen und Bildungsträger • Hochschul- und Wissenschaftseinrichtungen The agency’s fields of action: • Promoting increased energy efficiency • Promoting the use of renewable energies • Conserving resources and preserving a means of livelihood for future generations • Providing support for model projects and joint projects Central tasks: • Information, motivation, communication • Consulting and guidance services • Training and further education • Networking Target groups: • Small and medium-sized enterprises (SME) • Private households • Public administration • Local authorities and educational institutions • University and scientific institutions Developed jointly with the energy agencies in Saxony, Thuringia, Baden-Württemberg and Saxony- Anhalt, the municipal energy management system (Kommunales Energiemanagementsystem “Kom.EMS”) has already been awarded two national prizes: the German Innovation Award for Climate and Environment and the PERPETUUM Audience Award of the German Business Initiative for Energy Efficiency (DENEFF – Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz).
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) und das Umweltbundesamt (UBA) loben den Bundespreis UMWELT & BAUEN zum dritten Mal aus. Unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltministerin Steffi Lemke würdigt der Bundespreis UMWELT & BAUEN Projekte, welche die Werte der europäischen Initiative Neues Europäisches Bauhaus – Nachhaltigkeit, Ästhetik und Inklusion – ganzheitlich umsetzen. Ab sofort werden in vier Kategorien Vorbilder für das Bauen im Bestand gesucht. Die Ausschreibung richtet sich an Vordenker*innen aus den Bereichen Architektur, Fachplanung und Bauprodukte. Teilnahmeschluss ist der 18. November 2024. Die Preisverleihung findet am 7. April 2025 statt. Im Fokus des Bundespreis UMWELT & BAUEN 2025 steht der Gebäudebestand. Weder die Treibhausgasemissionen noch die Inanspruchnahme von Ressourcen oder das Abfallaufkommen des Bausektors lassen sich mit nachhaltigem Neubau ausreichend reduzieren. Gesucht werden daher energetische Sanierungen, Modernisierungen Umbauten, Aufstockungen und Nachverdichtungen, welche Klimaschutz und -anpassung, Kreislauffähigkeit, Energieeffizienz und Biodiversität mit Suffizienzstrategien und sozialen Gesichtspunkten in Einklang bringen. „Ziel des Wettbewerbs ist insbesondere, die Vereinbarkeit von Nachhaltigkeit - und Klimaschutzorientierung sowie der sozialen Dimension aufzuzeigen. Erfolgreicher Klimaschutz bedeutet auch, alle Teile der Bevölkerung mit einzuschließen. Mit dem Preis möchten wir Bau- und Umbauprojekte fördern, die soziale, ökologische und ökonomische Aspekte mitdenken“, sagt UBA -Präsident Dirk Messner. Preiswürdig sind vor allem Resultate, die sich auf andere Gebäude übertragen lassen und so zu einer Beschleunigung der Bauwende beitragen. Die Preisträgerprojekte werden der Öffentlichkeit und den Medien auf einer Preisverleihung am 7. April 2025 im Bundesumweltministerium in Berlin vorgestellt. Sie werden zu Vorbildern für nachhaltiges Bauen und können politische Entscheidungen positiv beeinflussen. Auf der Website des Umweltbundesamts werden die ausgezeichneten Projekte detailliert präsentiert. Durch das UBA produzierte Videoportraits informieren die interessierte Öffentlichkeit. Kategorien und Teilnahmebedingungen: Der Bundespreis UMWELT & BAUEN 2025 wird in den Kategorien „Wohngebäude“, „Nicht-Wohngebäude“, „Quartier“ sowie „Sonderpreis für Bauprodukte, bautechnische oder digitale Innovationen” verliehen. Die Bauwerke müssen vorbildlich und in Deutschland bereits realisiert sein. Bei Quartieren genügt eine teilweise Realisierung. Die Innovationen des Sonderpreises müssen marktverfügbar sein. Projekte einreichen können alle Projektbeteiligten wie Bauträger, Architektur- und Planungsbüros, Hersteller oder Forschungseinrichtungen ab sofort bis zum 18. November 2024. Mehrfachbewerbungen in verschiedenen Kategorien sind möglich. Näheres zu den Teilnahmebedingungen, das Bewerbungsformular sowie die Preisträger der Vorjahre sind hier online zu finden . Hintergrund: Die aktuelle Sanierungsrate bei Immobilien in Deutschland genügt den Klimaschutzzielen nicht. Der Bundespreis UMWELT & BAUEN 2025 fördert durch die Auszeichnung von Best Practice-Beispielen innovative Technologien, eine fortschrittliche Architektursprache sowie die Wertschätzung der Bevölkerung für die Rohstoffe, die Historie, die Arbeitsleistung und die Baukultur, welche sich in Bestandsgebäuden manifestiert. Nach heutigen Effizienzanforderungen errichtete Neubauten machen nur einen kleinen Anteil des Gebäudebestandes aus und können dessen Energiebedarf daher kaum senken. Eine Intensivierung von Ersatzneubauten ist hinsichtlich der einhergehenden Inanspruchnahme von Ressourcen nicht zielführend. Das Erhalten und Weiterentwickeln des Bestands muss daher zum Standard werden. Weitere Informationen finden Sie hier . Quelle: Pressemitteilung UBA
Der Gebäudesektor stellt eine wichtige Stellschraube hinsichtlich der Einhaltung der von der Bundesregierung angestrebten Klimaschutzziele dar. Nachhaltige und innovative Gebäude, Quartiere oder Bauprodukte, die als Best-Practice-Beispiele zur Nachahmung beziehungsweise zum Einsatz anregen, sollen durch die Auszeichnung bei einem bundeseigenen Wettbewerb her vorgehoben werden. Als Grundlage für einen Wettbewerb zur Auszeichnung entsprechender Best-Practice-Beispiele von Neubauten von Wohn- und Nichtwohngebäuden, klimagerechten Sanierungen und innovati ver Ausbildungen von Quartieren sowie von Bauprodukten, wurde unter der Leitung des Öko Zentrums NRW im Zeitraum von 2014 bis 2018 eine Grundrecherche und Analyse von unter an derem bereits bestehenden Wettbewerben, Zertifizierungssystemen, Datenbanken sowie Publi kationen durchgeführt. Die Ergebnisse können dem Bericht "Best-Practice-Beispiele im Bereich des nachhaltigen Bauens: Produkte, Gebäude und Quartiere - Analyse vorhandener Best-Prac tice-Darstellungen", UBA-Texte 90/2022 (Jürgen Veit, 2022), entnommen werden. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurde der erste Bundespreis UMWELT & BAUEN im Jahr 2020 ausgelobt. Aufgrund der positiven Resonanz, erfolgte 2021 eine Weiterentwicklung und erneute Auslobung des Bundespreises UMWELT & BAUEN. In diesem Bericht wird der Prozess der Wettbewerbsausschreibung und Nachbereitung mit der Festlegung von Wettbewerbskriterien beschrieben. In beiden Bundespreisen wurden die Kategorien "Nichtwohngebäude", "Wohngebäude" und "Quartiere" mit der Abfrage von nachhaltigen, innovativen und energieeffizienten Strukturen betrachtet. Neben diesen Kategorien, wurde im Jahr 2020 außerdem der Sonderpreis für die Beachtung von "Resilienz", "Suffizienz", "Gebäudehülle & Bauprodukt" sowie "Stadtnatur" ausgeschrieben. Die neue Kategorie "Klimagerechte Sanierung" wurde im Jahr 2021 integriert, um die klimaschutzbedingte Bedeutung hervorzuheben. In den beiden Bundespreisen konnten insgesamt fünf Preisträger*innen und 11 Anerkennungen für eine herausragende Umsetzung im Hinblick auf die Erfüllung der Klimaziele ausgezeichnet werden. Diese Best-Practice-Beispiele wurden in Form von Videoportraits und Broschüren auf der Internetseite des Umweltbundesamtes zusammengefasst. Die Best Practice-Beispiele kön nen Bauherren damit Möglichkeiten aufzeigen, klimagerechtes und energieeffizientes Bauen in eigenen Bauprojekten zu integrieren. Quelle: Forschungsbericht
<p> <p>Auf dem Weg vom Feld zum Teller wird ein Drittel aller Lebensmittel verschwendet. Gleichzeitig leiden weltweit viele Millionen Menschen unter Hunger. Zudem belastet die Verschwendung von Lebensmitteln die Umwelt: Die Produktion und der Konsum von Lebensmitteln sind in Deutschland für bis zu 30 Prozent aller Umweltauswirkungen verantwortlich. Der 2. Mai ist der Tag gegen Lebensmittelverschwendung.</p> </p><p>Auf dem Weg vom Feld zum Teller wird ein Drittel aller Lebensmittel verschwendet. Gleichzeitig leiden weltweit viele Millionen Menschen unter Hunger. Zudem belastet die Verschwendung von Lebensmitteln die Umwelt: Die Produktion und der Konsum von Lebensmitteln sind in Deutschland für bis zu 30 Prozent aller Umweltauswirkungen verantwortlich. Der 2. Mai ist der Tag gegen Lebensmittelverschwendung.</p><p> <p>Der <a href="https://www.wwf.de/2020/april/lebensmittel-retten-lebensraum-bewahren">Tag der Lebensmittelverschwendung</a> (2. Mai) wurde 2016 vom WWF ausgerufen. Der Aktionstag macht auf ein wichtiges Thema aufmerksam: Nach Angaben der FAO landen die Lebensmittel, die von Januar bis Mai produziert wurden, jedes Jahr im Müll.</p> <p>Durch die Verschwendung gehen nicht nur die Lebensmittel selbst verloren, sondern auch die zur Herstellung verwendeten Ressourcen. So werden landwirtschaftliche Flächen belegt, Ressourcen wie Wasser, Düngemittel und Technik eingesetzt sowie Emissionen freigesetzt. Schließlich trägt dies auch in nennenswerter Größenordnung zum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawandel">Klimawandel</a> bei.</p> <p>Eine <a href="https://refowas.de/">Studie des Thünen-Instituts</a> zeigt: Deutschland könnte die auf den Lebensmittelkonsum in Deutschland zurückzuführenden Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Jahr 2015 um 9,5 Prozent reduzieren. Voraussetzung dafür ist die Halbierung der Lebensmittelabfälle auf Einzelhandels- und Verbraucherebene bis zum Jahr 2030. Dieses Ziel hat sich die Bundesregierung im Rahmen der „Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung“ gesetzt. </p> Wo entstehen die meisten Lebensmittelabfälle? <p>Tatsächlich <a href="https://www.thuenen.de/de/infothek/lebensmittelabfaelle-baseline-2015-veroeffentlicht/?key=1-3&cHash=ff4c018ed4e1fd3f2317a0b535410a99">errechneten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler</a> eine Abfallmenge von ca. 12 Millionen Tonnen Frischmasse, bezogen auf das Jahr 2015. Dabei entsteht der Großteil der Lebensmittelabfälle mit 52 Prozent (6,14 Millionen. Tonnen) in privaten Haushalten. Dies entspricht etwa 75 Kilogramm pro Kopf im Jahr 2015. Dabei ist die Bananenschale nicht vermeidbar und meist sind es auch die äußeren Blätter des Kopfsalats nicht, jedoch sind es gerade frische Lebensmittel die den vermeidbaren Anteil unserer Lebensmittelabfälle ausmachen. Einer <a href="https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ernaehrung/Lebensmittelverschwendung/Studie_GfK.html">Studie</a> zufolge entfallen 35 Prozent der Lebensmittelabfälle auf frisches Obst und Gemüse, 13 Prozent machen Brot und Backwaren aus, gefolgt von Getränken (12 Prozent) und Milchprodukten (9 Prozent). Ein weiterer Befund der Untersuchungen: Je jünger der Haushaltsvorstand, desto mehr potenziell verwertbare Lebensmittel werden weggeworfen. Haushalte mit älteren Personen werfen tendenziell weniger weg.</p> Was können Verbraucherinnen und Verbraucher gegen die Lebensmittelverschwendung tun? <p>Neben dem maßvollen Einkauf, der Planung und Kalkulation dessen, was tatsächlich benötigt wird, gibt es mittlerweile eine ganze Reihe Helferlein für die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung.</p> <p>Ein Biofresh Kühlschrank, ggf. mit einer 0-Grad-Zone, bietet mit unterschiedlich hoher Luftfeuchtigkeit und niedrigen Temperaturen die optimalen Bedingungen für leicht verderbliche Lebensmittel. In der 0-Grad-Zone können frische Lebensmittel in einem Kühlschrank am längsten aufbewahrt werden: rohes Fleisch, Fisch, Geflügel, Wurst, Salat oder bestimmte Obstsorten halten so bis zu drei Mal länger.</p> <p>Mit Brot und Backwaren kann man, solange sie nicht schimmeln, noch sehr viel anfangen. Neben Brotsalat oder Brotchips kann man es auch für arme Ritter oder Suppen verwenden. Dabei muss es auf dem Teller nicht langweilig werden, denn es gibt auch Rezepte aus der mediterranen Küche z.B. für die traditionelle portugiesische Açorda oder für Gazpacho. Hilfreich dabei ist die <a href="https://www.zugutfuerdietonne.de/tipps-fuer-zu-hause/reste-rezepte/beste-reste-app/">Beste-Reste-App</a> bzw. <a href="https://www.zugutfuerdietonne.de/tipps-fuer-zu-hause/reste-rezepte/rezeptdatenbank/#[object%20Object">Rezeptdatenbank des BMEL</a>. </p> <p>Das <a href="https://www.bzfe.de/">Bundeszentrum für Ernährung</a> bietet eine Übersicht verschiedenster Ansatzpunkte und Initiativen sowie Bildungsmaterialien, die eine wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln unterstützen. Hier finden sich neben Apps, die uns zu Lebensmittelresten aus Restaurants und Supermärkten lenken z.B. auch Angebote, die kein normgerechtes – also optisch nicht perfektes – Obst und Gemüse vertreiben oder wo gerettete Lebensmittel zu hochwertigen Produkten weiterverarbeitet werden. Das Umweltbundesamt empfiehlt in einer <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/mehr-natuerlichkeit-im-obst-gemueseregal-gut-fuer%20">Studie</a> auch Obst und Gemüse zu kaufen, das von den gängigen Standards in Bezug auf Größe und Aussehen abweicht. Zu kaufen meist in regionalen Hofläden.</p> Was wird außerdem gegen die Verschwendung getan? <p>Seit mehreren Jahren lobt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den Bundespreis „<a href="https://www.zugutfuerdietonne.de/">Zu gut für die Tonne</a>“ aus. Den Preis erhält je ein Projekt aus den fünf Kategorien Landwirtschaft & Produktion, Handel, Gastronomie, Gesellschaft & Bildung sowie Digitalisierung. Ausgezeichnet werden herausragende <a href="https://www.zugutfuerdietonne.de/unsere-aktivitaeten/der-bundespreis/">Projekte</a> und ihre Initiatorinnen und Initiatoren, die mit konkreten Ideen, Pioniergeist und großem Engagement dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und somit die Wertschätzung der Lebensmittel zu fördern.</p> <p>Die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung hat auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene großer Bedeutung beigemessen:</p> <ul> <li>Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedeten die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen im September 2015 u.a. das Unterziel 12.3 zum Thema Lebensmittelabfälle. Es zielt darauf ab, bis zum Jahr 2030 auf eine weltweite Halbierung der Lebensmittelabfälle pro Kopf im Handel und auf Konsumentenebene zu erreichen. Darüber hinaus ist vorgesehen, die Lebensmittelabfälle entlang der Produktions- und Lieferkette, einschließlich Verlusten nach der Ernte, zu verringern.</li> <li>Zur Überprüfung der Erreichung dieses Zieles sollen die Lebensmittelabfälle in den Jahren 2020 bis 2030 EU-weit erhoben werden. Für Deutschland i dient die im September 2019 veröffentlichten Studie „<a href="https://www.thuenen.de/de/infothek/lebensmittelabfaelle-baseline-2015-veroeffentlicht/">Lebensmittelabfälle in Deutschland – Baseline 2015</a>" des Thünen-Instituts als sogenannte Baseline. Erstmals wurde das Lebensmittelabfallaufkommen entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette untersucht. Das Umweltbundesamt ist beauftragt, in Deutschland ein <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/monitoring">Monitoring</a> für Lebensmittelabfälle aufzubauen und der EU-Kommission jährlich zu berichten.</li> </ul> <p>Im Rahmen der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung werden alle Beteiligten der Wertschöpfungskette in die Pflicht genommen, sich auf konkrete Reduktionsziele zu einigen und Maßnahmen zu entwickeln. In insgesamt fünf Dialogforen entlang der Wertschöpfungskette (Primärerzeugung, Verarbeitung, Handel, Gastronomie, private Haushalte) arbeiten Akteure aus unterschiedlichen Bereichen (Wirtschaft, Forschung, Verbände, etc.) gemeinsam an der Zielerreichung. Die Aktivitäten und Ergebnisse der <a href="https://www.zugutfuerdietonne.de/strategie/dialogforen">Dialogforen</a> koordiniert das Bundeslandwirtschaftsministerium.</p> <p> </p> </p><p>Informationen für...</p>
Klimaschutzministerin Anne Spiegel besucht Gartenprojekt der Realschule Plus im Aartal in Hahnstätten / Gemeinsame Pflanzaktion mit Schülerinnen und Schülern. „An Orten wie dem Schulacker in Hahnstätten wird ein wertvoller Beitrag geleistet, um bei Kindern und Jugendlichen die oft verloren gegangene Verbindung zur Natur, zu Boden, Wasser, Klima und zur Herkunft von Nahrungsmitteln wiederaufzubauen. Hier wird auch ein Bewusstsein geschaffen für die natürlichen Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen und für eine gesundheitsförderliche und nachhaltige Ernährung“, sagte Klimaschutzministerin Anne Spiegel heute beim Besuch der Realschule Plus im Aartal in Hahnstätten. Dort informierte sie sich über das von der Herzenssache e.V. geförderte Projekt, nahm an einer „Ackerführung“ mit Schülerinnen und Schülern teil, startete mit ihnen eine Pflanzaktion und verköstigte mit den Kindern frisch geerntetes Gemüse. Mit tatkräftiger Unterstützung durch die „GemüseAckerdemie“ ist das Thema Umwelt an der Realschule Plus seit Jahren ein zentrales Bildungsangebot. Auf dem Stundenplan stehen Themen wie gesunde Ernährung, Wertschätzung von Lebensmitteln und der Erhalt der Artenvielfalt. Ihr Lernort dafür ist der eigene „Acker“ an der Schule. „Der Garten oder Schulacker als Bildungs- bzw. Lernort hat eine vielfältige Bedeutung: für den Erhalt der Artenvielfalt, für den Klimaschutz und die Klimaanpassung sowie als Grundlage für eine gesunde Ernährungsweise. Er ist der Ort, wo dieses Wissen wirkungsvoll im ‚Live-Labor Garten‘ vermittelt wird. Deswegen beraten und fördern wir bei der Anlage von Schulgärten“, betonte die Ministerin. Mit der Aktion Grün die biologische Vielfalt erhalten Spiegel wies weiter darauf hin, dass durch die fortschreitende Zerschneidung von Lebensräumen, Umweltbelastungen und zunehmend durch den Klimawandel zahlreiche heimische Tier- und Pflanzenarten bedroht würden. So seien etwa die Hälfte der Brutvogelarten im Land sowie 65 Prozent der Schmetterlinge in ihrem Bestand gefährdet. „Um die biologische Vielfalt zu erhalten, müssen wir das Artensterben stoppen, müssen wir Lebensräume erhalten und verbinden. Schulgärten schaffen hierfür Kenntnisse, Bewusstsein und Kompetenzen. Diesem Ziel dient auch unsere Landesinitiative ‚Aktion Grün‘. Gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus Naturschutz und Landwirtschaft, Gesellschaft und Kommunen wollen wir damit das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten aufhalten und unsere Naturräume, also Wiesen, Wälder und Gewässer, schützen. Denn nur was wir kennen, werden wir auch schützen. Deshalb ist das Wissen über die grundlegende Bedeutung der biologischen Artenvielfalt und darauf bezogene Umweltbildung so wichtig“, betonte die Klimaschutz- und Umweltministerin. „GemüseAckerdemie“ steigert Wertschätzung von Lebensmitteln Schließlich dankte die Ministerin der unlängst mit dem Bundespreis Verbraucherschutz 2020 in der Kategorie „Projekt“ ausgezeichneten „GemüseAckerdemie“ für ihre praktische und alltagsnahe Bildungsarbeit. Ins Leben gerufen wurde das Projekt vom Verein Ackerdemia und ihrem Gründer Christoph Schmitz. Ziel des Vereins ist es, bis 2030 jedes Kind zu erreichen und ein Ackerjahr vom Samen bis zur Ernte zu ermöglichen. „Das Projekt leistet einen Beitrag, damit sich die Zusammenhänge nachhaltigen Konsums im Bewusstsein und Handeln junger Menschen verankern. Die Angebote und besonders die kontinuierliche Vor-Ort-Begleitung der ‚GemüseAckerdemie‘ an Schulen unterstützen unseren Ansatz der Förderung von Schulgärten und der damit verbundenen Bildungsarbeit in sinnvoller Weise und ergänzen auch die im Klimaschutz- und Umweltministerium vorhandenen Informations-, Förder-, Beratungs- und Fortbildungsangebote.“
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 37 |
| Land | 3 |
| Weitere | 2 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 1 |
| Text | 38 |
| unbekannt | 3 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 41 |
| Offen | 1 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 42 |
| Englisch | 17 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 2 |
| Bild | 22 |
| Dokument | 3 |
| Keine | 4 |
| Unbekannt | 1 |
| Webseite | 37 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 30 |
| Lebewesen und Lebensräume | 39 |
| Luft | 31 |
| Mensch und Umwelt | 42 |
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| Weitere | 42 |