Neue Wettbewerbsrunde startet mit eigener Kategorie für Schulen
<p>Starkregen- und Hitzeschutz, innovative Plattformen und interaktive Karten – bei den Gewinner-Projekten des Bundespreises „Blauer Kompass“ wurden unterschiedliche Ideen ausgezeichnet, die alle ein Ziel verfolgen: Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels voranzutreiben. Seit 2022 küren das Umweltbundesamt und das Bundesumweltministerium gemeinsam die herausragendsten Projekte in Deutschland.</p><p>Die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=mg3lHW5VBpM">Preisverleihung</a> des Bundespreises „Blauer Kompass“ fand am 19. September im Lichthof des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz in Berlin statt und bildete den Abschluss der „Woche der Klimaanpassung“, die unter dem Motto „Gemeinsam für Klimaanpassung“ stand (16. bis 20. September 2024).</p><p>Die mit jeweils 25.000 Euro dotierten Preise zeichneten fünf herausragende Klimaanpassungsprojekte in den Bereichen Starkregenvorsorge, Katastrophenschutz, Hitze-<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/r?tag=Resilienz#alphabar">Resilienz</a> sowie Hochwasserschutz aus. Eine hochrangige Expertenjury wählte jeweils ein innovatives Gewinner-Projekt in folgenden Kategorien aus: Kommunen, private und kommunale Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie Vereine, Verbände und Stiftungen. Das fünfte Gewinner-Projekt wurde bereits im Juni als Community-Preis über ein öffentliches Online-Voting entschieden.</p><p>Im Vorfeld bewarben sich 301 Projekte und Initiativen – ein neuer Teilnahmerekord für den zum fünften Mal durchgeführten Wettbewerb.</p><p>Stefan Tidow, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz hob noch einmal die Bedeutung aller Einreichungen hervor und bezeichnete Klimaanpassung als ist eine gemeinschaftliche Aufgabe. Eine wirksame Vorsorge gelinge nur im Schulterschluss, sagte Tidow.</p><p> </p><p>Kategorie: „Kommunen“</p><p>In der Kategorie „Kommunen“ gingen 84 Projekte aus ganz Deutschland ins Rennen. Der Gewinner hieß am Ende: „<a href="https://youtu.be/31MbrIG6CZw">Gö goes Green – Stadt Göttingen und Göttinger Entsorgungsbetriebe</a>“. Das Projekt bietet Göttinger Bürger*innen Informationen, Beratung und finanzielle Förderung zur Vorbereitung auf Starkregenereignisse. Nadine Scherz vom Deutschen Landkreistag e.V. lobte in ihrer Laudatio: „Beim Gewinnerprojekt werden nicht nur Risiken aufgezeigt, sondern auch das Bewusstsein der Menschen geschärft. Daran wird Beratung und Förderung angeknüpft. Auf diese Weise ist ein klarer Mehrwert für Bürger erkennbar.“</p><p>In Berlin nahmen Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt, Nadine Finn, Leiterin des Referates für Nachhaltige Stadtentwicklung, Amelie Möller, Referat für Nachhaltige Stadtentwicklung, und Maren Reimann, Technische Betriebsleiterin der Göttinger Entsorgungsbetriebe, den Preis entgegen. „Wir fühlen uns geehrt und sind sehr stolz. Gö goes green ist ein Label der Stadt Göttingen, das synonym für unsere Bestrebungen im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimaschutz#alphabar">Klimaschutz</a> und in der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimafolgenanpassung#alphabar">Klimafolgenanpassung</a> besteht“, sagte Amelie Möller. Der Preis gehe neben der Wertschätzung mit einer hohen Öffentlichkeitswirksamkeit einher, sagte Möller. „So erfahren andere Kommunen von unserer Idee und können diese adaptieren.“</p><p> </p><p>Kategorie: „Private und kommunale Unternehmen“</p><p>Wie wichtig es ist, Klimaanpassung gesellschaftlich breit zu kommunizieren, zeigten die Nominierten der Kategorie „Private und kommunale Unternehmen“. 88 Projekte hatten sich im Vorfeld beworben. Der für die Jury überzeugendste Ansatz kam von der <a href="https://youtu.be/eSBndDvFtNw">inventied GmbH aus Rheinland-Pfalz mit der „Innovationsplattform für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“</a>. Das Projekt entwickelt eine digitale Plattform, auf der Einsatzkräfte ihre Ideen zur besseren Bewältigung von Katastrophen und Einsätzen einreichen können.</p><p>„Die Innovationsplattform hat den Gap zwischen Innovation und Anwendung erkannt und zum Kerngeschäft gemacht. Innovationen kommen direkt aus der Einsatzpraxis“ lobte Laudatorin Dr. Cornelia Lawrenz von der Stiftung Technisches Hilfswerk. „Damit ist der inventied GmbH ein genialer Schachzug gelungen.“ Den Preis nahmen Markus Weidmann, Lukas Kalnick, Jan Schellhaaß und Trang Lam, allesamt Gründer der Plattform und aktiv im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/t?tag=THW#alphabar">THW</a>, entgegen. „Dass wir als junges Unternehmen in einem so frühen Stadium diese bundesweite Wertschätzung bekommen, erfüllt uns mit Stolz und wir fühlen uns wirklich geehrt“, sagte Markus Weidmann. Neben der Plattform werden bereits Prototypen für den Einsatz entwickelt, die Einsatzkräften bundesweit zugutekommen. Auch das Preisgeld soll in die Entwicklung neuer Prototypen fließen. „Unser Ziel ist es, bei allen Prototypen, das Standardwerkzeug in den Einsatzfahrzeugen zu optimieren“ sagt Weidmann.<strong> </strong></p><p> </p><p>Kategorie: „Forschungs- und Bildungseinrichtungen“</p><p>Kreativ und innovativ ging es auch in der Kategorie „Forschungs- und Bildungseinrichtungen“ zu. 38 Projekte bewarben sich im Vorfeld. Der Preis ging an das Projekt „<a href="https://youtu.be/UfpsjAVb1Hg">HydroSKIN – Gebäudefassadenelemente gegen Hochwasser und Hitze“ der Universität Stuttgart / Technologie-Transfer-Initiative GmbH </a>(HydroSKIN TGU). Das Projekt entwickelt leichte Fassadenelemente aus Textilien und Membranen, die Regenwasser aufnehmen. Die Elemente helfen, städtische Kanalisationssysteme zu entlasten und das überschüssige Nass einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Sie reduzieren den Trinkwasser- und Energieverbrauch von Gebäuden und kühlen bei Hitze Gebäudeinnenräume sowie den Stadtraum durch <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/v?tag=Verdunstung#alphabar">Verdunstung</a> auf natürliche Weise, nachhaltig und effektiv.</p><p>Laudatorin Prof. Dr. Andrea Heilmann, Dekanin des Fachbereichs Automatisierung und Informatik der Hochschule Harz, lobte den Transfergedanken des Projekts, Partner aus unterschiedlichen Wissenschaftsgebieten und der Praxis einzubeziehen sowie „den Mut und die Bereitschaft, wissenschaftliche Erkenntnisse in einem eigenen Unternehmen weiterzuentwickeln.“</p><p>„HydroSKIN ist eine Lösung zur Klimaanpassung unserer gebauten Umwelt an gleich zwei Probleme, die in nahezu allen Städten dieser Welt vorkommen: Hitze und Starkregen“, erklärte Dr.-Ing. Christina Eisenbarth, Architektin und Projektleiterin der HydroSKIN Transfer- und Gründerunternehmung an der Technologie-Transfer-Initiative GmbH der Universität Stuttgart, die den Preis entgegennahm.</p><p>Der Gewinn sei ein Zeichen für die Innovationskraft von HydroSKIN, so Eisenbarth. „Die Auszeichnung ist ein bedeutender Schritt für den Transfer dieser revolutionären Technologie von der universitären Forschung in die baupraktische Anwendung.“ Eisenbarth und ihr Team arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, ihr Projekt in die Baupraxis zu überführen. „Wir suchen nun visionäre Vordenker*innen, die uns die Chance geben, erste Projekte zu realisieren und unser Potenzial unter Beweis zu stellen“, sagt sie.</p><p> </p><p>Kategorie: „Vereine, Verbände, Stiftungen“</p><p>Die 91 eingereichten Projekte in der Kategorie „Vereine, Verbände und Stiftungen“ entwickelten innovative Ideen, um Mensch und Natur vor klimatischen Veränderungen zu schützen. Gewonnen hat der <a href="https://youtu.be/fqyb7hlp9Og">Verein BÄR meets ADLER e. V. – Verein für ein gutes Morgen in Berlin und Brandenburg mit seinem Projekt „Hitzehelfer*innen im Wohnquartier“</a>. Das Projekt schafft ein Netzwerk von geschulten Helfer*innen in den Stadtteilen Nord und Hohenstücken in Brandenburg, um ältere Menschen vor hitzebedingten Gesundheitsschäden zu schützen.</p><p>„Dieses Projekt steht für Werte wie Fürsorge, Solidarität und den Willen, gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft anzugehen“, lobte Laudatorin Annika Roth vom Klimaschutzunternehmen e.V. „Es ist ein Vorbild für viele weitere Initiativen.“</p><p>„In den beiden Stadtteilen, in denen die Hitzehelfer*innen aktiv sind, leben überdurchschnittlich viele alte und gleichzeitig alleinstehende Menschen“, berichtet Vereinsvorständin Annett Ochla, die mit ihrer Kollegin Laura Kießling in Berlin geehrte wurde. „Wir hatten schon bei der Nominierung Tränen in den Augen und waren gerührt, dass wir so eine Wertschätzung erfahren“, sagte Ochla. Das Preisgeld helfe nun dabei, die Infrastruktur für den Verein auch in Zukunft gewährleisten zu können, so Ochla, die das Projekt mit ihren Kolleg*innen gerne erweitern würden. „Unser Ziel ist es, unsere Arbeit auf andere Stadtteile und weitere vulnerable Gruppen auszuweiten.“</p><p> </p><p>„Community-Preis“</p><p>Neben der Jury durfte auch die Öffentlichkeit selbst einen Preis vergeben. Für den „Community-Preis“ gingen alle 20 nominierten Projekte ins Rennen. Mit einem Stimmanteil von über 20 Prozent gewann das Projekt <a href="https://youtu.be/FVoMRpDvYJE">„Mit IoT zu einer klimafesten Stadt" des Leibniz-Gymnasiums Dormagen.</a> Insgesamt wurden beim Online-Voting über 17.500 Stimmen abgegeben. Das Schulprojekt identifiziert Gebiete mit hoher Wärmebelastung durch die Entwicklung, Programmierung und Installation von Sensoren, die regelmäßig Temperatur und Feuchtigkeit messen und die Daten zur Echtzeitanalyse an einen zentralen Server senden.</p><p>Laudator Carel Mohn vom Portal klimafakten.de würdigte: „Die Schülerinnen und Schüler haben gezeigt, dass der Klimawandel kein Thema ist, vor dem man davonlaufen muss, sondern das man anpacken muss.“ Lehrer Jörn Schneider nahm den Preis zusammen mit Schulleiter Andreas Glahn entgegen – die Schüler*innen waren per Livestream in Dormagen dabei. „Die Besonderheit ist, dass das Projekt von Schülerinnen und Schülern meines Informatikkurses der Klassen 9 und 10 innerhalb eines Jahres auf die Beine gestellt wurde“, stellt Jörn Schneider heraus.</p><p>Um das Community-Voting entstand schließlich ein richtiger Hype in der Schule. „Weil es so knapp zwischen uns und einem anderen Projekt war“, so Schneider. Apropos Hype: Der Gewinn hat direkte Auswirkungen in der Schule. „Im neuen Schuljahr ist der neue Informatikkurs proppenvoll – so viele Schüler*innen haben noch nie Informatik gewählt“, sagt Schneider.</p><p> </p><p>Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/werkzeuge-der-anpassung/tatenbank/wettbewerb-tatenbank-blauer-kompass#undefined">Bundespreis Blauer Kompass – Die besten Projekte zur Klimavorsorge und Anpassung 2024</a></p><p>Mehr zu den einzelnen Projekten sowie spannende weitere Maßnahmen zur Klimaanpassung können Sie auch in der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/werkzeuge-der-anpassung/tatenbank">KomPass Tatenbank</a> finden.</p><p> </p><p><em>Dieser Artikel wurde als Schwerpunktartikel im Newsletter </em><em>Klimafolgen</em><em> und Anpassung Nr. 92 veröffentlicht. </em><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/newsletter">Hier</a><em> können Sie den Newsletter abonnieren.</em></p>
Der Community-Sieger 2024 und die weiteren Sieger-Projekte pro Kategorie stehen fest.
Neuer Bewerbungsrekord für den Bundespreis „Blauer Kompass“! Im Mai 2024 werden die nominierten Projekte bekanntgegeben.
<p>Das globale Klima ändert sich und damit ändern sich auch die Lebensbedingungen in Deutschland. Das Umweltbundesamt fördert die aktive Anpassung an den Klimawandel. Das Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass) ist Wegweiser und Ansprechpartner für Anpassungsaktivitäten in Deutschland und fungiert als Schnittstelle zwischen Klimafolgenforschung, Gesellschaft und Politik.</p><p>Klimawandel und Anpassung in Deutschland</p><p>Der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimawandel#alphabar">Klimawandel</a> ist längst da, auch in Deutschland spüren wir ihn schon. Die Folgen sind vielfältig: Der Klimawandel hat Einfluss auf unser Wohnen, Arbeiten und unsere Gesundheit. Alle vier Jahre gibt der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/monitoringbericht-2023">Monitoringbericht zur Deutschen Anpassungsstrategie</a> einen Überblick über Folgen des Klimawandels und Anpassung in Deutschland. Die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/KWRA-Zusammenfassung">Klimawirkungs- und Risikoanalyse 2021</a> (KWRA) des Bundes ist die umfangreichste Analyse zu Risiken und Wirkungen des Klimawandels in Deutschland (siehe Themen-Artikel: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/folgen-des-klimawandels/risiken-anpassungspotential">Risiken und Anpassungspotential</a>). <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/a?tag=Anpassung_an_den_Klimawandel#alphabar">Anpassung an den Klimawandel</a> hilft, besser mit dessen Folgen umzugehen, Schäden zu verringern und gegebenenfalls existierende Chancen zu nutzen. Vor diesem Hintergrund betreiben Bund und Länder eine aktive und vorausschauende Anpassungspolitik (siehe Themen-Artikel <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/anpassung-an-den-klimawandel-0">Anpassung an den Klimawandel</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung">Klimafolgen und Anpassung</a>).</p><p>Auf den Internetseiten des <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/kompetenzzentrum-kompass-0">Kompetenzzentrums Klimafolgen und Anpassung</a> im Umweltbundesamt (KomPass) finden Sie einen Überblick über die aktuellen Tätigkeiten des Bundes und der Länder. Zusätzlich können Sie auf eine Vielzahl von Informationen zu Klimaanpassung, möglichen Maßnahmen und Beispielen zugreifen. In der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/werkzeuge-der-anpassung/tatenbank">Tatenbank</a> werden konkrete Projekte und zahlreiche Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland vorgestellt.</p><p>Mit dem Bundespreis „Blauer Kompass“ werden regelmäßig Projekte zur Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels im Rahmen eines <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/werkzeuge-der-anpassung/tatenbank/wettbewerb-tatenbank-blauer-kompass">Wettbewerbs Blauer Kompass</a> prämiert. Der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/werkzeuge-der-anpassung/klimalotse">Klimalotse</a> ist ein Leitfaden, der Entscheidungsträger in Städten und Gemeinden etwa in Umweltämtern oder in der Stadtplanung dabei unterstützt, die Risiken des Klimawandels zu umschiffen und Chancen gezielt zu verfolgen.</p><p>Klimawandel und Anpassung in der EU</p><p>Als deutsche Anlaufstelle für die Belange der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/a?tag=Anpassung_an_den_Klimawandel#alphabar">Anpassung an den Klimawandel</a> ist <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=KomPass#alphabar">KomPass</a> auch Partner für EU-weite Aktivitäten und Projekte zum Thema. KomPass kooperiert eng mit den nationalen Umweltämtern unserer Nachbarstaaten, der Europäischen Umweltagentur sowie der Europäischen Kommission, DG for Environment und DG Clima (Themenartikel: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/anpassung-auf-eu-ebene#climate-adapt">Anpassung auf EU-Ebene</a>). Auf europäischer Ebene unterstützt die gemeinsame Plattform der Europäischen Kommission und der Europäischen Umweltagentur <a href="https://climate-adapt.eea.europa.eu/">Climate-ADAPT</a> den Anpassungsprozess in Europa.</p><p>Klimaanpassung International</p><p>Das Umweltbundesamt ist auch international in die Themen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimawandel#alphabar">Klimawandel</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/a?tag=Anpassung_an_den_Klimawandel#alphabar">Anpassung an den Klimawandel</a> eingebunden und speist die deutsche Expertise in Vorhaben des <a href="https://unfccc.int/news/climate-adaptation-opportunity-to-build-a-better-world">UNFCCC </a>und <a href="https://www.oecd.org/en/topics/climate-adaptation-and-resilience.html">OECD </a>ein.</p>
<p>Vorreiter prämieren, Nachahmer animieren – das ist ein Ziel des Preises „Blauer Kompass“, der am 6.11.2020 von Bundesumweltministerin Svenja Schulze und dem Präsidenten des Umweltbundesamts Prof. Dr. Dirk Messner verliehen wurde. Drei herausragende Gewinner in drei Kategorien sowie ein Publikumspreis – die Projekt zeigen, wie innovative Anpassung an die Folgen des Klimawandels vor Ort gelingt.</p><p>Nur vereinzelte Plätze waren im Lichthof des Bundesumweltministeriums besetzt, denn aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Preis „Blauer Kompass“ des Umweltbundesamtes in diesem Jahr digital verliehen. Was die Bedeutsamkeit nicht schmälerte: Als „Mutmacher“ bezeichnete Bundesumweltministerin Svenja Schulze die eingereichten Projekte zur <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/a?tag=Anpassung_an_den_Klimawandel#alphabar">Anpassung an den Klimawandel</a>.</p><p>Baustoff als Baustein zur Klimaanpassung</p><p>Regale gefüllt mit Töpfen und Eimern, darin verschiedene Arten von Sand, Kies oder Granulat. Eine Kindergartengruppe hätte hier große Spielfreude, doch das Labor der norddeutschen Firma HanseGrand dient einem viel größeren gemeinschaftlichen Zweck: Es produziert Klimabaustoffe für Außenräume, wie zum Beispiel Wege in Parks oder Quartieren. Diese sind den veränderten klimatischen Bedingungen angepasst. „Wir brauchen heute Baustoffe, die Wasser, Luft und Temperatur aufnehmen und sie entsprechend zurückgeben können, um überhaupt noch ein vernünftiges Wohlgefühl in der Stadt zu ermöglichen“, erklärt Geschäftsführer Hans Pape. Denn die Versiegelung in Städten bereitet vor allem bei zunehmendem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/s?tag=Starkregen#alphabar">Starkregen</a> Probleme: Die Wassermassen haben keine Möglichkeit zu versickern und werden abgeleitet. Doch dadurch sinkt der Grundwasserspiegel, was wiederum zu Wasserknappheit führt.</p><p>Die hochbelastbaren, offenporigen Wegedecken des Baustoffunternehmens schaffen Abhilfe und gewährleisten eine optimale Wasser- und Luftdurchlässigkeit. Verwendet werden hierfür vorrangig reine Natur- und regionale Materialien. Das hat HanseGrand Klimabaustoffe zum Gewinner des „Blauen Kompass“ 2020 in der Kategorie „Private und kommunale Unternehmen“ gemacht. Laudatorin und Jury-Mitglied Prof. Dr. Andrea Heilmann von der Hochschule Harz begründete die Wahl: „Die Klimabaustoffe sind vielleicht nur ein kleiner, aber innovativer und vor allem praktikabler Baustein für neue Wege zur Klimaanpassung. Das Material gibt Straßenräumen mehr Wasser und Luft, auch in trockenen Zeiten. In regnerischen Phasen wird hier dagegen das Prinzip der Schwammstadt schon ganz erlebbar gemacht.“</p><p>„Blauer Kompass“ zeigt vorbildliche Maßnahmen der Klimaanpassung</p><p>Damit ist das Unternehmen beispielhaft für das, wofür der „Blaue Kompass“ steht: Projekte und Initiativen zur <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/a?tag=Anpassung_an_den_Klimawandel#alphabar">Anpassung an den Klimawandel</a> zu unterstützen, sie hervorzuheben und so auf das grundlegende Thema aufmerksam zu machen. Das betonte auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze bei ihrer Ansprache auf der Preisverleihung am 6. November im Lichthof des Bundesumweltministeriums in Berlin: „Zum einen kann man den Klimawandel noch bekämpfen, das ist in unserer Generation noch möglich. Zum anderen kann man etwas tun, um sich an die Veränderungen anzupassen – das ist die wirklich kraftvolle Botschaft, die von den vielen Projekten des ‚Blauen Kompass‘ ausgeht.“</p><p>Diese Botschaft scheint mehr und mehr anzukommen: Mit 160 Einreichungen, die das Umweltbundesamt (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>) erreichten, ist die Zahl im Vergleich zu 2018 um fast ein Drittel gestiegen. Alle zwei Jahre wird der Preis vom UBA verliehen, in diesem Jahr zum vierten Mal. Den drei Kategorien „Private und kommunale Unternehmen“, „Forschungs- und Bildungseinrichtungen“ sowie „Vereine, Verbände und Stiftungen“ stand eine sechsköpfige Jury verschiedener Disziplinen vor, die aus 15 nominierten Projekten drei Sieger auswählte.</p><p>Ein vierter Blauer Kompass wird als Publikumspreis nach einer Online-Abstimmung vergeben. Auch hier beteiligten sich mit fast 20.000 Stimmen rund 7.000 Menschen mehr am Voting als noch beim letzten Mal. „Diese Zahlen zeigen, welche Aufmerksamkeit der ‚Blaue Kompass‘ inzwischen hat. Damit ist er auch im Rahmen der Deutschen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/a?tag=Anpassungsstrategie#alphabar">Anpassungsstrategie</a> ein ganz zentrales Kommunikationsinstrument, mit dem wir Klimavorsorge noch weiter ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken wollen“, erklärt Schulze.</p><p>Diversität zur Stärkung des Ökosystems Wald</p><p>Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht er bereits: der Wald. Denn er leidet stark unter den sich verändernden klimatischen Verhältnissen, sichtbar an immer mehr abgestorbenen Bäumen und erhöhtem Schädlingsbefall. Der Südkoreaner Kun Woo Ro, Studierender der „Global Change Ecology“, hat sich im Rahmen seiner Masterarbeit mit der Frage beschäftigt, wie der Wald den stressigen Bedingungen der Zukunft besser gewachsen sein kann. Die Antwort ist der „Klimawald Bayreuth“, für den das Bayreuther Zentrum für Ökologie und Umweltforschung BayCEER in der Kategorie „Forschungs- und Bildungseinrichtungen“ den „Blauen Kompass“ gewann.</p><p>„Die Studierenden lernen Probleme des Klimawandels von vorn nach hinten und in die Tiefe. Ich kann gut verstehen, wenn sie ein bisschen gelähmt sind von der Größe des Problems“, sagt Dr. Birgit Thies von der Geschäftsstelle des BayCEER. Der „Klimawald Bayreuth“ ist ein kleiner Schritt im Kampf gegen das große Problem, das Ergebnis einer fruchtbaren Kooperation von Wissenschaft, Forstwirtschaft und bürgerlichem Engagement. Nach Studien im Labor über die unterschiedliche Hitzeresistenz verschiedener Baumarten pflanzten im Frühjahr 2019 insgesamt 250 Freiwillige mehr als 4.500 Bäume. Dieser Klimawald ist naturnäher, diverser und damit widerstandsfähiger. Laudatorin und Jury-Mitglied Dr. Cornelia Lawrenz von der Stiftung Technisches Hilfswerk wies in ihrer Danksagung auf einen zusätzlichen Punkt hin: „Nicht nur das grüne Herz begann dabei zu schlagen, sondern auch das des Katastrophenschutzes. Denn in der gezielten Aufforstung liegt auch die Chance, zum Beispiel brandhemmende Baumarten zu pflanzen, die für ein feuchteres Waldinnenklima sorgen und so auch die Gefahr von Waldbränden reduzieren können.“</p><p>Kommunales Coaching für Anpassungsstrategien an den Klimawandel</p><p>Umwelt, politische Ökologie und die Transformation einer Sozialen zu einer Ökologisch-Sozialen Marktwirtschaft – das sind die Kernanliegen der Stiftung Ökologie und Demokratie. Für Konzeption und Umsetzung ihres Projekts „KlimawandelAnpassungsCOACH RLP“ erhält die Stiftung den „Blauen Kompass“ in der Kategorie „Vereine, Verbände und Stiftungen“. 15 ausgewählte Modellkommunen in Rheinland-Pfalz, darunter auch Städte wie Trier und Koblenz, werden im Zeitraum von April 2018 bis März 2021 hinsichtlich der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/a?tag=Anpassung_an_den_Klimawandel#alphabar">Anpassung an den Klimawandel</a> gecoacht. Dabei werden Strategien und Maßnahmen jeweils ortsspezifisch erarbeitet und umgesetzt, es fließen Aspekte wie klimaangepasstes Bauen oder optimale Begrünung im Straßenraum mit ein.</p><p>Der Bedarf am „KlimawandelAnpassungsCOACH“ ist nach häufigeren Extremwetterlagen wie Hochwasser und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/d?tag=Drre#alphabar">Dürre</a> stark gestiegen. „Handeln setzt Bewusstsein voraus. Durch die Ereignisse hat sich das Bewusstsein in den Kommunen und Gemeinden schlagartig verändert, sodass die Nachfrage riesig geworden ist“, erklärt Hans-Joachim Ritter, Vorsitzender der Stiftung für Ökologie und Demokratie, in seiner Dankesrede für den Preis. Das Projekt soll weiterentwickelt und auf andere Bundesländer übertragen werden.</p><p>Grüne Landschaften mitten in der Stadt</p><p>Weiterentwicklung und Verstetigung spielt bei vielen Projekten zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels eine Rolle. Dasjenige, dass bei der Online-Abstimmung die meisten Stimmen und damit den Publikumspreis „Blauer Kompass“ erzielen konnte, wurde bereits vor 11 Jahren initiiert und soll nie fertig, sondern immer weiter angepasst werden: „Grüne Lernlandschaften Eugen-Kaiser-Schule“, kurz GLEKS, heißt es und ist in Hanau sowohl Lernort als auch Begegnungsstätte zugleich. Die 6.000 Quadratmeter große Fläche, angeschlossen an eine Berufsschule, birgt Themen und viele Einzelteile, die sich zu einem Park zusammenfügen – an heißen Tagen auch zu einer kühlen Oase. 300 der insgesamt 1.900 Berufsschüler erlernen „grüne“ Berufe, sie können hier probieren und studieren. 2019 wurde ein intelligentes Bewässerungssystem installiert, das den resilienten Pflanzenarten ein Überleben auch während Hitzeperioden sichert. Jury-Mitglied Carel Mohn vom Online-Portal klimafakten.de hob die Bedeutung solch kleiner, lokaler Projekte in seiner Laudatio hervor: „Dieser Garten ist ein Ort des Lernens und des Unterrichts. Seine Vielfalt zeigt: Die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/a?tag=Anpassung_an_den_Klimawandel#alphabar">Anpassung an den Klimawandel</a> geht Hand in Hand nicht nur mit praktischem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimaschutz#alphabar">Klimaschutz</a>, etwa der Bindung von <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/c?tag=CO2#alphabar">CO2</a> durch gesunde Böden, sondern sie kann sich aufs Schönste verbinden mit dem, was uns als Menschen und unseren Mitgeschöpfen auf dieser Welt guttut.“</p><p>Weitermachen und Wahrnehmung steigern</p><p>„Wenn ich mir die Projekte so ansehe, dann finde ich: Das sind echte Mutmacher. Sie zeigen, dass mit Innovationen, mit Kreativität eine wirksame <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/a?tag=Anpassung_an_den_Klimawandel#alphabar">Anpassung an den Klimawandel</a> gelingen kann“, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Zur Anpassung gehöre für sie auch funktionierende Vorsorge, die viel zu selten öffentliche Aufmerksamkeit bekomme. Der „Blaue Kompass“ soll sensibilisieren und zur Nachahmung animieren. Alle vier Preisträger erhalten neben der Trophäe und einer Urkunde einen professionellen Imagefilm, der das jeweilige Projekt und die Menschen dahinter vorstellt. Auch dessen digitale Verbreitung soll die Wahrnehmung erhöhen. „Für die Transformation zur <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/n?tag=Nachhaltigkeit#alphabar">Nachhaltigkeit</a> brauchen wir viele Menschen, die Prozesse vorantreiben. Hier Gesichter und Initiativen herauszuheben, um zu zeigen, wie man sich besonders einmischen kann, das ist ein wichtiges Element des Wettbewerbs“, erklärte Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes. Und fügte hinzu: „Da müssen wir weitermachen, das ist doch klar!“</p><p><em>Autorin: Sandra Lindenberger (dpa)</em></p><p><strong>Mehr Informationen:</strong></p><p><strong>Gewinnervideos</strong><em><strong>:</strong></em></p><p><em>Dieser Artikel wurde als <strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/newsletter/archiv/newsletter-klimafolgen-anpassung-nr-70">Schwerpunktartikel im Newsletter Klimafolgen und Anpassung Nr. 70</a></strong> veröffentlicht. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/newsletter"><strong>Hier</strong></a> können Sie den Newsletter abonnieren.</em></p>
Auslobung Bundespreis „Blauer Kompass“ 2022 : der Wettbewerb findet statt vom 18. Januar bis zum 25. März 2022
<p>Wie gelingt wirksame Starkregenvorsorge? </p><p>Aufgrund der Erderhitzung werden extreme Wetterereignisse wie die aktuellen Starkregenfälle in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen noch häufiger und heftiger auftreten. Neben konsequentem Klimaschutz ist es daher wichtig, dass wir uns anpassen. Wir zeigen, wie Kommunen und Privatpersonen gegen Starkregen vorsorgen können.</p><p>Bei einem ungebremsten <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimawandel#alphabar">Klimawandel</a> würden die Risiken durch Hitze, Trockenheit und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/s?tag=Starkregen#alphabar">Starkregen</a> im gesamten Bundesgebiet künftig stark ansteigen. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/neue-analyse-zeigt-risiken-der-erderhitzung-fuer">Klimawirkungs- und Risikoanalyse (KWRA)</a> des Bundes. Wir zeigen hier Beispiele dafür, wie sich Kommunen besser an Starkregenereignisse anpassen können.</p><p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>-Projekt Regen//Sicher</p><p>Um Städte und Gemeinden wirksam vor den Folgen von Starkregen zu schützen, benötigt es vor Ort gemeinsame Anstrengungen von Kommune und Bürger*innen. Im Vorhaben <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/kommunen-koennen-kommunikation-starkregenvorsorge">„Regen//Sicher“</a> im Auftrag des Umweltbundesamts wurde deshalb ein breites Spektrum an Kommunikations- und Aktivierungsformaten in den Modellkommunen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=xL4IMbjNODM">Worms</a>, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=S1OGDAisuzA">Lübeck</a> sowie Bad Liebenwerda und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=pGrs_aXKET8">Elsterwerda</a> entwickelt und erprobt. Kommunen können durch gezielte Kommunikationsinstrumente wie Nachbarschaftsberatungen oder Stadteilworkshops Bürger*innen motivieren, Vorkehrungen für Starkregen (zum Beispiel Einbau von Rückstauklappen, Schaffung von Versickerungsflächen) zu treffen. Zudem wurden im Projekt diverse Materialien, Konzepte und Leitfäden für Kommunen entwickelt, die Bürger*innen bei der Starkregenvorsorge beteiligen wollen. Die Materialien sind auf der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/innovative-beteiligung">Projektwebseite des UBA</a> zu finden.</p><p>Solingen: „Kommunale Überflutungsvorsorge in Zeiten des Klimawandels“</p><p>Wegen der zunehmenden Überflutungsgefahr haben die Technischen Betriebe Solingen (TBS) ihre klassische Entwässerungsplanung zu einer "integralen Entwässerungsplanung" zusammengefasst. Nunmehr werden Kanalnetzbewirtschaftung, Grundstücksentwässerung, Wasserbewirtschaftung und Überflutungsschutz in einem einzigen Sachgebiet umgesetzt, welches den Überflutungsschutz als Kümmerer für die Stadt koordiniert. Damit veränderten die TBS nicht nur Inhaltliches sondern auch Organisatorisches. Im Ergebnis wird das Kanalnetz nicht mehr als alleinige Entwässerungs-Option angesehen. So kommt die Kommune beim Überflutungsschutz zu neuen, auch „oberflächigen“ Lösungen: Entsiegelungs- sowie Begrünungsmaßnahmen vermindern und Retention drosselt den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/a?tag=Abfluss#alphabar">Abfluss</a>. Neue Notwasserwege ermöglichen nun den schadlosen Abfluss durch Siedlungsgebiete. Zusätzlich wurden durch Analyse- und Simulationsverfahren Überflutungsschwerpunkte identifiziert und angepasst. Die Stadt kennt jetzt das Risikopotential für einzelne Infrastrukturen. Bei Infrastrukturplanungen wird der Beitrag jeder Maßnahme zum Überflutungsschutz ämterübergreifend abgestimmt. Um Private mit in die Pflicht zu nehmen, baute die TBS ein Beratungs-, Warn- und Informationskonzept auf, welches neben Flyern, eine Webseite, Beratung, eine Online-Selbsteinschätzung und eine StarkregenwarnApp umfasst. Mit dem Aufbau der „integralen Entwässerungsplanung“, für die es 2018 vom UBA den Preis des „Blauen Kompass“ gab, ist die Stadt Solingen gut aufgestellt, um Starkregenrisiken wirtschaftlich zu begegnen: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=11MYEFM_-qM">https://www.youtube.com/watch?v=11MYEFM_-qM</a> .</p><p>Renaturierung von Bächen in Arnsberg</p><p>Arnsberg hat Konsequenzen gezogen aus zwei verheerenden Starkregen, die im Sommer 2007 mehrere Ortsteile überflutet haben. Zum Schutz vor zukünftigen Extremwetterereignissen hat die Stadt ein Hochwasserschutzkonzept geplant und innerhalb kurzer Zeit Maßnahmen umgesetzt wie die Renaturierung und Verbreiterung mehrerer Bäche im Stadtgebiet. Bei einem erneuten Starkregen im Jahr 2010 konnten Schäden verhindert werden, die ohne die Maßnahmen eingetreten wären. Maßgeblich für den schnellen Erfolg des Projektes war die systematische Einbindung der Betroffenen. Die Beteiligten aus Verwaltung und Bevölkerung arbeiteten engagiert mit den Ingenieurbüros zusammen, die die Maßnahmen durchführten. Mehr Informationen im Video: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=oHmFfqG88DU">https://www.youtube.com/watch?v=oHmFfqG88DU</a></p><p>UBA-Portal zur Renaturierung von Fließgewässern</p><p>Durch Gewässerrenaturierungen können Überschwemmungsflächen zurückgewonnen und Hochwasserrisiken verringert werden. Die online Plattform „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/fluesse/gewaesserrenaturierung-start">Renaturierung von Fließgewässern</a>“ des UBA stellt Informationen für potenzielle Maßnahmenträger von Renaturierungsprojekten zusammen. Ziel der Fließgewässerrenaturierung ist es, Flüsse und Bäche wieder naturnäher zu gestalten und ihren ökologischen Zustand zu verbessern.</p><p>Tatenbank und klivo.de</p><p>Praktische Leitfäden für Planer, Kommunen und Private, die aufzeigen, wie Starkregenvorsorge gelingt, finden sich im Klimavorsorge-Portal des Bundes <a href="http://www.klivo.de/">www.klivo.de</a>. In der Tatenbank sammelt das Umweltbundesamt Maßnahmen und Projekte zur <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/a?tag=Anpassung_an_den_Klimawandel#alphabar">Anpassung an den Klimawandel</a> in Deutschland. Über 200 Maßnahmen zu verschiedenen Themenfeldern – u.a. auch zur Starkregenvorsorge - sind in der Tatenbank recherchierbar: <a href="http://www.tatenbank.anpassung.net/">www.tatenbank.anpassung.net</a></p><p>Publikationen und weitere Informationen</p><p>Die UBA-Broschüre „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimaanpassung-in-der-raeumlichen-planung">Klimaanpassung in der räumlichen Planung</a>“ zeigt an unterschiedlichen Fällen, wie Anpassungsmaßnahmen in der Raumordnung und Bauleitplanung umgesetzt und mit den vielfältigen anderen städtebaulichen und Umweltschutzbelangen der Siedlungsplanung in Einklang gebracht werden können. Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/l?tag=LAWA#alphabar">LAWA</a>) hat 2018 eine <a href="https://www.lawa.de/documents/lawa-starkregen_2_1552299106.pdf">Strategie für ein Starkregenrisokomanagement</a> erarbeitet. Ziele sind die Verbesserung der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/v?tag=Vorhersage#alphabar">Vorhersage</a>- und Frühwarnsysteme, der Risikobewertung und -kommunikation, der Aufklärung der Bevölkerung über Verhaltensweisen im Krisenfall sowie Aspekte der vorsorgenden Raum- und Stadtplanung sowie Flächennutzung. Die Studie „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/vorsorge-gegen-starkregenereignisse-massnahmen-zur">Vorsorge gegen Starkregenereignisse und Maßnahmen zur wassersensiblen Stadtentwicklung – Analyse des Standes der Starkregenvorsorge in Deutschland und Ableitung zukünftigen Handlungsbedarfs</a>“ im Auftrag des UBA gibt umfangreiche Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Starkregenvorsorge in Deutschland. Dazu wurden zunächst zahlreiche Projekte recherchiert und beispielhafte Maßnahmen und Instrumente zur Starkregenvorsorge aus den Bereichen Multifunktionale Flächennutzung, Starkregengefahrenkarten sowie Warnung und Kommunikation näher analysiert. Herauszuheben ist die Rolle der Starkregengefahrenkarten als wichtiges Instrument der Risikokommunikation.</p>
<p>Die Wörter „dringend“ und „müssen“ fielen auffallend häufig während der Preisverleihung des „Blauen Kompass“, wenn es um den Handlungsbedarf zur Klimawandelanpassung ging. Zum Abschluss der „Woche der Klimaanpassung“ dankte Umweltministerin Steffi Lemke daher nicht allein den Preisträgern, sondern allen Bewerbern für ihre Ideen: „Nichts davon wird verloren sein, alles fließt in unsere Arbeit ein.“</p><p>Sicher hatten die rund 100 Gäste im Lichthof des Bundesumweltministeriums am 16. September 2022 bei der Verleihung des „Blauen Kompass“ noch die Bilder dieses Sommers im Kopf: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/d?tag=Drre#alphabar">Dürre</a>, Hitzewellen, Wasserknappheit und Waldbrände prägten die Jahreszeit. Ein Sommer der Extreme und in Zukunft womöglich die Regel. „Wir sehen erneut die daraus resultierende Übersterblichkeit, die Schäden für die Infrastruktur und die Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Wir Wissenschaftler sind gerne als Übertreiber wahrgenommen worden. Aber wir haben die Situation eher unter- als überschätzt“, erklärte Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>), in seiner Eröffnungsansprache. Das bekräftigte auch Bundesumweltministerin Steffi Lemke: „Das Ausmaß der Klimakrise und die Folgen, die uns ganz offensichtlich doch früher und heftiger erreichen als die Wissenschaft, als wir selbst das angenommen haben, zeigt, dass wir handeln müssen.“</p><p>50 Prozent mehr Bewerbungen und höhere Publikumsbeteiligung</p><p>Die Folgen des Klimawandels werden für immer mehr Menschen spürbar – und immer mehr versuchen, ihnen entgegenzuwirken, sie abzufedern und im bestmöglichen Fall auf diesem Wege auch Vorsorge und zusätzlich <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimaschutz#alphabar">Klimaschutz</a> zu betreiben. Mit 240 Bewerbungen für den „Blauen Kompass“ stieg die Anzahl der Einreichungen in diesem Jahr von zuletzt 160 um 50 Prozent – auch dank der erfolgreichen Arbeit des Wettbewerbsbüros der co2online gGmbH. Anhand von sechs Kriterien – Wirksamkeit, finanzielle Tragbarkeit, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/n?tag=Nachhaltigkeit#alphabar">Nachhaltigkeit</a>, positive Nebeneffekte, Flexibilität und Robustheit – bewertete das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung die Einreichungen. Auf dieser Grundlage nominierten das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/b?tag=BMUV#alphabar">BMUV</a> und das Umweltbundesamt 20 Projekte für vier Kategorien sowie für einen Publikumspreis. Eine achtköpfige, interdisziplinäre Jury wählte im Juni die vier Preisträger aus, für den Publikumspreis fand das Voting online – unter Rekordbeteiligung – statt.</p><p>Viel Neues bei der vierten Verleihung</p><p>Die höchste staatliche Auszeichnung für Projekte zur Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels im Rahmen eines Wettbewerbes verliehen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/b?tag=BMUV#alphabar">BMUV</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a> erstmalig gemeinsam. Die Veranstaltung markierte den feierlichen Abschluss der ersten „Woche der Klimaanpassung“, mit der BMUV und das ZentrumKlimaAnpassung die Vielfalt lokaler und regionaler Klimaanpassungslösungen sichtbar machten. Erstmals wurde der Bundespreis „Blauer Kompass“ in diesem Jahr auch in der Kategorie „Kommunen“ verliehen. Neu ist außerdem ein Preisgeld in Höhe von 25.000 € für jedes Gewinnerprojekt.</p><p>Für eine Premiere sorgte Popsänger Tim Bendzko, der per Videostream seinen neuen Song „Wer rettet die Welt für mich“ vorstellte. Er schickte vorab eine Grußbotschaft zur Verleihung: „Mir liegt das Weltretten sehr am Herzen und ich bin sehr froh, dass ich nicht mehr allein kämpfen muss, sondern dass es jetzt so viele gibt, die sich dafür einsetzen, damit wir von diesem Planeten noch eine Weile etwas haben.“</p><p>Tolles Vorhaben auf dem „Hof Tolle“</p><p>Nils Tolle, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimawandel#alphabar">Klimawandel</a>-Manager und Landwirt vom Hof Tolle, sieht es ganz ähnlich wie Tim Bendzko: „Wir müssen es schaffen, ansonsten wird die nächste Generation es ganz, ganz schwierig haben“, sagt er. Tolle reichte zusammen mit drei Freunden, mit denen er den Hof führt, das Projekt „Integrierte und dynamische Agrarplanung für den Klimawandel“ ein. Hierfür überreichte ihm Ministerin Lemke den „Blauen Kompass“ in der Kategorie „Private und kommunale Unternehmen“.</p><p>Auf 60 ha Landfläche betreibt der Hof Tolle klimaangepassten Ackerbau und dazu eine Rinder- und Pferde-Pension. Der wissenschaftlich basierte Prozessansatz in dem Betrieb kombiniert Erkenntnisse aus der Anpassungsforschung sowie dem Wassermanagement mit Methoden der strategischen landwirtschaftlichen Betriebsplanung. Das hierfür eingesetzte Tool – IDAP-CC für Integrated and Dynamic Agricultural Planning for Climate Change – hob Prof. Dr. Andrea Heilmann von der Hochschule Harz in ihrer Laudatio hervor: „Wissenschaftliche Erkenntnisse aus einer Masterarbeit haben einen Weg in die Landwirtschaft gefunden und sind hier nun ein Instrument zur Entscheidungsunterstützung.“ Das Tool könne zudem auch für andere Bäuerinnen und Bauern hilfreich sein. Darauf wies Nils Tolle abschließend hin: „Die meisten Kolleginnen und Kollegen arbeiten 12-14 Stunden am Tag, da bleibt nicht viel Platz für Klimaanpassung. Damit sich für viele von uns im Großen etwas ändert, müssen wir politisch aktiv sein.“</p><p>Dem Handwerk Wissen an die Hand geben</p><p>Politisch und finanziell vom Hamburger Senat gefördert wird der Preisträger aus der Kategorie Bildungs- und Forschungseinrichtungen – gewonnen hat das EnergieBauZentrum der Handwerkskammer Hamburg mit ihrem Projekt „Präventive <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimafolgenanpassung#alphabar">Klimafolgenanpassung</a> mit dem Hamburger Handwerk“. Handwerker aus allen Gewerken werden hierbei darin geschult, wie sie Gebäude in der Planung oder bei der Sanierung an die Folgen des Klimawandels anpassen können. „Das Projekt versucht, die große Zielgruppe der Handwerksbetriebe heranzuführen an die notwendigen Kompetenzen, um Gebäude sicherer zu machen. Sicherer gegen Starkregenereignisse, sicherer vor sommerlicher Überhitzung“, erklärt Dr. Kai Hünemörder, Leiter Zentrum für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik ZEWU. Die Handwerkerinnen und Handwerker agieren als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunden und sollen dabei nicht nur ihren eigenen Bereich, sondern die Aufgabe ganzheitlich betrachten. Das erfolgreiche Projekt ist auch Bestandteil des Hamburger Klimaplans.</p><p>Hochdiverse Miniwälder als kleine Grünoasen</p><p>Benannt nach dem japanischen Hochschullehrer und Pflanzensoziologen Akira Miyawaki bezeichnet die Miyawaki-Methode die Pflanzung hochdiverser Miniwälder, um angepasste Waldökosysteme auf kleinsten Flächen vorrangig im urbanen Raum zu schaffen. Rund 1000 dieser sogenannten „Tiny Forests“ bestehen weltweit bereits, in Deutschland verbreitet sie der Verein MIYA e.V. seit 2020. Für seine „Tiny Forests – von nachhaltiger Bildung zu klimaresilienten Städten“ erhielt der Verein den „Blauen Kompass“ in der Kategorie Vereine, Verbände, Stiftungen. „Unsere Vision ist, dass in jeder Schule und Kita in Deutschland ein Tiny Forest steht“, sagt Gründer Lukas Steingässer. Den kleinen Wäldchen könnte eine große Zukunft bevorstehen: Sie haben den heißen Sommer fast ausnahmslos gut überstanden.</p><p>Hochwasserschutz über kommunale Grenzen hinweg</p><p>„Hochwasser kennt keine Grenzen“, konstatierte die Borkener Bürgermeisterin Mechtild Schulze-Hessing. Darum haben die Kommunen im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/e?tag=Einzugsgebiet#alphabar">Einzugsgebiet</a> der Bocholter Aa ein gemeinsames Hochwasserschutzkonzept entwickelt: die „Hochwasserallianz Bocholter Aa“. Für dieses durften sie den Bundespreis „Blauer Kompass“ in der neuen Kategorie Kommunen entgegennehmen.</p><p>Das Konzept beinhaltet sowohl Grundlagen für die technischen und ökologischen Umsetzungen als auch die Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit, wie Leben im Katastrophenfall zu schützen und zu retten ist. Neu angelegte <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/r?tag=Retentionsflchen#alphabar">Retentionsflächen</a> steigern außerdem die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/b?tag=Biodiversitt#alphabar">Biodiversität</a> und schaffen zusätzliche Erholungsgebiete. Als „unglaublich vielfältig und interdisziplinär“ bezeichnete Laudatorin Dr. Christine Wilcken vom Deutschen Städtetag das Gewinnerprojekt.</p><p>Vom Industriedenkmal zum Zentrum für Klimaanpassung</p><p>Die Lausitzer Brikettfabrik ist die älteste der Welt – und bildete sich dank des Freundeskreises Technisches Denkmal Brikettfabrik LOUISE e.V. vom Braunkohleabbau zu einem Lehr- und Lernort für die Folgen des Klimawandels um. „Wir nehmen die Probleme aus der Region auf. Dazu gehören die Themen Wasser, Hitze, Waldumbau und klimaangepasste Bewässerung. Aus der Mitte der Gesellschaft heraus entwickeln wir dann Projekte, um uns dem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimawandel#alphabar">Klimawandel</a> anzupassen“, erläutert Projektmanager Andreas Claus. Mit fast 14.000 Stimmen beim Online-Voting geht „Leuchtturm LOUISE – Mit kühlem Kopf in heißen Zeiten“ als Sieger des Publikumspreises hervor und trägt gleichzeitig zu einem neuen Beteiligungs-Rekord bei der Abstimmung bei.</p><p>Zum Abschluss der Veranstaltung erhielten alle Nominierten auf der Bühne jeweils eine Urkunde als Auszeichnung. Prof. Dr. Dirk Messner machte beim diesjährigen Wettbewerb zwei Gemeinsamkeiten aus: „Nahezu alle Projekte setzen auf naturbasierte Lösungen zur Klimawandelfolgenanpassung, wodurch gleichzeitig auch der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimaschutz#alphabar">Klimaschutz</a> anvisiert wird. Außerdem sind in allen Projekten unterschiedliche Akteure zusammengekommen, die gemeinsam nach Lösungen suchten. Sie sind Beispiel und vorbildlich dafür, wie Governance organisiert werden kann und gesellschaftliche Lernprozesse angestoßen werden.“</p><p><em>Dieser Artikel wurde als Schwerpunktartikel im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/newsletter/archiv/newsletter-klimafolgen-anpassung-nr-80">Newsletter Klimafolgen und Anpassung Nr. 80</a> veröffentlicht. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/newsletter">Hier</a> können Sie den Newsletter abonnieren.</em></p>
Auf der Nationalen Konferenz am 6. November 2020 werden mit dem zweiten Fortschrittsbericht zur Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) und dem dritten Aktionsplan Anpassung (APA III) die Fortschritte in der deutschen Anpassungspolitik und die zukünftigen politischen Leitlinien sowie geplante Maßnahmen präsentiert.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 35 |
| Land | 1 |
| Weitere | 8 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 1 |
| Text | 41 |
| unbekannt | 1 |
| License | Count |
|---|---|
| geschlossen | 42 |
| offen | 2 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 44 |
| Englisch | 8 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 2 |
| Datei | 1 |
| Dokument | 5 |
| Keine | 1 |
| Webseite | 41 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 27 |
| Lebewesen und Lebensräume | 37 |
| Luft | 33 |
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